Posts by Sturm

    Liebe Birgit,


    ich verstehe dass du nicht verstehst warum das Leben so gemein zu euch ist.


    Es gibt keine einzige Erklärung die Sinn ergeben würde.


    Es ist gemein und unerklärlich.


    Wichtig: natürlich nervst du nicht, liebe Birgit.


    Schreib hier so oft du möchtest und wenn es hundertmal jeden Tag sind. Du wirst hier nie jemanden nerven, nie.


    In Gedanken bei dir, Sturm

    Liebe Renate


    Zwei Gedanken,


    manche Menschen wollen (können?) nicht anders als bösartig und missgünstig sein. Man fragt sich zwar wie man jemanden der eh schon alles alles alles (= das wichtigste und liebste = in deinem Fall Walter) verloren hat dann auch noch sowas Kleines (trotzdem für dich jetzt auch irgendwie Großes) missgönnen kann, aber sie tun es anscheinend. Ja, und sie würden sich EXAKT genauso verhalten, wäre der Wein nicht gut geworden. Genauso böse kommentieren, genauso sich das Maul zerreißen, genauso verletzen und kränken und es solange zerreden, bis es schlecht ist. Warum: kein Plan, echt nicht, will ich auch nicht verstehen, aber das gibt es. Für sie wird es nie reichen, egal was du tust. Für Walter und euch muss es reichen, das tut es und dass der Wein so gut geworden ist, ist nichts anderes als ein Zeichen eurer LIEBE. Walters LIebe ist darin und deine Liebe. Es ist EUER Wein.

    Vielleicht wäre es ganz gut, die Planungsgespräche in den geschlossenen Bereich zu verlegen?

    (Und auch dort ist es vielleicht etwas heikel in einem deklarierten Treffen/Zufluchtsort-Planungsthread die exakten Wohnorte zu nennen. Da drin würden dann gesammelt, schön aufgelistet und für andere mit einem Klick zu finden die Wohnorte mehrere Mitglieder stehen. Vielleicht erstmal mit Bundesland/Region/Landkreis/Bezirk anfangen und weitere Details in einer gemeinsamen Konversation austauschen?)


    (Entschuldigt mein Einmischen und den Paranoia-Zeigefinger, ich finde euer Vorhaben wundervoll, weiß aber gar nicht, ob das etwas für mich ist bzw. ob ich etwas für euch bin. Ein Urlaub oder mehrere Tage am Stück wären mir persönlich zu viel und manchmal bin ich nicht einmal für ein paar Stunden eine angenehme Zeitgenossin. Aber grundsätzlich: coole Idee!)

    Liebe Kikiro,

    vielleicht war es das, was du unbewusst gebraucht hast und dann ging es einfach nicht anders? Manchmal (oder auch oft) kann man einfach nichts, egal wie sehr man muss oder sollte oder möchte.


    Wie auch immer: schön, von dir zu lesen.


    Liebe Grüße, Sturm

    Liebe Birgit,


    noch immer fehlen mir die Worte angesichts dieses Albtraums, der deiner Familie und dir geschehen ist.

    Ja, wir versuchen hier für dich da zu sein und du kannst hier immer, immer, immer schreiben, wenn dir danach ist, aber leider kann das nichts gegen deinen Schmerz und die Leere ausrichten. Aber dennoch weißt du, dass du hier immer offene Ohren und Menschen findest, die an dich denken und versuchen da zu sein.


    Bitte mach dir aber keinen Druck, hier schreiben zu müssen, wenn du es nicht schaffst. Alles muss so unerträglich sein. Es gibt überhaupt kein Müssen mehr, mach nur, was für den Moment einigermaßen erträglich für dich ist.


    In Gedanken bei Helmuth, dir und eurer lieben Nadja. Das Leben ist so grausam. Es tut mir unfassbar leid, liebe Birgit.

    Sturm

    Verbuendete


    Liebe Waltraud,

    hier noch zu deiner technischen Frage:

    Verbuendete wrote:

    Ich habes nicht kappiert.

    Hat das dann was damit zu tun, wenn ich es zb bei Sturm in sein WZ stelle dann kann nur er es lesen....oder wie ist das gemeint

    Nein, die Spoiler-Funktion ist personen- und wohnzimmerunabhängig und funktioniert in jedem Beitrag gleich. Was du in das Spoilerkästchen setzt (- sieht im Text-Fenster genau wie das Zitat-Kästchen aus), wird im abgeschickten Beitrag erstmal versteckt angezeigt. Nur, wenn man gezielt drauf klickt, wird angezeigt, was hinter dem Spoiler versteckt ist.


