Vor 4 Wochen war meine Welt noch fast in Ordnung..

  • liebe Schatzale,


    das ist ja ein furchtbares und trauriges erlebnis, dass du da hattest=O


    ja, ich kann deine gedanken gut nachvollziehen - die einen müssen gehen, ob sie wollen oder nicht, die anderen wollen ihr leben einfach weg werfen;(


    aber - wir wissen nicht, welche gründe die junge frau hatte, liebe schatzale.... ich sage ganz ehrlich, auch ich hatte momente, in denen es nur ein bruchteil der zeit gebraucht hätte, um mich vom leben für den tod zu entscheiden. damit ich bei roger wieder sein kann....


    liebe umarmung von Bine

  • Hallo Schatzale!

    Es ist kein schönes Erlebnis.

    Ich würde auch am liebsten bei meinem Ralf sein und dachte zu anfang auch ,warum soll ich noch weiter leben ohne ihn und wie.Und bei dir ist es ja erst kurze Zeit her,bei mir fast 8 Monate,aber die Trauer bleibt und man kann nichts machen und nichts wird mehr so sein wie es war,aber begreifen tue ich es immer noch nicht,Und das warum,kann niemand beantworten.Laße die Tränen raus egal wo,denn wir müssen ja damit klar kommen,auch wenn es so sehr weh tut und unsere Partner hätten auch gewollt ,das es uns gut geht,aber es ist sehr schwer und wird auch so bleiben,vielleicht vergeht die Trauer irgenwann ein wenig,aber bis dahin ist es noch ein langer Weg.LG Helli

  • jaaa, es ist ein langer und schmerzhafter Weg.

    Mit vielen Auf & Ab's.


    Doch es wird erträglicher ...


    Ich wünsche euch viel Kraft beim Aushalten, durchleben ...


    Stille Perle

  • hallo ihr Lieben,


    ja, alles rauslassen, liebe petra, deine gedanken sind völlig nachvollziehbar...


    ach, ich weiss garnicht ob irgendetwas erträglicher wird - hatte eigentlich recht gute wochen die letzte zeit, d.h. icih war tieftraurig, aber irgendwie fing ich an zu akzeptieren das ich nichts und niemals werde etwas ändern können an meinem verlust....


    aber jetzt.... seit ca. einer woche bin ich wieder ganz am boden in einer tiefen schlucht..... ich bin nur am weinen, fange wieder an zu fragen WARUM....fange ausserdem wieder an zu denken "das darf doch alles nicht WAHR sein"... es KANN nnicht wahr sein, alles ist ein böser albtraum....


    lieber trauriger gruß von Bine

  • liebe Bine,


    mhhh diese tiefen Täler Zeiten :13::13::13: ...


    Ich nehme dich ganz fest und liebevoll streichelnd in meine Arme.


    Stille Perle

  • Liebe Petra,


    Ich habe gelesen , dass zur Trauer und unseren momentanen Empfindungen auch etwas Selbstmitleid ganz normal ist . Wir müssen jetzt einen Weg gehen , den wir selbst für uns nicht gewählt haben . Von daher sind alle Gefühle, die wir verspüren , nachvollziehbar.


    Liebe Grüße

    Birgit und Fine

  • Ich habe gelesen , dass zur Trauer und unseren momentanen Empfindungen auch etwas Selbstmitleid ganz normal ist

    Ich finde nicht, dass das Selbstmitleid ist, sondern wahre Klage. Klage an das Leben. Klage an den Tod. Klage an ...

    Wenn ihr jetzt nicht klagen dürft, wann im Leben dürfte man dann klagen?


    Was die junge Frau angeht, die sich das Leben nehmen wollte:

    Wer weiß warum sie das wollte, warum ihr Leben aussichtslos erschien, warum sie meinte diesen Weg gehen zu müssen.

    Wir wissen es nicht und wir werden es nicht erfahren.


    Ich verstehe deinen Gedanken, dass dein Andi leben wollte und nicht durfte. Sie darf leben und will nicht. Das scheint ungerecht.

    Doch die Junge Frau kann nichts für diese Ungerechtigkeit. Und ich möchte niemanden verurteilen, auch wenn es für uns unverständlich

    sein mag, diesen Weg zu gehen.


