Trauercafe Herzwerkstatt

  • Hallo liebe Forumsmitglieder,

    Ich habe diesen Thread gestartet, um hier die Impulse zu teilen, die ich in einem Trauercafe mit Gruppen bespreche/teile. (Meine Praxis heißt Herzwerkstatt, deshalb der Name)

    Vielleicht könnt ihr euch etwas von den Beiträgen für euch persönlich mitnehmen.


    Gerne könnt ihr auch Impulse aus euren Trauercafes/Gruppen hier teilen, Fragen stellen, oder einfach still mitlesen.


    Alles Liebe <3

    Isabel

  • Trauercafe


    Ein Gedicht zur Adventszeit:


    "Der Trost hat mich gefragt,
    ob ich bereit bin,
    durch den Schmerz hindurchzugehen,
    anstatt ihn zu umkreisen,
    und ob ich meinen Finger
    so lange in die Wunde lege,
    bis ich das Unversehrte darin fühlen kann.

    Er hat mich gefragt,
    ob ich mich halten lassen werde
    von Armen, die nichts je wieder
    in Ordnung bringen,
    und ob ich schweigen kann,
    bis irgendwann wie warmer Atem
    ein gutes Wort mich streift.

    Er hat mich gefragt,
    ob ich mich bücken werde
    zur kleinen blauen Blüte am Wegesrand,
    ob ich Kirschen von den höchsten Ästen pflücke

    und ob ich es ertragen kann,
    wenn mich am Abend
    ein Glück ganz ohne Grund befällt.

    Er hat mich gefragt,
    ob ich erahne, dass ich auf nichts ein Anrecht habe,
    auch nicht auf die Untröstlichkeit,
    weil sich in jedem Augenblick
    das Leben selbst an mich verschenkt,
    ohne zu zögern und ohne Maß.

    Wie eine, die noch in die Weite
    dieses Wortes wachsen muss,
    sagte ich Ja..."


    (aus Giannina Wedde "Es wächst ein Licht in deinem Fehlen)


    Die Frage in der Gruppe war, hast du in der Trauer schon tröstliche Momente erlebt? Trotz der Untröstlichkeit die du empfindest?


    Ich wünsche eine ruhige Adventszeit <3

  • Wie schön, liebe Isabel, dass du Giannina Wedde auch kennst! Ich mag sie sehr und sammle schon seit einiger Zeit ihre Blogartikel, Aufsätze und poetischen Texte. Sie geben mir sehr viel.

    Danke für diesen Impuls!

  • Liebe Isabel 💗💖

    Ich bin begeistert tief berührt🎶💖🙏💖.

    Für mich hast du diesen wunderbaren Thread genau zur richtigen Zeit und mit den wahrhaftigen mehr wie Worten von Giannina Wedde eröffnet.

    Was für ein Buchtitel! " Es wächst ein Licht aus deinem Fehlen"!

    💔🍀🕯️💫🌈💗💖💗💖💗🙏☺️😊😇🥰


    Aller 💗💖❤️🥰herzlichsten Dank dir und ein schöne Herzenszeit 💗❤️💗🙏 mit den Teilnehmern deiner HERZWERKSTATT💔🌈💖🙏☺️🥰 und deinen Büchern 💗.


    Für mich hat der Dezember eine Fülle von Geburtstagen von Lebenden und Vorausgegangenen...

    und wieder zwei Menschen die unheilbar an Krebs erkrankt sind...

    und ja Todestage der KÖRPER von geliebten Menschen 💖🌈💫


    und ja, dieses Licht 💖🕯️💗 das gilt es immer wieder zu entdecken..

    Habe du auch friedvolle und lichte Zeiten mit deiner Familie und allen Menschen die dich umgeben 🎶💗🕯️💗🙏😊😇🥰.


    Das wünsche ich uns allen

    die immer wieder durch den tiefen Schmerz💔 das Lichte entdecken. ❤️🕯️🌈💫🎶🙏😊😇🥰


    💖Sverja

  • Danke für eure lieben Rückmeldungen.

