Posts by Nebelfrau

    Liebe Hannah,


    ich habe öfter an dich gedacht, und wie es dir geht in diesen Tagen.

    Du hast recht, Alltag ohne deinen Mann ist ja ganz unvorstellbar...


    unsere Situationen sind unterschiedlich, aber ich erinnere mich dass es sehr schwer war da die Erkrankung meiner Mutter die letzten drei Jahre geprägt hatte, und sie eine sehr große Rolle in meinem Alltag hatte... in meinem Leben...es war also alles ganz, ganz anders dann...


    Indian Summer hat es so gut beschrieben...dass Trauerbegleiter sagen am Anfang geht es einfach darum jeden Tag zu überleben... das hat mich damals aufrecht gehalten, jeder geschaffte Tag Alltag war wieder ein neuer Tag...


    irgendwann wurde das rasende schmerzhafte tobende Gefühl weniger, und ich konnte meine Mutter öfter als liebevolle stärkende Präsenz in meiner Erinnerung, meinem Herzen...meinem Leben spüren... und nun ist der Alltag neu und ohne sie, aber das ist zweienhalb Jahre später.


    Das "Hoch" waren Momente wo die Trauer nicht allzu heftig war. Kleine Momente wo ich sie einen Moment nicht so sehr im Vordergrund hatte anfangs, und später dann wo ich sie einen Moment nicht vergessen aber ertragen, und dann gut aushalten konnte...


    Ich vermisse meine Mutter auch heute noch, aber es nicht so quälend. Ich habe einen Ort wo ich immer frische Blumen hinstelle und ich denke immer daran dass sie will, dass es mir gut geht. Das hilft.


    Ich frage mich wie es dir so geht diese Tage, welche Gefühle und Gedanken dich beschäftigen und wie es dir geht?


    Und wie es dir mit dem Schlaf geht?


    Ich freue mich dass dir das Bild mit der Geburt vielleicht etwas hilft...


    Ich wünsche dir wirklich von ganzem Herzen Kraft,

    Menschen die dir beistehen und Dinge, die dir Trost geben

    und alles Liebe!

    PS. psychosomatische Kur, eine Kur oder psychiatrische Reha...die Hausärztin oder Fachärztin müssten da Näheres wissen, erzähle ihnen einfach offen wie es dir geht... viel Kraft dir!

    Lieber The Sorrow,


    das stelle ich mir sehr anstrengend vor und ich wünsche dir viel Kraft.

    Falls das jetzt so noch nicht möglich ist, finde ich die Idee mit dem Krankenstand sehr gut. Vielleicht hast du ja eine Ansprechperson mit der du das klären kannst - auch die Übungsfirma betreffend.


    Es ist wirklich hart dass man in der Trauer noch so weiter funktionieren "muss"... einerseits lenkt es ab aber manchmal ist es schlichtweg zu viel...ich war immer froh wenn ich mich auch einmal ganz der Trauer widmen konnte ,bin es noch...insofern hoffe ich dass ev. ein Krankenstand eine Option ist für dich...


    und ich wünsche dir dass du ein liebevolles Verbundensein spürst manchmal mit deiner Urgroßmutter

    die Trauerwellen auch sanft sind, und du Schlaf findest


    und dass das Verfassen der Trauerrede dir Erleichterung bringt


    mit liebem Gruß!

    liebe Blaumeise,

    Ich finde es mutig wie offen du auch über deine Lebens- und Krankengeschichte schreibst, ich selbst habe das nicht, aber ich kann natürlich verstehen dass du hier anonym sein willst.

    Krankheit sollte niemals ein Grund für Diskriminierung sein, leider ist das in unserer Leistungsgesellschaft aber durchaus so, da hast du recht, und das ist wohl mit der Trauer oftmals ähnlich.


    Ich hoffe für dich und deinen Sohn dass die Aussprache die sich dann ergeben hat, positiv ausgewirkt hat und ich wünsche dir für deinen Krankheits- und Gesundwerd-Weg weiterhin viel Kraft.

    Liebe Astrid, liebe Christine!


    Ich kann verstehen dass ihr genervt seid, vielleicht denkt ihr ihr wollt nur in Ruhe eure Arbeit machen, euch um Trauernde kümmern und dann werdet ihr dabei gestört, vielleicht fühlt ihr euchsogar tyrannisiert.

    Ihr macht an vielen Punkten sehr gute Arbeit, ihr habt hier schon viel Positives bewirkt. Und dafür ist euch ja schon sehr oft Dankbarkeit ausgesprochen worden.

