Posts by Ros

    Das finde ich wirklich alles sehr traurig. Soviel Respekt sollte man einer trauernden Kollegin entgegen bringen, wenigstens eine Karte schreiben.

    Da bin ich bei Dir und verstehe Deine Enttäuschung. Hätte dann wahrscheinlich nicht viel Lust auf die Arbeit. Haben denn die Kollegen auch nichts hören lassen ?

    Ich bin auch sehr dankbar für die ganze Unterstützung. Ich muss Abstriche beim Verdienst machen, dafür wurde ich zb. für die Pflege von Arbeit frei gestellt. Ganz kurzfristig. Auch unter "normalen" Umständen genießen wir gewisse Privilegien. Dürfen mal paar Minuten in den Pausenraum zum Schwatzen, Kundengespräche sind ausdrücklich erwünscht, sowas halt. Wir suchen übrigens Personal ;)

    Die Arbeit hat mich halt abgelenkt, hier zu Hause habe ich nur noch gegrübelt, an meinen Vater gedacht, hier gelesen und bei soviel Trauer bin ich noch trauriger geworden. Es war schwer, ist es oft immer noch, aber es gibt ja doch manchmal die unverhofften Begegnungen und Gespräche. Das würde ich Dir auch sehr wünschen.

    Liebe Ute,

    ich hoffe das es Dir soweit gut geht. Kannst Du die Weihnachtszeit genießen? Bei mir klappt das nicht so richtig. Unseren Baum habe ich nicht direkt geschmückt, eher alles drauf geworfen. Geschenke habe ich auch nur für meine kleine Stieftochter. Mir fehlte einfach die sonst vorhandene diebische Vorfreude, jemandem einen Wunsch erfüllen zu können. Du hast ja auch Mädchen in dem Alter, für sie muss man irgendwie funktionieren oder. Bin aber froh das die Kleine nach Weihnachten zu einer Freundin fährt für einige Tage. Möchte dann auf mein Sofa mit viel Schokolade, und Kuscheldecke, und mit meiner Mama telefonieren. Keine weihnachtlichen Verpflichtungen. Doch ein Essen mit meiner großen Tochter und Freund, und dessen Eltern. Habe sie schon gewarnt, mich bloß nicht auf das Thema anzusprechen. Haben sie bis jetzt nicht geschafft.

    Hast Du auch Freunde, die sich zurück gezogen haben ? Ich vermisse meine beste Freundin. Sie meldet sich nicht mehr. Ich verstehe das nicht.

    Jetzt habe ich so viel von mir geschrieben. Dabei möchte ich doch wissen, wie es dir geht.

    Falls wir uns nicht mehr lesen, wünsche ich Dir Frohe Weihnachten im Kreise Deiner Familie. Es wird für uns anders werden und traurig, ich werde dann an alle hier denken, die ein ähnliches Schicksal haben. Dann fühle ich mich nicht allein.

    Es grüßt Dich von Herzen Ros

    Liebe Vilja,

    ich habe mir vor längerer Zeit mal ein Traumlexikon auf mein Handy geladen. Manchmal schaue ich nach, was dies oder jenes bedeutet. Nicht immer beruhigend. Aber meist vergesse ich das schnell wieder. Ich denke, Du träumst von Deiner Mama weil Dein Unterbewusstsein auf Hochtouren läuft. Es ist ja so vieles ungeklärt für Dich.

    Ich freue mich, daß es Dir wieder besser geht und wünsche Dir Frohe Weihnachten mit Deinen Lieben :24:

    Liebe Ingrid,

    auch ich freue mich über Deine neue Unterstützung. Es klingt wirklich gut, was sie mit Dir spricht. Gehst Du jede Woche zu ihr?

    Was das Arbeiten betrifft, mir hat es geholfen. Auch wenn ich nach zwei Wochen nochmal einige Tage zu Hause bleiben musste. Ich sitze auch oft an der Kasse. Habe dort auch schon geweint, was solls. Die Kundenschaft war immer verständnisvoll. Meine Kollegen haben mich auch bei Bedarf abgelöst. Und zu guter Letzt habe ich einen Chef, der das Herz am rechten Fleck hat. Insofern kann ich Dir nur Mut zusprechen, es zu versuchen.

    Alles Liebe für Dich, sei herzlich gegrüßt von Ros

    Lieber Frank,

    ich hatte vor 2 Tagen glaube ich einen Beitrag hier gelesen. Von Angie64. Ich lege Dir den Beitrag ans Herz, da sie ihr Befinden drei Jahre nach ihrem Verlust beschreibt. Vielleicht kannst Du daraus etwas Kraft schöpfen.

    Bin bei Dir, herzlichst Ros

    Liebe Vilja,

    diese Träume kenne ich nicht, aber auch ich denke immer an meinen Vater auf dem kalten Friedhof. Er fror immer so schrecklich schnell. Es tröstet mich ,das ich ihm seine Lieblings- Strickjacke mitgab, auch sehr zur Beruhigung aller Enkel. Sie beschäftigen sich anscheinend auch mit diesem Thema.

