Vor zwei Tagen ist Papa gestorben

  • Vielen Dank, es ist auch mitunter anstrengend.. oft ist mir auch nicht danach mich mit dem Kleinen ins Auto zu setzen und die Strecke zu fahren.. am liebsten hätte meine Mutter, wenn wir zurück in meine Heimatstadt ziehen, aber das kann und möchte ich nicht!


    Ja, ich kann es mir gut vorstellen.. wahrscheinlich ist es immer so, dass man das Gefühl hat, man müsste mehr tun..

    Es ist schön, dass dein Freund sich auch kümmert und er so eine tolle Beziehung zu deinem Papa hatte..

    War bei uns auch so.. nun gehen mein Freund und meine Mutter einmal wöchentlich zum Malkurs, damit meine Mutter auf andere Gedanken kommt ( Mein Freund hatte nie was mit Kunst zu tun)


    Ok, eine Trauergruppe kann sich natürlich auch nicht jeder vorstellen.. Gut, dass deine Mutter den Austausch mit den Frauen aus dem Dorf hat..


    Ich kann dich so gut verstehen..

    Ja, noch einmal sprechen und umarmen.. das wäre unsagbar schön..

    Es ist schön, dass du die Sonne anders wahrnehmen kannst..

    ich hoffe, sie scheint am Tag der Beerdigung.. bei uns war es so!

  • Sorry, habe es mit dem Weinen überlesen.

    Es so anzunehmen wie es kommt, fällt mir auch mitunter schwer..

    Wenn ich mal nicht so weinen kann, finde ich es auch merkwürdig..

    Und du hast Recht, Tränen sind befreiend..

  • Loewenherz69 Meine Mutter würde es auch am Schönsten finden, wenn wir oder mein Bruder mit seiner Familie wieder in die Heimat ziehen würden.Unser Haus ist auch für mehrere Generationen konzipiert, Aber wir schließen das momentan aus, fühlen uns an unserem Wohnort sehr wohl und arbeiten ja auch hier…ich finde es viel verlangt, das ganze Leben umzukrempeln für die Eltern, das müssen sie auch verstehen.


    Es ist sehr süß, dass Dein Freund mit Deiner Mutter malen geht:)Für meine Mutter ist sowas gar nichts, aber sie hat meinen Freund schon gut eingeplant für Garten- und Malerarbeiten im Sommer. Ist doch toll, wenn unsere Jungs und unsere Mütter so cool miteinander sind, das schätze ich sehr!


    jetzt wo die Beerdigung näherrückt, sind auch die Tränen wieder da.Es stimmt total, die Trauer kommt in Wellen. Ich möchte einfach nur, dass der morgige Tag zu Ende geht und wir es endlich überstanden haben. Habe absolut keine Ahnung, wie es wird, was mich erwartet gefühlsmäßig.


    Ich hoffe natürlich, dass die Beisetzung ein wenig einen Wendepunkt markiert, dass wir danach etwas nach vorn schauen können. Aber ich erwarte mal nicht zu viel…

  • Liebe Elliminelli,


    ich weiß nicht wie weit entfernt Ihr seid....für mich war das nie ein Thema ich wäre für Mama bis ans Ende der Welt gegangen...auch für Papa....es gibt ein Moment im Leben wo man vor dieser Entscheidung steht denn auch Eltern werden älter und es kann dann viel passieren, wo es eben nicht mehr allein geht.

    Ich erlebe das oft wenn ich auf dem Freidhof bin wie viele ältere einfach allein sind, Kinder weit weg und niemand interessiert es wie es geht mit Haus Grundstück ect. ich will damit niemanden einen Vorwurf machen aber für mich wäre das niemals in Frage gekommen und würde auch nicht.

    Ich habe trotzdem mein eigenes Leben natürlich und das ist auch richtig so aber Mama und Papa sind mein alles und ich würde alles tun genauso wie sie es für mich getan hat und Papa auch immer noch tun würde.

    Das muss jeder selber entscheiden wie wichtig das ist und wie gesagt es kommt auch immer auf die Verbindung an die man hat meine war und ist einfach sehr sehr eng.


    Vlg. Linchen

  • Liebe Elli,


    wahrscheinlich ist die Beerdigung vorbei und du sitzt mit deiner Familie zusammen..

    ich hoffe, du kannst/konntest ein wenig Trost finden und dass die Beerdigung so verlief, wie du es dir gewünscht hast!?

    Es ist ein schwerer Tag..


    Ja, es ist toll, dass unsere Männer so ein gutes Verhältnis zu unseren Müttern haben.. mir hilft es sehr, dass ich von ihm so eine gute Unterstützung erhalten, da ich leider keine Geschwister habe..


