Posts by Traurig83

    Ja. Ich weiss , dass ich dringend Urlaub und auch den Abstand ganz dringend benötige. Und ich weiss, dass auch nur ICH etwas an der Situation ändern kann.... Nur ich alleine. Es ist nur so verdammt schwer und dann auch noch meine Mutter, die nicht erkennt , dass es mir schlecht geht.

    Sie tut mir auf einer Seite so extrem leid..... Auch sie hat einen Urlaub verdient.Aber Ich muss auch mal an mich denken....

    Ich würde ihr gerne helfen, aber sie muss da alleine durch...ich kann nur zuhören.... mehr nicht....

    Meine Mama möchte aber gerne, dass ich immer da bin... Sie sagt mir ja auch immer, dass sie nicht alleine sein kann.....

    Ich würde das alles nicht verstehen. Natürlich weiss ich nicht, wie es ist einen Partner zu verlieren. Ich kann es mir aber vorstellen.

    Sie versteht mich aber auch nicht. Sie sieht nicht oder will es nicht sehen, wie es mir geht.... dass ich nur noch unglücklich bin...

    Ich trage ihre Sorgen mit....dabei müsste es doch andersrum sein...

    Meine Schwester wohnt 3 Stunden von uns entfernt und leider sehen sie sich deshalb nicht oft und mein Bruder kümmert sich nicht....er sagt immer nur, dass ich selber schuld bin und mich nicht so beeinflussen lassen soll.

    Alle sagen immer, es liegt in meine Hand.... Ich muss alleine aus dieser Spirale....aber was soll ich tun??? Desinteresse zeigen, so wie es mein Bruder macht? Dafür bin ich nicht der Typ....

    Meine Kollegin sagte heute, ich solle ich ihr mal meine Meinung sagen so wie es ist und wie ich mich fühle, aber ich weiss, dass sie dann wieder total sauer auf mich ist.... woran kann ich mich denn wenden, dass vielleicht ICH mehr Selbstvertrauen gewinnen kann und selbstbewusster werde.... und ich vielleicht irgendwann wieder eine normale Beziehung mit ihr führen kann...?

    Das Problem ist auch, das ich ihre Probleme zu meinem mache und ich auch ein schlechtes Gewissen Heinz gegenüber habe, wenn ich mich nicht um sie kümmere. Er hat alles für sie getan und das fällt ja jetzt komplett weg. Ich kann ihr aber doch nicht den Partner ersetzen. Wie soll das gehen?

    Maik.Holmer @maikich Danke die für deine Antwort. Ich habe nochmal ausführlich mit ihr geredet, aber sie will einfach keine Hilfe annehmen.....

    Wenn das so weiter geht, brauche ich vielleicht mal Hilfe.... Ich merke, dass ich nicht mehr so ein lebensfroher Mensch bin, der ich früher mal war. Es dreht sich alles nur noch um meine Mutter.....ICH mache mir gedanken, wie es meiner Mutter geht, ICH schaue das meine Mama jeden Tag Programm bekommt, sodass sie nicht alleine ist, ICH habe ein schlechtes Gewissen, wenn es nicht so läuft, wie sie es will. An erster Stelle steht meine Mutter, weil sie das auch indirekt verlangt.....und dann kommt meine kleine Familie .Ich stehe zwischen zwei Stühlen und das raubt enorm viel Kraft. Kraft die bald zuende geht. Daher habe ich den Urlaub auch verdammt nötig....Kräfte sammeln, ohne mir Vorwürfe anzuhören.... Anstatt mir den Urlaub zu gönnen, ist sie sauer dass ich ohne sie fahre. Klar ist es blöd, weil es dieses Jahr halt anders geplant war.aber irgendwie kommt es mir auch gelegen....ich brauche einfach Abstand

    Lange ist es schon her , dass ich hier was geschrieben habe. Jeden Tag komme ich hier auf die Seite und lese mir all eure Geschichten/Gedanken durch. Am Abend wenn ich vom stressigen Tag zur Ruhe komme, dann komme ich hier hin. Irgendwie tut mir das gut...

