und plötzlich blieb die Welt stehen

  • Hallo ihr Lieben,


    eigentlich war ich immer eine starke Frau mit einem Ziel und immer einen Plan B in der Tasche.

    Meine Familie ist mein ein und alles. Wenn es knifflig wurde war die Mam da. Die wusste meistens weiter.....

    Doch am 25. August ist das Unfassbare passiert. Mein Ingo ist eifach nicht mehr nach Hause gekommen. Er ist an einer Tankstelle in München gestorben....

    Wie soll ich nur damit klar kommen.........

  • Wir waren über 40 Jahre verheiratet. Haben zusammen geweint und gelacht und hatten uns und unsere Kinder und jetzt ist er einfach nicht mehr da.

    Er war schon mein Schulschatz. Im Unterricht haben wir uns kleine Briefchen zugesteckt und uns angestrahlt.

    Nach der Ausbildung haben wir geheiratet und unser Leben mit unseren Händen aufgebaut. Wegen der Arbeit war er immer auf Montage aber täglich haben wir telefoniert und das Wochenende hat uns gehört. Wir haben gewerkelt und gebaut und konnten uns sehr daran erfreuen wenn es fertig war.

    Die Liebe ist mit dem Alter immer ein wenig gewachsen. Wenn er mit dem Hund ging brachte er mir Kornblumen vom Weg mit und ab und an bekam ich wieder ein Briefchen so wie in

    unserer Schulzeit. Er war meine Liebe..........

    Und jetzt ist er nicht mehr bei mir- er kommt nie mehr.... Ohne Ankündigung fällt er um und stirbt......

    Wir hatten die Köpfe voller Träume. 12 Monate noch arbeiten und dann endlich für immer zusammen........

  • Liebes Riemchen,

    ich fühl mit Dir und das kommt aus tiefstem Herzen. Ich kann es nachfühlen, mitfühlen was Dir passiert ist . Hab fast das gleiche erlebt, so plötzlich...einfach so ...zack.

    So mitten aus dem Leben, ohne Vorankündigung.


    Auch nach über 4 Monaten hab ich es eigentlich noch nicht wirklich erfasst deshalb weiß ich wie es Dir damit geht und noch lange gehen wird. Es schmerzt mich das Du so eine Erfahrung, so einen Verlust erleben musstest.


    Ich hoffe und wünsche mir für Dich, das Du Unterstützung hast. Dieses Forum ist für mich in dieser Situation mit das Wertvollste. Hier verstehen wirklich ALLE was in einem vorgeht und hier kannst Du Dich mit all Deinen Gefühlen, Deinem Schmerz öffnen ....denn Du wirst verstanden, nicht verurteilt. Hier erwartet niemand etwas von Dir.

  • Liebe Rienchen,

    es tut mir von Herzen leid, dass Du nach so vielen gemeinsamen Wegen Deinen lieben Mann verloren hast. Ihr durften so viele Jahre zusammen sein, aber es sind doch zu wenige. Ich durfte mit meiner Zwillingsschwester, die auch mein Lebenspartner war, 67 gemeinsame Jahre verbringen. Am Ende ist es immer zu kurz.

    Komm in Ruhe in diesem Forum an.

    Hier kannst Du alles was Dich quält niederschreiben. Es gibt hier emphatische Menschen, die Dich hören.

    Wenn ich darf, nehme ich Dich behutsam in den Arm.

    Stille Grüße

    Sommermond

  • Liebe Anja,


    du hast mich in deinem Innersten lesen lassen und ich möchte dich behutsam streicheln und trösten wenn ich darf.

    2 Frauen deren Herz vor Tränen ertrinkt. Laßt uns alle gegenseitig stützen.

    Wir haben unsere Kinder. die haben aber noch mit sich zu tun. Sie trauern um ihren Vater.

    Ich erwische mich manchmal bei dem Gedanken- Ihr müßt doch wissen wie es mir geht-.

    Sie können es aber aber nicht - nur erahnen- wie auch.


    Das Leben ist hart. Besonders wenn man verletzlich ist. Jeder versucht noch Gewinn aus deinem Elend zu schlagen

    und gute Freunde werden rar.


    Liebe Anja, wir sind starke Frauen. Du hast wunderbare Kinder in die Welt gesetzt und groß gezogen.

