In den Tod geschickt

  • Immer, wirklich immer wenn ich mir was vornehme kann ich es nicht machen und dann hab ich auch noch ein schlechtes Gewissen. Wenn ich mir nichts vornehme und spontan Lust habe dann klappt eher. Ich nehm mir nix mehr vor, das nem ich mir vor, und das geht auch ganz gut. Alles andere setzt mich unter Druck.

  • Liebe Kikiro,

    vielleicht war es das, was du unbewusst gebraucht hast und dann ging es einfach nicht anders? Manchmal (oder auch oft) kann man einfach nichts, egal wie sehr man muss oder sollte oder möchte.


    Wie auch immer: schön, von dir zu lesen.


    Liebe Grüße, Sturm

  • Liebe Kikiro!

    Schön,das du mal wieder geschrieben hast.Ja wir kennen das alle hier.Es gibt Tage,da hat man zu nichts Lust,

    dann gibt es Tage,da kann man einfach nichts machen,möchte keinen sehen nur allein sein und nichts

    gar nichts machen.Manchmal möchte ich auch etwas machen,aber dann frage ich mich wofür und für wen,

    ist doch wieso egal,sieht ja keiner,auch wenn ich mal keine Lust zum putzen hatte.Irgendwie ist alles egal geworden.

    Liebe Grüße Helga

  • Heute vor genau vor einem Jahr hat mich meine Schwester zum letzten mal in ihre Wohnung gelassen. Am 29.1.2020 um 23,:58 war sie dann tot. Eigentlich dachte ich immer das mir Datum nicht wichtig ist.Aber mein Herz schnürt sich immer enger.

  • Mein Denken ist einer mehrmals zwangseingewiesenen näher als manche andere Gedanken. Bitte behandelt Menschen mit anderen Denkstrukturen besser. Heutige ZWANGSPsychartie ist meiner Ansicht nach verwerflich


  • Liebe Kiriro,

    lass mich Dich sanft umarmen. Erinnerungen können so schmerzhaft sein.

    Das Band zwischen Dir und Deiner lieben Schwester ist nicht zerrissen. Sie lebt weiter in Deinem Herzen, bis Ihr Euch wiedersehen dürft.

    Alles Liebe

    Sommermond

  • Liebe Kikiro,

    Du hast so recht mit dem was Du schreibst: Menschen mit anderen Denkstrukturen müssen

    unbedingt besser behandelt werden. Von der Gesellschaft, vom System, aber auch von jedem einzelnen von uns.

    Die Psyche eines - jeden - Menschen ist hochkomplex und zu vielen großartigen Leistungen fähig,

    aber sie ist sehr, sehr fragil. Doch leider vergessen wir das im Alltag, wenn wir mit irgendwelchen (scheinbar) wichtigen

    Angelegenheiten beschäftigt sind. Da stört es uns häufig und diese Zerbrechlichkeit der anderen zu vergegenwärtigen.

    Dabei können wir nie wissen in welcher Situation sich unser Gegenüber gerade befindet, wir kennen weder die Geschichte,

    noch die tatsächlichen Empfindungen und dennoch sind wir ständig damit beschäftigt Menschen bei völlig unzureichender

    Informationsgrundlage zu bewerten und danach zu (be)handeln.

    Gerade Menschen mit anderen Denkstrukturen haben oft ein sehr feines Sensorium für Missstände in der Gesellschaft

    und wehren sich dagegen - mit ihren individuellen Mitteln und Ausdrucksformen halten sie den

    anderen oft einen Spiegel vor. Einen Spiegel, der häufig Zusammenhänge deutlich macht,

    die sonst verborgen sind. Das verursacht bei den meisten Menschen Angst und in Folge Ablehnung.


    Es macht mich traurig zu lesen, wie verantwortlich Du Dich für das Unrecht an Deiner Schwester fühlst.

    Das kann und möchte ich Dir auch nicht ausreden - denn ich fürchte ich würde an Deiner Stelle ebenso empfinden.

    Selbst wenn ich wüßte, dass das Unrecht ein gesellschaftliches Problem, das ich nicht hätte mindern können.

    Doch weder das Wissen, noch die Ohnmacht darüber mindern die Deine Traurigkeit.

    Ich kann nur verstehen - zumindest soweit wie es nicht anmassend ist innerhalb eines Forums

    die Empfindungen eines anderen verstehen zu können.

    Sei umarmt (wenn ich darf),

    Tereschkowa

  • Liebe Kikiro!

    Ja gerade an solchen Tagen,hat man alles nochmal genau vor Augen.Genau so wie am Todestag.

    Es schmerzt so sehr und Worte des Trostes gibt es nicht,aber ich umarme:30:dich.

    Liebe Grüße Helga

  • Liebe Kikiro,

    ich bin in Gedanken bei dir-

    Ich denke, du hast damals das getan, was deiner Meinung nach gut war für deine Schwester, ich meine du wolltest das Beste für sie. Du hattest damals geschrieben, dass sie durch die Tür mit weinerlicher Stimme grufen hat, dass sie will, dass jemand die Polizei holt. Ich denke, wie war in einer ausweglosen Situation.

    Desshalb hast du es gemacht. schließlich hattest du auch die Erfahrung mit deiner Schwester gemacht, dass sie sich selber vernachlässigt hat , zu wenig getrunken und abgemagrt war. Also, vermutlich hast du das getan, was jeder von uns für einen lieben Menschen getan hätte. Dass die dann an einemHerzinfarkt starb, war vielleicht nicht der Aufregung von der Abholung gesschuldet, sondern von den Tagen vorher wo sei mit sich im Zwiespalt war. Das macht ja auch was mit einem Körper. Könnte es nicht sein, dass sie einfach erlöst sein wollte. Ich denke, sie war vielleicht hypersensibel. Menschen mit dieser Gabe werden oft in eine Schublade gesteckt. Und ja , du hast Recht, man sollte hinschauen und auch Menschen akzeptieren , die ANDERS sind als wir selber. Der Schmerz,, den du empfindest, den kenne ich....zwar anders gelagert, aber ja, den kenn ich . der war auch bei mir schon zu Gast. Hat sich lange eingenistet und ist dann wieder zum nächsten gekrabbelt um dann mir wieder einen Besuch abzustatten.

    Liebe Kikiro, ich hoffe du findest einen Weg mit deinen belastenden Gefühlen umzugehen. Ich denke an dich.

    Waltraud

  • 🕯🕯

    Ich denk an euch❤️❤️

    Ich bin nicht weg.... nur schon mal voraus gegangen...


    • "Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen können." Robins Lieblings Zitat aus der kleine Prinz