    Ein (technisches) Beispiel zum Ausprobieren:


    Liebe Grüße, Sturm

    Liebe Tereschkowa, liebe Mit-Mitglieder!


    Danke für diesen Thread, ich denke auch gerne an solchen allgemeinen Themen rum (- und werde gerne daran erinnert, an welchen Punkten ich mich vielleicht selbst an der Nase nehmen muss).


    Mich hat kürzlich nachdenklich gemacht, was gia65 in ihrem Thread zu dem Thema schrieb und warum sie sich manchmal nicht an einem Gespräch beteiligt, obwohl sie vielleicht gerne würde (- was ich persönlich sehr schade finde, ihre Gründe zugleich aber auch verstehen kann). Dazu habe ich mich damals nicht geäußert, weil sie darum bat, das so stehen zu lassen. Deswegen ist es schon mal gut, hier einen neutralen Raum zu haben, um sich drüber auszutauschen.


    Eigentlich ist es einfach (- egal ob online oder im "Real Life"): man muss nicht zu allem seinen Senf dazu geben.


    Prinzipiell finde ich einen vielseitigen und kritischen Austausch immer gut, aber was persönliche Ansichten (z.B. den eigenen Glauben), Gefühle und Wahrnehmungen betrifft, gibt es einen Unterschied: sie sind nun mal nicht anfechtbar und damit oft unberührbar von vermeintlicher Mehrheitslogik oder gut begründeten Einzelargumenten.


    Ich glaube, warum man sich speziell hier trotzdem oft äußert, hat zwei Gründe. Einen hast du, Tereschkowa, schon genannt und gut beschrieben - eine so empfundene Bedrohung des eigenen Gedanken-/Glaubens-/Gefühlskonstrukts. Mir fällt daneben noch der Grund ein, helfen und unterstützen zu wollen und dabei im Eifer des Gefechts zu übersehen, dass sich die eigene Meinung und der eigene Weg nicht jeder anderen Person (- obwohl in einer ähnlichen Situation befindend) überstülpen lässt. Die Intention ist gut, die (Re-)Aktion nicht ganz bzw. nicht immer.


    Dass Grund 1 oft zum Greifen kommt, finde ich trotz allem verständlich. Wir alle sind SO verletzlich und unser Gerüst an teils mühsam zusammengeklaubten Gedankenzugängen, die wenigstens ein bisschen beruhigend, schmerzlindernd, tröstend wirken, ist SO instabil. Kein Wunder, dass man oft sogar da reflexhaft in eine Verteidigungshaltung driftet, wo es gar nicht nötig ist und schon gar nicht gefragt. Mit der Zeit entwickelt man aber vielleicht auch ein vages Gefühl für den Austausch und die Themen im Forum. Für mich selbst weiß ich wenigstens grob, welche Bereiche oder welche einzelnen Themen mir nicht so gut tun. Dann ist es allein an mir, zu entscheiden, ob ich einen Thread anklicken möchte oder auch innerhalb eines Threads einen Beitrag/eine Passage überscrolle. Manchmal hat man es eh nicht in der Hand, weil oft nur ein Wort oder Halbsatz reicht, um einen Triggerpunkt zu berühren und dann: Zack-Bäm-Wusch-Treffer. Aber so ist das, wenn Menschen mit Menschen zu tun haben. Es gibt keine 100%-Garantie auf ein ausschließlich kuschelweiches Babykatzen-Sonnenschein-Miteinander mit Rosenduft und herzförmigem Konfetti. Ein gewisses Maß an Respekt, Umsicht, Sensibilität und Toleranz sind aber ganz hilfreich. (Auch hin und wieder daran erinnert zu werden.)


    Bezüglich Trigger-Warnungen und Spoiler sehe ich das wie du: die Verantwortung kann nur bei dem lesenden Mitglied liegen, anders herum würde es die Intention des Forums ad absurdum führen und die Freiheit des schreibenden Mitglieds einschneiden.


    Dennoch schadet es im Zweifelsfall vielleicht auch nicht, eine Warnung oder einen Spoiler einzubauen, wenn man selbst beim Schreiben das Gefühl entwickelt, dass es irgendwie passt. Das sollte aber allein dem/der Schreiber:in unterliegen, denn manchmal bricht ein Text so spontan aus einem raus, dass man einfach nicht auf dem Schirm hat, während des Schreibens an die Leser:innen zu denken. Das muss meiner Meinung nach auch okay sein. (Wo sonst, wenn nicht hier?)

