Mein Sohn ist plötzlich verstorben.

  • Liebe Mayatochter,


    ich habe keine Pflegestufe und meines Wissens keine schwerwiegenden Vorerkrankungen. Momentan ziemlich Übergewicht und etwas Bluthochdruck, wogegen ich Medis nehme. So ein mobiles Klimagerät hätte hier keinen Sinn, das Fenster steht den ganzen Tag offen. Mir ist es sehr wichtig dass die Hörnchen rein können um zu vespern und vor allem um zu trinken. Kommenden Dienstag baut mir Michi, der Mann von Sandra, eine Klimaanlage ins Schlafzimmerfenster, das hatten wir schon als Ursel noch hier war. Sie nannte das unsere Kühlkammer. Da flüchte ich dann immer mal rein. Anfang September kommt sie dann wieder weg, die füllt ja das ganze Fenster aus und ständig dunkel ist nicht gut für die Psyche. Ich danke Dir für Deine Sorge, aber ich verbringe hier schon den zwanzigsten Sommer, Morgen haben wir zwanzigsten Hochzeitstag. Ich wünsche Dir dass Deine Herzleistung zumindest auf dem jetzigen Niveau bleibt.


    Ganz liebe Grüße von Dieter

    Lieber Dieter, das beruhigt mich ja schonmal, dass du dich ins klimatisierte Schlafzimmer bald zurückziehen kannst zwischendurch!

    Die süßen 🐿️ gerade bei Hitze mit Wasser und Schatten weiter zu versorgen, das würde ich auch nicht seinlassen können! Unvorstellbar!

    Danke für deine guten Wünsche für meine Herzgesundheit! Ich hoffe auch, so bleibt es mindestens!

    Und Herzlichen Glückwunsch zu Eurem 20! 🔆💞🐿️💓🌹


    Entschuldige, liebe Christine, CHRISTINE B , dass ich hier in deinem Wohnzimmer so fett bunt Dieter antworte, ich hoffe, es stört dich nicht, bitte, sag Bescheid. Bunte Handschrift mit Füllfederhalter ist meins!
    Die Hitze-Austäusche in deinem Wohnzimmer zwischen allen machen mir Spaß und Freude, zu lesen! Danke und ein schönes WE! Genieße in der Morgenkühle Sommerbalkon und Liege! 🩷 Ich verpenne sie leider, weil ich erst so spät einschlafe.


    Heute Nacht arbeitet Sohni als Barista auf dem Münchner Odeonsplatz als Barista! München in Sommernächten um die 25 Grad ist wunderschön! Vielleicht traue ich mich mit meinem Mann auch mal wieder hin! Fußball Outdoor gucken! Public Viewing! Ab 21 Uhr sind es 26 Grad!

    Eine schöne ⚽️ Nacht! Marianne

  • Liebe Marianne. Das ist doch so was von egal ,wer wo schreibt . Wir verstehen uns doch alle im Forum super .Ich freue mich immer , wenn bei Benachrichtigung die Zahl steht.Manchmal sind es 4oder 5 oder 6 manchmal 1 und manchmal keine. Ich lese dann und schreibe oft drauflos ,weil es keinen gibt, der sich da aufregt.Das war nicht immer so. Deshalb behaupte ich ,daß wir eine kleine aber ganz besondere Familie sind.Deine Schrift ist trotzdem für mich immer noch eine Herausforderung. Weißt du auch warum? Es ist ja keine echte Handschrift Man sieht das selten. Manchmal in Romanen , um etwas hervorzuheben. Ich bin da etwas altmodisch. Bei uns kommt Gewitter. Das erste Gewitter in meinem neuen Zuhause.

  • Genau, liebe Christine CHRISTINE B , das sind wir auch hier, „kleine ganz besondere Familie“, das hast du schön formuliert und ich empfinde es auch so.

    Und schreibe jetzt in weniger verschnörkelter Schrift, dann kannst du es besser lesen - oder nicht?

    Sowieso kommt es ja ganz aufs Thema an, ob ich überhaupt mal bunt hier schreibe, oft passt das ja gar nicht. Aber da wir hier ganz offen mit unserer Trauer leben und sie nicht aufgeben, den Kontakt nicht aufgeben zu unseren Liebsten, können wir in Gedenken an alle yLeichtigkeit und Freude mit ihnen auch bunt leben. 🩷💚💛

  • Liebe myatochter. Das liest sich natürlich besser. Ich habe mal gegoogelt , was für Schrift der Computer alles machen kann. Nu n wird auch noch künstlich gesungen und synchronisiert. Das finde ich echt blöd ,um das alte deutsche Wort mal zu benutzen. Gott sei Dank bekomme ich diese Auswüchse nicht mehr allzu lange mit. Sonst kann es noch passieren, daß es eines Tages klingelt und ein kleiner Roboter steht vor mir mit den Worten;" Wollen wir einen Kaffee zusammen trinken?":33:

  • Lieber Dieter. Die Musik ist zwar rockig,aber melodisch. Hardrock ist ein bißchen anders. Ich komme ja aus der DDR, aber was Musik angeht, da gab es keine Grenzen. Es gab doch Radios. Wir haben immer Radio Luxemburg gehört ,da kam immer alles was, aktuell auf dem Markt war.

  • Dankeschön liebe Christine :24: und liebe Carmen :24:.

    Ich bin unendlich dankbar, dass ich dieses kleine Paradies habe, auch wenn die ganze Arbeit damit, oft über meine körperlichen Grenzen geht. Aber die Arbeit tut mir auch gut.

    In einer Wohnung und ohne diese Beschäftigung in meinem Garten ... ich würde verrückt werden.

  • Liebe Kerstin. Es haben wenige das Glück,so einen schönen Garten zu haben. Das steckt viel Arbeit drin. Aber man sich auch ohne Garten das Leben schön gestalten. Ich gehe da von mir aus. Ich würde das körperlich gar nicht schaffen. Mich füllt meine Wohnung restlos aus. Es muss ja auch alles gepflegt werden. Meine Freundin hat auch ein Haus und einen Garten. Sie jammert immer. Die Menschen sind Gott sei Dank sehr unterschiedlich. Meine Tochter hat sich von einem Mann mal getrennt, weil er unbedingt eine Frau für sein Haus suchte.Als ich zur Reha war,machte mir ein Mann den Hof.Als er anfing mit Rasen mähen Fenster putzen usw bin ich ausgerissen.Liebe Kerstin. Das klingt so hart mit dem Verrückt werden. Ich meine damit, daß es für dich zutrifft , aber die meisten Menschen haben kein Haus und Garten. Man kann auch ohne beides ein schönes Leben haben. Ich freue erfreue mich jetzt immer an meinem Balkon. Da habe ich schöne Pflanzen und eine bequeme Liege. Das muß mir genügen und das tut es auch. Ich wünsche dir noch einen angenehmen Abend. Christine.

  • Ich habe auch 1400 Quadratmeter Fläche auf über der Hälfte stehen alte Gebäude und der Rest ist Rasen und Platz für Balu um draußen kümmert sich Florian und Franzi...ich hab nach Fred sein Tod...Pool und alles weggemacht konnte es gar nicht ansehen...so verschieden ist das...Habt einen angenehmen Abend 🦋

  • Liebe Christine,

    natürlich kann man auch ohne Garten glücklich sein und sich auch einen Balkon ganz toll herrichten. Und bei weitem nicht jeder ist ein Garten- Mensch der es liebt, täglich im Garten rumzuwerkeln.


    Mir hat das wohl mein Papa in die Wiege gelegt, er war genauso Garten- und Pflanzenverrückt wie ich.

    Und ich habe genau wie er, auch Hummeln im Hintern. Ich muss immer etwas tun. Irgendwo still sitzen, das kann ich ganz schlecht. Der lange Winter ist mir schon wegen der fehlenden Gartenarbeit ein Graus.


    L.G. Kerstin

  • Liebe Carmen,

    ich brauche das, mich im Garten viel zu beschäftigen, weil ich ja schon lange Frührentner bin. Ich muss ja irgendeine Aufgabe haben die mich regelmäßig ausfüllt und die mir Freude macht.

    Du gehst ja noch arbeiten und das ist das, was dir Erfüllung gibt.


    Einen großen Pool hatten wir auch ... ach ja :rolleyes:. Aber von dem habe ich mich wegen der vielen Arbeit die der immer macht, auch getrennt.


