Am 06.07.2018 um 22.53 Uhr verstarb meine unendlich geliebte Frau "Rosi"

  • Liebe Gabi, (lieber Uwe),


    Uwe wird staunen, was bei ihm los war! Wir sind fast wie Bertha & Elisabeth ....

    (Nur fahren wir nicht betrunken seine Pfosten nieder...)


    Gespräche zu Fragen die mich beschäftigen, ergeben sich so gut wie nie, man bleibt auf sicherem Terrain.

    Darin bin ich momentan recht ungnädig bzw. unflexibel.

    Momentan fehlt es mir - unabhängig von Emotionen - sehr an Kraft. Mental und körperlich...

    Mir fiel auf, dass mich Treffen und Gespräche mit Menschen zu anderen Themen immens Kraft kosten, da ich mir Mühe geben muss mich zu konzentrieren... bzw. ich laufe dann "zweigleisig":

    Ich denke dennoch an "meine" Themen während ich versuche den anderen zuzuhören und bin danach dementsprechend noch kraftloser.

    Also bestehe ich ziemlich vehement auf "meine" Themen und führe die Gespräche immer wieder an diesen Punkt zurück.

    Ich bin ja mittlerweile durch aus in der Lage "meine" Themen so allgemein zu besprechen, dass es sich nicht nur um mich dreht...

    allerdings ist es - wie bereits geschrieben - immer sehr, sehr existenzialistisch.

    Von "sicherem Terrain" für die anderen also keine Rede.

    Das man Trauernde ablenken sollte, habe ich allen bereits ausgeredet...das einzige, worauf ich mich konzentrieren kann ohne zweigleisig zu denken ist, wenn mein Gegenüber über wirklich existenzielle Dinge spricht, die sie oder ihn beschäftigen.

    Dann kann ich auch emphatisch sein...

    ich vermute das jene die mir sagen ich könne andere noch glücklich machen , davon ausgehen, daraus eine Art von Glück oder innere Zufriedenheit auch für mich selbst gewinnen würde.

    Ja, ja - das kenne ich. Als würden Trauernde plötzlich selbstloser werden.

    Gerade dann, wenn wir am meisten Grund haben wütend zu sein, sollten wir plötzlich selbstloser agieren als zuvor...

    Das ist auch so ein Missverständnis... ich habe mir vorgenommen, dass die erste Person, die sich traut mir gegenüber diese

    abgedroschene Phrase "Man wächst an der Trauer" direkt so zu formulieren, sich das NIEMALS wieder trauen wird jemandem gegenüber auszusprechen... das schwöre ich.

    Umarmung,

    Tery

  • Liebe Tery,


    selbst auf die Gefahr hin, das Wir so aufdringlich wie Bertha & Elisabeth agieren, antworte ich Dir hier in Uwe`s Reich.


    Den Satz " Man wächst an der Trauer " habe ich so noch nicht gehört, aber wenn es noch dazu kommen sollte, werde ich meine Sicht unmissverständlich zum Ausdruck bringen, denn ich empfinde kein Wachstum, sondern ein Schrumpfen meines Ichs und meiner Persönlichkeit, weil ich durch Mick`s Tod förmlich halbiert wurde und mir die Trauer stetig die Reste die von mir noch da sind Stück für Stück raubt.

    Gabi & Mäuschen



  • STELL DIR VOR DASS UNTEN OBEN IST SONGTEXT

    Du ziehst an deiner Zigarette.
    Du rauchst mal wieder viel zu viel.
    Du weinst mit dir mal wieder um die Wette.
    Für einen moment lang ein befreiendes Gefühl.
    Die Zeit steht still und die Wolken ziehen nicht vorbei.

    Nur ein kleiner Tipp wenn du am Boden bist, dann stehl dir vor das Unten Oben ist.
    Du sitzt im Karussell und dir wird ganz schwindelig.
    Es dreht sich viel zu schnell.
    Die Tränen fliegen aus deinem Gesicht.
    Du suchst denn halt und findest kein und dann stürzt du ab.
    Und wenn du dann am Boden bist, dann stell dir vor das Unten Oben ist.

