Warum dreht sich die Welt eigentlich noch .....

  • 81 Tage ...so lange ist es her das mein Mann ,mein Herz,bei mir eingeschlafen ist ...man stellt sich das tausende Male vor ,versucht jede erdenkliche Situation geistig zu erschaffen um dann ,wenn der Augenblick da ist ,nicht in dieser eisigen ,Lähmung zu erstarren die einem nur bei dem Gedanken daran überfällt ...dieses unglaubliche Gefühl der Endlichkeit ....


    Mein Mann und ich waren fast 25 Jahre zusammen ....vor 13 Jahren wurde ein Gehirntumor diagnostiziert ,Lebenserwartung maximal ein Jahr trotz sofortiger NotOP ,Bestrahlungen ,Chemo ....
    Den ganzen beschissenen Verlauf dieser Krankheit zu erzählen wäre ein Roman ...es geht selten bis nie gut aus ...


    Freunde ,Familie distanzierten sich im Laufe der Jahre ....es war auch nicht böse gemeint von ihnen ...sie wurden nur mit der Situation nicht fertig und / oder hatten Angst das man die oft leichtfertig ausgesprochenen wenn auch gut gemeinten Hilfsangebote annehmen könnte.....


    Trotz allem hatten mein Mann und ich eine wunderschöne Zeit ,man vergaß manchmal sogar diesen Feind im Kopf ....mein Herz war ein Kämpfer ,immer schon ....er verlor bei einem Unfall ein Bein ...danach begannen epileptische Anfälle und danach eben Diagnose Gehirntumor ....sein Lebenswille ,trotz aller Schmerzen ,Ängste ,Wut und Zorn war enorm ..bis zum Schluss ....
    Er starb am 15 .10.2014 zu Hause in unserem Bett ....


    Es war ruhig ...er lag da ich hielt seine Hand ,ich glaube ich streichelte auch sein Gesicht ...es ist einiges verschwommen ,anders so scharf ....es waren drei tiefe Atemzüge ....das weiß ich genau ...dazwischen lange Pausen ...ich habe ihm gesagt das er gehen kann ,das ich nicht böse bin deswegen ,das er gehen muss um seinem bald geborenen Großneffen ein Schutzengel zu sein ....das ich ihn sosehr liebe ....so vermissen werde ....er ging .....seitdem steht die Welt still ...ich funktioniere ,erledige meine Arbeit ,versuche gerade die Nächte alleine durchzustehen ohne verrückt zu werden ....


    Er hatte so eine Angst die letzten Wochen das er "weg" muss ..in ein Krankenhaus ,in ein Heim ....wir hatten zuletzt ein mobiles Hospizteam der Caritas denn ich wollte das er zu Hause bleiben kann bis zum Schluss ....ich wollte bei ihm sein ,ihn zumindest soweit begleiten wie es möglich ist .....durch die Tür konnte ich nicht mit ...


    Ich höre immer von den Freunden ,der Familie ,von Bekannten ....du musst durch die 5 Phasen der Trauer .....wer bitte teilt Trauer in Phasen ein ....was ist wenn ich eine Phase nicht habe ...trauere ich dann nicht richtig ? nächster Lieblingssatz "du musst loslassen lernen ..sortiere seine Sachen aus ,räum dein Leben auf ." ...warum sollte ich etwas loslassen wollen das ich liebe ,das ich gerne um mich habe ....


    Ich habe die Asche meines Mannes bei mir zu Hause ...ein Teil davon wurde ein Kristall den ich nun bei mir trage ....bin ich egoistisch oder verrückt weil ich seine irdischen Dinge nicht hergeben will?seine Sachen an denen er gehangen hat ?weil ich mich weigere den Witwenstatus anzunehmen? weil ich mich immer noch verheirat fühle?weil ich die Urne im Schlafzimmer habe und auch mit ihm rede?
    Weil ich es nicht ertragen kann wenn keine Kerze bei seinem Bild ,seiner Asche brennt? weil ich es ebenso wenig ertragen kann das mit jedem Tag mein Schmerz größer wird die Menschen um mich herum jedoch immer gleichgültiger? alle wenden sich schon lange wieder dem Alltag zu und verlangen es auch von mir .....


    Die Welt dreht sich weiter .....manchmal denke ich ich muss mich entschuldigen bei den anderen wenn ich mal wieder nicht gut drauf bin ...es ist doch schon sooooo lange her,fast drei Monate ....
    ....ach ja einen besonderen Satz mag ich auch so sehr "es wird schon wieder ...."
    Was bitte schön soll denn wieder werden? warum begreifen das viele nicht und wenn dann erst dann wenn sie selbst in dieser Situation sind ....


    sorry meine sicher sehr verworrenen Sätzen ...es ist nur so schwer etwas mit Worten zu beschreiben das so sehr weh tut ...wenn die Welt zerbricht und man trotz so vieler Menschen letztendlich alleine damit ist ....es sind keine Phasen ...es sind Wellen ...