    Es ist klar dass Menschen die hierher kommen in ihrem akuten und ersten Schmerz, eure Aufmerksamkeit am meisten brauchen. Und dass wir, bei denen die Trauer nun schon fortgeschritten ist auch froh sein können, dass die Verzweiflung nach gelassen hat.


    Ich verstehe also wenn ihr eure Energie in erster Linie jenen geben wollt die es am dringendsten brauchen. Vielleicht ist es trotzdem möglich einmal in Ruhe das zu besprechen was einige "ältere Mitglieder" bewegt.


    Wenn man euch hier früher liest, dann habt auch ihr einmal gesagt ihr seid den hier Schreibenden dankbar, weil das Forum ja auch von ihnen lebt. Ich fand diese Aussage sehr wertschätzend und schön.


    Christine, du hast einmal geschrieben dass es immer wieder mal im Forum „knallt“ und dass du das gewöhnt bist. Dass eine Gruppe ohne Konflikte krank wird , bzw. eine Gruppe die Konflikte nicht offen lebt.

    Insofern möchte ich für alle neu hinzugekommenen sagen, dass dieser Konflikt euch, wo ihr es gerade schwer habt, nicht irritieren oder stören soll, und möchte mich entschuldigen, falls es so ist.


    Es spricht ja auch sehr für ein Forum wenn über heftige Emotionen diskutiert werden kann.

    Und die sind sicher Bestandteil und Begleiter der Trauer, in allen Phasen, immer wieder.

    Deine Wut Astrid und eure Wut ist durchaus spürbar für mich , und ich habe den Eindruck dass ihr in dieser Wut nicht immer gerecht seid. Darüber wollte ich sprechen als ich hier geschrieben habe.


    Yalom nennt es "Trauerwut" und Wut ist auch ein Phänomen der Trauer und ich frage mich, ab wann man hier "gegen den guten Ton" verstößt.


    Ich habe nicht verlangt, dass wir hier nicht mehr anonym sind.

    Ich habe mich auf eine Aussage von dir, Astrid bezogen, wo du kürzlich in einem Thread aufforderst die Parten mit Klarnamen auf Aspetos zu stellen, und ich habe mich gefragt ob das zu deiner Warnung passt.

    Nicht weil ich mich schäme bin ich für die Anonymität hier, ich kann und könnte zu jedem Wort mit meinem Klarnamen stehen.

    Natürlich wäre es seltsam wenn theoretisch von meiner Zahnärztin bis zum Mechaniker jeder meine Geschichte zur Trauer um meine Mutter kennen würde. Umgekehrt kenne ich ihre Geschichte nicht so genau.

    Ein Grund meine Texte heraus zu nehmen wäre, dass ich meine Trauer nur mehr bei mir haben will, und ich kann mir durchaus vorstellen sie mit meinem 15jährigen Sohn einmal gemeinsam zu lesen.

    Und ich würde nicht wollen dass meine Texte hier „eingesperrt“ sind und ich keinen Zugriff mehr darauf habe.


    Und das führt mich zum Wesentlichen -

    und was wie ich denke, die Situation hier - mit natürlich ihren Vorteilen - von einer nicht virtuellen Trauergruppe unterscheidet.


    Wie ihr ja wisst hat die Sperrung von Dieter für mich einen Bruch dargestellt. Ich verstehe es bis heute nicht, kann und will es nicht verstehen, denn ich weiß auch ihr habt ihn sehr gern gehabt.

    Er war ein geschätztes Mitglied der so viel Positives eingebracht hat. Seine wenigen bissigen Kommentare können einfach nicht Anlass für so eine derart dauerhafte Kränkung sein, ich für meinen Teil bin schon lange nicht mehr beleidigt.

    Im Gegenteil, ich denke mir wären wir uns gegenüber gesessen wäre es nie so weit gekommen.

    Ich weiß es nicht aber ich würde hoffen… dass es möglich wäre zu wissen wie es Dieter geht…(in realen Gruppen werden doch oft Adressen getauscht , in meiner Zumba Gruppe ist das so).

    Ihr habt durch die Anmeldung Dieters Namen, für euch ist es leichter.


    Schon klar, vielleicht wollte Dieter das gar nicht.

    Trotzdem, ich weiß nicht wie es ihm mit der Sperre gegangen ist. Ob das Forum ihm schlussendlich geholfen hat. Wie es ihm damit gegangen ist, einige Tage vor Weihnachten, und wie es ihm damit geht, keinen Zugriff auf seine Texte mehr zu haben.

