und plötzlich blieb die Welt stehen

  • liebe Rienchen <3

    LEIDER bin ich sehr verunsichert dir zu schreiben<3

    doch das , das kann ich mehr wie "verstehen"

    nein, mein Name ist Rienchen...... ich bin in Trauer und bis ins Mark verletzt. Ich heiße nicht Katharina oder anders,

    Und ich heiße so weil mein Liebster mich so genannt hat, zärtlich......

    ich wage zu schreiben ... Trauernde zu Trauernde sind auch nur Menschen...

    Ich bin hier auch schon verletzt worden... sehr sogar...

    Komme wirklich , Auf<3richtig gemeint gut bis bestmöglich durch diesen Tag

    <3Sverja

  • Liebe Rienchen<3


    ENTSCHULDIGE <3 dass ich auch dich mit geschriebene Worte tief verletzt habe . Du dich glaube ich "im Stich" von mir gelassen gefühlt hast ...

    Das wollte ich wahrhaftig nicht durch meine geschriebenen Worte... WAHRHAFTIG nicht <3

    Ich kann so vieles von deiner Trauergeschichte MITempfinden<3

    Der Partner fehlt dir <3:30:

    Komme dennoch gut bis bestmöglich durch die nächsten Tage und die Osterfeiertage mit deiner Familie und Freunden<3

    Das wünsche ich DIR , liebe Rienchen<3 von ganzem Herzen

    <3Sverja ... deine Sverja schreibe ich jetzt gerade mal nirgends

  • Liebe Rienchen,

    Das mit den zwei Lagern, ist ein guter Gedanke, das Problem das ich aber daran sehe, ...oder für mich sehe,...ist das, wenn ich auch die erste Gruppe, nicht ganz an mich rann lasse,...vereinsame ich dann nicht vollkommen..??..


    Ich muss manchmal mich einfach mitteilen,...zu meist hier im Forum,...weil da versteht man mich noch am ehesten...aber trotzdem, brauch ich auch mal , ...wie soll ich sagen, ...ein Zwiegespräch,...von Mensch zu Mensch,...auch wenn damit eine Angriffsfläche, für Verletzungen, sicherlich gegeben ist ...aber ist sie das nicht immer,..??..., sobald ich mich halt öffne...


    Ich finde es gut, ..nicht falsch verstehen,...aber auch sehr einsam...


    Oder?


    Aber vielleicht denke ich auch falsch...


    Sei lieb gegrüßt

    Renate

  • Ja Renate ,


    sehr einsam.... Ich bin aber schon mein ganzes Leben ein Einzelgänger.....Wie man so schön sagt... aufgeopfert für Familie und Beruf,

    aber ich muß sagen, die Einsamkeit tut mir gut.

    An der Arbeit habe ich meinen Trubel und sehr liebe Kollegen, Wir sprechen auch viel privat. ... sehr einfülsam...

    Im März hatte ich Geburtstag. Frühs stand ein Riesenstraus Tulpen (meine Lieblingsblumen) auf den Tisch. Männer haben daran gedacht...

    Im Privaten hatte ich mir über die letzten Jahre zwei Freundschaften aufgebaut. (Es waren nur Einbahnstrassen und die Oberflächlichkeit der Damen hat mich nur runter gezogen)

    Ich habe meinen Sohn im Haus und wenn meine Enkelchen Mimi Rufen geht mir das Herz auf. Sie lieben mich sehr und lenken mich vom immer gleichen Tagesablauf ab. Wir bauen hölen, machen in der Wohnstube Seifenblasen oder sausen im Fluhr mit dem Laufrad.....nichts ist wichtiger,

    ...und wenn die Mimi traurig ist wird sie zugedeckt und bekommt ein Küsschen....

    Mein Sohn drückt mich mal und einmal in der Woche gehe ich zur Massage (das mich überhaupt mal jemand anfasst- grinz)

    Wenn es Corona zulässt fahr ich mit der ganzen Familie Ende Juni an die Ostsee.... Insel Rügen. Ich hab ein großes Ferienhaus am Strand gemietet.

    Ursprünglich für 6 Erwachsene und 2 Kinder........ nun sind wir 5 Erwachsene und doch wird er dabei sein.

    Ich freu mich auf lange Spaziergänge am Strand.... Wetter und alles andere egal.....

    Ich vollende alles was zu Hause angefangen war und freue mich wenn ich es im verkünden kann. Wenn ich alle alten Ziele geschafft gabe, werde ich mir meine suchen.


    LG

    Rienchen

  • liebe Rienchen <3:30: liebe Renate<3:30:


    ich hoffe mal wieder , das ich die passenden Worte finde ???

    als Abschluss für meinen heutigen intensiven Tag...

    Ein sam oder Allein SEIN ...

    es ist für viele sehr ähnlich , obwohl es für mich völlig unterschiedlich ist


    ALLEIN sind wir trotz liebenden Menschen mit unserer Trauer ja dennoch..


    nicht einsam sein wollend ist glaube ich zutiefst menschlich... der Mensch ist kein Einzelwesen...


    also gilt für mich mein ALLein sein zu akzeptieren, es sogar liebevoll anzunehmen

    und mich dennoch nicht einsam zu fühlen ... was ich und viele ja auch trotz mancher Diskrepanzen nicht sind..