    Irgend wann werden wir raus gehen können und uns über die Blumen auf der Wiese freuen- unseren Enkelkindern Geschichten über den Regenbogen erzählen

    und unter den alten Bäumen mit unserem Liebsten reden - nur noch nicht jetzt.

    .... und dafür kämpfen wir.... jeden Tag.... das hätten sie gewollt .... verscheuch die schwarzen Wolken... wir kämpen gemeinsam.. liebe Anja

  • Liebe Karin<3 liebe Anja<3


    Irgend wann werden wir raus gehen können und uns über die Blumen auf der Wiese freuen- unseren Enkelkindern Geschichten über den Regenbogen erzählen

    JA, das werdet ihr<3

    DOCH

    das braucht Zeit<3:24::30:<3


    liebe Karin<3


    fühle dich hier geborgen in diesem Forum ... das ist sehr gut möglich... sehr geborgen<3

    liebe Verbundenheitsgefühle sende ich dir

    deine <3 Sverja

  • Hallo Rienchen,

    Du bist noch ganz neu hier? Ich bin auch erst seit kurzem hier im Forum. Und ich bin sehr froh dieses Forum so schnell nach dem schrecklichen Ereignis gefunden zu haben. Es hilft mir sehr. Ich weiß nicht, was ich ohne gemacht hätte.

    Heute vor 14 Tagen, Montag den 23.11. ist mein Liebster an einem septischen Schock gestorben. Er war erst 57 Jahre alt.

    Und es ging alles so schnell. Ich vermisse ihn unendlich. Wir waren nicht so lange zusammen wir ihr. Erst 6 Jahre.

    Ich habe mein Leben lang einen Freund, Liebe und Gefährten gesucht. Leider bin ich immer wieder verlassen worden. (6mal) Dann war ich 14 Jahre alleine und hatte mich daran gewöhnt.

    Und mit 60 Jahren treffe ich ihn. Wir lernten uns zu lieben. Aus Sympathie, ähnlichem Humor und Vertrauen wurde Liebe.

    Und ich war so froh einen Partner, einen Gefährten zu haben, der mich nicht verläßt.

    Freiwillig ist er nicht gegangen.

    Nun weiß ich wie anders es sich anfühlt wenn ein Geliebter stirbt. Es ist nicht wie verlassen werden. Aber schlimm ist beides.

    Ich hätte gern auf diese Erfahrung verzichtet.

    WIR waren seelenverwandt. Und sind es immer noch.

    Wie lange ist es denn bei Dir her?

    Wartest Du auch tags auf die Nacht und nachts auf den Tag? Ohne zu wissen wieso?

    Ich sende Dir ganz zärtlich einen Hauch von Mitgefühl. Vielleicht können wir alle hier Hand in Hand gehen um uns zu halten. Um uns zu stützen und uns gegenseitig unser Verstehen zu zeigen.

    Mögest Du heute Nacht schlafen und ein wenig Ruhe finden.

    Ralfsheidemarie

  • Liebe RalfsHeidemarie,

    Wir halten uns ganz fest und geben uns Mut.

    Ja ich bin noch ganz neu hier. Ich habe euch jetzt erst gefunden und es ist ein bisschen wie nach Hause kommen. Die Wärme die ein umgibt tut so gut.

    Mein Mann ist am 25. August verstorben. Er war Installateur. 14 Tage vor seinem Tod haben sie Ihn bei 37° im Schatten auf ein Hausdach zur Schonsteinsanierung geschickt. Er hat den ganzen Tag in der prallen Sonne gearbeitet und bekam einen „Sonnenstich“. Er klagte über Schwindel und starke Gleichgewichtsstörungen – 3Tage krank. Er hat halt nie krank gemacht. Die Woche darauf ist er auf Arbeit von der Leiter gestürzt?! Rippen geprellt…… Er hat sich noch eine Woche rumgequält und ist dann an diesem 25. August zum Arzt. Mit ein paar Schmerztabletten wurde er nach Hause geschickt.

    Seine Arbeitsstelle lag um die Ecke. Er informierte seinen Chef, gab seine Krankmeldung ab, tankte auf der anderen Straßenseite und wollte nach Hause kommen -415km-. Er bezahlte setzte sich ins Auto und starb.

    Er war vorher nie krank. Todesursache vorerst unbekannt…….

    Kriminalpolizei- Gerichtsmedizin- Autopsie- Leichenhalle in München……..