    Deine Traurigkeit tut mir so leid, ich kann sie nachfühlen. Ich hätte vorher nie geglaubt, wie sehr der Verlust eines Elternteils mich verändert.

    Bitte denk nicht zu viel nach, was wäre wenn...das ist eine Straße ohne Ende. Alles ist bzw wäre möglich.

    Ich finde gerade nicht die richtigen Worte, ich würde mich jedenfalls freuen wenn Du Deine Mutter gedanklich an Deiner Freude über Weihnachten teilhaben lässt. Es ist sicherlich das, was Du Dir wünschst und wenn schon nur Gedanken, dann nimm doch die guten Gedanken :)

    Vielleicht bisschen verzwickt geschrieben, ich denke Du verstehst mich aber.

    Ich wünsche Dir alles alles Liebe, genieße die Zeit mit Deiner Familie und denke positiv.

    Herzliche Grüße Ros

    Liebe Nordlys,

    hast Du einen eigenen Thread hier ? Habe nichts gefunden.

    Ich antworte deshalb mal hier.

    Du hast eine große Last auf Deinen Schultern zu tragen. Das tut mir sehr leid. Die Vergesslichkeit ist nur zu gut nachzufühlen. Auch mir geht das momentan so. Es ist ein Tribut an die Trauer und die Sorgen. Meine Chefs haben zum Glück Verständnis, ich sage auch immer das ich oft bei meinem Vater bin. Das verstehen sie. Bis jetzt gab's noch keinen Ärger.

    Hast Du Freunde, die Dir mal ein paar Stunden Freizeit frei schaufeln ? Auch kannst Du Dich zb. bei Caritas oder ähnlichen Institutionen beraten lassen. Vielleicht eine Kur. Oder eine Haushaltshilfe.

    Außerdem hast Du geschrieben, das Deine Mama sich sehr verändert hat. Aus eigener Erfahrung schreibe ich Dir folgendes: vor drei Jahren war ich sehr krank. Meine Tochter hat sich jede freie Minute um mich gekümmert. Trotzdem war mir das zu wenig. Ich habe mich ernsthaft gefragt, warum sie so selten kommt. Erst einige Zeit später habe ich begriffen, was ich unmögliches verlangt habe. Und mich selbst nicht mehr verstanden. Ich hatte das Glück, mit meiner Tochter darüber zu sprechen. Sie war über mein Denken erstaunt, aber hat es verstanden. Will damit sagen, Krankheiten können eben verändern und der Kranke bemerkt es nicht. Oder will es nicht bemerken. Nun kannst Du mit Deiner Mama nicht mehr reden. Ich verstehe, das Du ihr aus Rücksicht den Brief nicht geben möchtest. Aber Du bist das Kind. Du brauchst Schutz. Ich weiss nicht, ob sie Dich hören kann. Ich würde es ihr sagen. Nicht so hauruck, sondern behutsam. Auch wenn sie krank ist, sie bleibt Deine Mutter und sollte Dich auch beschützen.

    Das ist meine Meinung. Ich hoffe, Du findest einen Weg für Dich. Alles Liebe wünsche ich Dir, fühle Dich umarmt von mir, herzlichst Ros

    Lieber Frank,

    ich bin ehrlich gesagt auch oft ungeduldig gegenüber meinem Partner. Deswegen stellt er meine Liebe aber nicht in Frage. Ich bin ein impulsives Wesen, ein Pulverfass das schnell hoch gehen kann.

    Meine Mutter übrigens hat sich die gleichen Vorwürfe wie Du gemacht. Mein Papa war nicht ihre große Liebe. Mein Papa ist aber trotzdem nie von ihrer Seite gewichen. Glaub sie waren eher Freunde, was auch irgendwie gut war. Meiner Meinung nach liebt in einer Beziehung oft ein Mensch mehr als der andere. Habe ich schon oft beobachtet. Ich habe jedenfalls meiner Mama diese Vorwürfe ganz schnell ausgeredet. Es ist vielleicht nicht ausgeschlossen, das fehlende Liebe krank macht. Keine Ahnung. Jedoch kann der andere Mensch gehen, wenn er möchte.

    Das Leben ist nicht immer einfach und stellt uns vor schwere Entscheidungen.

    Bitte fühle Dich nicht als Versager, oder schlecht. Es ist nicht immer alles schwarz oder weiss.

    Ich drück Dich und sende Dir liebe Grüße

    Lieber Frank,

    Deine Schuldgefühle lassen mir keine Ruhe. Vielleicht kannst Du es im Moment nicht richtig erfassen. Du hast geschrieben, das Du damals geglaubt hast alles richtig zu machen. Also hast Du auch damals alles richtig gemacht. Sorgen müsstest Du Dir machen, wenn da stehen würde eventuell habe ich alles richtig gemacht oder ich wusste damals nicht ob es richtig war.