    Tatsächlich kam bei mir nach längerem Nachdenken bezüglich der Spoiler-Funktion auch das Gefühl auf, dass damit optisch gerade etwas verdeckt und versteckt wird, was viele sich außerhalb des Forums nicht trauen zu äußern, was sie im Alltag verbergen und unterdrücken müssen, weil es nicht sichtbar sein darf, vom Umfeld als falsch und unnormal gesehen und als negativ bewertet wird.

    Aber (leider) gehören jetzt auch diese (vermeintlich) hässlichen, schlimmen, schwarzen Gefühle und Gedanken zu uns und irgendwie gefällt es mir persönlich, glaube ich, doch nicht so gut, sie dann auch noch hier zu verstecken. Für mich fühlt sich daher die Triggerwarnung am Anfang eines Beitrages besser an, aber das ist nur mein Gefühl dabei. Wie du auch schon schriebst, solche Warnungen sind ohnehin mehr ein Zeichen von Achtung und Sensibilität dem verletzlichen Mit-Mitglied gegenüber, als tatsächlich eine treffsichere Schutzmaßnahme. Eben weil Trigger so vielfältig und manchmal von der eigenen Tagesverfassung abhängig sind und oft gar keiner Logik unterliegen.


    Abschließend also:

    Die Verantwortung bleibt bei der Person, die liest.

    Kritik und (wertende) Meinung als Reaktion zu Empfindungen und zum Glauben von anderen Menschen

    halte ich für mehr als lässlich in einem Trauerforum.

    Ja.


    Liebe Grüße, Sturm

    Liebe Renate,


    gut, dass es dir ein bisschen besser geht. Lass es trotzdem noch ruhig angehen, okay? Trauer ist vieles und für den Körper vor allem Ausnahmezustand und Schwerstarbeit. Dann auch noch Fieber... keine gute Kombination.


    Liebe Grüße, Sturm

    Liebe Renate,


    Mist, du Arme! Ich glaube und fürchte auch wie Tereschkowa, dass dein Körper dich zu einer Pause zwingt. Das alles ist einfach viel zu viel, an allen Ecken und Enden.

    Die Situation bleibt gleich, die Probleme (z.B. der Notartermin und die Klärung der Verlassenschaft) lösen sich nicht auf, aber vielleicht kannst du wirklich versuchen für ein paar Tage alles um dich herum loszulassen und nur zu machen, was genau in dem Moment gut ist. Wenn du um 2 Uhr früh frische Luft brauchst, dann gehst du eben um 2 Uhr früh noch los. Wenn du den ganzen Tag nicht aus dem Bett kommst, ist das auch so. Gut zu dir sein. Das Leben war und ist gnadenlos genug zu dir. Manchmal hilft auch leichte Ablenkung für die man weder Kopf noch Herz braucht. Irgendwelchen Mist anschauen, der einen gedanklich nicht überanstrengt oder emotional belastet, aber auf den man sich wenigstens für eine halbe Stunde fokussieren kann. Manchmal schaue ich mir alte Cartoons aus meiner Kindheit an oder irgendetwas anderes ganz, ganz Harmloses. Oder höre einen Podcast oder eine Kassette mit Geschichten. Dann wird das "Hirnkastel" wenigstens eine Weile abgelenkt. Wenn möglich, viel trinken, vielleicht auch irgendetwas essen, was einem gut tut. (Manchmal geht das alles nicht, aber das ist auch okay. Einfach mal kurzzeitig nichts müssen und alles dürfen ist aber gut. Ruhe eben.)


    Das alles hat gar nicht den Anspruch, die Schmerzen und die Traurigkeit zu lindern, sondern soll nur eine Verschnaufpause für Herz, Hirn und Körper sein. Ich wünsche dir gute Besserung, liebe Renate! Sturm

    Liebe Birgit,

    ich verstehe dich. Manchmal denke ich, dass alles, was ich bin, auf H. programmiert ist. Mein Verstand, mein Herz, aber auch mein Körper, jeder Reflex, jeder Automatismus. Wie oft nehme ich in der Früh automatisch ZWEI Tassen aus dem Schrank und bemerke es nicht einmal? Das ist einfach in mir und es geht nicht weg (- aber ich will es auch nicht weghaben).


    Unsere Lieben sind Teil unserer DNA. Deswegen fehlen sie uns bis ins Mark und bis in jede Zelle.


    Ich denke an dich, Sturm

    Okay, verstehe. Der Körper, das Gehirn, die Psyche ist einfach im Ausnahmezustand, in ständiger Alarmbereitschaft und läuft heiß. Phasenweise kenne ich das auch.