    Ich wünsche euch und uns allen, dass wir niemals meinen, dass der Sprung von der Balkonbrüstung oder von wo auch immer,

    die Erlösung sein könnte. Ich wünsche euch und uns allen, dass unser Leben, auch wenn es schwer und manchmal sinnlos scheint,

    gelebt wird.


    Und für heute wünsche ich euch und uns allen eine erholsame Nacht.


    Lg. Astrid.

  • Hallo Schatzale,

    ich finde es toll wie du reagiert hast als du die junge Frau gesehen hast.

    Und wir wissen es ja nicht, vielleicht hat ihr das Erlebnis auch geholfen, ihre Situation noch mal zu überdenken.

    Dass unsere Liebsten gehen mussten, obwohl sie es nicht wollten, ist unglaublich ungerecht.

    Leider fragt das Leben nicht nach Gerechtigkeit.

    Vielleicht kannst du es so sehen: Deinem Schatz konntest du leider nicht mehr helfen, aber dafür dieser Frau. Und somit auch ihren Angehörigen, die sonst furchtbar traurig gewesen wären..

    Mein Schatz kam ja durch einen Unfall ums Leben, den er nicht selbst verschuldet hat. Immer wenn ich jetzt von solchen Unfällen lese, muss ich an die Angehörigen denken... dass sie sich so fühlen müssen wie ich mich damals. Und dann überlege ich, ob ich etwas tun kann, dass solche Unfälle nicht mehr passieren. Ich glaube, mir persönlich würde das helfen, wenn ich wüsste, ich kann noch andere Menschen retten, wenn auch nicht mehr meinen Schatz.

  • Oh Sora, das hast Du so gut ausgedrückt, Danke dafür! Vielleicht ist es für sie bereits ein Glück noch zu Leben, wer weiß!


    Astrid. ich sehe es ja auch so, aber in der damaligen Situation habe ich es nicht eingesehen. In Ihrer Wohnung brennt nun abends wieder Licht, also müsste sie wieder da sein. Seither sehe ich aber immer wieder hinauf, nicht dass sie nochmals …….

  • Hallo Ihr Lieben,


    eigenartigerweise frage ich in letzter Zeit nicht mehr nach dem WARUM, ich habe es schmerzhaft akzeptiert (wieso weiß ich selbst nicht). Wonach ich aber frage ist, WO ist er jetzt? Gibt es irgendwas danach? Wir waren zwar beide aus der katholischen Kirche ausgetreten, aber dennoch Christen, wir kamen nur mit der Organisation Kirche nicht klar! Also könnte ich mir das religiös beantworten, aber das ist es nicht, ich spüre, dass mir das keine Antwort gibt.


    Ich denke mir nur, wir alle sind so ausgeklügelte Geschöpfe, wir haben soviel Wissen, Emotionen etc. Es wäre doch komplett unlogisch, diese Ressourcen zu verlieren und nicht zu nutzen. Also was macht Andi gerade, wo ist er, ist er in körperlichem Sinn oder als Energie??


    Und noch was - ich ertappe mich dabei, dass es mir an manchen Tagen richtig gut geht. Und dann bin ich unsicher, ob ich nicht viel mehr trauern müsste, wo ich ihn doch so geliebt habe. Ich versuche meine Tage und Abende so gut es geht zu füllen und auf Vorschläge meiner Freunde sage ich auch immer JA, ganz einfach weil ich alles versuchen möchte. wenn es mir nicht gefällt, kann ich ja noch immer gehen..... Auf diese Weise habe ich den einen oder anderen überraschend netten Abend erlebt, aber zuhause kommt dann wieder das "schlechte Gewissen" bin ich denn so kaltherzig, "vergesse" ich ihn zu schnell? Sind meine Selbstvorwürfe unbegründet?


    Verwirrte Grüße

    Petra

  • liebe Petra,


    NEIN, du bist gaaanz sicher nicht zu selbststsüchtig & vergessen tust du ihn sicher nie.

    Du fängst einfach an, etwas helles , be-lebendes in dein Leben und ♡ zu lassen, damit

    es dir etwas leichter um's ♡ wird.


    Er würde sich sicher mit- freuen !