    Und die dauerhafte - lebenslange! - Sperre ist einfach - und dabei werde ich bleiben - für mich nicht angemessen. Lebenslänglich gibt es nicht einmal für schlimmste Verbrechen. Regeln hin oder her, es ist mir ein Bedürfnis das zu sagen. Es ist natürlich eure Entscheidung, auch wenn es eine - kleinkarierte Entscheidung ist. Und ja, ich hoffe dass das, wären wir uns alle gegenüber gesessen, so nicht vorgekommen wäre.Und ja, das hat mein Vertrauen erschüttert !


    Das Versprechen, keiner müsse sich fürchten frei zu sprechen hat sich für mich nicht bestätigt.

    Es folgten nun zwei weitere Sperrandrohungen (in nicht sehr nettem Ton) und das macht mir große Sorge.

    Diskussionen werden so erstickt, mundtot gemacht, und ihr habt auch die Kontrolle über die Texte, und das ist emotional belastend. Ich weiß nicht ob es euch so bewusst ist, und ob ihr das in einem Trauerforum so haben wollt.


    Und das führt mich ganz konkret zum zweiten Punkt, warum ich auch das obige schrieb - eben nicht in einem Trauerthread schreiben wollte sondern hier - denn es passt genau zu der Frage „was ist Aspetos“.


    Ich finde dass ihr sehr heftig und auch ungerecht auf Claudia und Katarina reagiert. Teilweise auch auf mich - vor allem das Dieter-Thema betreffend. Warum darf man nicht darüber sprechen?

    Ihr habt mir - so empfinde ich es- durch eure Sperre einen Freund genommen, und ihr seid drauf und dran mir zwei weitere Freundinnen hier zu nehmen. Glücklicherweise bin ich hier privat im Kontakt.

    Ich weiß nicht wo du siehst, dass die beiden „das Forum mit Füßen treten“ - Astrid?


    Claudia und Katarina waren für mich ein Grund mich hier anzumelden, ihre authentische, kluge, herzliche, unkonventionelle Art hat mir gefallen, und das obwohl wir in vielen Dingen unterschiedlich denken, glücklicherweise, auch mal streiten können, aber genau das den Diskurs bereichert.

    Ich bin sehr froh sie über euer Forum kennen gelernt zu haben.

    „What you see is what you get“ - die beiden sind sehr transparent, man weiß woran man ist, daher ist die Gefahr (ausser für die beiden, da sie so offen sind)wohl nicht so hoch wie bei Menschen, die mehr ein Geheimnis um sich machen.

    Natürlich entspricht es euren Regeln hier zu warnen, aber mir scheint einfach dass gegenüber Claudia und Katarina eine besondere Härte an den Tag gelegt wird. Warum?


    Was Katarinas gelöschte Bemerkung anbelangt, sie erinnert mich an eine Aussage von Yalom … "wenn etwas Bedeutendes zwischen zwei Menschen steht worüber nicht gesprochen wird dann sprechen diese Menschen auch über nichts anderes mehr von Bedeutung".

    Katarina ist ein leidenschaftlicher Mensch für mich, und wünscht sich Klarheit. Ich denke, ein Konflikt (in dem euer Tonfall auch nicht sehr wertschätzend war)der für uns alle nicht gelöst wurde, beschäftigt sie. Außerdem habt ihr ihrer Seelenfrau eine Sperre angedroht, und nachdem ihr Katarina ja auch schon einige Zeit kennt wisst ihr ja, dass sie in so einem Fall auch beschützend und impulsiv reagiert.


    Das ist vielleicht nicht korrekt eurer Ansicht nach, aber es ist verständlich. Es heißt für mich nicht, das Forum mit Füßen zu treten. Vielleicht heißt es für sie, das Forum dass ihr so ans Herz gewachsen ist, für sich zu retten?

    Eigenartiger Weise habe ich umgekehrt auch dieses Gefühl, dass ihr langjährige Mitglieder mit Füßen tretet, auch wenn ich das so nicht sagen will. das Gefühl ist also beidseitig...

    Ich frage mich einfach ob ihr das auch wahr nehmt, und ob ihr das wirklich so haben wollt?

    Ich kenne euch als so wertschätzende, geduldige, kluge und mitfühlende Menschen und frage mich wozu diese Härte?