    Keiner hilft…..

    Das waren der kalte Ablauf…

    Die Welt an diesen Dienstag für uns (mich).

    7.00Uhr Anruf: Schatz es geht nicht mehr ich geh zum Arzt.

    Gut mach das, soll ich dich abholen?

    Nein es geht schon. Fahr du zur Arbeit.

    Ruf mich bitte nach dem Arztbesuch an.

    OK bis gleich.

    8.10 Uhr ich ruf an: Wie geht es?

    Sitz noch beim Arzt kann jetzt nicht.

    Gut ich hab dich lieb…….

    Ich wartete aber es kam kein Anruf. Ich dachte vielleicht ist er beim Röntgen, beim Chef, im Funkloch…..

    Um 11°Uhr hielt ich es nicht mehr aus und versuchte ihn wieder und wieder zu erreichen …. Aber er ging nicht ans Telefon weil er da gerade verstorben war…..

  • Nach der Arbeit holte ich meine Enkelkinder ( 2 und 4 Jahre ) aus der KITA ab.

    Kein Mensch wusste was passiert war. Ich ging fest davon aus das mein Mann mir die Tür aufmacht.

    In der KITA war es wie immer. Die Kinder tobten auf dem Spielplatz nur meine zwei Mäuse nicht.

    Sie standen wie die Zinnsoldaten Hand in Hand vor dem KITA-Gebäude und warteten. Als ich kam „schritten „ sie zum Auto und wenn die kleine Sonja sich regte sagte ihr großer Bruder: „ Sonja sei artig, du weißt ich muß auf dich aufpassen“.

    Mir war die Situation unheimlich und ich wollte gleich zu Hause mit den Kindern darüber sprechen…..

    Zu Hause angekommen sagte mir die Nachbarin das die Polizei da war. Ich dachte im ersten Moment an einen Strafzettel, der eigentlich nicht sein konnte.

    Ich parkte die Kinder vor dem TV, ging in die Schlafstube und versuchte den Chef meines Mannes zu erreichen.

    Die Sekretärin war dran.

    Hallo hier ist die Karin Most. Die Frau vom Ingo. Ist was mit meinen Mann?

    Weeer?

    …..die Karin Most. Die Frau vom Ingo. Er ist nicht nach Hause gekommen….

    Ach ja herzliches Beileid…..

    Ich wurde laut und wollte den Chef…..

    Danach bin ich zusammengebrochen………..

    Wie ich die nächsten Tage überstanden habe weis ich nicht…

    Ich hatte kurze Momente in denen ich funktioniert habe….

    Die Enkel jedenfalls haben mich nicht einmal in der Schlafstube besucht/ gestört. Sie blieben sitzen so wie hingesetzt.

    Am nächsten Morgen, als mein Enkelsohn aufwachte, war er gut drauf.

    Mama, ich hab was lustiges heute Nacht geträumt. Der Opa war da. Er hat mich an die Hand genommen und wir haben einen ganz lange Spaziergang gemacht. Da wo wir immer Sonntagfrüh hingehen.

    Wie waren bei den Hühnern vom Onkel Kurt, bei den Schäfchen und zum Schluss an der Felda Fische füttern.

    Auf einmal gab es einen Strudel. Der Opa nahm mich auf den Arm und wir sind reingesprungen. Über eine große Rutsche waren wir in einer wunderbaren Welt. Wir haben lange gespielt. Dann hat er mich wieder ins Bettchen gelegt.

    Die Kinder sehen keine Gewalt und kennen keinen Tod. Sie werden sehr behütet erzogen.

    Was ist in sie gefahren? Ich bin nicht gläubig und auch nicht spirituell.

    ….aber da muß es was geben. Ich werde ihn wiedersehen….

    Das ist meine Geschichte

  • Liebe Rienchen,

    wie traurig Deine Schilderung ist. Deine Worte gehen mir zu Herzen. Aber sie sind auch wunderschön. Du hast ganz besondere Enkelkinder.

    Ich bin Christ und ich glaube fest daran, dass wir unsere Liebsten wiedersehen dürfen.

    Sei tröstend umarmt.

    Alles Liebe

    Sommermond

  • Liebe traurige Rienchen,

    Jetzt sitze ich hier in meinem Venedigzimmer und habe Gänsehaut am ganzen Körper. Dein Bericht vom 25. August ist mir in und durch alle Knochen und Muskeln direkt ins Herz gegangen. Ein so entsetzlicher Tag.