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  • Hallo,


    Würde dich gerne persönlich anreden. Magst du deinen Namen sagen?


    Es tut mir sehr leid was passiert ist. Fühle mit dir und schicke dir gaaanz viel Kraft dass durchzustehen...


    Solche Phrasen von Leuten denen dass nicht bzw noch nie jemand gestorben ist, kenne ich gut die verstehen dass oft nicht und meinen dass die Trauer nur einige Monate dauert..


    Ich habe meine Mama vor vier Jahren verloren und hab dass immer noch nicht verkraftet.. Ich glaube dass jeder dass unterschiedlich verarbeitet und für sich die beste Lösung finden soll. Wir haben zb noch immer nicht alle Sachen von Mama verräumt oder aussortiert.


    Wünsch dir gaaanz viel Kraft :-)
    Liebe Grüße Tanja

    ... und wir glaubten wir hätten noch so viel Zeit ...
    Mama i wea di NIA vagessn !!!

  • Liebe Fallingsky,
    herzliches Beileid zum Tod deines Liebsten und willkommen hier im Forum!
    Deine Zeilen sind nicht verworren. Jeglicher Ablauf der Phasen ist richtig. Ich kann gut nachvollziehen, wie es dir geht, welche Gedanken dich zu deinen Handlungen bringen, welche Reaktionen deiner Umwelt du kritisch betrachtest. Du findest deinen eigenen Weg und das kann nicht falsch sein.
    Ich möchte dir viel Kraft senden. Auch so eine Floskel, die in diesem Forum oft verwendet wird, aber hier sind alle füreinander da, die meisten wissen, was du zu überstehen hast, ohne dass man es in Worte fassen kann. Ständig abrufbar, zu jeder Tages- und Nachtzeit lassen sich hier alle Gedanken niederschreiben, ohne befürchten zu müssen, dass man dafür verurteilt wird. Mir hat das sehr geholfen, zu wissen, ich bin nicht allein und trauere richtig, so wie ich es kann und konnte.
    schnee

  • Danke Tanja ,danke Schnee fürs Antworten .....


    ich habe lange gezögert bis ich mich hier angemeldet habe denn ich war/bin in einem Hirntumorforum das ich nach einigen nicht so schönen Dingen verlassen werde .....solange man noch ein "rchter" Angehöriger eines todkranken ist wird man respektiert und findet auch immer jemanden zum Quatschen ...jedoch seit mein Herz gegangen ist fühlte man sich nach kurzer Zeit nur mehr geduldet ....so wie im realen Leben wo ich das ebenso immer wieder merke ....die Blicke ....diese Mitleidsblicke ....ich will doch kein Mitleid denn ich hatte weder diese beschissene Krankheit noch war es eine Plackerei all die Jahre für meinen Mann da zu sein ....alleine deswegen geh ich schon hoch wenn ich höre sei doch froh das es vorbei ist ....ja für Thomas ,mein Herz ,bin ich froh das er nun nicht mehr leiden muss doch der lange Weg alleine durch diesen Sumpf der Trauer ....kein Boden mehr unter den Füßen ....jeder Tag eine eigene Herausforderung ...beim Arbeiten muss ich mich ja zusammen nehmen und lachen und freundlich sein aber sobald ich meine Wohnungstür hinter mir schließe und da ist diese Stille ....die macht mir am meisten Angst ...und dann rede ich mit meinem Herz und dann heule ich ....vor anderen nie doch alleine ....es ist auch einfacher hier darüber zu reden als es nahe stehenden Personen zu sagen ....eben weil ich es nicht packe diese Ratschläge und vor allem schön brav Antidepressiva nehmen damit das Umfeld geschont wird ....ich verweigere die Tabletten aber alle glauben ich nehme sie brav und bin deswegen so ruhig und gut drauf .....Hauptsache man fällt nicht auf ,ist nicht lästig und stellt das dar was das Umfeld sich wünscht ...die trauernde Witwe die aber niemanden auf den Geist geht .....diese Momente .da möchte ich losbrüllen und schlagen ...weil ich sie dafür hasse ,beneide ...verfluche ....weil deren Leben dahinplätschert und ihre Welt sich dreht und dreht ....

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  • Hallo liebe fallingsky!