    Ich grüße dich

    Stille Perle

  • Liebe Petra !,Nein du bist nicht kaltherzig.Es ist doch schön,wenn du wieder einpaar nette Tage hattest und etwas Abwechslung brauchtest du doch auch mal.Dein Mann hätte es auch so gewollt und nicht das du nur traurig bist.Wir haben alle hier ein schweres Schicksal.Aber wir müssen auch wieder nach vorne schauen.In Gedanken ist dein Mann doch immer bei dir.Wenn wir die ganze Zeit nur trauern würden,dann könnten wir nichts mehr unternehmen und uns an nichts mehr erfreuen.Und es ist doch schön,wenn es dir an manchen Tagen richtig gut geht.Ich gehe morgen auch zu einem Grillfest mit Kollegen,auch wenn man keine große Lust hat,aber ich gehe hin.Ein schlechtes Gewissen brauchst du nicht zu haben und du wirst ihn niemals vergessen und es ist doch schön,wenn du langsam wieder anfängst und etwas Freude am Leben hast.Liebe Grüße Helga

  • Liebe Petra,

    Auch ich halte dich nicht für kaltherzig. Jeder Mensch trauert anders und nur weil du versuchst viel unterwegs zu sein , um nicht allein zu Hause zu sitzen , bist du nicht kaltherzig. Ich finde es sehr gut , dass du viel unternimmst , um so dein neues , ungewolltes Leben in den Griff zu bekommen .

    Mein Hausarzt hat zu mir gesagt , bei aller Trauer, vergessen Sie das Lachen nicht , das gehört auch mit dazu .

    Ich freue mich für dich , dass du anscheinend schon auf dem richtigen Weg bist und hoffe es bleibt weiter so bei dir.


    Liebe Grüße

    Birgit und Fine

  • Liebe Petra

    ich kann mich den Worten von Birgit nur anschließen. Es ist niemandem mit geholfen, wenn Du Dich zu Hause vergräbst. Und Dein Mann hätte das bestimmt auch nicht gewollt. Alles Liebe, Pauli

  • liebe Petra,


    ich möchte mich meinen vor-schreiberinnen anschließen. keinesfalls bist du kaltherzig und du brauchst kein schlechtes gewissen zu haben wenn du an etwas in deinem "neuen" leben freude hast.


    wir sind menschen die (leider) leben und wenn wir unser leben nicht versuchen zu füllen, können wir uns gleich die kugel geben. ob die Füllung des lebens spass bringt oder irgendeinen sinn macht für uns ist wiederum eine andere sache.


    ich glaube wie du ans "leben nach dem tod" - roger und ich waren uns sicher das es nach dem tod irgendwie weiter geht. als energieform in irgendeiner weisse. auch gab er mir tatsächlich zeichen, dass es ihn noch "gibt". so hatten wir es vorher ausgemacht.


    trotz dieses wissens tief in mir hilft es mir leider nicht über meine trauer hinweg. aber auch ich hatte hin und wieder schon mal einen tag an dem ich lachen konnte und mich wirklich gut fühlte. ich glaube, solche tage sind kostbar, weil sie uns über die anderen tage im tiefen tal hinweg helfen und uns kraft geben.


    lieber gruß von Bine

  • So, nun poste ich das an der richtigen Stelle, war bei "dies und das"


    Ihr Lieben,


    ich habe es kurz in einem Posting erwähnt, dass ich dachte mein neues Leben ohne Andi relativ im Griff zu haben. Alles ging gut bis zum 24.12. Um 11 Uhr - ich war gerade dabei für meine Familie (9 Personen) das Weihnachtsessen für Abends vorzubereiten, als mir plötzlich schwindelig wurde und die gesamte linke Kopfhaut zu pulsieren begann. Ich habe dem nicht so viel Bedeutung beigemessen, da ich weiß, dass sich Stress bei mir immer in Schwindel äußert.

    Am Abend kamen aber unkontrollierbare heftige Zuckungen des linken Oberarms hinzu, die am nächsten Tag so arg wurden, dass ich in die Notfallambulanz ging. Wie auch immer, ich landete im Krankenhaus wo ich von oben bis unten, vorne und hinten durchleuchtet und untersucht wurde. Ergebnis: NIX aber auch gar nichts! Man war ein wenig ratlos. Meine Neurologin meinte psychosomatische Belastungsstörung. Ist ja nicht besonders verwunderlich, bei dem was ich alles in letzter Zeit tun und ertragen musste.


