Durch tragischen Herztod auf dem Gehweg neben mir laufend nach 24 gemeinsamen Jahren die Partnerin verloren

  • Gerade habe ich einmal im Forum gestöbert, um mich etwas von meinen Sorgen abzulenken und da habe ich von einer userin juttap einen schon älteren Beitrag gelesen, aber folgendes, was sie schreibt, da hat mir gefallen:


    Der Tod eines geliebten Menschen ist wie

    das Zurückgeben einer Kostbarkeit,

    die uns Gott geliehen hat.



    So sehe ich es bei meiner Dorit. Ihre fröhliche, herzensgute Art, die hat Gott mir für eine begrenzte Zeit ausgeliehen, um mir das schwere Alltagsleben zu erleichtern. Nun hat er sich dieses Kostbarkeit wieder zurückgeholt oder noch drastischer formuliert, mich wieder derer beraubt und so kann das Leben mit dem Fehlen dieser Kostbarkeit nicht fertigwerden.


    Ich weiss noch nicht, was der Psychiater am Donnerstg morgen mit mir verantstalten wird.

    Eines steht jedenfalls fest: Gott ist jetzt wieder in Besitz dieser Kostbarkeit namens lieber, fröhlicher Dorit und ich bin jetzt in der Leere und Kälte nicht nur der Einsamkeit, nein des Hochstress und der Psychiater wird mir diese Kostbarkeit nicht wieder zurückgeben können, sie ist durch den irdischen Tod aus meinem realen Leben für immer weg.

    Ein Leben ohne Kostbarkeit, was ist denn ein solches Leben wert. Und man kann sich wieder einmal nur darin trösten, dass wir irgendwann alle diesen Weg gehen müssen. Man fragt sich natürlich, wielange man noch ein Leben ohne Kostbarkeit führen kann, bis man dann auch durch dieses Tor in die geistige Welt gehen kann/gehen darf.


    LG

    Matthias


  • Hallo Ihr lieben Gleichgesinnten/Gleichbetroffenen,


    mein Tageswerk von heute:


    * dem Finanzamt klar gemacht, dass ich aufgrund psychiatrischem Gutachten nicht mehr in der Lage bin, irgendwelche Formulare auszufüllen,

    was akzeptiert werden musste

    * die Grünabfällke vom Rasenmähen weggebracht unds danach das Auto von innen und aussen gedssäubert

    * in der Waschanlage bei geschlossenen Sceiben da hatte ich kurzzeitig echte Atemnot, dachte schon, naja ein Tod in der Waschstrasse

    auch nicxht schlecht

    * Termin beim Psychiater nun festgemacht


    Jetzt drehe ich wieder meine Runden um den Burgsee und freue mich auf den Abend, wenn ich dem Lebensende und dem Übergang in die geistige Welt zu den Vorausgegangenen wieder ein klitzekleines Stück näher gekommen bin.


    Aber wehe der Morgen kommt. Naja morgen früh muss ich zum Zahnarzt, wenn ich da plötzlich weinen und schreien muss ???


    LG

    Matthias

  • der wird denken, daß er zu grob war. Wann hast Du denn den Termin beim Psychiater? Hoffentlich bald, ich mache mir immer mehr Sorgen um Dich. So kann es ja nicht weitergehen, aber wem sage ich das. Wissen wir ja alle nur zu gut. Leider habe ich auch keinen wirklichen Trost für Dich, und auch keinen für mich.

    Ich sage jeden Tag mehrmals zu Andreas, daß er mich doch bitte bald abholen soll. Aber auf dem Ohr ist er leider noch taub.

    Wünsche Dir trotzdem einen möglichst erträglichen Tag. Du hast ja ganz schön was geschafft, nun erhole Dich am See.

    Liebe Grüße

    Lilifee

  • immer wieder schön euer See, und halt irgendwie durch bis Donnerstag. Vielleicht wäre ein stationärer Aufenthalt gar nicht so schlecht. Dann wärst Du auch in einer anderen Umgebung. Manchmal hilft das ja auch etwas.

    Liebe Grüße

    Lilifee

  • Liebe Isabel,


    ich muss endlich einen Psychiater aufsuchen, die bisherigen Therapeuten haben mit ihren Methoden mir nicht helfen können.

    Ich weiss nicht, was der Psychiater entscheiden wird, aber ich muss ihm die ganze Situation schildern, auch dass ich bereit bin,

    zu gehen, auch das soll er ruhig wissen.


    Ich wache morgens mit der Gewissheit einer irdisch toten Partnerin auf, sie war eine so fröhliche und herzensgute Frau und ich will zu ihr zurück,

    auch das werde ich meinem Psychiater sagen.

    Ich weiss nicht, was er tun kann, aber ers ollte Erfahrung haben.


    LG

    Matthias

  • Guten Morgen Matthias,

    Das finde ich gut. Und ich hoffe ihr könnt gemeinsam eine Lösung finden, die deine Trauer erträglicher macht.


    Ich wollte noch anmerken, das sich das nicht ausschließt, trotz Psychiater weiterhin eine Therapie zu machen. Ein Psychiater schaut sich deine Medikamente an und die Zusammensetzung, da spricht nichts dagegen weiterhin deine Therapien zu besuchen.


    Ich denk Donnerstag an dich, und wünsch dir einen möglichst guten Tag <3

    Isabel

  • Danke liebe Isabell,


    das löst mein finanzielles Problem aber nichts.


    Dorit war nicht nur meine Partnerin, über sie habe ich quasi mein Geld vedient und wenn mein Vater ins Pflegeheim muss,

    fällt auch das Pflegegeld weg, was ich immer nboch für seine Pflege von ihm bekomme.