    Wir alle haben zuerst gezögert uns hier anzumelden und dennoch war es das Beste was wir machen konnten. Alles was Du schreibst haben auch wir durchgemacht, nur niemanden auf die Nerven gehen mit der Trauer.... ich persönlich hab mich an das nie gehalten, ich hab meine Trauer ganz ausgelebt und den Menschen denen das nicht passte hab ich aus meinem Leben entfernt. Es ist DEINE Trauer, DU hast Deinen Partner verloren - NUR DU kannst durch die Trauer gehen, man kann Dich begleiten aber aus dem Tal musst Du selber raus, das war meine Erkenntnis. Letztendlich ist es auch gut so, denn Du wirst merken, dass Du ein "inneres Wachstum" bekommst, das vielen verwehrt bleibt.
    Antidepressiva waren für mich auch nie ein Thema, ich hab mein Schicksal dann irgendwann angenommen und nicht unterdrückt. Christine hat mir mal gesagt, dass es auch wieder "gute Zeiten" geben wird, ich konnte das nicht glauben, aber irgendwann war es dann so. Es ist ANDERS geworden, was nicht heißt, dass man vergisst oder nicht mehr traurig ist. Irgendwann gehört die Trauer einfach zu Dir und Du lernst damit zu leben. Die Zeit heilt KEINE Wunden, die Zeit arbeitet für uns.... Einen Schritt vor den anderen, nicht weit nach vorne denken, einen Tag nach dem anderen leben - der beste Tipp den ich von einer befreundeten Witwe bekommen hab. UND: DU darfst ALLES machen was DIR gut tut. Psychotherapie, Yoga, Aromatherapie, Edelsteine, Bücher..... lass Dir nichts einreden - mach wie es für DICH stimmig ist!


    Ich drück Dich und schick Dir ein Kraftpaket, alles LIEBE
    Ramona und Mein Anker

  • Liebe Fallingsky,


    mein aufrichtiges Beileid zum Tod deines Mannes.
    Ich kann mir vorstellen wie du dich fühlst.
    Es ist schwer zu begreifen was passiert ist. Den Menschen den man über alles liebt plötzlich zu verlieren ist unsagbar schwer zu beschreiben.
    Schön, dass du den Weg hier ins Forum gefunden hast, hier findest du Menschen die ähnliches erlebt haben und die dich und deine Gefühle verstehen.
    Du musst dich auf keinen Fall bei den anderen entschuldigen, wenn du mal wieder nicht gut drauf bist, es sind erst 3 Monate her, bei mir sind es jetzt über 2Jahre das ich meinen Mann nicht mehr bei mir habe und ich werde mich auch heute noch nicht dafür entschuldigen wenn es mir nicht gut geht. Entweder sie akzeptieren mich so und wenn nicht.......auch egal.


    Folge dem guten Tipp von Ramona "Du darfst alles machen was dir gut tut." :)


    Ich wünsche dir viel Kraft für die kommende Zeit.


    Alles Liebe
    Trauerelfe

  • Stillstand............
    ich schreibe seit dem Tod meines Mannes wieder Tagebuch ....es ist eigenartig aber immer dann wenn etwas Lebensveränderndes passiert beginne ich Tagebuch zu schreiben ...das letzte Mal zu der Zeit als mein Mann sich zu verändern begann und wir nach Monaten wussten warum ...der Gehirntumor ...
    es ist seltsam aber je länger du mit einer tödlichen Krankheit lebst umso normaler fühlt es sich an ....dieser Feind im Kopf meines Mannes schweißte uns nur noch enger zusammen in den fast 13 Jahren ....irgendwann hörte ich auf das Tagebuch weiterzuführen ...damals dachte ich das selbst das Schlimmste irgendwann zur Normalität wird ....
    Da wusste ich noch nicht was ich jetzt weiß ...nichts wird wieder normal ..nie ...denn es gibt das WIr nicht mehr ...nur mehr das Ich und ich habe keinen Schimmer wie es als Ich so ist ...es macht mir eine Höllenangst ...in meinem für mich sicher letztem Tagebuch schreibe ich Briefe an meinen Mann ,...frage ihn wie es ihm geht ,ob er seinen Himmel gefunden hat ....
    Thomas hat nie an sowas geglaubt ,wie Himmel ,Leben nach dem Tod ,ein Jenseits ....ich habe den Glauben eine Zeit lang verloren doch ich habe jetzt für mich beschlossen das ich es glaube das wir uns wiedersehen ...das ich alle wiedersehe die ich verloren habe doch auf alle Fälle will ich mein Herz wieder sehen ...
    Wissen werde ich es sowie erst wenn es einmal soweit ist ....gibt es wirklich Nichts danach dann gibt es mich ,selbst meine Energie /meine Seele auch nicht ..nichts ist nichts ...kommt dann aber doch ein Danach ...dann darf ich mein Herz auf einer anderen Ebene vielleicht wiedersehen ...


