Beiträge von Traurig83

    Das Buch werde ich mir vielleicht kaufen. Ist eine gute Idee. Gerade war ich beim Arzt. Das Baby macht sich langsam auf den Weg. Kann jederzeit losgehen. Danach war ich bei meiner Arbeitsstelle und meine Kollegin meinte und das ist mir leider auch schon aufgefallen, dass das Baby bei mir irgendwie in den Hintergrund gerückt ist. Ich würde gar nicht mehr so viel von ihm reden; sondern nur über Heinz und meine Mutter. Das tut mir selber sehr Leid. Es war ja auch von Anfang an ein Wunschkind und ich habe mich damals riesig gefreut. Jetzt ist alles irgendwie durcheinander geraten. Natürlich freue ich mich auf mein Baby, aber im Vordergrund ist wirklich im Moment leider etwas anderes. Konnte die letzten Wochen Schwangerschaft gar nicht geniessen. Ich habe schon meine Ärztin gefragt und sie meinte ich hätte eine Schwangerschaftsdepression. Das würde vergehen, sobald der kleine Mann da ist. Ich hoffe es, dass alles wieder etwas besser wird.

    Liebe Helga,

    ja bis zum Sommer ist es ja auch noch etwas hin. Ich hoffe bis dahin so sehr, das der Schmerz etwas nachgelassen hat. Das hält man ja gar nicht mehr aus. Man schläft mit dem Gedanken ein und wacht damit wieder auf und bleibt den ganzen Tag. Wenn mein Sohn mich nachts weckt, ist der Gedanke auch sofort wieder da. Ist ja schrecklich!! Heute morgen fragt mich mein Sohn wieder, ob Heinz sein richtiger Opa war und ich sagt ihm, das man das so sagen kann. Von allen Opas hast du ihn ja am meisten gesehen und viel mit ihm unternommen. Da brach er richtig in Tränen aus. Er hat mir so Leid. Hatte dann ein schlechtes Gewissen, dass ich so darauf eingegangen bin. Aber er muss es ja auch lernen. Und er fragt mich immer und immer wieder, wieso Gott so gemein ein. Es ist einfach nur schrecklich. Wie im Kreis. Man dreht sich und kommt da irgendwie nicjt raus😔

    Ich danke euch allen für eure warmen Worte. Die geben mir etwas Kraft.

    Trotzdem ist es heute wieder besonders schwer. Auch für mich ist es einfach nicht zu verstehen. Immer ein auf und ab. Wenn ich irgendwo hingehe , wo wir damals vielleicht zusammen waren oder wenn ich mal lache, habe ich sofort ein schlechtes Gewissen. Darf ich das ? Frage ich mich dann. Irgendwie nicht!! Heinz kann nicht lachen. Oder....warum habe ich ein recht zu leben und er nicht. Das sind Gedanken die ich nicht haben möchte, aber die einfach da sind. Ich hätte nie gedacht, das mir ein Mensch nach 3,5 Jahren soooooooooo extrem ans Herz wachsen kann. Er fehlt einfach sooo sooo sehr. Wir wollten dieses Jahr mit ihm und meiner Mutter in den Urlaub. Jetzt kommt er nicht mit und ich will auch nicht mehr. Ich will nicht in den Urlaub und Spass haben, wärend er im Sarg liegt und nichts geniessen kann. Es tut mir leid, dass er alles nicht mehr mitbekommt. Er hat sich ein neues Auto vor 4 Monaten gekauft. Er war so stolz drauf. Und jetzt kann er es nicht mehr fahren. Wir haben so viele Pläne als Familie für 2020 gemacht. Ich will das alles nicht mehr machen, weil ich es einfach unfähr finde und nicht verdiene, dass ICH das machen kann. Vielleicht hört sich das nicht normal an, aber so ist es halt. Mir gehen bestimmte Situationen von unseren Gesprächen nicht aus dem Kopf....als ob es erst gestern war. Alles noch so real. Er war so ein sensibelchen. Wenn ihm was Leid tat, hat er mitgelitten. Hat sich IMMER um andere gekümmert und wo er vielleicht Hilfe bräuchte, in der Stunde wo er starb, war keiner da. Das tut so weh. Er liebte das Leben und wollte nicht sterben. Nicht jetzt!!!!!