    Liest man eure früheren Texte sind sie voller Sympathie und Wärme. Ich habe den Eindruck ihr hattet (und habt…)die beiden eigentlich gern, genauso wie Dieter.

    Und, sie haben eurem Forum auch viel geschenkt, und haben hier viel positives bewirkt.

    Claudia hat sogar mal ein Treffen angeregt, das ist eigentlich schön wenn so etwas statt findet und zeichnet ein Forum auch aus.Bevor ich mich hier angemeldet habe habe ich genau darüber gelesen und gedacht „hey, hier kann man den Leuten vertrauen“.


    Ist die Sperrandrohung wirklich nötig? Gilt denn all das Positive, was ein Mensch hier gegeben hat, gar nichts mehr?

    Ich würde Claudia und Katarina hier sehr, sehr vermissen!


    Die Sperren und Sperrandrohungen insbesondere langjährigen, liebevollen Mitgliedern der Gemeinschaft hier gegenüber führen wie ich finde und auch bei mir zu Verunsicherung und Vertrauensverlust - und es macht mich persönlich traurig.


    ihr sagt immer die Trauer ist ein Ausnahmezustand, man "fällt aus der Rolle", es kommt zu Kontroversen...immer Wohlfühlen und Harmonie ist da glaube ich nicht möglich.


    Das war mir ein Anliegen,

    und das wollte ich sagen.


    Vielleicht ist die Veränderung ein natürliches Phänomen

    sowohl von Forumsseite aus, als auch von Seiten jener, die es hier bevölkern.

    Und es ist ja auch gut so, denn es soll vor allem ein Ort sein wie ihr sagt für Trauernde

    die einen Ort des respektvollen Miteinanders suchen.

    Respekt beeinhaltet ja auch eine Klarheit


    Jeder der hierher kommt, gestaltet das Forum mithin neu, und dass man hier füreinander da ist, und der sein kann der man ist, in der Trauer um einen geliebten Menschen, mit allen für und wider, das ist für mich das Wesentliche.


    Mit freundlichen Grüßen,

    Nebelfrau

    Liebe Indian Summer,

    danke für deine Worte, du hast schon ganz viel von dem gesagt, was auch ich gemeint habe.

    Nur in deiner sehr prägnanten, klaren Art!


    Danke auch für deine lieben Worte zu mir...

    Liebe Astrid ,


    ich erinnere mich wieder mal an Exuperie der sagt...die Sprache ist die Quelle aller Missverständnisse... und unsere Diskussion ist für mich momentan so, dass jeder Versuch einer Klärung zum Gegenteil davon zu führen scheint.


    Das Nachdenklich sein zieht sich weiter, und ich werde auf das von dir Geschriebene noch ausführlicher antworten.


    Eines aber möchte ich - ich weiß nicht wie du es gemeint hast - und ob du es gemeint hast wie es - auch- rüberkommt, rüberkommen kann...

    ich möchte ganz klar sagen - weil es mir wirklich ein Herzensanliegen ist...


    ich sehe weder jetzt einen Anlass noch zu irgend einem Zeitpunkt mich vor meinem Kind für auch nur ein Wort, von dem was ich hier geschrieben habe, zu schämen.


    Das sieht auch mein Mann und Vater meines Kindes so, der meine Worte von hier kennt.


    Unser Kind ist ein sehr glückliches Kind, <3 das von Herzen geliebt wird. Wir sind keine perfekten Eltern, aber wir kriegen das schon ganz gut hin. Bitte lasse also was das anbelangt, es unsere Sorge sein, was wir unserem Kind zumuten wollen und können, und was nicht.


    Ich bin froh dass ich die Worte hier schreiben konnte

    und habe mich dafür ja schon öfter bedankt.

    Liebe Tagpfauenauge,


    das ist schön von dir zu lesen...ich wünsche dir von Herzen alles erdenklich Gute zum Geburtstag, und dass du wie auch immer gestaltet, einen guten Tag hast den du genießen kannst...


    wahrscheinlich feierst du ja mit deinen Kindern, und das ist doch wunderschön ... oder?



    Auf jeden Fall alles Liebe zu dir

    fürs neue Lebensjahr!


    Und viele schöne Stunden mit vielen Musenküssen!

    Lieber the sorrow,


    mein Beileid und meine Anteilnahme zum Tod deiner Urgroßmutter...

    es ist schön, dass du in ihr so einen wunderbaren und liebevollen Menschen gehabt hast

    und ich wünsche dir ganz viel Kraft...du hast schon so viel geschafft...die Planung der Beerdigung, die Trauerfeier...das ist alles sehr anstrengend. Ich hoffe du findest etwas Erholung und auch, dass dein inneres "nicht mehr können" auch wieder Erholungspausen findet.