    Weil ich keine Medikamente oder sonstigen Mittel nehmen kann, hilft mir Bewegung auch immer. Abends drehe ich oft meine Runden, bis ich zumindest körperliche Müdigkeit spüre (- Kopfmüdigkeit ist dann noch ein anderes Thema -), auch Fahrradfahren klappt bei mir ganz gut. Da muss jeder sein Ding finden.


    Ich hoffe so, es hilft dir, Renate! Hast du einen Arzt, dem du vertraust? Vielleicht hat er eine Idee oder kann dir etwas empfehlen? (Entschuldige, falls du das schon schriebst...)


    Liebe Grüße, Sturm

    Ich hab es schon öfters erwähnt, ich träume nicht,...oder warscheinlich schon, nur kann ich mich nicht daran erinnern...selbst nicht wenn ich schreiend, und weinend, aus dem Traum gerissen werd,...ich weiß nicht warum ich schrei und wein, ...ich weiß es schon, aber eben nicht, was der ausschlaggebende Moment war,...in diesem Moment...und das macht mich ärgerlich, ...


    Warum träum ich nicht...warum schlafe ich , manchmal, höchstens , 3 bis 4 , Stunden...

    Liebe Renate,


    vielleicht schützt dich dein Gehirn durch das Nicht-Erinnernkönnen? Ob diese Erklärung neurologisch und psychologisch Sinn ergibt, weiß ich allerdings nicht. Tatsächlich kenne ich das neben anderen Schlafproblemen auch. Mit Herzrasen und Angstzuständen aufwachen, zu wissen, dass im Traum "etwas" war, aber keine konkreten Bilder und Erinnerungen zu haben. Das ist ein extrem grausliches Gefühl, aber ich versuche mir dann zu sagen, dass es vielleicht besser so ist, als mit dem Kopf den ganzen Tag in den (Alp)Traum-Erinnerungen zu stecken. Immer, wenn ich schlecht träume und mich erinnern kann, hängt mir das oft stundenlang nach und ist für mich irgendwie blöder als dieses schreckliche Aufwachen ohne Erinnerung.


    Ich verstehe, dass du einfach keine Kraft mehr hast. Es ist wahrscheinlich kein guter Ratschlag, aber kannst du vielleicht ab und zu tagsüber zwischendurch schlafen? Es ist superschlecht für den persönlichen Schlafrhythmus, aber wenn der eh schon total im Arsch ist, macht es fast keinen Unterschied mehr. Ich halte mich, wenn es mit dem Schlafen ganz schlecht ist, so über Wasser, wenn es geht (z.B. am Wochenende). Tagsüber auf dem Sofa kann ich viel problemloser einschlafen oder zumindest ein bisschen dösen, es ist ein Riesenunterschied zum Einschlafen abends weil ich da die Gefühle so stark und unkontrolliert sind. Und die ein, zwei Stunden Schlaf zwischendurch tun auch körperlich ganz gut. Zumindest bringt man so etwas Zeit vom Tag herum.


    Fühl dich umarmt, Sturm

    Es war " nur" die trauer...die ehrliche , kalte , trauer...


    Keine Ahnung, ob ich das richtig beschreiben kann, ob euch das was sagt,..ob ihr mich versteht...


    Immer noch diese Sehnsucht, und leere, diese schwere...aber anders..


    Liebe Renate,

    ich glaube, ich verstehe dich.


    Manchmal bin ich so wahnsinnig traurig um sie, dass ich stundenlang weine, aber dabei auch spüre: es ist "gute" Traurigkeit, es ist "gutes" Weinen. Ich will ja traurig sein und um sie weinen, weil das alles traurig ist. Dieser Zustand ist auch schlimm und schmerzhaft, aber für mich wird er erst durch alles andere, was sich mit in die Trauer mischt - alle anderen persönlichen und individuellen zusätzlichen Belastungen und Grausamkeiten des Lebens -, unerträglich. Einfach "nur" Trauer, das wünsche ich mir manchmal.

    Und da dachte ich: hat Trauer eine Farbe? Eine Temperatur? Eine Form? Eine Geschwindigkeit?

    Bei mir ist das immer anders. Manchmal ist Trauer für mich eine undefinierbare, schwere, dunkle Masse, die sich um mich legt, mich niederdrückt, zerquetscht und in Bewegungslosigkeit zwingt. Manchmal ist sie scharfkantig, eiskalt und erbarmungslos. Manchmal glühend heiß, brennend und unaufhaltsam. Irgendwie kann Trauer scheinbar alles sein. Früher dachte ich immer - Achtung, pathetisch - das kann nur Liebe.