    Vielleicht ist das auch bei euch beiden und allen Lesenden hier so ??


    Ich wünsche euch beiden und allen die das lesen

    eine friedvolle Nacht mit euren LIEBEN<3<3 in euren wunderschönen grossen HERZEN<3<3

    <3Sverja:30::30::30::30::30::30:

  • Liebe Renate,

    hast mich wieder etwas zum nachdenken gebracht ..... und das bringt mich immer etwas weiter.....

    noch mal kurz erklärt ..... es ist eine selbst gewählte zurückgezogenheit und ich kann zu jeder Zeit herausgehen, wenn ich will.

    Ich brauch die Zeit einfach für mich...

    Ich hab, wie schon beschrieben die letzte 3 Monate mich mit der Vergangenheit beschäftigt.

    Zuerst mit meinem Mann... meinem Liebsten....

    Ich hab ein Buch daraus gemacht (ca.75 Seiten mit ein paar schönen Bildern dazwischen). Sein Leben, kleine Geschichten die traurig machen, zum schmunzeln und auch zum herzhaft lachen, so wie er halt war. Als ich fertig war, war ich sehr zufrieden mit mir....

    Aber dannn schlich wieder die Hilflosigkeit in mir hoch . Ich begann mit dem schwereren Teil mit mir, meinem Leben, meinen Gefühlen.

    Es kam alles hoch, ich triefte praktisch mit Recht in Selbstmitleid. So, wie mein Leben verlaufen ist, habe ich es nicht gewollt.

    .... und ich begann zu schreiben.... wurde immer hilfloser, war entsetzt darüber.......

    wollte mir Hilfe vom Profi holen.... und das oberflächliche geschwafel brachte mich ganz aus der Fassung und warf mich zurück in mein Loch.

    Es war ein ganz einfacher lieber Mensch der mir zuhörte und mit weisen Worten in kürzester Zeit half.

    Stellte mir die richtigen Frage, so das ich meine naheliegenden Antworten fand.

    Ich bin auf dem richtigen Weg und habe Zuversicht. Es ist keine Blitzheilung, aber ich bin im Reinen mit mir und weiß, das Leben da draußen geht weiter, mit und ohne uns. Ich bin noch "einsam" in meiner Trauer und Gedankenwelt. Das wird auch noch ein wenig brauchen aber ich bin bereit wieder mal eine Tasse Kaffee trinken zu gehen, Fahrad zu fahren, Schwimmen zu gehen..... halt alleine...

    in meinem Tempo und mit meinen Pausen und mit meinen Gedanken in mir. Wenn ich bereit dazu bin mit anderen Menschen...


    Das ist mein Rezept...... aber wie schon gesagt, ich bin ein Einzelgänger (der früher aber auch gerne mal Party machte) und der SEINEN WEG gefunden hat und noch am Anfang steht......


    Ich wünsche dir viel Kraft für den Tag und laß dich nicht von mir verwirren



    LG

    Rienchen:24:

  • du verwirrt mich nicht, Rienchen,

    Du zwingst mich zum Nachdenken,...und das im positiven Sinne.


    All das was du beschreibst, tu ja auch,...ich geh auf einen Kaffee, treffen mich mal , soweit es momentan erlaubt ist, geh Fahrrad fahren, wandern, spazieren..wie du sagst,... eben allein...


    Der einzige Unterschied ist, das ich dabei nichts positives abzugewinnen im Stande bin....


    Ich sag ja, ...ich beneide dich dafür,..und vielleicht, irgendwann, irgendwie...bin ich auch so weit ,...


    Hab einen schönen Tag

    Renate

  • Heute hab ich eine ganz verrückte Geschichte zum Leben nach dem Tod....

    Sie ist so verrückt, das ich sie nur bei mir schreiben kann....

    ..also, ich beginn einmal:

    Gibt es ein Leben nach der Geburt?

    Ein ungeborenes Zwillingspärchen unterhält sich im Bauch seiner Mutter.


    "Sag mal, glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?" fragt der eine Zwilling.


    "Ja auf jeden Fall! Hier drinnen wachsen wir und werden stark für das was draußen kommen wird." antwortet der andere Zwilling.


    "Ich glaube, das ist Blödsinn!" sagt der erste. "Es kann kein Leben nach der Geburt geben – wie sollte das denn bitteschön aussehen?"


    "So ganz genau weiß ich das auch nicht. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen?"


    "So einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört! Mit dem Mund essen, was für eine verrückte Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Und wie willst du herumlaufen? Dafür ist die Nabelschnur viel zu kurz."


    "Doch, es geht ganz bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders."


    "Du spinnst! Es ist noch nie einer zurückgekommen von 'nach der Geburt'. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Punktum."


    "Ich gebe ja zu, dass keiner weiß, wie das Leben nach der Geburt aussehen wird. Aber ich weiß, dass wir dann unsere Mutter sehen werden und sie wird für uns sorgen."


    "Mutter??? Du glaubst doch wohl nicht an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte?"


    "Na hier – überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein!"


    "Quatsch! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht."


    "Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt...."