    Wieso hatte ich diese Gedanken bei meinen Grosseltern nicht, als sie gestorben sind? Ist es wirklich so, dass es ein Unterschied ist, ob man ohne Vorankündigung stirbt oder sich drauf vorbereiten kann?

    Mir fehlen seine Whats App Nachrichten. Ständig hat er mir Videos geschickt. Das fehlt mir einfach jetzt.wenn ich Probleme hatte...er war da!!! Und jetzt??? Nichts mehr😔😔😔😔😔😔und dann kommt es wieder hoch....wenn es mir schon so schlecht geht, wie geht es dann erst meiner Mutter😓😓😓

    Hallo Sverja,


    Ich glaube , du hast es genau auf den Punkt gebracht, mit, der Trauer meiner Mutter und das ich mir das aufbürde. Dieses Gefühl steckt ganz tief in mir drin. Nicht nur meine eigene Trauer, sondern die Trauer meiner Mutter lastet ganz stark. Aber ich weiss nicht, wie ich mich davon los machen kann.ich glaube einfach, wenn ich mehr Verständnis von meinen Geschwistern bekommen würde u d wir alle an einen Strang ziehen würden und wenn ich sehen würde, dass die Familie zusammen hält und alle füreinander da wären, wäre es für mich einfacher. Aber ich kann ja niemanden zwingen. Ich muss einfach lernen damit umzugehen. Vorhin rief ich meinen Bruder an und sagt ihn, das meine Mutter gleich kommt (Sie bringt mir Hühnersuppe) , da sagte er nur, ich solle sie rausschmeissen, weil ich meine Ruhe brauche.und sie müsste alleine klar kommen Da ist mir alles aus dem Mund gefallen. Ich schmeisse doch meine eigene Mutter nicht raus. Und ich glaube, alles zusammen, ist für mich echt schwer.

    Ich liege mit Grippe im Bett und hoffe das es bis zur Geburt wieder komplett weg ist. 2 Wochen habe ich noch. Ich denke, mein Gott jetzt hast du so eine blöde Grippe. Stell dich nicht so an. Heinz kann sich nicht erholen, er ist einfach tot. Einfach weg und ich heule hier wegen so einer lächerlichen Grippe. Fast 7 Wochen und immernoch unbegreiflich. Und meine Mutter sagte heute zu mir, das Heinz ja leider nicht mehr da ist , um mir zu Helfen und mir vlt mal meinen Sohn abzunehmen. Das hört sich für mich völlig komisch an. Das er nicjt mehr da ist. Als ob es bei mir noch nicht angekommen ist. Bin ja auch leider jetzt zuhause und wäre jetzt lieber arbeiten um mich abzulenken. Vielleicht zieht mich das deshalb alles zu sehr runter.

    Ja, mit meinem Bruder ist es im Moment echt schwierig. Eigentlich mit meiner ganzen Familie. Sie zeigen alle nicht wirklich Verständnis. Das es mit meiner Mutter zur Zeit anstrengend ist, ist mir mehr als klar. Hatte ich ja auch geschrieben. Aber das so überhaupt von gar keinen Verständnis kommt, ist schon echt nicht mehr schön. Von meiner Familie bin ich wahnsinnig enttäuscht und habe auch schon meine Konsequenzen gezogen.man merkt wirklich erst in Ausnahmesituationen wer für einen da ist und wer nicht. Jetzt liege ich krank im Bett, was mein Bruder auch weiss und er hat nicht ein einziges Mal meine Mutter angerufen und gefragt wie es ihr geht. Er hätte ja auch schliesslich eine eigene Familie , wie er das immer betont. Alles nicjt einfach zur Zeit.