    Wie kann ein Mensch das verkraften? Aushalten? Oder überleben?

    Ich bin sehr betroffen. Das ist ein seelisches Trauma. Hast Du Hilfe bei einem Therapeuten gesucht? Oder hast Du eine Trauerbegleitung?

    Jede und jeder, der/die hier Ihre Geschichte erzählt ist traumatisiert.

    Es tut mir unendlich leid was Du erlebt hast. Komm so oft Du kannst zu uns. Wir wollen Dich halten, beschützen und wir verstehen Dich 500%tig.

    Ich würde gern in eine Trauergruppe gehen, aber jetzt in Corona-Zeiten findet ja nichts statt.

    Ich bin nicht gläubig, obwohl jetzt in dieser so sehr unglücklichen Zeit versuche ich manchmal zu beten.

    Und spirituell bin ich eigentlich auch nicht aber ich habe in den ersten 5 Nächten Kontakt zu meinem Ralf gehabt. Zuerst war mir das nicht so klar. War es Traum? War es denken im Wachliegen? Es fühlte sich anders an. Neu. Es waren Gedanken, die flossen durch mich durch. Kein Grübeln oder Nachdenken. Kein Traum. Und er hat mir berichtet, daß es ihm sehr gut geht. Das er befreit ist von allen Belastungen, Schmerz und Angst. Er wirkte fröhlich und leicht.

    Dann gab er mir zu verstehen, daß er ja das erste Mal bereits bei uns im Flur weg gewesen ist und ihn der Notarzt durch die Wiederbelebung zurück geholt hat. da hatte er den ersten Eindruck dieser Leichtigkeit. Es war schön. Im Krankenhaus ist das dann nochmal passiert und er kam wieder zurück durch die Reanimation. Und diese beiden Male waren so schön, daß er sich dann kurz danach festgehalten hätte um nicht zurück kommen zu müssen. 40 Minuten haben sie ihn reanimiert. Er ist dort geblieben. Er wollte, daß ich weiß, daß es ihm gut geht. Als der Anruf vom Krankenhaus kam an diesem Nachmittag durfte ich dort hin fahren um ihn nochmal zu sehen.

    Er war noch warm. Ich habe ihn gestreichelt, ich hatte ein Handtuch gegriffen um zu weinen. Eine Freundin hat mich gefahren.

    Was er in den anderen Nächten mitgeteilt hat schreib ich noch. Nur nicht jetzt. Jedenfalls bin ich erstaunt. Ist es meine Phantasie? War das wirklich er?

    Ich glaube daran, daß mein Ralf mir daß mitgeteilt hat. Und ich glaube auch, daß wir uns wieder treffen.

    Seitdem hat sich meine Einstellung zum Tod verändert. Er ist nicht mehr erschreckend. Da Ralf vorgegangen ist weiß ich, daß ich zu ihm gehen werde. Irgendwann. Ich wäre gern mit gegangen mit ihm. Aber ich habe ja jetzt meine 4 Hunde alleine.

    Ich wünsche Dir und allen anderen "Mitfühlenden" einen ruhigen Tag mit tröstenden Augenblicken.

    Ralfsheidemarie

  • Ich habe gerade mal nachgesehen, wer in diesem Moment in unserem Forum ist. Bei uns ist. Und es sind mehrere. Das gibt mir ein warmes Gefühl.

    DANKE.

    ICH WEIß, daß Dankbarkeit ein gutes Gefühl ist. Und manchmal versuche ich bewußt von starker Traurigkeit auf Dankbarkeit um zu switschen. Durch meine Gedanken die Gefühle zu beeinflußen.

    Manchmal klappt es.

    Danke Ralf, daß ich Deine letzten 6 Jahre Deine Gefährtin sein durfte.

    Danke Euch "Wohnzimmerhalter/innen" daß ich bei Euch sein darf.

    Ralfsheidemarie

  • Nach einer knappen Woche hatten wir alles erledigt. Die 1-Raum-Wohnung in München kündigen und ausräumen – das Auto zurückholen. Nebenkosten kündigen und die notwendigen Wege gehen.

    Am Donnerstag war die Autopsie. Sie sagten dass es vom Herz kam. Meine Fragen was genau und warum blieben offen.