    Klar, hätten unsere Mütter uns gerne in der Nähe.. ich verstehe dich, besonders, wenn man sich an seinem neuen Wohnort alles aufgebaut hat..


    Linchen1 so wie du habe ich auch lange gedacht.. ich konnte es mir nie vorstellen meine Heimatstadt zu verlassen.. bis zu meinem 35. Lebensjahr habe ich, zwar in meiner eigenen Wohnung, aber in meinem Elternhaus gewohnt.. meine Eltern und ich waren immer unzertrennlich.. auch als ich wegen meinem Sohn ca. 50km entfernt, aufs Land gezogen bin, um ihm eine bessere Zukunft zu bieten, ist es so geblieben..

    Ich war dennoch immer für sie da und nun weiterhin für meine Mutter..

    Das Eine schließt das andere nicht aus!

  • :33::33::30::30:

  • Liebe Amelia,


    diese noch viel engere Bindung entsteht auch daraus, daß wir keinen wirklichen Lebenspartner gefunden, keine Kinder haben usw.... ich weiss nicht ob man das pauschalisieren kann, aber bei mir ist es so, dann werden die Eltern zum Mittelpunkt des eigenen Lebens, was ja auch absolut legitim ist...

  • Ihr Lieben,


    also ich hab einen Partner und ein eigenes Leben trotzdem keine Kinder ja, das ist aber auch schon alles.

    Ich könnte jetzt viel dazu schreiben will aber hier nicht irgendwie jemanden was unterstellen schon gar keinen Stress anfangen deswegen halte ich mich da zurück.

    Für mich ist das ganz klar und wäre niemals anders in Frage gekommen auch nicht mit Kindern.


    Vlg. Linchen

  • Ich finde es allgemein schön, wenn hier auch mal diskutiert wird, aber bei dem Thema muss es doch nicht so emotional werden! Linchen1 schade dass Du direkt an Stress denkst und Dich mit irgendwas zurückhalten musst…es hat Dich doch niemand angegriffen. Jeder Lebensentwurf ist anders, die eine bleibt ihr Leben lang im Kinderzimmer und die andere zieht für den Traumjob nach Australien.Alles ist okay und da hat man als Außenstehende auch gar nicht zu urteilen.

    Meine Eltern waren immer stolz auf mich und meinen Weg und wäre ich nicht in diese Stadt gezogen, hätte ich nie meine große Liebe gefunden. Mein Partner war für meinen Vater ein echter Freund und wir haben ihm einen Enkel geschenkt, den er über alles geliebt hat. Ich würde ebenfalls nichts anders machen, niemals.


    Gestern wurde mein Vater beerdigt, dementsprechend geht es mir und da möchte ich jetzt ganz bestimmt hier in meinem Strang keinen Streit.Wir sitzen doch alle im selben Boot. Von der Beerdigung erzähle ich vielleicht später.


    Love&peace!

  • Liebe Elli,


    ich sehe es genauso wie du..


    Schade, dass dieses harmlose Thema "Wohnort" scheinbar so große Wellen geschlagen hat..

    Ich denke, die Trauer zerrt genug an unseren Kräften und raubt genug Energie, sodass man auf zusätzlichen "Stress" gut verzichten kann!


    Ich fände es schön, wenn du nachher vom gestrigen Tag berichten würdest..

  • Es ist geschafft - mein Papa ist beerdigt. Unglaublich und nach wie vor total surreal für mich. Der Gedanke, dass er ab jetzt bei allem, wirklich ALLEM, was wir erleben, was das Leben uns bringt, fehlen wird, ist einfach nur traurig und gemein.


    Die Trauerfeier war sehr schön, der Pastor hat meinen Vater wirklich total treffend beschrieben und alles wurde ihm mehr als gerecht. Wie schlimm es für uns war, diesen Sarg dort stehen zu sehen, mit unseren Gestecken und den liebevoll ausgesuchten Abschiedsgrüßen auf den Schleifen, das war natürlich trotzdem furchtbar. Mein Freund musste irgendwann mit unserem Baby rausgehen, da der Kleine angefangen hat zu weinen. Das fand ich sehr schade, denn für Papa wäre es unvorstellbar gewesen, eine Feier ohne die Beiden zu begehen.

    Mir fehlte dann natürlich auch mein Freund zum Hand halten. Das hat dann kurzerhand meine Schwägerin übernommen, die auf der anderen Seite neben mir saß. Wie schön es ist, sich gegenseitig zu stützen!


    Naja, die Beisetzung war natürlich schlimm. Meine Mutter war/ist unfassbar tapfer, trotzdem tat es mir so Leid, sie so zu sehen.Wir, also meine eigene kleine Familie, hatte einen speziellen kleinen Abschiedsgruß, den wir Papa mitgeben konnten.
    Die Kirche war voll und es war einfach nur schön zu sehen, wieviele Menschen für ihn gekommen waren!