    Aber das steht da nicht. Eindeutig steht geschrieben das Du Dir sicher warst. Daran solltest Du Dich festhalten.

    Wie ich schon schrieb, in allen Lebenslagen ist man hinterher schlauer oder denkt anders, man lernt auch dazu und macht Erfahrungen.

    Ich bin beruhigt das Du nicht allein bist. Kannst Du vielleicht mit Deinen Freunden auch über dieses Thema reden ? Von außen sieht man die Dinge auch wieder anders.

    Ich wünsche Dir ein ruhiges Wochenende, mit hoffentlich etwas Freude und mehr Friede im Herzen.

    Es grüßt Dich herzlichst Ros

    Nein nein, will Dich nicht hochnehmen. Ich weiß doch, das dieser schwarze Teufel NUR wegen Prinz im Haus ist. Da er schon so lang im Haus lebt, hat er wahrscheinlich auch einen Haustürschlüssel oder kann zumindest die Türklinke öffnen, um die Katze ins Haus zu lassen. Komisch nur das sie immer wieder kommt. Man sagt ja, Tiere spüren wenn sie geliebt ...nee das kann jetzt wirklich nicht sein. Alles nur für den Prinzen. Basta :)

    Lieber Frank,

    und all Ihr Lieben, die um einen Menschen trauern: bitte hegt nicht so viele Selbstzweifel. Immer wieder lese ich davon. Ihr habt für Eure Liebsten gesorgt nach Euren Möglichkeiten. Hinterher sieht man immer andere Möglichkeiten, in allen Lebenslagen. Das bedeutet doch aber nicht, das Du lieber Frank zu wenig getan hast. Acht Jahre Krankheit Deiner Frau, das zusammen durchzustehen ( es gibt ja durchaus die Möglichkeit, abzuhauen ) Pflege Deiner Frau zwei Jahre, das ist Schwerstarbeit auch wenn noch eine Pflegerin da ist. Ich habe meinen Papa knapp drei Wochen betreut, ich kam gerade so zum Essen, kaum an die frische Luft und erst nachmittags unter die Dusche. Ich habe größten Respekt vor Deiner Leistung, bzw die Leistung vieler Menschen hier. Wirklich, da musst Du Dir keine Sorgen machen von wegen nicht genug getan. Es wird von außen nicht genug geschätzt, das trifft es eher.

    Ich hoffe und wünsche das es Menschen gibt, die Dich aufbauen. Und wenn es da draußen niemanden gibt, dann hole Dir hier die Kraft. Hier weiß man, was Du geleistet hast. Und bringt Dir gleichzeitig Mitgefühl und auch hm , Liebe auch denk ich, entgegen. Nächstenliebe. Nimm das für Dich, hier gibt man gern.

    Alles Liebe wünscht Dir Ros

    Liebe Ute,

    fotografieren ist immer gut und Balsam für die Seele. Schön wenn Du die Freude daran wieder entdeckst.

    Zu den Kollegen: Ich gebe Vilja Recht, das manches anders weiter gegeben wird. Ich hatte vor kurzem eine ähnliche Situation, habe reagiert wie ein Dampfhammer. Hinterher habe ich einen Kollegen angesprochen und es stellte sich als Missverständniss heraus.

    Allerdings, das ist die andere Seite, gibt es nur ganz ganz wenige ehrliche Menschen. Ich kenne zb meine Kollegen genau und weiß , wessen Beileid ehrlich war. Die anderen haben es eben gesagt, weil man es sagt. Darüber zerbreche ich mir nicht den Kopf. Sie sind Kollegen, keine Freunde.

    Es ist für Dich natürlich eine unangenehme Situation, weil Du es ja eigentlich nicht wissen solltest und es ja auch irgendqie schmerzt. ABER Du hast jetzt andere Dinge, die wichtig sind. Deine Trauer, Dein Wohlergehen, vielleicht noch einige Dinge regeln. Dafür brauchst Du Deine ganze Kraft.

    Und davon wünsche ich Dir ganz viel. Es werden auch Situationen kommen, die Dich für den Moment mit Freude erfüllen. Davon wünsche ich Dir auch ganz viele.

    Herzlichst Ros

    Lieber Uwe, ich lese viel hier. Wenn mir eins aufgefallen ist, dann das fast alle Menschen sich Gedanken darüber machen, was sie für Ihre Liebsten getan haben bzw. ob sie auch genug getan haben. Ich denke, wenn man einen Menschen gepflegt hat oder beim Sterben begleitet hat, dann hat man alles getan, wozu man momentan in der Lage war. Keiner sollte sich Vorwürfe machen. Ich hab gelesen, das es zum Trauern gehört. Auch ich habe mich gefragt, ob ich hätte mehr tun können. Nein. Heute sage ich nein. Denn alles was mir möglich war habe ich gegeben. Und so lese ich es auch aus vielen anderen Schicksalen hier.

    Ich wünsche Dir eine Nacht ohne Selbstvorwürfe und Tränen.

    Herzlichst Ros