    Heinz fehlt mir nach 8 Monaten immer noch wahnsinnig... Er kommt einfach nicht zurück und ich kann es nicht glauben. Wenn ich mir das immer mal wieder vor Augen führen, dass ich ihn nie nie nie wieder sehen werde, dreht sich mein Magen um.... Er hat es einfach nicht verdient, so von dieser Welt zu gehen.

    Es ist traurig, was er in den 8 Monaten schon nicht mehr mitbekommen hat. Es gab in unserer Familie , neben der traurigen Zeit, zwischendurch auch mal schöne Momente, wo ich denke, das Heinz auch glücklich gewesen wäre und sich gefreut hätte....Das er das alles nicht mehr erleben darf.... Meinen Sohn, den er so geliebt hat, hat sein erstes tolles Zeugnis bekommen. Wie stolz wäre er auf ihn. Wie gross er in den 8 Monaten schon wieder geworden ist.... was für ein toller grösser Bruder er ist..... Er wäre einfach nur stolz.... Ich finde auch, dass ich jetzt mal wieder etwas intensiver traurere, als die letzten Wochen....da ging es mir oft besser....aber es kommt im Moment alles wieder hoch, was wahrscheinlich auch alles wieder damit zusammen hängt, dass meine Mutter immer intensiver klammert..... Sie fühlt sich extrem alleine uns von ihrer Familie alleine gelassen.... Ich habe ihr auch nochmal ins Gewissen geredet, sich endlich mal Hilfe zu holen, aber ich Rede gegen einen Stein. Es war das erste Mal seit 8 Monaten, wo ich am Wochenende mal nicht etwas mit ihr unternommen habe und schon darf ich mir ein schlechtes Gewissen machen lassen. Sie wäre so alleine, sie hätte keinen.....Ich hätte ja meine eigene Familie und keine Zeit....sie wird sich jetzt zurück ziehen...es versteht die eh keiner.....

    Eigentlich wollten wir jetzt in den Ferien zusammen mit meiner Mutter in den Urlaub fliegen, welches wir leider durch Corona stornieren mussten. Also geht es dann für uns alle erst nächstes Jahr in den Urlaub....

    Jetzt kam die Chefin meines Mannes und hat uns einen Urlaub hier in Deutschland geschenkt , damit wir mal zur Ruhe kommen. Klar, für meine Mama ist das doof und auch jetzt plagt mich das schlechte Gewissen , dass ich sie hier alleine lasse. Aber wir freuen uns natürlich auch, mal hier raus zukommen und wenn wir es nicht geschenkt bekommen hätten, wären wir nicht gefahren. ..jetzt ist es nur so, dass ich mir anhören darf, dass ich sie alleine lasse und sie den Urlaub bei ihrem Arbeitgeber zurück nimmt.... mir tut das weh und lässt mich verzweifeln, dass sie mich so einengt. Ich fühle mich von ihr erdrückt. Ich liebe sie doch, aber ich kann einfach nicht mehr. Sie verlangt so viel von mir.....und gibt mir das Gefühl, dass ich mich um sie kümmern muss.und das 24 Stunden am Tag.... Hilfe will sie nicht annehmen, obwohl sie die so sehr nötig hat, aber ich kann sie doch nicht zwingen....wenn ich sage, sie soll sich mal mit bekannten treffen, hat sie immer andere Ausreden, warum das nicht geht....nur ich ich ich.....

    Ich könnte sie nicht verstehen, wie es ihr geht......und keiner trauert so wie sie..... Ich bin mit meinem Latein am Ende..... bin immer für sie da und es ist noch zu wenig. Sagt, sie wäre nicht erwünscht, obwohl das nicht stimmt. Ich will doch einfach nur eine gesunde Mutter Tochter Beziehung wie es normal ist und wie es früher war, aber daran ist gar nicht zu denken😔

    Lieber Kitesurfer,


    gerade eben, wollte ich nach langer Zeit auch mal wieder hier rein schreiben, weil ich einfach das Bedürfnis habe und lese, dass du geschrieben hast.

