Mein bester Freund und Partner ist plötzlich nicht mehr da

  • Guten Morgen, Petra,

    es freut mich sehr!

    Wir sind so fragil ... und daher abhängig vom Verhalten unseres Gegenüber.

    In jedem Treffen mit Menschen liegen Chance und Risiko.

    Wünsche Dir einen angenehmen Tag,

    Tereschkowa

  • Ihr Lieben,


    Leider verabschieden sich in dieser schweren Zeit auch andere Menschen aus der Beziehung. Es ist anders, als der Tod eures geliebten Menschen. Der ist nicht mehr da und die Beziehung besteht weiterhin.

    Die Menschen aus eurem Umfeld sind da und es besteht immer weniger oder keine Beziehung mehr. Das ist auch Trauer.


    Ich wünsche euch allen, dass dafür neue, andere und empathische Menschen in euer Leben kommen.


    Lg. Astrid.

  • Liebe Petra,


    ich freue mich zu lesen, das Dein Treffen schön war. Miteinander reden , sich erinnern und auch weinen zu können, das ist das Beste was Menschen in Unserer Situation passieren kann.


    Ich hoffe Dein Start im Büro hat geklappt und Du bist gut zur Arbeit gekommen. Schnee haben Wir hier keinen, aber erneut starken Wind und Regen.


    Drücke Dich von ganzem <3


    LG Gabi & Mäuschen

  • Ihr Lieben,

    den ersten Arbeitstag habe ich als schwierig empfunden.

    Ich wäre lieber daheim geblieben.

    Zudem kam erneut der Druck von außen,

    doch endlich wieder die Großveranstaltungen zu organisieren,

    die doch "immer so schön waren".

    Ich weiß wirklich nicht, wie oft ich noch deutlich sagen soll,

    dass ich es nicht möchte und es mir dabei nicht um den Arbeitsaufwand geht.

    Die verstehen das nicht!

    Wir waren immer ein Team aus drei Personen, in dem jetzt einer fehlt....mein Liebster.

    Nach sieben Monaten muss alles wieder normal sein.

    Ich kann das nicht!

    Ich muss das ( zum Glück) auch nicht!

    Heute früh gehe ich zum Homöopathen.

    Ich wünsche euch allen einen erträglichen Tag.

    Liebe Grüße

    Petra

  • Liebe Petra,

    alles Gute beim Homöopathen.

    Ich kann vollkommen nachvollziehen, warum um Du diese Veranstaltungen nicht organisieren möchtest.

    Genau solche Aktivitäten bei denen das Fehlen des Geliebten so greifbar ist sind sehr, sehr schwierig.

    Ich versuche all dies zu vermeiden so gut es geht.

    Etwas anderes sind Aktivitäten, die von allen Beteiligten bewußt im Angedenken so begangen werden.

    Das ist bei der Organisation einer Großveranstaltung wohl definitiv ausgeschlossen.

    Du würdest Dich nur einsam fühlen und wärst womöglich zusätzlich gekränkt von der "Normalität" der anderen.

    Noch gehe ich nicht arbeiten und ich fürchte mich vor diesem Moment - auch wenn mein Geliebter - anders als bei Dir - nicht an der gleichen Institution arbeitete wie ich.

    Ich hoffe, dass Du die Kraft hast diese Aktivitäten langfristig zu vermeiden.

    Deine Kommentare knüpfen oft an Gedankengänge von mir an.

    Ich formuliere sie in meinen Thread aus. Vielleicht magst Du sie ja lesen? Mich würde interessieren wie Du und auch andere, denen

    es vielleicht ähnlich geht damit umgehen...

    Herzlichst,

    Tereschkowa

  • Du bist nicht mehr da,

    alles erinnert an dich.

    Wir hatten immer so viel zu erzählen,

    haben zusammen gelacht

    und geträumt.

    Eines Tages werden wir uns wiedersehen.

    Wir werden zusammen träumen,

    lachen

    und einfach weiter erzählen...

  • Liebe Petra,


    bitte nehme mir wenigstens diese Träume nicht weg.