    Zu deiner Frage...du schreibst ja dass du eine Psychiaterin hast...und wenn du dir vorstellen kannst eine psychosomatische Kur zu machen, wäre doch sie eine gute Ansprechpartnerin?


    Alles Gute dir,

    M.

    Ich danke dir und euch, ich bin sehr froh euch zu kennen. <3


    Ich wünsche uns allen einen sanften Abend

    und denke fest an Schlawunsch


    den lieben Hund der wie Odysseus aus dem Wasser steigt


    alles Liebe!

    Liebe Blaumeise,


    hier in deinem Thread mit dem wirklich guten Titel wünsche ich dir noch einmal viel Kraft für deine Therapie... und dass du sie gut verträgst! Wie schön dass du momentan so viel Lebensfreude hast, wie du schreibst.


    Du hast ja einmal gesagt dass du hier nicht darüber schreiben willst,

    aber bestimmt wünschen dir alle hier


    alles erdenklich Gute,

    und das "Mutmachen" dass du brauchst,


    m.

    Liebe Sunbabe, <3


    ich kann verstehen dass es weh tut, wenn das Umfeld nicht merkt, wie sehr man trauert - ich kenne das Gefühl und ich lese hier bei so vielen, dass es genauso ist und frage mich, ob das nicht unweigerlich so ist.


    Es ist schon viel geschrieben worden und ich glaube es zeigt vor allem, dass deine Geschichte und deine Trauer anderen Menschen hier zu Herzen geht. Dass auch Emotionen berührt werden, Saiten bei den anderen zu schwingen beginnen. Es zeigt wie viel Gefühl du durch deine Worte vermittelst, man spürt finde ich, ich spüre wie schmerzlich du deine Schwester vermisst.

    Wie geht es dir denn mit dem Kontakt zu ihrem Sohn, oder ist das auch schwierig?


    Du hast ja viele Dinge die gut klappen in deinem Leben...ich bewundere deine Selbständigkeit...die Geradlinigkeit mit der du deinen Weg gehst...dich den Dingen stellst...und ich wüsche dir dass dieses Gefühl, dass du vor dem Tod deiner Schwester hattest, zurück kommen darf.

    (Dass das Leben und die Freude daran zurückkommen darf...)


    Was könnte dir dabei helfen?


    Wenn ich deine Zeilen lese wünsche ich mir ich könnte dir etwas von deinen schmerzlichen Selbstvorwürfen abnehmen..aber das kann ich leider nicht.


    Aber wie du siehst, wenn auch oft mit aller Heftigkeit der Emotionen die Trauer und das Leben und der Tod mit sich bringen, bewegst du hier auch die Menschen, die deine Zeilen lesen.



    Ich hoffe du hattest soweit einen guten oder erträglichen Tag

    und wünsche dir weiterhin viel Kraft

    und von Herzen alles Gute


    und Sunbabe ist wirklich ein besonders süßer Spitznamen den du erhalten hast,

    von deiner Schwester!



    Alles Liebe,


    m. <3

    Liebe Astrid,


    ich schreibe das mal hierher...


    denkst du wirklich dass es ein Widerspruch ist hier zu schreiben, und auch noch privat Kontakt aufzunehmen? Wahrscheinlich werden wir keinen "grünen Zweig" finden scheint mir, aber ich finde es ist doch auch eine Entscheidung, die jeder für sich trifft. Ich weiß dass ich anfangs skeptisch war, und die Anonymität gut fand, zumal das Forum hier wirklich jeder lesen kann. Allerdings ist es dann auch schwierig weil man Gefühle investiert, Menschen wirklich zu mögen beginnt und auf einmal merkt, man weiß überhaupt nicht wer der Andere ist, wenn jemand nicht mehr erreichbar ist, und das tut auch weh (mir ist es so bei Dieter und Rabelein so gegangen). Schon klar, selbst schuld- ich weiß; mir ist auch klar dass ich mich in meiner Verantwortlichkeit darauf eingelassen habe.

    Ich habe als ich hierher kam nicht gedacht wie schmerzlich dann aber auch ein Kontaktverlust sein kann (was vll. in einer face to face Trauergruppe nicht so wäre) und das hat mir - neben all dem Positiven was ich hier erhalten habe- und das war viel, wofür ich auch sehr dankbar bin - eben wirklich weh getan.