    Mir geht es ähnlich wie dir...es ist nach 8 Monaten immernoch so unwirklich. Immernoch denke ich, das kann doch nicht sein und auch mit meiner Mutter ist und bleibt es unverändert. Manchmal wird es sogar noch schlimmer, weil sie immer anhänglicher wird und mich nicht verstehen möchte. Die Situation ist bei uns sehr sehr kompliziert.

    Ich hoffe für mich und auch für dich, dass sich alles irgendwann mal wieder ändert.


    Liebe Grüße

    Anita

    Liebe Julia, ich will auch an ein Leben nach dem Tod glauben und so wie du es schilderst, würde ich auch glauben das es ein Zeichen war und deine Mama immer bei dir ist. Das wäre so schön. Das dann doch noch etwas danach kommt. Ich hatte auch mal ganz am Anfang einen Traum von Heinz. Er stand bei meiner Mama im Flur , nahm sie in den Arm und sagte: Alles wird gut!!! Das war auch so real. Bis jetzt ist leider noch nicht alles gut, aber der Traum war so . Ich glaube irgendwie auch , dass ER es war. Ich hoffe es zumindest so so sehr.....


    Ich drück dich!


    Anita

    Lieber Maik,

    Liebe Helga,

    Danke für eure aufbauenden Worte und Ratschläge. Ich weiss selber , dass ich endlich mal einen Riegel davorschieben muss....ICH MUSS ES! WEIL ICH MERKE, DASS ES WIRLICH WIRKLICH ZUVIEL IST. und ich merke auch, dass ich die Trauer die meine Mutter hat , zu sehr an mich ranlasse. Die 4 Tage , die meine Mutter mal bei meiner Schwester verbracht hat, taten mir gut. Das habe ich wirklich gemerkt. Sie hatte täglich 2 Mal angerufen. Ich konnte meinen Alltag nachgehen. Habe mir keinen Kopf gemacht, dass meine Mutter jetzt alleine ist. Sie war in guten Händen. Ich hatte wieder Luft zum Atmen. Habe mit ihr am Telefon auch ganz normal geredet.Jetzt ist sie wieder da und alles geht von vorne los.... Alles wie beim alten. Sie sagt, sie ist so alleine.....sie kann nicht mehr....keiner ist für sie da....keiner versteht sie mit ihrer Trauer.....sie möchte jetzt ihr Haus verkaufen und in eine ganz andere Stadt ziehen.Es hält sie hier doch nichts!!!! Sowas tut mir weh, wenn sie soetwas sagt, weil ich wirklich alles für sie tue. Ich will endlich wieder Normalität in meinem Leben. Das Leben mit meinen 2 Kindern , meinem Mann und natürlich auch meiner Mama geniessen. Aber in einer gesunden Beziehung. Heinz kommt nicht wieder!!!! 😔das müssen wir wohl oder übel akzeptieren......auch wenn es uns allen schwerfällt, dass zu verstehen.


    Das Problem ist einfach auch dieses.....ich kann nicht richtig trauern, weil ich diese Doppelbelastung habe .Die Trauer um Heinz und das Kopfzerbrechen meiner Mama gegenüber...immer kümmern, kümmern, kümmern. Ich koche für sie oft, damit sie etwas isst, ich ( bespasse) sie, damit sie nicht alleine ist, ich kümmer mich um die Katze , damit sie wegfahren kann.... und das mache ich wirklich JEDEN TAG....ich muss JETZT was tun! Habe mir jetzt mal aufgeschrieben, was mich alles belastet und natürlich auch die Dinge, die ich gerne mit meiner Mama mache. Da kommt ordentlich etwas zusammen. Jetzt muss ich ihr das nur beibringen zu sagen.

    Das ist sehr, sehr schön geschrieben.