    Sorry ,ich springe gedanklich herum und genauso schreibe ich gerade ....mir geht nur gerade soviel im Kopf herum ....heute ist meine siebende Nacht alleine zu Hause ...Abends ist es immer schlimm...da kommen unweigerlich diese Erinnerungen ,Gedanken ...viele negative Gedanken ....immer noch denke ich mir ich hätte vieles besser machen können vor allem in den letzten Wochen bevor Thomas starb .... ,hätte ....täte ...würde ...hab ich aber nicht und jetzt ist es nicht mehr zu ändern .....
    Er wollte so gerne leben und ich konnte ihm nicht helfen ...er hat gekämpft ,bis zum Schluss ........ich liebe ihn so sehr und gerade deswegen musste ich ihn gehen lassen ..doch loslassen ,das kann ich einfach nicht ...eine Bekannte sagte zu mir es ist egoistisch wenn ich ihn nicht freigebe....aber wie soll ich denn ...ich schaff es ja noch nicht mal seine Zahnbürste wegzuwerfen ...
    Ich habe die Asche meines Herzens bei mir zu Hause und der Gedanke sie nicht bei mir zu haben ist unerträglich obwohl ich erst am Tag seiner "Heimkehr" begriff das er nun wirklich nie wieder kommt ,ich ihn nie wieder höre und fühle ....
    Mit jedem Tag merke ich mehr das sich Familie und Freunde distanzieren oder vielleicht bin ich es die ihnen aus dem Weg geht ....es ist mühselig die Fassade aufrecht zu erhalten aber sie fangen mit meiner Trauer nichts mehr an und ich fange mit ihren Floskeln nichts mehr an ...
    Sie verstehen nicht warum ich nicht weine doch als ich eine Woche nach dem Tod meines Herzens bevor ich arbeiten gehen wollte einen Heulkrampf bekam weil ich eine verdammte Hose nicht gleich gefunden habe und ich im selben Augenblick das Bild meines Mannes ansah und daran dachte wie er sich immer über meine Unordnung lustig gemacht hatte ....ich konnte ewig nicht mehr aufhören ...meine Mutter war hilflos und alles was ihr einfiel war mich zum Arzt zu schleppen der mir AntiDepressiva verschrieb ....ich bin nicht depressiv sondern traurig ...warum wird es als so abnormal angesehen das man trauert ....warum muss man für so etwas gleich Pillen schlucken ....wie soll man Trauer begrenzen? gibt es dafür ein Zeitlimit? nach einer Woche bitte wieder funktionieren und zurück ins Leben? man ist doch nicht raus aus dem Leben ...man ist doch noch da ....doch warum darf man sich keine Zeit nehmen um das alles zu begreifen ...um damit umzugehen ...es zumindest zu versuchen ,das Leben neu zu meistern....


    Wieder ein halber Roman ,..ich kann mich einfach nicht kurz halten beim Schreiben ,,,,,

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  • Liebe fallingsky,
    herzlich willkommen bei uns hier!


    Du fasst so ziemlich alle Trauermythen zusammen, die so im Umlauf sind!


    Zu den Trauerphasen: Es gibt sie schon, aber sie sind eigentlich lediglich ein psychologisches Modell, das zur Orientierung dienen soll, welches Trauerthema beim Betroffenen gerade im Vordergrund steht und welchen Herausforderungen bzw. Aufgaben er sich gerade zu stellen hat. Diese Phasen dürfen nicht verstanden werden als Plan, an den man sich zu halten hat, um "richtig" zu trauern und auch nicht als geordneten Ablauf 1.,2.,3.,4. Vielmehr ist es so, dass es Zustände oder Themen sind, die recht wild wechseln können. Sie können sich auch überlappen. Es ist ein dauerndes Vor- und Zurück, auch ein Hin- und Herspringen zwischen den Phasen, Themen, Zuständen .... wie immer man es auch bezeichnen will. Mach dir also deshalb keinen Stress! "Richtig" oder "falsch" trauern gibt es nicht. Bei jedem Menschen läuft es unterschiedlich ab, nur die Themen sind ähnlich. Jeder Mensch entwickelt auch eigene Strategien mit den Trauerthemen umzugehen. Was dem einen hilft, kann für den anderen genau verkehrt sein. Man kann aber sagen, dass man "gesund" und "ungesund" trauern kann. "Ungesund" trauert man, wenn man festellt, dass man über einen langen Zeitraum keine Erholungsphase dazwischen hat, in der es einem (oft nur kurz) ein bisschen besser geht, das Geschehene wirkt unwirklich und man kann sich dadruch ein bisschen erholen. Oder wenn man überhaupt über lange Zeit nicht mehr schlafen kann. Oder wenn man ein permanentes Betäubungsverhalten an den Tag legt: Beruhigungsmittel, Alkohol, exzessives Arbeiten, exzessiver Sport etc.
    Gesund ist alles, was dir zwischen den Schmerzwellen Erholung und Ablenkung verschafft, dass du für die nächste Schmerzwelle gewappnet bist. Gesund ist alles, was dich entspannt ohne dich zu betäuben. Gesund ist auch der Ausdruck von Trauer, durch Reden, Weinen, Trommeln, Tanzen, Malen, Boxen, Tagebuchschreiben .... etc. was immer auch dein Kanal ist, es rauszulassen.