    Im Anschluss gab es die übliche Kaffeetafel im Café, was wirklich schön war. Viele altbekannte Gesichter, die ich seit Jahren nicht gesehen habe. Wir hatten uns unfassbar viel zu erzählen und es war total nett, aber auch trubelig - jeder will mit Dir reden, Du selbst willst auch niemandem vergessen, so viele Gespräche und Geschichten…

    Am Abend saßen wir dann noch in kleinerer Runde mit sieben Leuten plus zwei Kids bei meiner Mutter und haben ein Glas Wein getrunken. Das Baby war quengelig, der große Cousin ist wie ein Wirbelwind herumgeturnt, ich war völlig fertig und kaputt vom Tag.


    Da fünf Leute aus der Familie bei meiner Mutter übernachtet haben und ich einfach nur Ruhe wollte, sind wir abends noch nach Hause gefahren und als mein Sohn im Bett lag und ich mit meinem Freund im ersten ruhigen Moment des Tages (um 22 Uhr) auf dem Sofa saß, konnten wir endlich in Ruhe über Papa reden und den Tag verdauen. Da habe ich auch erst gemerkt, dass ich den ganzen Tag über nicht geweint habe. Nichtmal in der Kirche. Ich war permanent auf Spannung. Erst heute hat sich alles gesetzt, ich konnte die Beerdigung verarbeiten und die Tränen sind geflossen. Es schmerzt so sehr, dass mein kleiner Sohn seinen tollen Opa verloren hat, das ist wirklich das Schlimmste für mich!


    Aber wir werden sein Andenken wahren und ganz viel von ihm weitergeben. Haben schon haufenweise Pläne, was wir mit dem Kleinen alles unternehmen wollen, was im Sinne vom Opa gewesen wäre. Und auch ich für mich habe meine Rituale, die Hobbies die uns verbunden haben, um mich ihm nahe zu fühlen. Er wird niemals vergessen werden, nie! Nächste Woche fahren wir zum Spaziergang in sein Heimatdorf, das ganz in der Nähe meines jetzigen Wohnortes ist und das für meine Kindheit ein prägender Ort war.


    Ich bin froh, dass es geschafft ist und stolz auf mich, wie ich es gemeistert habe. Der Tag war gut und in Papas Sinne. Aber ich muss noch mal alleine und in Ruhe zum Grab um mich dort zu verabschieden, es war einfach alles so hektisch und so viele Menschen…da ging bei mir gar nix irgendwie.


    Jetzt nehmen wir den Alltag wieder auf, aber er fühlt sich anders an, da ist einfach eine große Lücke<3

  • Liebe Elliminelli, jetzt hast du diesen schweren Tag geschafft Es freut mich, dass die Trauerfeier so passend für deinen Papa war und das anschließende Beisammensein zwar trubelig, aber dennoch schön war.

    Ich habe die Trauerfeiern für meine Eltenrn auch ihrer würdig empfunden und das hat mir in diesen schweren Momenten schon ein Stück geholfen.

    Schön, dass ihr in Zukunft viel vom Opa weitergeben wollt und er so für euren Kleinen auf diese Weise präsent sein wird.

    Ja, die Lücke bleibt...❤

    Liebe Grüsse

    Kiry

  • Liebe Elli,


    schön, dass die Beerdigung so verlaufen ist und sie deinem Vater gerecht wurde. Gut, das du diesen schweren Tag hinter dir hast.


    Ich kann dich total verstehen, für mich ist es auch so schlimm, dass mein Kleiner seinen tollen Opa verloren hat. Unsere Babys werden keine bewussten Erinnerungen an sie haben! Dieser Gedanke macht mich immer wieder unendlich traurig.


    Die Lücke bleibt und wird sich nie mehr schließen..

  • Danke Euch<3


    Die Lücke bleibt, ja. Aber wir versuchen alles, um Papa immer ein Stück weit in unserem Leben zu behalten.

    Bald schon ist sein Geburtstag…wie gerne würden wir mit ihm anstoßen, ihn beschenken, feiern. Obwohl er seinen Geburtstag immer furchtbar fand, weil er nicht älter werden wollte.


    Ich möchte meine positive Sicht aufs Leben nicht verlieren dafür lebe ich viel zu gern. Versuche, jeden Tag auch zu genießen. Unser toller Pastor hat mir ans Herz gelegt, dass Ablenkung ganz ganz wichtig ist und ich mich unbedingt erfreuen soll, wenn es geht. Die Trauer würde sich schon ihren Weg bahnen. Und ja, so ist es auch. Jeder Tag hat schöne und schwere Momente.