    Ich wusste vorher auch nicht, wie es ist , um jemanden RICHTIG zu trauen und bin auch erschrocken über mich selbst.... Ich habe mir nie erträumen lassen, wie heftig und schmerzhaft es ist, wenn man jemanden aus tiefsten Herzen vermisst.

    Und ich finde es gerade auch hier in der ;GRUPPE; so schön, dass immer jemand da ist.Das hat man im realen Leben....im eigenen Umfeld ja irgendwie nicht. Das vermisst man...

    Noch immer bin ich aus diesem Alptraum nicht aufgewacht und noch immer liegt es nur an mir , da irgendwie raus zukommen.

    6, 5 Monate ist es jetzt her. Ich vermisse ihn, aber es überwiegt im Moment etwas anderes. Es wird mir einfach zu viel mit meiner Mama. Ich bin restlos überfordert. Ich weiss auch nicht mehr was ich machen soll. Die Tipps, die mir hier gegeben wurden sind toll , aber klappen in unsere Familie irgendwie nicht.

    Die 15 Mal täglichen Anrufe, das jeden Tag vorbeikommen, sogar werden jetzt schon meine Tage von ihr geplant, nur damit sie nicht alleine ist. Ich habe es jetzt mal geschafft, dass sie 4 Tage zu meiner Schwester geht, aber auch nur weil ich sagte, ich hätte keine Zeit. Eigentlich wollte sie nur 2 Tage und als sie hörte, ich kann nicht, sagte sie meiner Schwester zu, sonst wäre sie zu hause geblieben. Wenn ich mich mit Freunden verabrede, fragt sie , wielange, damit sie später noch vorbeikommen kann. Sie fixiert sich so auf mich. Es erdrückt mich ganz arg. Sie hat sich jetzt auch bei meiner Freundin beschwert, dass ich sie abschieben will. Nächste Woche hat sie Urlaub und will jeden Tag was mit mir machen. Mein Sohn geht in die erste Klasse und er muss jeden Tag von zu Hause Hausaufgaben machen, weil noch immer keine Schule ist. Dann habe ich das Baby was sehr stark fordert und dann ist meine Mutter noch dazwischen und redet natürlich 95 % nur von Heinz, weil sie sonst keinen hat, mit dem sie reden kann. Sie klammert extrem und es wird immer schlimmer. Ich liebe doch meine Mama , aber das ist einfach keine gesunde Beziehung mehr zwischen uns.... das problem ist, dass sie es nicht sieht. Sie sieht nicht, das ich im moment so viel mache. Am liebsten wäre es, wenn ich ganz für sie da wäre und bei ihr einziehe. Ich sagt ihr, das ich sie im Moment mehr sehr, am mein Mann. Das ist ihr egal.... Sie will nicht alleine sein und klammert und wenn ich ihr sage, heute geht nicht, ist sie beleidigt. Und das lass ich dann an mich ran und gebe nach. Mir geht es damit aber einfach nur noch schlecht und ich reagiere auch zickig und genervt ihr gegenüber und das nervt mich. Das will ich doch gar nichr. Alles schlägt sie aus. Therapien , Kuren ect. Sie braucht keine Hilfe und sie will davon auch nichts wissen. Sie will nur das ich Zeit habe.

    Ich versuche ich schon zu verklickern dass es so nicht weitergeht, aber sie überhört es. Ich bin mit ihr unterwegs; sage ihr gegen 18 Uhr das das Baby ins Bett muss und sie sagt, ich könnte ihn ja später ins Bett bringen, lass uns noch was rum fahren....... Im Sommer haben wir gleichzeitig Urlaub und sie fragte mich schon, was wir denn dann alles machen sollen...... es wird einfach immer schlimmer....

    Und letztendlich liegt es an mir , was ich mache......