    Loslassen: Kann man nicht! Da hast du völlig recht. Das ist eine veraltete Vorstellung. Es geht viel mehr darum, dass der Verstorbenen - mit der Zeit - einen neuen Platz in deinem Leben bekommt. Irgendwann - und das dauert einfach - wirst du akzeptieren können, dass der gemeinsame Lebensabschnitt mit deinem Partner als physische Person vorbei ist. Das heißt aber, dass dieser Lebensabschnitt Teil deines Lebens bleibt, so wie ja deine Kindheit, deine Jugend, deine Eltern, deine Ausbildungen etc. auch Teil von dir bleiben werden, auch wen sie vergangen sind. Dein Mann bleibt Teil deines Lebens und es geht darum, mit ihm über die Erinnerung in Verbindung zu bleiben. Diese Verbindung zu ihm verändert sich im Laufe der Zeit. Jetzt ist er ganz nahe und du redest mit seiner Asche, du kannst auch nichts wegpacken von ihm - DAS IST VÖLLIG NORMAL UND GESUND! Wahrscheinlich wird irgendwann der Zeitpunkt kommen, wo du etwas wegpacken kannst oder auch nur bestimmte Dinge. Wann das ist, ist auch von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Lass dich nicht verrückt machen. Du darfst alles machen, was für dich gut ist!



    Ratschläge: Ich habe grade vorhin Kisa dazu geantwortet und darf das nochmal hierherkopieren :-)


    "Hallo Kisa,"Ratschläge sind auch Schläge", den Spruch kennst du doch oder? So ähnlich ist deine Situation mit den Forderungen bzw. Vorschlägen deiner Umgebung wieder an der Zeit vor den Todesfällen anzuknüpfen. Das funktioniert nicht. Schicksalsschläge verändern unser Leben und verändern uns als Menschen maßgeblich. Nichts ist so wie vorher. Und damit muss man leben lernen. Nur - das dauert! Und das dauert bei jedem Menschen unterschiedlich lange. Sätze wie "Alles wird gut!" und "Das Leben geht weiter!" nennt man Killerphrasen, wenn sie von außen an Betroffene herangetragen werden. Killerphrasen sind verletzend und werden geäußert, weil diejenigen, von denen sie kommen, ihre eigene Sprachlosigkeit nicht aushalten können und auch die Trauer der Betroffenen nicht aushalten. Menschen, die derartige Sätze äußern haben entweder völlig falsche Vorstellungen oder Informationen über den Traueprozess und wollen mit Killerphrasen trösten oder Ratschläge erteilen. Das Gegenteil ist natürlich der Fall. Oder aber hinter solchen Phrasen steht schlichtweg der Appell: "Lass mich in Ruhe, ich halte deine Trauer nicht aus." Es gibt 3 Wege damit umzugehen: 1. Entweder du suchst die ehrliche Auseinandersetzung und versuchst im Guten zu erklären, warum dich diese Äußerungen sehr verletzen. 2. Wenn du dazu die Kraft nicht hast oder Angst vor weiteren Verletzungen hast, dann meide diese Personen. Ich erlebe es bei fast jedem tragischen Todesfall, dass sich der Freundschaftskreis der Betroffenen drastisch ändert: Es bleiben nur mehr wenige Freunde und auch die Familienbande, die vorher traditionell und oberflächlich da war, wird gebrochen, weil man lernt, sich nur mehr mit jenen zu umgeben, die einem gut tun und die es ehrlich meinen.Der 3. Weg ist der schwierigste und der gelingt nur Menschen, die eine sehr hoge Frustartionstoleranz haben und außerdem leicht verzeihen können: Es gelingt ihnen, diese Killerphrasen beim einen Ohr hinein und beim anderen wieder hinauszulassen. Sie nehmen das nicht persönlich. Ich kenn auch solche Betroffene, aber es sind sehr wenige!Liebe Kisa, ich wünsche dir von Herzen, dass du einen für dich geeineten Weg findest mit diesen verletzenden Aussagen umzugehen!"


    Liebe fallingsky,


    es ist gut, dass es Antidepressiva gibt, denn man kann im Trauerprozess tatsächlich in eine Depression entgleisen und hier helfen diese Medikamente einfach am besten, um den Patienten dann soweit zu stabilisieren, dass eine Therapie überhaupt greifen kann. Aber du sagst es richtig: Trauer ist keine Krankheit und auch keine Depression. Trauer muss man man durchleben. Ich erkenne im Moment an deinem Schreiben nichts, was auf eine Depression im krankheitswertigen Sinne hindeuten könnte.


    Also, sei beruhigt, du tickst ganz richtig! :)
    Alles Liebe Christine

  • Liebe fallingsky!


    Ich verstehe dich nur zu gut. Nach etwas mehr als 25 Jahren wunderbarer Ehe und 29 Jahren gemeinsamen Leben ist mein Mann am 30. September tödlich verunglückt. Von einer Minute auf die andere hat sich mein Leben und das unserer vier Kinder völlig verändert. Auch nach über 3 Monaten geht kein Tag vorüber an dem ich nicht schreie und weine, völlig verzweifelt bin und mich frag, wie ich weiterleben soll. Unsere Kinder sind zu Glück schon alle erwachsen und gehen ihren eigenen Weg. Ich arbeite auch schon wieder seit geraumer Zeit, Da wir aber denselben Arbeitgeber haben, begegne ich meinem Liebling auch dort überall und meine Gefühle überwältigen mich oft und oft. Ich frage mich ob ich den Arbeitsplatz wechseln soll.Ob ich mein Leben anders gestalten soll. Oft habe ich keine Kraft mehr und möchte meinem Schatz einfach nur nachfolgen. Meine Gefühle gehen kreuz und quer. Lebe von einem Tag zum anderen. Einatmen und Ausatmen. Pläne sind nicht möglich - wir machten doch immer alles gemeinsam.
    Warum dreht sich die Welt wirklich ganz normal weiter? Warum bleiben nicht mein Herz und meine Atmung stehen und ich darf dann zu ihm?
    Schließlich und endlich war er mein Lebenssinn, Lebensinhalt und meine Lebensfreude. Aber ich glaube eben ganz fest an ein Wiedersehen.