    Am Freitagabend wollten wir ihn nach Hause holen. Um die Mittagszeit saß ich mit meinen Kindern am Tisch. Ich fühlte mich auf einmal so wohl und musste lächeln die Trauer war für ein kurzen Moment weg. Ich sagte: der Papa ist jetzt zu Hause. Meine Kinder sahen mich an, das Telefon ging und der Bestatter sagte dass er die Fahrt geschafft hat.

    Ich musste Ihn sehen um glauben zu können….

    Nach über 4 Tagen, nach den Wiederbelebungsmassnahmen, nach der Autopsie …. Ich habe mit den Herzen gesehen und konnte ihn herzen und mich verabschieden….

    Dann fragte ich mich –was ist zu tun. Wir hatten schon über den Tod und Beerdigung gesprochen.

    Er wollte eine traditionelle Erdbestattung. Er hatte Angst vor dem Feuer.

    Ich wollte verbrannt werden und im Wald beigesetzt werden. Nach einer Weile sagte er, er will bei mir sein und folgt mir. Ein großer Liebesbeweis ……

    Natürlich hat er seine Erdbestattung bekommen. Die Blumen auf dem Sarg waren Wiesenblumen- ein Meer von Wieseblumen- Wir haben die Trauerfeier auf dem Friedhof gemacht so dass alle kommen konnten die wollten. Der Friedhof war voller Menschen. Ich glaube das ganze Dorf war da, all seine Schulkameraden, der Sportverein …….

    Der Pfarrer hat es gut gemacht, er hat nicht vom Entschlafenen geredet sondern von meinen Ingo.

    Mein Mann hat immer Andrea Berg gemocht. Also hab ich das Lied Sternenträumer für uns spielen lassen.

    Ich weiß nicht wie oft ich mir das in den letzten Wochen angehört habe- ich bin ihm ganz nahe dabei.

    Gut das Corona war- so kam ich um das Kaffeetrinken drum rum. Ich konnte mich in meiner Höhle verkriechen.


    ...... Ich weiß ihr habt alle das gleiche durchgemacht aber ich muss es einfach mal aussprechen …. Ich ersticke sonst an der Trauer

  • Ach Riechen,

    (was bedeutet eigendlich Rienchen? Was ist ein Rienchen?)


    So viele Sachen hast Du machen müssen. Ich weiß nicht, ich glaube ich hätte das nicht geschafft. Ich stand tagelang völlig passiv neben mir.

    Bewundernswert und sehr diszipliniert kann ich da nur sagen.

    Wir haben alle ähnliches durchgemacht, stimmt schon, aber es unterscheidet sich dann doch. Auf alle Fälle ist es gut, daß Du uns das "erzählt" hast. So soll das auch sein. Du kannst so ausführlich wie Du möchtest von Deinen Gefühlen schreiben. Und von den Themen, die Dich beschäftigen. Wir "hören" Dir gerne zu und wir interessieren uns was mit Dir ist. Zumindest ist das für mich so und ich denke für die Anderen auch.

    Daß Du das Lied so oft gehört hast, es ist schön Daß Du ihm dann nah warst und bist.

    Ralfsheidemarie

  • Hallo Heidemarie,

    Rienchen kommt von Karinchen ,

    er hat mich seit unserer Jugend so genannt.


    Ich musste in Meinem Leben immer stark sein.

    Mit 16 Jahren in die Lehre/ Abitur im Internat- anschließend Studium- jedes Wochenende nach Hause- dazwischen Heiraten- Arbeit- Kinder- Hausbau mit Freunden- Opa pflegen-Garten, Backen, Kochen, Waschen, Kinder erziehen, kranker Sohn…….. und trotzdem immer wenig Geld,

    Ich war der Hausmeister, der Finanzminister, der Urlaubsplaner …….

    Keine Unterstützung von den Eltern- der Mann immer auf Montage….

    Ich musste mich organisieren um klar zu kommen… deshalb die Disziplin. Ich hatte aber trotz allem das Kind in mir bewahrt, den Schalk, kurz beschrieben: ich weiß das die Stimmen in meinem Kopf nicht echt sind, aber sie haben verdammt gute Ideen….

    ….guter Freund aller Kinder..-

    Und jetzt wurde die Eiche gefällt- ohne Vorwarnung und man bemerkt wie klein und verletzlich man ist. Man kommt halbwegs auf die Beine und kracht immer wieder um….