    Nun bin ich wieder daheim, es geht mir ganz gut und jetzt habe ich beschlossen: Ich mache eine Trauerkur!!!!! Ich fand ein tolles Angebot in einem kleinen Ort in der Steiermark in der Nähe von Graz. Dort gibt es ein Pauschalangebot dass sich "Auszeit" nennt, 2 Wochen dauert und mich mit den Inhalten sofort angesprochen hat. Zufälligerweise geht sich das auch mit meinen Firmenterminen aus und da alle Kollegen da sind, ist es möglich dort an diesem Donnerstag anzufangen.


    Warum ich das schreibe? Weil ich glaube, dass vielleicht nicht alle wissen, dass es sowas gibt und von den Krankenkassen/Gesundheitskassen auch bezahlt oder unterstützt wird.


    Vielleicht ist das eine Anregung für die Eine oder den Anderen!


    Ich stelle Euch mal das Programm hier rein (Bitte löschen, falls ich das nicht darf liebe Mods)


    MEDI­ZI­NI­SCHES / THERA­PEU­TI­SCHES PROGRAMM:


    Neuer­stel­lung eines maßge­schnei­derten Thera­pie­kon­zepts

    • Analyse der körper­li­chen und psychi­schen Leis­tungs­fä­hig­keit
    • Thera­peu­ti­sche Gespräche
    • Medi­zi­ni­sches Aufnahme- und Entlas­sungs­ge­spräch
    • Ärztliche Gespräche (Befun­der­he­bung, Labor, EKG)
    • Einzel­phy­sio­the­ra­pien
    • Biofeed­back - Trai­nings - Einheiten
    • Ernäh­rungs­be­ra­tung
    • Well­ness­mas­sagen
    • Moor­pa­ckungen oder Elek­tro­the­ra­pien
    • Unter­stüt­zung in der weiteren Betreuung
    • Acht­sam­keit und Wahr­neh­mung (Gruppe)
    • Infor­ma­tion zur Gesund­heit (Gruppe)
    • Entspan­nung (Gruppe)
    • Sport­liche Akti­vität (Gruppe)
    • Koor­di­na­tion/Kraft­trai­ning (Gruppe)

    HOTEL­LEIS­TUNGEN:


    • 14 Übernach­tungen im Wohl­fühl-Einzel­zimmer mit Voll­pen­sion (Verlän­ge­rung möglich)
    • Anreise von Montag bis Freitag möglich
    • Obst­korb und Getränke im Zimmer zur Begrü­ßung
    • Früh­stücks­buffet für einen gesunden Start in den Tag
    • mehr­gän­gige Menüs mittags und abends
    • Nach­mit­tags­kaffee und Kuchen
    • Nordic Walking Stöcke, gratis Verleih für den Aufent­halt
    • Nutzung Infra­rot­ka­bine gratis
    • Bade­mantel gratis während des Aufent­haltes
    • Teil­nahme an den Gesund­heits­vor­trägen und am Frei­zeit­pro­gramm der Privat­klinik
  • liebe Petra,


    ich habe schon einmal was von trauerkuren und auch trauerreisen gehört, dass so etwas von der krankenkasse bezahlt wird wusste ich noch nicht. es ist ein weg für dich und spricht dich an, somit ist es eine gute idee für dich...


    es tut mir leid das du weihnachten quasi zusammen geklappt bist. aber es ist gut dass du jetzt die notbremse gezogen hast und dich ganz auf dich selbt konzentrieren möchtest.


    ich bin gespannt wie diese kur für dich sein wird, bitte erzähle wenn du wieder zuhause bist :24:


    lieber gruß von Bine

  • Liebe Petra!

    Ja das weiß ich,das es das gibt und es wird dir bestimmt sehr gut tun.Ich hoffe,das es dir einigermaßen gut geht.

    Ja unds da schließe ich mich Bine an,bitte berichte wie es war.Liebe Grüße Helga