    Ja, ich habe mal gute und mal schlechte Tage. Eigentlich noch mehr schlechte Tage als gute. Für mein Umfeld wirke ich wieder relativ normal , aber innerlich geht es mir gar nicht gut und dann schreibe ich hier. Viele meiner Familienmitglieder würden es leider nicht verstehen, dass ich immernoch trauere... Und deshalb sage ich da lieber gar nichts mehr...was ich wirklich traurig finde...

    Ich vermisse ihn einfach so sehr und genauso wie für dich deine Mutter, ist Heinz für mich noch so real. ... Er steht auch irgendwie immer vor mir, als ob er noch da wäre. Es ist schwer zu beschreiben.... Es ist für mich noch so unbegreiflich, dass er wirklich nie nie wiederkommt.... Ich denke immernoch, er kommt jeden Moment durch die Türe und im gleichen Augenblick erschrecke ich und denke, er ist doch tot. Er hatte noch so viel Pläne, daher ist es so unbegreiflich. Auch, wie jemand einfach ins Bett geht und nicht mehr aufwacht. Ich kann und will es nicht verstehen. Ich habe ihn doch noch einen Tag vorher angeschrieben, ob er mit uns zu einem Komiker möchte. Wollte ihm Karten zu Weihnachten schenken. Er fand es toll und hat sich schon so drauf gefreut. Am selben Tag hat er nach Urlaub geschaut. Es deutete nichts, aber auch gar nichts drauf hin, dass er stirbt.

    Immer wenn ich mein Baby anschaue, werde ich so traurig, weil er ihn nie kennenlernen durfte. Das tut so weh, weil er sich auf das Baby gefreut hat... Er hat die Familie versucht zusammen zuhalten, war streitschlichter, war witzig, verständnisvoll, ein toller Opa.Er war für wenige Jahre wie ein Vater. Einen Vater, den ich in so einer Form nie hatte. Mein Sohn hatte einen tollen Opa. Er war so ein Opa, wie man sich das vorstellen kann. Hat stundenlang mit ihm gespielt, ihm geduldig alles erklärt.... manchmal denke Ich, ich habe es ihm nicht richtig gezeigt und bereue es zutiefst. Und jetzt ist es zu spät. Ich kann es ihm nicht mehr sagen.... Er weiss vielleicht gar nicht, wie sehr ich unter seinem Verlust leide. Ich dachte, nach einem halben Jahr , komme ich halbwegs gut damit klar, begreife was passiert ist. War bei meinen Grosseltern ja auch so....aber nichts. Klar, es ist nicht mehr 24 Stunden schlimm, aber ich wache mit dem Gedanken auf , ich esse seine Lieblingsspeisen und habe ein schlechtes Gewissen, ich gehe spazieren und denke, wie gerne würde er es jetzt auch usw....es erinnert mich soviel an ihn und dieses, er steht gleich vor mir, weil ich kurz denke, er ist ja nicht tot Und dann überkommt es mich, ist richtig schlimm. Gerade jetzt , wo es warm wird, ist es wieder sehr schwer....

    Selbst wenn ich den Fernseher anschalte und die Nachrichten schauen und unsere Politiker sehe, werde ich traurig. Was hat er stundenlang über Politik diskutiert mit uns.... Ich könnte noch stundenlang so weiterschreiben.

    Aber Fakt ist, er kommt nicht mehr zurück und das macht mich innerlich wahnsinnig. Ich hoffe, morgen ist wieder ein bessere Tag und alles ist wieder etwas leichter.das wünsche ich dir , liebe Julia auch von ganzen Herzen. Ich verstehe dich einfach so sehr...habe die selben Gedanken.

    AM Montag geht für meinen Sohn wieder, zumindest Tageweise, die Schule wieder los. Ein bisschen Alltag.


    @Liebe Helga :24:

    Ich kann dich so , so , so sehr verstehen. Man ist einfach so hilflos. Dieses ' plötzlich ' ......von jetzt auf gleich. NICHT vorbereitet sein. Es ist so schrecklich. Die Antwort, warum Heinz einfach so eingeschlafen ist, konnte uns keiner Beantworten. Auch , ob es wirklich ein Infakt war oder vlt ein Aneurysma kann keiner sagen. Irgenwie möchte man das alles wissen, auch wenn es unsere Lieben nicht zurück bringt.