    Wie gesagt, kein Vorwurf - es ist ja meine Verantwortung.

    Und da ist ein privater Kontakt einerseits geschützter, man kann persönlichere Gedanken und Inhalte teilen - natürlich in der eigenen Verantwortung, selbst entscheidet wer es lies und eben weiß wer das Gegenüber ist, wie es dem Gegenüber geht und schlussendlich - ob jemand wenn nicht anders gestorben ist oder nicht.


    Was spricht also dagegen, wenn ihr einerseits dazu auffordert, die Parte mit Klarnamen offen zu legen auf eurer Seite (was ja auch eine schöne Idee ist) und andererseits, wenn einem danach ist, Kontakt auf privater Ebene zueinander aufzunehmen?


    Mit nachdenklichen Grüßen



    m. <3

    liebe Amitola Claudia,


    ich fühle sehr mit mit dir...wie ich dir schon geschrieben habe finde ich, dass Tiere uns ergänzen, zumindest bei mir ist es so dass es mir immer eine Ehre war, von ihnen einen Teil meines Lebens begleitet zu werden...jeder Tod eines Tieres war eine Zäsur in meinem Leben...gerade wenn ein Tier so lange bei uns ist...ich erinnere mich an meine Katze Kismet...18 Jahre war sie bei uns...sie kam zu mir nachdem meine erste Katze überfahren worden war...ich war so unsagbar traurig damals dass wir sofort ins Tierheim gefahren sind...mein Mann hat das gespürt... ich wäre sonst wirklich krank vor Trauer geworden...und da war sie... eine Schicksalsbegegnung...so fühlt es sich finde ich besonders an, wenn wir uns unsere Tiere aussuchen und wir uns... <3


    Kismet starb am Muttertag nach dem Tod meiner Mutter. Sie fraß noch einmal, ging auf die Wiese in die erste Sonne, legte sich ins Gras und schlief ein. Mein Mann war bei ihr....zufällig... <3


    unseren jetzigen Kater hat mein Sohn ausgesucht, und ich merke welch ein besonderer Freund er ihm ist, er versorgt ihn und wie Monika einmal geschrieben hat...gerade Kinder vertrauen Tieren oft ihre Geheimnisse an, Tiere trösten auf eine Art die unser Herz auf ganz besondere Art berührt...wie vielleicht nichts vergleichbares sonst...



    darum kann ich sehr gut nachfühlen, wie es dir geht weil dein Wegbegleiter Schlawunsch, der dich ja auch mit Burkhard Nadeen verbunden hat, nun zu ihm gegangen ist.


    Ich wünsche dir für diese Tage Friede, sanfte Energie und Kraft

    und liebevolle Erinnerungen an ihn


    alles Liebe <3

    ---------

    Liebe Hannah,


    ach du hast ganz recht, ich versuche dich zu trösten und zu beschwichtigen dabei weiß ich selbst, dass es so ist wie auch Christine hier schreibt...die Trauer ist etwas... durch das man durch muss...


    wie war dein Tag heute?

    Wie gehts es dir?

    Mit dem Schlaf?


    Ja, die Kinder geben einem Kraft.


    Ein Gedanke der mir geholfen hat, den habe ich hier zufällig gefunden.

    In einem Video einer Journalistin die über ihre Trauer spricht...sie sagte ... Trauer wäre wie eine Geburt...irgendwo nimmt man die Kraft es durch zu stehen...und das hat mich an die Geburt meines Kindes erinnert ...dass es wirklich viel Kraft gekostet hat und meine Grenzen überschritten hat, aber irgendwo habe ich die Kraft her genommen...ich weiß nicht ob du damit etwas anfangen kannst... ich habe immer daran gedacht dass ja in das Leben gehen und aus dem Leben gehen ein ähnlicher Prozess ist, und dass er unsere Vorstellung und auch unsere Kräfte übersteigt oder übersteigen kann...


    und dann zu denken ...

    ich habe die Kraft es auszuhalten bis es vorbei ist

    auch wenn mir nicht klar war wo die Kraft her zu nehmen


    und einfach mal froh zu sein jeden Tag mehr oder weniger gut

    durchgestanden zu haben, weiter gelebt zu haben



    diese zwei Gedanken und diese Haltung waren hilfreich für mich.


    Ich wünsche dir von ganzem Herzen

    einen erträglichen Abend

    und etwas Schlaf,


    alles Liebe!


    Malena <3