    Du sehnst dich nach Gestern.
    Möchtest wieder der Mensch von damals sein.
    Aber dann versuchst dus zu vergessen__
    und schenkst dir noch mal ein ein.

    Die Zeit steht still und die Wolken ziehen nicht vorbei.

    Nur ein kleiner Tipp wenn du am Boden bist, dann stehl dir vor das Unten Oben ist.
    Du sitzt im Karussell und dir wird ganz schwindelig.
    Es dreht sich viel zu schnell.
    Die Tränen fliegen aus deinem Gesicht.
    Du suchst denn halt und findest kein und dann stürzt du ab.
    Und wenn du dann am Boden bist, dann stell dir vor das Unten Oben ist.

    Stell dir vor das Unte Oben ist.



  • ICH ...BE DICH SONGTEXT

    Ich seh zwei fassungslose Augen
    Ne Szene wie im Albtraum
    Jetzt hängen diese drei Worte
    Wie ein nasser Sack im Raum

    Du wolltest grad was sagen
    Doch jetzt traust du dich nicht mehr

    Wo sind meine sieben Sinne
    Es ist einer dieser Tage
    In denen ich erst weiss was ich rede
    Wenn ich höre was ich sage
    Meine Lippen formen Worte

    Und ich schaue ihnen staunend hinterher

    Hab ich gesagt ich ...be dich
    So richtig laut ich ...be dich
    Jetzt trifft es grad auf dein Gesicht
    Naja es war auch nicht gelogen
    Ich war ja eben echt in dich verliebt

    Wenn sowas erstmal raus ist
    Dann geistert es umher
    Es sucht seine Bestimmung
    Und findet sie nicht mehr
    Es war doch nur genuschelt
    Ich habs selber kaum gehört

    Es verkriecht sich in die Ecke
    Macht sich ganz ganz klein
    Denn ganz egal was ich noch sage
    Es könnt ja doch was dran sein

    Meinen Gedanken wachsen Flügel
    Und ich schau ihnen staunend hinterher

    Hab ich gesagt ich ...be dich
    So richtig laut ich ...be dich
    Jetzt trifft es grad auf dein Gesicht
    Naja es war auch nicht gelogen
    Ich war ja eben echt in dich verliebt

    Hab ich gesagt ich ...be dich
    So richtig laut ich ...be dich
    Jetzt trifft es grad auf dein Gesicht
    Naja es war auch nicht gelogen
    Ich war ja eben echt in dich verliebt



    ICH BIN ECHT IN DICH VERLIEBT, MEINE ROSE -- ROSI !!

  • Meine Lieben,


    ich wünsche EUCH eine erträgliche Nacht.


    Sende den berühmten, selbst gesammelten Sternen-Staub.


    Und natürlich die BÄRENKRÄFTE aus dem wilden Solling, damit ihr die neue Woche übersteht.


    Liebste Grüße,

    Uwe & Prinz.

  • Meine Lieben,


    ich bin zur Zeit sehr unglücklich.


    Daher ist es gut für die Menschen, die ich kenne,


    dass ich sie nicht anspreche, oder auf ihre wohlgemeinten Sätze antworte.


    Ohne dass sie es wissen:


    "ICH MACHE SIE DAMIT GLÜCKLICH, oder,


    SIE KÖNNEN IN IHREM JETZIGEN LEBEN GLÜCKLICH BLEIBEN !!!!"


    Ich bin ein guter TRAUERNDER !!!:22::22::22:


    Liebe Grüße,

    Uwe & Prinz.

  • die Schwierigkeit - zumindest für mich - ist nicht in erster Linie das "WIE", sondern das "WARUM".

    Klar möchten wir, dass der Schmerz weniger wird, aber das ist kein klares WARUM (Ziel).