    Er zwar nicht mein Vater, aber im Herzen ist er es und wird es immer bleiben. Daher weiss ich zu gut wie du dich fühlst. Bei uns ist es jetzt etwas über 6 Monate her und es fühlt sich immer noch unreal an. Und wenn mich Nachts mein kleines Baby wach macht, kommen die Gedanken und ich fange an zu grübelt. Ich hoffe wir finden bald einen Weg damit besser umzugehen.


    Sei lieb gedrückt.


    Anita

    man meekt einfach, seitdem Heinz nicht mehr da ist, hab ich mich auch sehr verändert. Vorher war ich immer hektisch. Alles musste schnell schnell gehen . Habe mich viel zu schnell immer über Dinge aufgeregt.

    Jetzt merke ich aber.....so bin ich nicht mehr. Ich versuche einfach Dinge bewusster zu erleben. Die ewigen Streitereien in der Familie auszublenden und auch mal zu ignorieren. Es bringt eh nichts. Das Leben zeigt uns doch immer wieder , wie schnell alles vorbei ist. Teilweise verfalle ich zwar immernoch in mein altes Schema, aber ich gebe mein Bestes.....auch Heinz zu Liebe.. ..

    Es ist schon wieder etwas Zeit vergangen....Wie geht es mir???? Hmmm , schwer zu sagen. Es gibt immer mehr Momente, wo ich mal lachen kann ohne nicht gleich ein schlechtes Gewissen zu bekommen....aber dennoch....es ist jetzt fast ein halbes Jahr her....wahnsinn....wenn ich mir das so vorstelle.....wie hat man dieses halbe Jahr rumgekommen? Ich denke immer, Heinz hat in dem halben Jahr schon soooooviel verpasst. Hat vieles nicht mehr mitbekommen. Jetzt ist mein Sohn schon 3.5 Monate auf der Welt. Heinz hätte ihn geliebt<3.mein grosser Sohn hat sich auch schon so toll entwickelt. Er wäre stolz auf ihn....

    Das Wetter ist jetzt auch so schön. Solch ein Wetter hat er geliebt. Er würde jeden Tag im Garten sitzen, die Sonne geniessen. Er fehlt....überall.....Ich hab ihn einfach lieb😔Heute waren meine Mutter und ich das erste MAL mal wieder im Einkaufszentrum. Ich soll mir unbedingt etwas aussuchen, weil ich Sonntag Geburtstag habe. Wir gingen in das Zentrum und schon ging es los. An jedem Geschäft sagte meine Mutter etwas über Heinz. Sogar, das er dort immer zur Toilette ging ,musste sie erzählen. Ich merke, meine Mama kommt überhaupt noch nicht klar. Sie ist noch immer ganz tief in ihrer Trauer gefangen. Und das ist das , was mir einfach so weh tut. Meine Mutter quält sich von einem Tag zum nächsten. Ich hoffe, es wird für sie bald besser....das wünsche ich mir von ganzem Herzen. Wenn Heinz sie so leiden sehen würde, würde es ihm sein Herz brechen. Er wollte immer, dass es ihr gut geht und hätte jetzt ein richtig schlechtes Gewissen, wenn sie wegen ihm so traurig wäre.

    Liebe Helga,

    Ja das stimmt. Er war im Leben auch immer sehr nachdenklich und das war sein Lieblingsbild.

    Da hast du recht. Man denkt immernoch, das kann einfach nicht wahr sein.

    Meine Mutter sagte gestern, ihr geht's gut in einem Moment und dann plötzlich erschreckt sie und denn, oh nein, er kommt ja gar nicht mehr wieder.

    Ist das bei dir auch so, nach fast 1.5 Jahren?


    Liebe Grüsse

    Anita