    Ich bin einfach verzweifelt. Meine Mutter leidet so sehr. Sie war die letzten zwei Tage nicht da, weil ich krank im Bett liege. Sie ruft mich zwischendurch an. Meistens von unterwegs, weil sie es zu Hause nicht aushält. Sie sagt, dass wäre nicht mehr ihr zuhause und fährt sinnlos durch die Gegend. Bekommt aber wärend dessen einen Heulanfall nach dem anderen. Jetzt fängst sie auch an wütend zu werden. Wütend über den Verstorbenen. Warum er sich nicht gesünder ernährt hat oder mehr Sport gemacht hat. Warum er nicht nich mehr zum Arzt gegangen ist usw. Er wusste ja , dass er herzkrank war. Dann gibt sie sich selber wieder die Schuld, weil er viel zu Hause gemacht hat und er das vielleicht nicht dürfte. Nur nich Schuldgefühle. Seit 6 Wochen fragt sie Mr Google nach Anworten, warum man einen plötzlichen Herztot bekommt. Dann sagt sie wieder, vlt war es doch ein Aneurysma. Die Todesursache stand ja nicht zu 100% fest. Sie war so verzweifelt heute, sie hält den Schmerz nicht mehr aus. Er war ihr Leben. Ohne ihn kann sie nicht mehr. Ich habe sie bewusst 2 Tage nicht zu mir geholt, weil ich selber Ruhe brauche und es mir nicht gut tut. Aber sie so leiden zu sehen/hören, bricht mir das Herz. Wie kann ich ihr bloss helfen? Ich kann es ihr leider nicjt abnehmen. Wenn der Tod mir selber nicht so Leid tun würde. Es ist für mich ja auch schon schwer zu verstwhen. Mein Bruder versteht es überhaupt nicht. Da bekomme ich nur zu hören, dass es ja schon 6 Wochen her ist. Man sollte nicht übertreiben. So langsam wäre doch mal gut. Sie soll sich ein Hobby suchen. Bei so Aussagen werde ich wütend. Ist der Umgebung das so egal?

    Hallo Kitsufer,


    Das sind alles Parallelen zu meinem Leben. Habe gestern auch wieder mit meiner Mutter gestritten. Sie versteht einfach nicht, das ich ein eigenes Leben habe. Provokativ sagte sie dann, sie hätte nicht vorbei kommen sollen. Ich würde sie nicht verstehen und sie lässt mich das Wochenende mal in Ruhe, weil mich das ja auch alles belastet. Natürlich sagte sie das in einem Ton, wo sie das nicht ernst meint, weil nur ihr es schlecht geht, ihrer Meinung nach. Nach solchen Streitereien ist sie am nächsten Tag wieder ganz anders und ruhiger. Also ob ihr das Leid tut. Leider hält es nicht lange an.


    MIT meinen " Freunden " ist es auch so eine Sache. Sie sagten, wenn ich was brauche, soll ich mich melden und wer ist jetzt an meine Seite? Leider keiner:( Es ist echt traurig, wie das Umfeld reagiert.

    Meine Mutter kapselt sich immer mehr von ihren Freunden ab. Sie kann das nicht mehr ertragen. Es waren ja die Freunde von ihrem Lebenspartner. Das kann sie nicht mehr. Heisst für mich..... Ich muss noch mehr Zeit investieren, obwohl ich schon am Zahnfleich laufe. Aber ich kann es auch nicht abstellen, weil sie mir so Leid tut.


    Ich hoffe , du findest irgendwie einen Weg für dich und ich für mich😔

    Ich mache mir einfach auch im Moment Gedanken über den Sinn des Lebens. Und komme zu keiner Antwort und auch Stelle ich mir die Frage, warum Menschen uralt werden und andere wiederum so jung sterben müssen.

    Es tut mir alles so entsetzlich leid für ihn. Er hat auch immer viel über den Tod erzählt. Das er Angst hat. Ich verstehe es einfach nicht, wie man so aus dem Leben scheiden kann. Ich glaube, für ihn war es am besten. Einschlafen und nicht mehr aufwachen. Aber in dem Alter?????? Das macht mich innerlich so wahnsinnig. Ich will es einfach verstehen. Weiss nicht, ob ich damit nicht klar komme, weil mir zusätzlich die Schwangerschaft und Hormone zusetzen? Er wollte doch auch das Baby kennenlernen😓😓das macht mich so wütend alles. Wie kann man nur einsehen, dass er nicjt mehr zurück kommt?

    😓😓😓

    Kennt ihr das Gefühl? Er ist jetzt bereits 6 Wochen tot und noch immer ist es bei mir noch nicht angekommen. Ich denke immer, er kommt gleich durch die Tür als ob nichts gewesen wäre und alles ist wie vorher. Man lacht, man diskutiert. Einfach so wie immer. Selbstverständlich !!!! Und dann ist doch wieder nichts wie vorher. Er ist ja nicht mehr da. Heute morgen zeigte mir mein Sohn ein Bild von ihm und sagte, das es so ungerecht wäre, das Jesus wieder auferstanden wäre und Heinz nicht. Warum Gott soetwas tut. Was sage ich da einem 6- Jährigen?unfassbar!!!!

    Dauert der Abschied von einem geliebten Menschen solange, weil ich nicht Abschied nehmen konnte? Weil er ohne Ankündugung gestorben ist? Ich tue mich so schwer damit er zu akzeptieren😔Er ist noch so present 😔

    Dem Baby geht es im Moment gut. Gott sei Dank. Wir hatten ja zwei Mal die Befürchtung das er eher kommt, weil ich so gestresst und traurig war. Aber jetzt ist alles ruhig. Danke das du nachfragst❤☺


    Ich wünsche allen trotz der grossen Verluste ein gutes und besseres neues Jahr. Bin froh das wir das auch alle geschafft habem und die Feiertage jetzt rum sind. Als die Knallerei begann, war ich echt traurig. Heinz kann es nicht mehr miterleben. Er wäre jetzt in Frankfurt mit meiner Mutter gewesen und hätten sich das Musical Bodyguard angeschaut. Alles schon geplant. Jetzt sass sie bei ihren Nachbarn und haben sich in Ruhe eine DVD angeschaut. Alles ganz anders als geplant. Schwer wird es für mich nochmal, wenn mein Sohn auf die Welt kommt. Er hat sich sooo aufs Baby gefreut. Und er war auch der jenige, der mir immer mir Rat und Tat zur Seite stand, wenn ich Probleme hatte. Jetzt lernt er mein kleines Baby nicht mehr kennen😔Er hat für 2020 noch so viele Pläne gehabt. Er tut mir einfach leid und heute kommt alles wieder hoch. Gott sei Dank sind die Feiertage jetzt um😔

    Hallo KitesuferX,

    Das tut mir Leid, dass es dir genauso geht wie mir. Es ist einfach sehr schwer. Ich weiss auch nicht mehr was ich machen soll. Gestern habe ich mal ein wenig auf den Tisch gehauen und es gleichzeitig wieder bereut, weil sie mir dann leid tat. Ich hatte ihr nur gesagt, dass sie vor meinem 6 Jährigen Sohn erstmal nicht mehr über Heinz reden soll und Rücksicht nehmen soll, weil er schon verlustängste entwickelt. Da guckte sie mich an und fragt mich wirklich, ob es mein Ernst ist.....Sie solle jetzt Rücksicht nehmen?? Ihr ging es schliesslich schlecht und jetzt soll sie Rücksicht nehmen. Sie würde jetzt nie wieder was über Heinz sagen, so als wenn er nie da gewesen sei. Das habe ich aber so nicht gesagt und das will ich auch nicht.aber mein Sohn leidet. Sie versteht es leider nicht. Provoziert wo es nur kann und droht mit Selbstmord. Ich weiß nicht mehr wie ich damit umgehen soll. Bei euch ist es ja schon etwas länger her. Hat sich denn Ansatzweise etwas geändert oder ist es genauso schlimm wie am Anfang? Im Moment dreht sich das ganze Leben um meine Mutter. Und es raubt mir alle Kraft, weil ich mich leider auch drauf einlasse und mir das gefallen lasse. Ich hoffe, du findest irgendwie daraus. 😔


    Lg

    Ich danke euch über die zahlreichen Rückmeldungen und Mutmachnachrichten. Vielleicht ist es auch einfach die Angst die ich habe sie zu verlieren. Sie sagt immer, dass sie nicht mehr Leben möchte und sich auch das Leben nehmen möchte. Das hat sie aber auch damals schon nach der Scheidung meines Vaters vor 20 Jahren angedroht , wenn sie nicht weiter wusste. Damit hätte sie wieder Aufmerksamkeit. Jetzt geht es wieder los. Und ich lasse es zu! Diese emotionale Erpressung macht mich zu schaffen. Mein Mann sagt aber auch, dass ich das mit mir lassen mache und mal auf dem Tisch hauen soll. Ich versuche es auch einfach mal und nehme eure Ratschläge an. Mal sehen was die nächsten Tage so bringen.

    Durch den ganzen Stress, kann man auch nicht wirklich richtig trauern, weil halt dieser ganze Stress in der Familie ist. Das hätte Heinz auch alles nicht gewollt. Aber im Moment geht alles drunter und drüber😔

    Liebe Mirachen,

    Ich danke Dir das du mir geschrieben hast. Ich habe meiner Mutter schon öfter gesagt, dass ich nicht mehr kann. Sie sagt, sie kann auch nicht mehr und wir würden sie alle nicht verstehen, weil wir selber noch keinen Partner verloren haben. Ja das habe ich noch nicht, aber er fehlt mir ja trotzdem so unendlich. Zumal er die Familie total zusammen gehalten hat. Ich werde morgen nochmal versuchen mit ihr zu reden. Und werde es tatsächlich mal so sagen, wie ich es aufgeschrieben habe. Das Problem ist, das sie sagt, das sie sich schlecht fühlt und ein schlimmeres Schicksal als sie hätte keiner. Und es gibt keinen, der so trauert wie sie. Sie hätte das schlimmste erlebt. Für andere wäre es ja gar nicht so schlimm. Die hätten vtl auch mehr rückhalt aus der Familie. Mein Mann sagt schon, wenn ich ihr alles abnehme und ständig da wäre, warum sollte sie dann irgendetwas ändern. Dann kann sie das alleine sein auch gar nicht lernen.Ist doch einfacher so. Ich gehe aber langsam daran zugrunde. Das sieht sie leider nicht.

    Jetzt hatten wir heute wieder so eine Situation. Eigentlich hätten wir Weihnachten heute bei meiner Mutter gefeiert. Da Heinz ja dann verstorben ist, haben wir uns ein Restaurant ausgesucht. Mein Bruder und Schwägerin , wir und meine Mutter. 3 Stunden waren wir dort. Dann habe ich aufgrund der Schwangerschaft externe Rückenschmerzen bekommen. Also haben wir die Gesellschaft aufgelöst. Meine Mutter wollte aber irgendwo noch was trinken gehen. Mein Bruder wollte aber auch nach Hause. Frau ist ja auch schwanger. Gut....er hätte meine Mutter ja noch zu sich einladen können. Ich habe es diesmal nicht getan, weil sie ja wie gesagt, jeden Tag hier ist und ich jetzt mal eine Auszeit brauche. Sie erpresst mich emotional. Hat jetzt angerufen, dass sie jetzt alleine durch die Innenstadt läuft und hier sind überall glückliche Leute .Sie wäre jetzt alleine. Nach Hause will sie nicht, weil sie es dort nicht aushält. Sie weiss, dass ich dann wieder einknicke und ich normalerweise sage, dass wir noch was Unternehmen können oder sie noch zu mir kann. Sie Weiss, dass ich ein schlechtes Gewissen bekomme und mir das unheimlich Leid tut und versucht es auf diese Art. Ich weiss einfach nicht mehr, wie ich mich verhalten soll. Ob ich meine Mutter zu sehr bemutter. Mein Mann sagt auch schon, dass ich gar nicht mehr an mich denke und alles hinten an Stelle. Alles vergesse ich, weil ich nur noch für meine Mutter da bin. Sie tut mir so Leid, weiss aber auch das sie das ausnutzt. Ich will doch einfach nur ein gesundes Mittelmaß finden.ich will für sie da sein, aber auch für mein Kind, was definitiv im Moment viel zu kurz kommt, weil ich nur noch meine Mutter im Kopf habe.wenn ich mich nicht kümmer, habe ich ein schlechtes Gewissen dem Verstorbenen gegenüber. Er war doch immer für mich da. Es ist jetzt genau 35 Tage her, wo er von uns gehen müsste und ich könnte nicht einen Tag verschnaufen. Was soll ich tun? Isabell, du hast mir geraten feste Termine einzurichten. Das habe ich versucht....sie erpresst mich dann wieder emotional😔wie lange soll das nur so weiter gehen. Bin36 Jahre. Meine Mutter 58....geht das jetzt Jahre so? Ich weiss einfach nicht mehr weiter.