    Mit einem klaren Ziel, kann man verschiedene Strategien ausprobieren und immer wieder wechseln.

    Die Motivation bleibt durch das Ziel erhalten, auch die Frustrationstoleranz ist deutlich höher, wenn es nicht direkt klappt...

    Das WARUM ich weiterleben muss, ist mir schon klar, aber das Problem ist, dass damit nicht eigentlich ein Ziel definiert wird, außer zu versuchen in ein Leben zurück zu finden, dass nicht von andauernder Seelenqual definiert wird.


    WARUM ich weiterlebe?

    Weil ich die Alternative für mich aus mehreren Gründen ausgeschlossen habe:

    1. Habe ich es in der ersten Verzweiflung versucht, habe es aber nicht über mich bringen können, weil ich entweder einfach zu feig dafür war, oder weil es einen Teil in mir gibt, der weiterleben möchte.

    2. Ich bin mir zwar nicht hundertprozentig sicher, aber doch so viel, dass ich das Risiko nicht eingehen möchte dass der Tod nur ein Übergang in eine andere Dimension ist und dass wir hier auf der Erde sind, um Erfahrungen zu machen. Gesetzt den Fall es ist so, ist mir das Risiko zu hoch, dass ich eine Selbsttötung durchziehe und wenn ich es dann geschafft habe, heißt es "Herzlichen Glückwunsch, Ziel verfehlt, ab zum nächsten Versuch". Und dann wird alles noch viel schlimmer, als es jetzt ist. Da ist es mir lieber ich halte durch, komme was da wolle.

    3. Noch ein Risiko ist mir zu hoch - nämlich das Risiko, dass die Selbsttötung nicht gelingt und ich bewegungsunfähig und abhängig als menschliches Wrack meine restliche Inkarnationszeit hier absitzen muss.


    Das sind zwar alles ziemlich negative Gründe, warum ich weiterlebe, aber daraus definiert sich, dass ich sowieso keine Wahl habe und daher versuchen muss, möglichst angenehm weiterzuleben.

    Deshalb nehme ich jede Hilfe in Anspruch derer ich habhaft werden kann, um dieses scheußliche "Zwischenleben" zwischen dem alten Leben, das verloren ist und einem neuen Leben, das mir noch unbekannt ist, so schnell wie möglich zu überwinden.


    Das eigentlich Schlimme an der Angelegenheit ist, dass es für mich kein positives Ziel gibt, dem ich mich zuwenden könnte, weil mir im Moment zumindest eigentlich alles egal ist und mich nichts wirklich interessiert. Ich habe früher immer versucht, mich auf allen Ebenen nützlich zu machen und für andere da zu sein, jetzt habe ich keine Lust mehr dazu und auch keine Kraft, obwohl diese Vorschläge natürlich immer wieder kommen.

    Nein, ich will keinen armen Hund aus dem Tierheim befreien.

    Nein, ich will keine alten Leute im Altersheim bespaßen.

    Und nein, ich will mir selber nichts Gutes tun, mich nicht neu einkleiden, nicht verreisen, nicht die Natur genießen, keinen Garten anlegen, keine Partys besuchen und auch sonst nichts, was mir vorher schon keinen Spaß gemacht hat. Und das, was mir vorher Spaß gemacht hat, macht mir jetzt keinen mehr, weil aus Gründen allein sein und so ...


    Was mich momentan interessiert, ist die Beschäftigung mit spirituellen Dingen und das nutze ich aus so gut es eben geht, mit Seminaren, Büchern, Meditationen und allerlei Übungen. Da komme ich mit Menschen zusammen, die mir wenigstens nicht total auf den Keks gehen und die Energie in diesen Events tut mir auch gut, ich kann immer ein paar Tage davon zehren, das ist besser als nichts.