    L G. Kerstin

  • Das kann ich natürlich verstehen. Ich bin nur erschrocken über das ...."ich würde verrückt werden. "Aber das sagt man eben manchmal so dahin. Ich musste auch an den Winter denken. Als ich klein war ,hatten viele Menschen nach dem Krieg einen Garten. Das war notwendig , um zu überleben. Ich denke sehr gerne an meine Kindheit. Im Garten spielte sich im Frühjahr bis Herbst das ganze Leben ab.Obst und Gemüse so lecker ,den Geruch und Geschmack vergesse ich nie. Mein Vater war von früh bis es dunkel wurde im Garten. Er hat sogar eine kleine Burg gebaut mit Zwergen, die wir gekauft hatten.Und auf dem Weg zum Garten flatterte an der Leine die mit der Hand gewaschene Wäsche.Damals hatte ein Garten eine Bedeutung. Er erfüllte einen guten Zweck. Das hat sich gewandelt. Das ist der Zahn der Zeit. Ich bin dem Schicksal dankbar,daß ich das erleben konnte . Das hat uns geprägt im positiven Sinne.

  • Für alle hier im Forum. Bald werden es zwei Jahre, daß mein Sohn nicht mehr lebt. Ich denke jetzt wieder intensiver daran. Vielleicht auch, weil er auch ein großer Fußballfan war und ich ja nun täglich mit Fußball konfrontiert werde. Der plötzliche Tod war ein Schock. Wir hatten spät abends noch über Fußball gesprochen. Es war ein Samstag. Er hatte Nachtschicht. Und am nächsten Morgen kamen meine Töchter mit der Nachricht. Ich konnte es nicht glauben, habe immer nur " Nein" geschrien.Es ist besonders grausam , wenn der Tod aus dem Nichts kommt. Wenn jemand lange sehr krank ist ,kann man sich vorbereiten, dann denkt man an das Sterben. Das weiß ich von meiner Mutter. Sie war sterbenskrank .Man konnte jeden Tag damit rechnen. Und so war es dann auch .Als der Anruf kam, war ich eher erleichtert .Ich habe meine Mutti in einem ganz fürchterlichen Zustand im Krankenhaus noch einmal gesehen. Der Anblick hat mich jahrelang verfolgt. Für sie war es eine Erlösung und dann versteht man den Tod. Bei meinem Sohn war es ,daß mein Verstand nicht aufnehmen konnte ,was passiert war. Für mich war er noch am Leben. Ganz schwer war es dann nochmal ,als ich beim Begräbnis die Urne sah. Das überstieg die Vorstellung,daß in der Urne die Asche meines Sohnes war.Er war ein großer kräftiger Mann. Es war wie ,als wäre es ein Irrtum, er konnte doch nicht einfach weg sein. Bestimmt versteht der eine oder andere, was ich meine ,haben wir doch alle das gleiche Schicksal. Ich hätte ihm gerne noch viel gesagt ,aber das blieb mir verwehrt .Deshalb ist es auch verständlich ,dass ich noch in Gedanken mit ihm rede ,vor allem über das,was ich ihm zum Abschied gern noch gesagt hätte. Ich konnte mich nicht verabschieden. Und ich werde nie erfahren, wie die letzten Minuten seines Lebens waren,ob er vielleicht an sein Muddelchen gedacht hat. Ich wollte eigentlich nicht soviel schreiben .Aber es hat mir gutgetan ,daß ich meine derzeitigen Gefühle mit euch teilen kann.Liebe Grüße von Christine

  • Ich habe Silvio auch nicht mehr gesehen. Er wohnte in Hessen, 700 km von Berlin. Ich war gar nicht in der Lage, dahin zu fahren. Da fing das mit der Athrose in der Hüfte an.Meine Töchter sind hingefahren. Sie haben ihn gesehen und mir ein Foto geschickt. Er lag im Sarg,als würde er schlafen und gleich aufstehen und sagen, das ist mir zu eng hier. Sie haben ihn sehr schön zurechtgemacht.Ich hatte kleine Andenken und seine Geburtstagskarte mitgegeben. Er wäre doch 4 Tage später 60 Jahre geworden. Sie haben mit der Einäscherung auch bis einem Tag nach seinem Geburtstag gewartet. Meine Mädels blieben eine halbe Stunde bei ihm.Isabel hat ein Foto gemacht. Das war ihren Berichten zufolge alles sehr würdig. Viel schlimmer war dann der Gang zu seiner Wohnung. Sie haben ein paar Andenken mitgenommen für mich ,seine geliebten kleinen Segelschiffchen, die ich ihm immer vom Flohmarkt besorgt hatte. Sie haben bei mir ein schönes Plätzchen .Von der Wohnung haben wir nichts mitgenommen. Das haben seine engsten Freunde bekommen. Nur sein Auto haben wir verkauft. So war das alles. Die Erinnerung bleibt für das ganze Leben .