    "Noch kannst du nicht glauben, was geschehen ist.
    Lebst ganz mit diesem Menschen, der nur scheinbar gegangen
    und nicht wirklich fort ist, weil du ihn doch im Herzen hast.
    Bewahr ihn dort, hüll ihn ein in deine Liebe.
    Bei allem, was deine Aufmerksamkeit fordert:
    Diese Liebe ist das Kostbarste, sie ist das Band, das euch verbindet,
    über den Tod hinaus."


    Ich wünsche dir ganz viel Kraft!
    Deine sehr traurige Sternenstaub2407

  • liebe Christine danke ...es beruhigt mich das ich doch normal reagiere ,ich muss wirklich erst lernen mich FÜR mich auf die Beine zu stellen ...bis jetzt beherrschte die Krankheit meines Mannes mein Leben nun habe ich zuviel Zeit zum Nachdenken ,zum Erinnern ....erstmals kommen leider immer noch die "bösen" Gedanken und Erinnerungen ,all das was ich heute gerne ändern würde wenn ich es damals gewusst hätte das ich keine Gelegenheit mehr bekomme um es doch noch anders zu machen ...
    Ich habe viel nachgedacht seit ich gestern deinen Post gelesen habe ,vor allem das was du Kisa geschrieben hast ...Killerphrasen ...dieses Wort trifft es auf den Punkt ,ich reagiere oftso sauer darauf doch gleichtzeitig denke ich mir das sie eben nicht anders können ...man muss diese Art des Schmerzes selbst durchleben um zu verstehen ...es ist doch mit allem so ...erst wenn man in den Schuhen des anderen läuft ...


    Ich habe bald Geburtstag und habe beschlossen an diesem Tag frei zu nehmen und mir im Wald der Ewigkeit unseren Baum auszusuchen wo ich einmal mit meinem Schatz gemeinsam begraben werde ....ebenso werde ich den Kristall der aus der Asche meines Mannes gewachsen ist in ein Medallion einfassen lassen um ihn bei mir zu haben ,egal wo ich auch gerade bin ....


    Ich vermisse ihn mit jedem Tag ein bisschen mehr.... er fehlt mir schrecklich ...und doch bin ich froh das er gehen konnte denn Leben konnte man das alles nicht mehr nennen ....


    Liebe Sternenstaub ...das Sterben eines geliebten Menschen ist das Schlimmste was einem passieren kann ....ich hörte schon endlose Diskussionen was "besser" wäre ...jemanden schnell ohne Vorwarnung zu verlieren wie bei dir oder langsam das Gehen sehen zu müssen wie bei mir ...ich wäre dafür das es beides nicht geben würde aber der Tod gehört zum Leben ....ich kann deine Traurigkeit so gut verstehen ,diese Hilflosigkeit ...diese verdammten überfallsartigen Erinnerungen ...auch wenn man Familie hat ist man doch mit seiner Trauer isoliert ...den Partner ,sein Wir zu verlieren ist eine Baustelle die man alleine bewältigen muss ...als mein Herz starb lag ich noch eine Weile bei ihm ...ich dachte nur daran das ich gerne mit gehen würde ..egal wo auch immer es hingehen würde ....Hauptsache nicht alleine im Hier ...ohne ihn ,doch obwohl ich nicht religiös bin dachte ich gleichzeitig dass das Leben selbst zu beenden mich niemals zu meinem Herz bringen würde ...(und er hätte mich wahrscheinlich in den A***** getreten falls doch ) ...ich konnte eine Zeitlang nichts sehen ,hören nicht mal essen was er gerne hatte ....es kam mir wie ein Verrat vor ....irgendwann kam mir die Erkenntnis das ich gerade diese Dinge tun sollte denn es hat ihm ja Freude gemacht ,Spaß ....es hängen gute Erinnerungen daran ,manche auch bittersüß ....


    Es ist gut das du arbeiten gehst ,ich war auch froh das ich mich dazu überwunden habe auch wenn es schwer fällt ...warte vielleicht lieber noch ab mit einem Jobwechsel denn vielleicht werden aus diesen im Moment noch niederschmetternden Gefühlen und Erinnerungen bald welche die du nicht missen willst ....
    wir müssen auch nichts planen ...ein Tag nach dem anderen ist Plan genug für den Anfang ....ich wünsche dir alles erdenklich Liebe und denk immer daran wir sind nicht alleine damitauch wenn es einem oft so vorkommt ....