    Sonst hat ALLES hier für mich keinen Zweck mehr.


    Ich träume von einem WIEDERSEHEN und einem EMPFANG !!!!!!


    Heute wieder sehr weit gefühls-mässig am Boden liegend.


    LG., Uwe

  • Wiedersehen - ja - nein?


    Ich bin überzeugt, dass das jedeR nur für sich selber beantworten kann. Hier geht es um Glaubenserleben und nicht um bares Wissen. Dieses Glaubenserleben empfindet jeder anders. So möchte ich dir sagen Uwe, ja ich bin überzeugt, dass du Rosi wiedersehen wirst. Und ich möchte Petra sagen: Vielleicht.

    Ich möchte euch bestärken in dem, was euch wohl tut.


    Denn ich bin für mich überzeugt, dass im Tod alles Gut sein wird. Und wenn es dann wichtig ist für dich, dann wirst du Rosi sehen. Dann werdet ihr wieder vereint sein. Und wenn es so anders ist, als wir das Leben heute kennen, dann wirst du auch nichts vermissen. Heute ist der Gedanke, dass du Rosi dort wieder treffen und mit ihr wieder vereint sein wirst existenziell wichtig für dich. Darum wirst du sie auch wiedersehen.


    Konfus? Ja! Das ist Glauben und Glaubensbilder und Glaubensleben und Glaubensahnung. Wir wissen es nicht - wir glauben es und das findet eben nicht leicht in Worte.


    Wünsche dir einen feinen Abend mit Prinz und vielleicht einen wunderschönen Traum von Rosi, der dich ein bisschen zu trösten vermag.


    Lg. Astrid.

  • Guten Morgen Gabi,

    das Tief ist mal wieder erreicht.

    Sonntag habe ich nur im Bett verbracht.

    Ohne Motivation.

    Gelähmt.

    Euch geht es ja allen genauso.

    Ich denke auch an dich und euch alle.

    Ein Knuddler für Mäuschen.

    Petra

  • Liebe Petra,


    auf Deine Frage, ob unsere Liebsten uns empfangen werden, gibt mir dieses wunderschöne und fröhliche Gedicht von Novalis eine Antwort:


    Das Lied der Toten


    Lobt doch unsre stillen Feste,

    Unsre Gärten unsre Zimmer

    Das bequeme Hausgeräte

    Unser Hab und Gut.

    Täglich kommen neue Gäste,

    Diese früh, die andern späte

    Auf den weiten Herden immer

    Lodert neue Lebensglut.


    Tausend zierliche Gefäße

    Einst betaut mit tausend Tränen,

    Goldne Ringe, Sporen, Schwerter

    Sind in unserm Schatz:

    Viel Kleinodien und Juwelen

    Wissen wir in dunkeln Höhlen,

    Keiner kann den Reichtum zählen,

    Zählt` er auch ohn` Unterlaß.


    Kinder der Vergangenheiten,

    Helden aus den grauen Zeiten,

    Der Gestirne Riesengeister

    Wunderlich gesellt,

    Holde Frauen, ernste Meister,

    Kinder, und verlebte Greise

    Sitzen hier in einem Kreise

    Wohnen in der alten Welt.


    Keiner wird sich je beschweren,

    Keiner wünschen fortzugehen,

    Wer an unsern vollen Tischen

    Einmal fröhlich saß.

    Klagen sind nicht mehr zu hören,

    Keine Wunden mehr zu sehen,

    Keine Tränen abzuwischen;

    Ewig läuft das Stundenglas.


    Tiefgerührt von heil`ger Güte

    Und versenkt in sel`ges Schauen

    Steht der Himmel im Gemüte,

    Wolkenloses Blau;

    Lange fliegende Gewande

    Tragen uns durch Frühlingsauen,

    Und es weht in diesem Lande

    Nie ein Lüftchen kalt und rauh.


    Süßer Reiz der Mitternächte,

    Stiller Kreis geheimer Mächte,

    Wollust rätselhafter Spiele,

    Wir nur kennen euch.