    Ich stehe wirklich VOR DEM RUIN !! Die ALG2-Anträge sind kompliziert, ständiug neue Formulare, das obwohl ich überhaupt keinen Nerv mehr dafür habe, psychisch kaputt bin, nicht mehr für neue Formulare in der Lage. Meine ganzen Mittel. die ich noch habe, reichen mit Hauskosten höchstens für 2 Jahre und

    ich weiss nicht, ob ich etwas vom Ersparten meines Vaters bekomme, er wird für seinen Heimplatz dann auch davon womöglich Geld brauchen.


    Die sauberste Lösung wäre, so wie Dorit möglicgst schnell aus dem Leben zu scheiden, damit wären alle Probleme gelöst:


    * mein Vater kann sein ganzes Geld fürs Pflegeheim nehmen, braucht mir nichts mehr zu zahlen

    * ich wäre weg und bräuchte auch nichts mehr

    * und in der geistigen Welt bin ich hoffentlich mit meinen Liebsten (Dorit, Mutter, Schwiegermutter und alle Omas und Opas sowie 2 Cousins und Cousine)

    wieder zusammensein zu können.


    Ich bin 60, habe ausser Kindern alles erreicht, eine glückliche Partnerbeziehung, immer hart fürs Geld gearbeitet, dabei die Gesundheit der Partnerin leider vernachlässigt und dafür habe ich durch den tragischen Verlust nicht nur der Partnerin, sondern meines finanziell gesciherten Arbeitsleben eigentlich ALLES verloren.


    Das ist leider die traurige Realität, so ist es und ich bin jeden Tag bereit, zu gehen. Ich denke mal, dass meine gebrochene Rippe, die morgens erheblich schmerzt, dazu beitragen kann.


    LG

    Matthias

  • Ja ich denke auch, dass sich Frau Rode sehr gut in uns als Schwertrauernde hineinversetzen kann.


    Ich habe zwar zig Formulare zum Ausfüllen daliegen, aber der Kopfscxhmerz, die gemindertrte Konzantration lässt es nicht zu.


    Da drehe ich meine Runden wieder in der Natur am Burgsee, da fühle ich mich wohl.


    Die Vorboten für nächste Woche sind schon da, kriege ständig Anrufe wegen Pflegeplätzen, wo ich mich jetzt auch noch für meinen Vater kümmern soll.

    Morgen habe ich erst einmal Termin mit Soztialpsychiatrischem Dienst und bitte da um Unterstützung.


    So jetzt drehe ich meine Runden am Burgsee und tanke frische Luft in der Natur


    LG

    Matthias

  • Ausgerechnet jetzt macht dewr Akku von meinem Diktiergerät schlapp, Dorits Stimme ist weg.


    Hoffentlich sitzt sie neben mir auf der Bank am Burgsee, habe irgendein Gefühl, als ob ich ihre Nähe spüre.


    LG

    Matthias

  • Danke liebe Lilifee und will hoffen, dass mich Deine Worte aufbauen.


    Und ich auch endlich mal wieder Zeichen wie Du von Deinem Andreas bekommen hast.


    So nun beende ich meine Runden um den Burgsee und wende mich dem Wasserwechsel in den Vasen auf der Grabstelle zu.


    LG

    Matthias

  • So jetzt muss ich zu meinem SPDI-Betreuer kann nicht ins Büro wegen Corona. Da muss ich jetzt Amzsdokumenta auf der Bank am Burgsee mit ihm erörtern.


    Der Morgen heute war wie immer, weinend und schreiend nach Dorit.


    Heute nacht da habe ich geträumt, bei Dorit hätte man ein bestimmtes Gen aktiviert und dadurch lebte sie wieder. Sie lief eine zeitlang neben mir her.

    Da aber noch andere Personen dabei waren, war das wohl kein luzider Traum oder hatte sich ein luzider Traum mit einem normalen Traum vermischt.


    Ich war so glücklioch, dass Dorit lebte, aber dann ging das Weckradio an und brüllend und schreiend musste ich wiwder die Realität erkennen: Dorit weg, irdisch tot.


    Ich kann das wirklich nicht mehr lange ertragen, bin heute früh wiedr getaumelt, irgendwann falle ich diese dämliche Treppe runter und bin hoffentlich tot.


    Matthias an einem Leben ohne Liebe und Partnerin in der Leere der Einsamkeit mit irdisch totem Partner

  • Der grausige Tag geht weiter, aber das Gespräch mit dem SPDI-Betreuer hat insofern gutgetan, dass ich endlich mal alles nir jemand von der Seele reden konnte und der auch sehr viel Verständnis zeigte, kannte er ja auch noch Dorit von früher und ist natürlicxh genauso geschockt über ihren frühen Tod.


    Sprechen hilft etwas, kann aber die Klammer im Kopf und den Sehnsuchtstrennun gsschmerz, der im Herz pocht, nicht beseitigen.


    So nun habe ich glaich das nächste Gespräch, aber davon verspreche ich mir nicht viel, das wird nur ein Zuhören sein, aber immerhin hört mir in meinem Schmerz jemand zu.


    Diese Trauer, die auf jeden Fall 3...5 Jahre andauern wird, wird also nicht nur weitergehen, sondern womöglich noch schlimmer werden. Wenn man den fröhlichsten und herzensguten und immer hilfsbereiten Menschen an seiner Seite für immer in dieser Welt verloren hat, dann weiss ich nicht wielange das überhaupt gehen kann.


    Bis zum bitteren Ende


    LG

    Matthias