    Ich denke immer, ich muss Verständnis zeigen, weil es ihr nicht gut geht. Aber mehr, als mit ihr Zeit verbringen, kann ich nicht. Weiss auch nicht mehr, was ich machen soll. Wobei ich eigentlich noch 2 Geschwister habe. Die eine wohnt 300 km weit weg und meldet sich nur ab und an bei ihr und der andere sagt, ich wäre selber Schuld, mich so intensiv zu kümmern. Sie müsste selber aus ihrer Trauer raus und er hätte auch keine Lust sich zu kümmern. Er hätte selber ne eigene Familie (Schwangere Frau).er war aber alle Weihnachtsatage bei der Familie seiner Frau und hat sich einmal 3 Minuten bei ihr gemeldet. Sonst nichts. Bei mir war sie jeden Tag, weil ich sie nicht alleine lassen wollte. Finde es nicht in Ordnung. Ich weiss einfach nicht mehr, ob ich alles richtig mache oder vlt auch mal ein wenig Anstand und Ruhe zu gewinnen. Dann kommt aber schon sofort das schlechte Gewissen😔

    Gestern hatten wir Heilig Abend. Der Tag ist Gott sei Dank rum. In Gedanken war Heinz die ganze Zeit bei mir. Er fehlt einfach.

    Wir hatten aber eine Situation die mir durch den Kopf geht. Vielleicht habe ich auch die Geduld nicht oder sehe es anders. Für mich ist es auch schwer Weihnachten so zu tun , für meinen Sohn, als ob nichts wäre.

    Meine Mutter haben wir die ganzen Tage über bei uns. Sie redet ja seit den Tod von Heinz über nichts anderes mehr. Das soll sie auch. Habe gelesen, dass es einen Trauernden gut tut, wenn man redet. Das ist auch ok. Das tut mir, bis zu einem gewissen Rahmen auch gut. Ich habe sie vorgestern aber drum gebeten wärend der Feiertage das Thema zu 50 % einzuschränken, damit mein Sohn auch mal was normales mitbekommt. Natürlich kann man über Heinz redet, aber ich habe bewusst auch mal über andere Themen reden wollen um sie abzulenken. Jetzt ist sie sauer auf mich. Die Bescherung lief so ab, dass mein Sohn glänzende Augen hatte und meiner Mutter das Geschenk übergeben hat. Sie zeigte überhaupt kein Interesse, keine "aufgesetzt" Freude. Gar nichts. Sie hat es nicjt versucht. Redete über , den ganzen Abend nicht mit mit uns. Haben sie immer wieder dazu versucht es zu animieren. Nichts. Mein Sohn war wie perplex. Versteht das alles nicht mehr. Das einzige , was sie gesagt hat, war die Aufzählungen der Leute, ausserhalb der Familie, die die ganzen Wochen für sie da waren und wie hilfsbereit sie alle sind und ihre Familie nicht. Das war für mich ein Schlag ins Gesicht, weil ich mich ja jeden Tag kümmer und ich froh bin, dass mein Mann das so akzeptoder und hinter mir steht.

    Wie gesagt, ich verstehe ihre Trauer. Ich Trauer selber ganz arg. Aber sehe ich das zu engstirnig, 2 etwas normaler Tage für meinen Sohn zu haben? Sollte ich noch mehr Verständnis haben? Ich weiss es nicht. Vlt habe ich auch keine Geduld.aber ich empfand den gestrigen Abend extrem schlimm. Das soll ich nur tun. Mehr als für meine Mama Dasein kann ich nicht. Aber auch Ich bin an einer Grenze angelangt, wo ich nicjt mehr kann. Zu guter letzt, hatte ich durch das Theater heute Nacht vorzeite Wehen. Der Kleine man muss aber noch 5 Wochen drin bleiben 😟

    Fühl dich gedrückt. Für uns wird es diese Jahr auch ein ziemlich hartes Weihnachtsfest. Mein 6 Jähriger Sohn, vermisst seinen Opa auch ganz stark. 63 Jahre dürfte er nur werden. Und es kam aus dem nichts. Er war gesund und ist einfach eingeschlafen. Das macht die Situation extrem schlimm. Man kann es nicht begreifen.

    Ich wünsche dir, dass du zumindest mit deiner Tochter ruhige , besinnliche Feiertage. Wir sind froh , wenn die Feiertage vorbei sind. Sonst hat man sich immer gefreut. Versuchen einfach das Bester daraus zu machen.


    LG Ani