    Wir nur sind am hohen Ziele,

    Bald in Strom uns zu ergießen

    Dann in Tropfen zu zerfließen

    Und zu nippen auch zugleich.


    Uns ward erst die Liebe Leben;

    Innig wie die Elemente

    Mischen wir des Daseins Fluten,

    Brausend Herz mit Herz.

    Lüstern scheiden sich die Fluten,

    Denn der Kampf der Elemente

    Ist der Liebe höchstes Leben

    Und des Herzens eignes Herz.


    Leiser Wünsche süßes Plaudern

    Hören wir allein, und schauen

    Immerdar in sel`ge Augen,

    Schmecken nichts als Mund und Kuß,

    Alles, was wir nur berühren,

    Wird zu heißen Balsamfrüchten,

    Wird zu weichen zarten Brüsten,

    Opfer kühner Lust.


    Immer wächst und blüht Verlangen

    Am Geliebten festzuhangen,

    Ihn im Innern zu empfangen,

    Eins mit ihm zu sein,

    Seinem Durste nicht zu wehren,

    Sich in Wechsel zu verzehren,

    Voneinander sich zu nähren,

    Voneinander nur allein.


    So, in Lieb und hoher Wollust

    Sind wir immerdar versunken,

    Seit der wilde trübe Funken

    Jener Welt erlosch;

    Seit der Hügel sich geschlossen;

    Und der Scheiterhaufen sprühte

    Und dem schauernden Gemüte

    Nun das Erdgesicht zerfloß.


    Zauber der Erinnerungen,

    Heil`ger Wehmut süße Schauer

    Haben innig uns durchklungen,

    Kühlen unsre Glut.

    Wunden gibt’s, die ewig schmerzen,

    Eine göttlich tiefe Trauer

    Wohnt in unser aller Herzen,

    Löst uns auf in eine Flut.


    Und in dieser Flut ergießen

    Wir uns auf geheime Weise

    In den Ozean des Lebens

    Tief in Gott hinein;

    Und aus seinem Herzen fließen

    Wir zurück zu unserm Kreise

    Und der Geist des höchsten Strebens

    Taucht in unsre Wirbel ein.


    Schüttelt eure goldnen Ketten

    Mit Smaragden und Rubinen,

    Und die blanken saubern Spangen,

    Blitz und Klang zugleich.

    Aus des feuchten Abgrunds Betten,

    Aus den Gräbern und Ruinen,

    Himmelsrosen auf den Wangen

    Schwebt ins bunte Fabelreich.


    Könnten doch die Menschen wissen,

    Unsre künftigen Genossen,

    Daß bei allen ihren Freuden

    Wir geschäftig sind:

    Jauchzend würden sie verscheiden,

    Gern das bleiche Dasein missen -

    Oh! die Zeit ist bald verflossen,

    Kommt, Geliebte, doch geschwind!


    Helft uns nur den Erdgeist binden,

    Lernt den Sinn des Todes fassen

    Und das Wort des Lebens finden;

    Einmal kehrt euch um.

    Deine Macht muß bald verschwinden,

    Dein erborgtes Licht verblassen,

    Werden dich in kurzem binden,

    Erdgeist, deine Zeit ist um.


    Liebe Grüße und viel Kraft

    Josh

  • Liebe Petra,


    es tut mir sehr leid, das Dein Sonntag dermaßen traurig war. Bei mir war er auch nicht besonders gut, aber was ist eigentlich bei Uns noch gut ??

    Manchmal ein bisschen durchatmen, meist von kurzer Dauer und danach geht es wieder abwärts.


    Wünsche mir das Dein Arbeitstag heute nicht so schwer war. Ganz lieben Dank für den Knuddler , mein Mäuschen hat sich soooo gefreut, den habe ich ihr nämlich eben schon gegeben.


    Drück Dich


    Gabi & Mäuschen

  • Liebe Petra,


    denke so oft an Dich und Cara, ob es Dir einigermassen gut geht. Gestern habe ich Dir wieder über die Konversation geschrieben, es wäre so schön , wenn Du ein kleines Lebenszeichen geben würdest.


    LG Gab & Mäuschen