    Und auch wenn ich immer wieder zurückkehre ins Trauertal, so habe ich wenigstens etwas getan, hier und da ein paar Samen ausgelegt, die mir möglicherweise hinüberhelfen in ein neues Leben. Wenns nicht funktioniert, habe ich mir wenigstens nichts vorzuwerfen, denn ich habe getan was ich konnte.


    Mein größter Wunsch ist nach wie vor, möglichst schnell diesen Planeten verlassen zu dürfen, aber ich fürchte, das wird eine Weile dauern.

    Mein zweiter Wunsch wäre jemanden zu finden, der sich mal um mich kümmert, so wie ich mich jahrelang um meine kleine Familie gekümmert habe und wenn ich dann wieder Kraft getankt habe, mich dann wieder um eine neue kleine Familie kümmern zu dürfen. Allerdings fürchte ich bei desem Wunsch, dass er eine reine Illusion meinerseits ist und versuche derlei Vorstellungen tapfer beiseite zu schieben, um nicht meine Hoffnungen an etwas zu binden, was sowieso nie stattfinden wird und dann eine tiefe Enttäuschung zu erleben - das Leben tut ohne das auch schon genug weh.

  • Guten Morgen, lieber Uwe,

    ich hoffe Du konntest ein wenig schlafen?

    Es tut mir sehr leid zu lesen, dass Du gerade "sehr unglücklich" bist.

    Es ist irreal, dass es in diesem permanenten und unerträglichen Unglücklichsein in dem wir uns befinden auch noch Steigerungszustände gibt.

    Der hundertfach gehörte und gelesenen Satz "Trauer kommt in Wellen."

    Den ich persönlich auch nicht mehr hören kann, weil ich ihn beschönigend empfinde ...

    Er tut so als säßen wir am Strand und würden von Zeit zu Zeit von einer "Welle der Traurigkeit und Verzweiflung" erfasst.

    Mir kommt es eher so vor als wären wir alleine auf einem tosenden Meer unterwegs - vom täglichen Überlebenskampf ohnehin geschwächt

    brauen sich dann auch noch Orkane zusammen. Manchmal kommen diese unerwartet, oft jedoch kommen sie erwartet in Form von Tagesdaten,

    Orten oder sich wiederholenden Ereignissen, denen wir nicht entrinnen können.

    Aber was sagt ein Schiffbrüchiger einem anderen, der seinen Orkan bereits kommen sieht?

    "Viel Glück" wünschen sich Schiffbrüchige untereinander sicherlich nicht - denn an Glück glaubt niemand mehr, der sein Schiff verloren hat.

    Lieber Uwe, mehr als Dir zu sagen, dass ich Deinen Orkan auch sehe und Dich fest in den Arm nehmen kann ich nicht.

    Ganz herzlich,

    Tereschkowa

  • Lieber Uwe,

    Du schreibst Du brauchst die Natur,genau so geht es mir auch ohne sie würde ich verzweifeln,

    eingehen wie eine Pflanze die kein Wasser bekommt.


    Schön das wir Gefühle für die Natur haben,viele haben kein Gespür dafür uns können nichts damit anfangen.

    Fahre nachher mit dem Traktor in den Wald,hole nur 1-2 Ster Holz mehr nicht,

    damit ich Morgen wieder fahren kann.

    Ich glaube die Nachbarn lachen mich schon aus,die kommen mit 5-6 Ster auf ihren Anhängern aus dem Wald.

    Die Natur gibt uns so viel,leider geben wir Menschen der Natur wenig zurück , wir beuten sie nur aus,

    frage mich wie lange noch ??


    Im Wald komme ich für kurze Zeit aus meinem tiefen Trauertal heraus ,kann wieder richtig durchatmen

    und fühle das ich noch lebe.

    Wäre sie doch jetzt da meine geliebte Frau,sie war so gerne draußen mit mir an der Natur,

    sie fehlt mir so sehr,:33:

    wünsche Dir einen nicht so scheiß Tag wie ich ihn heute habe :30::24:

    LG Karlheinz:95: