Mein geliebter Mann kommt nie mehr zurück

  • Liebe Angela!

    Ja gerade diese Tage tun immer besonders weh,aber es ist schön,das ihr noch geheiratet

    habt und die Beerdigung am 14,2, war,wenn es auch eigentlich euer Hochzeitstag werden

    sollte.Ja es ist alles so ungerecht.Bei mir ist es auch schlimm,denn ich konnte keinen

    Abschied nehmen und er ist am 24.12.2018 gestorbenm,das ist für mich auch immer

    der schlimmste Tag.Weihnachten wird für mich nie wieder schön werde. Ich wünsche dir ganz viel Kraft

    für diesen schweren Tag .Liebe Grüße Helga:30:

  • Ihr Lieben da draußen,

    vielen lieben Dank für eure Worte.

    Der heutige Tag ist ohne große Vorkommnisse und Tränen verlaufen. Vormittags war ich bei meinem kleinen Enkel (18 Monate). Das gibt mir immer Kraft für den ganzen Tag.

    Am Dienstag ist ja nun der Todestag meines Liebsten. Die Kinder und ich haben uns heute verabredet, am Nachmittag alle zusammen zum Grab zu gehen,

    um dort ein Gesteck und Kerzen abzulegen, bzw. aufzustellen. Das wird bestimmt sehr emotional. Aber ich weiß, dass unser geliebter Det sich sehr darüber freuen wird. Ihm war der Zusammenhalt in der Familie immer sehr wichtig. Er ist ja dabei und wird uns beobachten. Irgendwo da draußen ist er um uns herum und wird gut auf uns aufpassen. Bis zu dem Moment, wenn wir wieder vereint sind. Dann gehen wir unseren Weg wieder gemeinsam. Ich vermisse ihn so unendlich. <3<3


    Heute habe ich versucht, Fotos zu verkleinern. Hat leider überhaupt nicht geklappt. Ich werde mir Hilfe bei meinen Söhnen holen. Bin sicher ich bekomme das irgendwie hin.


    Liebste Grüße

    Angela

  • Morgen ist der erste Jahrestag. Seit Tagen geht es mir nicht wirklich gut. Die letzten Tage seines Lebens sind vor meinem inneren Auge.

    Manchmal so, als säße ich wieder neben seinem Bett. Die schweren Atemzüge, dieser schwere Kampf. Er war ohne Bewußtsein, hat aber

    darum gekämpft, nicht gehen zu müssen. Aber es war unabwendbar.

    Nun sitze ich hier und vermisse ihn wie verrückt. Die Bilder verfolgen mich. Ich habe Angst davor schlafen zu gehen. Dann ist es dunkel und still. Dann kommen die Bilder noch intensiver. So war es letzte Nacht und manche Nacht davor.

    Und dann denke ich daran, wie unendliche viele Menschen gleiches erlitten haben. Denen es so geht wie mir.

    Warum nur muss man sowas aushalten und ertragen. Mir ist auch bewußt, dass jeder irgendwann mal sterben muss. Aber doch nicht so, auf solch eine Weise und nicht in dem Alter. Das Leben ist so ungerecht.

    Die Trauer ist immer noch so stark. Mir wird dieses besagte "Trauerjahr" nicht ausreichen.

    Ich werde morgen ziemlich beschäftigt sein, somit vielleicht nicht so viel Zeit zum weinen.

    Nachmittags gehe ich mit den Kindern zum Grab. Da werden die Emotionen kommen.

    Irgendwie werde ich die kommende Nacht und den morgigen Tag über mich ergehen lassen. Eine gute Freundin, ebenfalls Witwe, sagte mir, du mußt das aushalten und du wirst es aushalten. Das heilt. Ich werde es sehen.


    "Kleine Frau" Angela (heute sehr traurig:33::33::33:)

  • einer der schlimmsten Tage für mich war, als ich von der Onkologin erfahren habe, das er in wenigen Monaten sterben wird, wo wir doch immer so viel Hoffnung hatten die letzten 4 Jahre und ich ihm immer wieder Hoffnung und Mut zugesprochen habe....Und ich konnte ihm nicht sagen, was die Onkologin zu mir sagte, denn sonst wären all unsere Hoffnungen dahin gewesen....Er hat so gekämpft und hat uns versprochen, uns nicht alleine zu lassen....

    Er hat es uns versprochen!!! Auch Ärzte können sich irren, daran glaubte ich fest....ich hab mir und meinem Mann etwas vorgespielt.....er wird nicht sterben, wir schaffen das..... Das letzte halbe Jahr war so grausam, mit dem Wissen, es könnte jeder Tag der Letzte sein....und doch hat er noch 6 Monate für uns gekämpft.......Ich liebe dich mein Schatz!!!

  • So klar hat es uns niemand gesagt. Die Aussagen waren zunächst alle recht positiv. Letztendlich waren es vom Tag der Diagnose bis zum Tod nur 10 Monate.

    Das Rezidiv kam 3 Monate nach Chemo und Bestrahlung. Da war der neue Tumor schon 5 x 6 cm im Hals. Inoperabel. Durch die Bestrahlung war alles kaputt.

    3x aggressive Chemo. Nach der Dritten war er am Ende und der Tumor wuchs und metastasierte in kürzester Zeit. Dann hat man noch eine Immuntherapie begonnen, die aber auch keine Wirkung mehr zeigte. Dann ging alles sehr, sehr schnell.

    Und so musste ich meinen Liebsten gehen lassen.

  • Liebe Angela,


    ich bin heute in Gedanken bei dir :30: und wünsche dir, dass du diesen traurigen Tag, trotzdem gut überstehst.

    Ich fühle mich am Grab meines Mannes immer sehr ruhig und geborgen, keine Ahnung warum. So als würde mein Schatz

    seine Arme um mich legen und mich halten. Ich wünsche dir, dass das auch bei dir heute so ist <3.


    Herzlichst, Kerstin

    Ich fürchte nicht die Dunkelheit dort draußen, es ist die Dunkelheit in meinem Herzen, die mir Angst macht.

  • Ja Kerstin, mir geht es genauso....Am Grab meines Mannes und meiner Mama werde ich immer ganz ruhig und es geht mir gedanklich besser...Ich kann nach ein paar Minuten total abschalten, es ist fast wie Meditation, da zu stehen und langsam ruhig zu werden. Die Zeit vergeht dort auch wie im Flug, halbe Stunde, eine Stunde....Ich hab schon überlegt, einen kleinen Klapphocker hinterm Grab abzustellen, damit man sich auch mal hinsetzen kann, vllt noch ein Buch in der Hand oder ein Album anschaun, keine Ahnung. Ich hänge auch immer lange Gedichte ans Kreuz, die lese ich jedesmal wenn ich am Grab stehe..

  • Guten Abend,

    ich weiß, dass es schon so spät ist. Aber nun habe ich den schweren 1. Todestag meines Liebsten hinter mir.

    Am Nachmittag haben wir, meine Söhne, meine Schwiegertochter, mein Enkel und ich, uns am Grab getroffen. Ich habe eine wunderschönes Herz mit roten Rosen und Schleierkraut bestellt. Das haben wir niedergelegt am Fuße seines Grabsteins (ebenfalls ein Herz) und dazu noch zwei herzförmige Kerzen.

    So war ich heute 3x am Grab. Mit und ohne Tränen. Wir konnten leider nicht wirklich lange am Grab bleiben, da es aus Eimern geschüttet hat.

    Anschließen haben wir gmeinsam zu Abend gegessen. Auf dem Tisch stand ein Foto von unserem lieben Det und daneben eine Kerze. So war er uns ganz besonders nah.

    Meine Schwiedertochter hat dem kleinen Mann (jetzt 18 Monate alt) heute die Geschichte vom 2.2.2020 erzählt. er war sehr still und aufmerksam. Nun kann er seit heute "Det" sagen. Das ist wirklich sehr berührend, und ich finde es wunderschön, dass unser Joschi mit dieser Erinnerung an seinen "Opa Det" aufwachsen wird.

    Tatsächlich habe ich den heutigen Tag besser überstanden, als gedacht. Ich habe eine Menge Anteilnahme von Freunden und Bekannten über WhatsApp bekommen. Da draußen sind eine Menge Menschen, die am heutigen Tag an uns gedacht haben. Das macht mich sehr dankbar.

    Ich vermisse ihn genauso wie gestern. Nur weil das 1. Jahr nun vorbei ist, ist nicht die Trauer vorbei.

    Nun werde ich sehen, wie die nächsten Wochen weitergehen. Aber ich werde weiterhin jeden Tag zum Friedhof gehen und meinem Liebsten jeden Tag einen "Himmelsbrief " schreiben.

    LG

    "Kleine Frau" Angela

  • liebe Angela, dieser schwere Tag steht mir noch bevor, in 16 Tagen !! Wobei ich jetzt schon so viele Erinnerungen bis dahin habe ...Noch 3 Tage bis er zum ersten Mal diesen Tunnel betritt und wieder zurück kehrt, einige Male.....noch eine Woche, bis er sich im Traum von mir verabschiedet.....

  • Ich bin so froh, dass ich soviel persönliche und auch gedankliche Nähe hatte.

    Ich weiß aber auch, dass das bei dir nicht so möglich sein wird, da sich ja dein Umfeld da sehr merkwürdig verhält.

    Durch diese Nähe habe ich es heute geschafft, ohne mich totzuweinen, den Tag zu überstehen. Es gab Tränen, aber weinger als ich zunächst befürchtet habe.

    Es ist zeitweise wirklich sehr schwer, es auszuhalten. Eine gute Freundin von mir, die ihren Mann auch vor einiger Zeit durch diese Sch...Krankheit verloren hat, hat mir gesagt: du mußt das aushalten und du wirst es aushalten. Es hilft dir, mit der folgenden Trauer besser umzugehen.

    Sie hatte schon mit manch einem guten Rat Recht. Ich kann dir nur wünschen, dass du trotzdem ein paar gute Seelen kennst, die dir bei deinem Weg ein bisschen helfen werden.

    Ich habe auch das ein oder andere Mal von meinem Schatz geträumt. Diese Träume haben mich immer sehr ergriffen. Gingen sie doch alle ähnlich aus: er hat sich immer in der ein oder anderen Weise von mir getrennt. Mal wegen einer anderen Frau, oder auch einfach nur so, ohne Gründe. Manchmal ist er einfach verschwunden.

    Vielleicht wollten diese Träume mir sagen, dass es vorbei ist - für immer. Er kommt nicht wieder. Wenn ich einen dieser Träume hatte, hat mich das immer lange Zeit begleitet, und eigentlich möchte ich diese Träume nicht.

  • Liebe Angela,

    ich freue mich, dass du diesen traurigen Tag, doch so gut gemeistert hast. Es klingt sehr viel Wärme in deinen Worten

    und ich finde, es war trotz der Traurigkeit, irgendwie ein Ehrentag für deinen Schatz - es war ein besonderer Tag, mit

    liebevollen Geschenken für ihn und mit ihmgemeinsam - in eurer Mitte <3<3<3.


    Die Träume die du beschreibst, die habe ich auch - jedesmal ist es ein Abschieds- Traum und auch mich beschäftigen

    diese Träume sehr lage. An die meisten Träume erinnert man sich ja am Morgen nicht mehr, sie verschwinden irgendwie

    aus dem Gedächtnis. Aber diese Träume, sie bleiben im Bewusstsein - Warum ? Sind es Botschaften ?


    Herzlichst, Kerstin

    Ich fürchte nicht die Dunkelheit dort draußen, es ist die Dunkelheit in meinem Herzen, die mir Angst macht.

  • Liebe Kerstin,


    gut zu wissen, dass du und vielleicht auch andere solche Träume haben.

    Ich wünsche mir, etwas Schönes von ihm zu träumen, wenn ich schon träume und ich mich erinnere.

    Vielleicht sind es tatsächlich Botschaften. Soll es uns den Abschied und die Trennung für immer deutlich machen? Es uns ins Hirn hämmern.

    Dass wir es endlich begreifen, was da passiert ist und dass es nie mehr rückgängig gemacht werden kann.

    Vielleicht erschließt es sich uns irgendwann.


    LG Angela

  • Liebe Angela,


    vielleicht werden uns diese Träume geschickt, um noch ein bisschen mit unseren Liebsten zusammen sein zu dürfen, aber

    auch immer mit der Botschaft, dass wir es irgendwann, vorsichtig realisieren müssen.


    Ich habe mir ein Traumdeutungsbuch gekauft. Ich versuche mich an Einzelheiten im Traum zu erinnern .... Orte, Gebäude, Worte,

    Personen, Gegenstände, Situationen, Farben .... und versuche dann mit dem Buch herauszufinden, was mir der Traum eigentlich

    sagen wollte. Es ist sehr interessant, was da manchmal so zu Tage kommt.


    Herzlichst, Kerstin

    Ich fürchte nicht die Dunkelheit dort draußen, es ist die Dunkelheit in meinem Herzen, die mir Angst macht.

  •  

    Auf unserer 2. Weltreise im Januar 2019 - im Anschluss daran erkrankte mein Schatz


    Unser geliebtes Cabrio - unsere letzte Tour ins Vinschgau Frühling 2018



    3,5 Monate nach dem Tod meines Liebsten habe ich unserer Cabrio unter Tränen abgegeben.