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  • Liebe falllingsky!
    Danke für deine wunderbaren Worte. Irgendwie ist es doch ein Trost, wenn man spürt verstanden zu werden. Ich habe lange überlegt mich in diesem Forum anzumelden. Aber beim Lesen der vielen Schicksale spürte ich, wie heilsam es sein kann mit "Gleichgesinnten" zu kommunizieren.
    Unser "Wir" ist irgendwie für immer fort und dann doch nicht... ich spüre meinen Liebling überall. Kann ihn fühlen, denke in vielen Situationen wie er es wahrscheinlich getan hätte und frage mich immer: was würde er nun tun bzw. von mir wollen, dass ich tue.Die Tränen versiegen nicht. Der Schmerz ist beinahe nicht zum Aushalten. Es gibt so viele wunderschöne Erinnerungen. Bilder, die ich nie in meinem Leben vergessen werde.
    Andererseits vermisse ich so sehr seine Nähe, sein Zärtlichkeit, seine Scherze, seine Worte, seine Anrufe,........................... einfach alles.
    Ich kenne beide Formen einen geliebten Menschen zu verlieren. Als ich 17 Jahre alt war starb meine Mutter im Alter von nur 49 Jahren (so alt wie ich jetzt bin) an einer Krebserkrankung. Zwei Jahre habe ich ihr beim Leiden und Sterben zugesehen. Und meinen über alles geliebten Mann, den ich mit 20 Jahren kennen lernen und lieben lernen durfte verlor ich nun vor etwas mehr als 3 Monaten. Es ist beides schrecklich. Doch das was ich jetzt durchmache wünsche ich meinem schlimmsten Feind nicht. Kein Wort des Abschieds, kein Aussprechen von Dingen, die wir noch bereden wollten. Aus und vorbei aller Pläne die wir hatten und deren gab es viele. Endlich sind unsere Kinder erwachsen, wir haben wieder Zeit für uns usw. usw.
    Du hast recht - ein Tag nach dem anderen, ein- und ausatmen - mehr brauchen wir derzeit nicht zu planen.
    Danke, dass es dich ein wenig auch für mich gibt!
    Ich denke an dich!
    Liebe Grüße
    Sternenstaub

  • Liebe fallingsky,
    auch von mir noch ein liebes Willkommen hier im Forum.
    Es tut mir sehr leid, daß du deinen Mann nach so vielen Jahren Kampf nun doch nicht mehr bei dir haben kannst. Zumindest nicht hier im Leben, denn in unseren Herzen bleiben unsere Lieben für immer.


    Loslassen? Einen Menschen den man liebt? Nein, das geht wirklich nicht. Ich für mich sage - das, was ich loslassen muß sind die Gedanken an die Zukunft wie sie erdacht, erträumt war. Denn diese Zukunft ist leider nicht mehr realisierbar. Wir müssen lernen unser Leben alleine weiterzuleben, ohne den geliebten Menschen. Das ist oft unendlich schwer, aber durchaus zu schaffen., auch wenn es noch so lange dauert. Wobei dieses "lange" vor allem für alle anderen so ist.
    Laß dich nicht drängen, nur das eigene Tempo ist wichtig, richtig und gut.


    Ich selbst bin mir sicher, daß es ein Wiedersehen geben wird - irgendwie, irgendwann, irgendwo.
    Und wenn man jeden, der mit einem Verstorbenen spricht für verrückt erklären würde, dann wäre ein großer Teil der Menschheit verrückt (ich eingeschlossen ;-)). Kaum ein Mensch gibt das von sich aus zu. Aber es ist oft überraschend was alles kommt wenn man dies Thema selbst anspricht.


    Ich möchte dir einen Spruch weitergeben, den unser liebes Forumsmitglied Linda mir beim Tod meines Vaters geschickt hat. Ich finde, er drückt soo treffend aus was wir fühlen wenn ein Mensch nach langer Krankheit von uns geht.


    "Man sieht die Sonne langsam untergehen und erschrickt dennoch, wenn es dunkel wird."



    Liebe Sternenstaub,


    auch dir ein liebes Willkommen und meine Anteilnahme zum plötzlichen Tod deines Mannes.
    Ich glaube so wie fallingsky, daß es wahrscheinlich besser wäre, mit einem Jobwechsel noch ein wenig zu warten. In einer Ausnahmesituation, so wie du ja grade in einer bist, ist es schwierig, so weitreichende Entscheidungen mit "klarem Kopf" zu treffen. Aber natürlich kannst nur du selbst beurteilen, ob die Situation in der Arbeit für dich noch "aushaltbar" ist oder nicht.