    Liebe Sverja, ich finde den Titel vom Buch auch ganz toll :love:


    Die Adventszeit ist für viele so schwierig, weil die Gesellschaft so ein Harmoniebedürfnis in dieser Zeit ausstrahlt, alles soll möglichst schön, glitzernd und besinnlich sein. Alles womit sich Trauernde sehr schwer tun. Und auch hier sind Trauernde so verschieden. Ich umgebe mich in Trauerphasen gern mit schönen Dingen und mag Lichter. Für andere unerträglich.


    Das wichtigste ist, zu schauen womit man sich wohl fühlt. Sich selbst nicht überfordern, und auch mal Nein sagen, wenn einen

    jemand zu etwas überreden will.


    Alles Liebe <3

  • Liebe Isabel,


    warum fällt uns eigentlich das nein sagen, so schwer?

    Es gibt gewisse Menschen, da kann ich das sehr gut.
    Aber bei einigen, wo ich dann Angst habe sie zu verletzten, da gelingt es mir nur sehr schwer.

  • Liebe Hexe ,

    Es gibt in Menschen eine tiefe Urangst des Ausschlusses. Das liegt daran, dass wir als Urmenschen, sollten wir ausgeschlossen werden, nicht

    überleben konnten. Und dieses alte, ist in unserer Epigenetik drin. Auch wenn wir wissen, dass es nicht so ist, handeln wir oft danach.


    Das andere ist, dass wir Menschen nicht verletzen wollen. Es kommt bestimmt immer auf die Beziehung an, weswegen es uns bei manchen leichter fällt,

    als bei anderen. Wir versuchen es gleich mit Rechtfertigungen wenn wir dann doch mal Nein sagen.

    Da darf ich selbst noch einiges lernen...


    Mir hilft der Gedanke,

    "Ein Nein zu anderen,

    ist oft ein Ja zu mir"


    Ich nehme mir viel mehr Zeit bei Antworten und spür was für mich passt. Das erleichtert einiges.

    Vielleicht hilft dir das auch <3

  • Liebe Isabel,

    ich danke dir.

    Du hast mir ein wenig Futter zum nachdenken gegeben.

    Denn ja das was du schreibst stimmt, mir fällt es gerade bei Menschen die ich von Herzen liebe nicht leicht nein zu sagen.

    Bei meiner Mama oder Schwester zum Beispiel.

    Bei anderen fällt es mir extrem leicht nein zu sagen.

  • Liebe Isabell,


    ein sehr schönes Gedicht❤und ja ich empfinde auch manchmal Trost in diese Zeit ,auch weil ich alles dekoriert habe , mir die Kerzen auf dem Adventskranz anmache, dann geht es mir gar nicht so schlecht.


    Ich wünsche Dir auch noch eine besinnliche Advents Zeit mit Frieden im Herzen, sehr schwer im Moment zu dieser Zeit. ❤

  • Bunte Taschentücher


    Welches Taschentuch würde ich heute wählen? Und warum?

    Welches Gefühl löst es aus? Fällt mir ein Erlebnis dazu ein?


    Einige Impulsfragen die du nur für dich beantworten kannst, aber auch gerne mit uns teilen kannst.


    Ich wünsche dir einen guten Tag <3

  • Die bunten Luftballons.


    Die lass ich in den Himmel fliegen, zu meinem Schatz.


    Bunt ist die Welt und das Leben, mit seinen vielen Facetten. Da gehört auch die Trauer für mich dazu.


    Ich mag bunt, ich liebe den Frühling, meine Jahreszeit, wenn draussen in der Natur wieder alles erwacht. Lg Evi

  • Ich nehm die Blumen.

    Ruft mir eine schöne Erinnerung an meinen Mann ins Gedächtnis. Nach dem Grau des Winters haben wir beim Spaziergang immer geschaut wer die erste Blume und den ersten Schmetterling sieht.