    Ich wünsche euch beiden eine gute Nacht mit (wenn ihr es denn wollt) einem wunderschönen Traum von eurem Liebsten.
    Alles Liebe
    Jutta



    PS: Vor meinem inneren Auge sehe ich gerade "Sternenstaub vom Himmel fallen" - wunderschöne Namen habt ihr euch ausgesucht. :24: euch

    Der Tod eines geliebten Menschen ist wie
    das Zurückgeben einer Kostbarkeit,
    die uns Gott geliehen hat.

  • hallo Hase ...ja das sind diese Dinge die ich auch nicht mehr hören kann und auch will ...alleine ist man immer da hast du sicher recht und das man von seinem Umfeld nicht verstanden wird ist auch richtig ...aber wie sollen sie denn etwas verstehen das man doch selbst nicht begreifen kann ....ich bin auch oft zornig deswegen oder auch traurig doch hilft das leider weder mir noch den anderen ....ich versuche jetzt einfach mir immer zu sagen das sie es nicht besser wissen ......


    Was ist deine Geschichte ...magst du ein wenig von dir erzählen? ich bin auch erst seit kurzem hier im Forum und sag dir erstmal herzlich Willkommen hier Hase ....

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  • Vielen dank für deine hilfreichen Worte.
    Mein Freund,mein ein und alles ist am 20.12.14 bei einem Ski Unfall verstorben. Wir wollten uns nach seinem Ski trip am abend treffen, doch er kam nicht mehr zurück...
    Wir haben ihn noch gesehen am Tag danach, sind nach Österreich gefahren, nur kann ich es immer noch nicht glauben. Er lag da, so als läge er in unserem Bett und würde jede Sekunde aufstehen.
    Gestern fing ich die Arbeit wieder an. Ein schrecklicher tag. Einen gewohnten tagesablauf kann ich mir noch gar nicht vorstellen, so ohne ihn. Es vergeht keine Sekunde die ich nicht an ihn denke. Er war so ein liebevoller mensch.

  • Hallo Hase!
    Nur zu gut verstehe ich Deine Wut, Deine Verzweiflung,....
    Es gibt vom Zeitpunkt des schweren Verlustes weg keine Normalität mehr.
    Es wird nicht mehr.
    Es wird vielleicht einmal anders. Aber das WIR ist weg und das ICH muss lernen damit fertig zu werden.


    Ich wünsche Dir viel Kraft und höre dir auch gerne zu.
    LG

  • Danke euch,
    Das jeder Moment so unerträglich ist, ist fast nicht zu ertragen. Es tut gut hier etwas zu schreiben wie man sich selbst fühlt.
    Habt ihr Erfahrungen mit therapeutische Hilfe?

  • liebe Hase ..es tut mir so unendlich leid ...ich denke alle hier können dich verstehen ...
    Therapeutische Hilfe habe ich abgelehnt ,lag aber eher daran das ich die letzten 13 Jahre nur Ärzte und Spitäler sah ...
    Ich habe aber immer eine Nummer parat sollte ich es doch brauchen ...und hier in diesem Forum zu schreiben ,zu wissen das man nicht alleine ist ist eine Art Therapie für mich ...
    Bist du wirklich bereit zu arbeiten? wie war dein erster Tag ....


    Hast du jemanden der für dich jetzt da ist?eine Person die auch mit dir schweigen kann wenn dir danach ist? ich kenne das nur so von mir das wenn jemand da ist es mich wahnsinnig macht und wenn ich alleine bin ich die Decke hochgehe ...wie ist es bei dir ? es ist noch so frisch alles ...das du ihn so sehr vermisst ist doch völlig klar und das andere das nicht "verstehen" können leider auch ...für dich ist deine Welt plötzlich im Stillstand und trotzdem geht alles um dich herum weiter ...ich habe den ersten Sonnenaufgang ohne meinen Mann so sehr gehasst ...ich fühle mich heute ,nach 91 Tagen noch wie in einer Glaskugel gefangen und kann nicht begreifen das er nie wieder zu mir zurück kommt ,kein Fühlen ,kein Lachen ,kein Streiten kein nichts mehr ..das Wir ist einfach gegangen und man bleibt als Ich zurück ...


    Ich möchte dir so gerne sagen das es bald besser wird doch wir beide wissen das es nicht so ist ....ich kenne eure Geschichte nicht ,..doch egal ob eine frische Liebe ,ein halbes Leben oder ein Ganzes ...es ist so verdammt schlimm sein Herz zu verlieren und es zerreißt einem das eigene ....wenn dich Freunde und Familie nicht verstehen können ,wenn sie deinen Kummer ,deine Trauer ,deine Verzweiflung nicht kapieren dann ist es deren Problem und sicher nicht deines ...
    hier bist du sicher nicht alleine ...hier wirst du verstanden ..hier kannst du sagen was dir im Kopf rum geht ...


    Christine ,die hier schreibt ,sagte so treffend das <es wird schon wieder >,< das Leben geht weiter> ,usw Killerphrasen heißen ...ein treffender Name ...
    Lg Eva

    There's a land of the living and a land of the dead...
    in between is a bridge....
    our love......
    and love will never die...