    Loewenherz69 ich wünsche Dir, dass Du auch Wege findest, um Deinen Papa für Dein Kind zumindest irgendwie lebendig zu machen. Ich weiß nicht, ob es bei uns so klappt wie ich es mir vorstelle, aber wir geben unser Bestes.
    Bei meinem Bruder sehe ich, wie schwer es ist, wenn das Kind den Opa schon richtig kennengelernt hat.Mein Neffe ist 2,5 Jahre alt und er hat seinen Opa natürlich gesucht und vermisst. Zum Glück trauern die Kleinen nicht lang, aber ihm begreiflich zu machen, dass der Opa für immer weg ist, war nicht leicht:13:

  • Ich möchte meine positive Sicht aufs Leben nicht verlieren dafür lebe ich viel zu gern. Versuche, jeden Tag auch zu genießen. Unser toller Pastor hat mir ans Herz gelegt, dass Ablenkung ganz ganz wichtig ist und ich mich unbedingt erfreuen soll, wenn es geht. Die Trauer würde sich schon ihren Weg bahnen. Und ja, so ist es auch. Jeder Tag hat schöne und schwere Momente

    Liebe Elli,

    das hast du schön geschrieben, ja trauern und ablenken, und den Fokus versuchen auf etwas schönes zu lenken.

    Ist das nicht spannend , dass die meisten Menschen um den eigenen Geburtstag herum sterben?

    Mich faszinierend dass immer wieder , was das zu bedeuten hat?

    Ich wünsche dir noch einen guten lebbaren Tag mit deiner kleinen Familie<3:24:

  • Liebe Elliminelli,

    meine Mama starb 1 Tag vor ihrem Geburtstag. Wir wollten ihren Geburtstag trotzdem feiern , stellten 1 Bild auf , haben auf Mamas Geburtstag angestoßen usw es war natürlich irgendwie komisch, traurig .... aber trotzdem ist es irgendwie eine schöne Erinnerung. Übrigens meine Mama hatte es auch nicht so mit den Geburtstagen, wollte auch nicht älter werden.


    Ja dein Ansatz sich trotzdem zu freuen , positive Sachen zu genießen, ablenken find ich auch voll gut ! Ablenkung, das hilft schon ein wenig, mal mehr , mal weniger , zumindest schweifen meine Gedanken dann nicht so ganz in Richtung Trauer☹️ usw ab.


    Alles Liebe dir ❤️
    Michaela

  • Liebe Elli,

    das hast du schön geschrieben, ja trauern und ablenken, und den Fokus versuchen auf etwas schönes zu lenken.

    Ist das nicht spannend , dass die meisten Menschen um den eigenen Geburtstag herum sterben?

    Mich faszinierend dass immer wieder , was das zu bedeuten hat?

    Ich wünsche dir noch einen guten lebbaren Tag mit deiner kleinen Familie<3:24:

    Die meisten Menschen sterben um den eigenen Geburtstag herum , das find ich auch interessant.... Mama starb auch 1 Tag vor ihrem Geburtstag....

  • Ich finde das auch so interessant,

    das hat bestimmt einen Grund.

    Meine Mutter ist einen Monat vor ihrem Geburtstag gestorben,

    mein Vater auch einen Monat vor seinem Geburtstag.

    Ich kenne einige die ca. einen Monat oder - wie du sagst Michaela, 1 Tag vor dem Geburtstag deiner Mama

    davor oder nach ihrem Geburtstag gestorben sind.

    :24:<3

  • Wie schön, dass Ihr das trotz der krassen zeitlichen Nähe auf die Beine gestellt habt, finde ich toll!Und noch besser ist doch, dass es für Dich sogar zu einer schönen Erinnerung geworden ist:22:


    Ablenkung ist sehr wichtig, ja. Das Leben ist ein wertvolles Geschenk und ich finde es wichtig, dass wir auch in schweren Zeiten wenigstens versuchen, die Schönheit des Lebens wahrzunehmen. Das gelingt natürlich nicht immer, auch mir nicht. Aber ich gebe mir Mühe…


    Heute hadere ich sehr damit, dass unsere Familie in kurzer Zeit zwei Menschen gehen lassen musste.Der Tod meines Opas ist erst vier Monate her und nun mein Vater…am Telefon sagte meine Mutter vorhin, dass sie glaubt, dass Oma auch nicht mehr lange leben wird und da muss ich ihr leider zustimmen. Man kann meiner Oma seit Opas Tod dabei zusehen, wie sie körperlich und geistig täglich abbaut.

    Opa war biblisch alt und wollte nicht mehr, er durfte gehen, das war okay.Trotzdem fehlt er natürlich! Und ehrlich gesagt ist meine Oma nur noch ein Schatten ihrer Selbst und sie hat ihren Lebensmut verloren mit Opas Tod. Dazu kommt, dass sie nicht mehr selbständig leben kann, was sie über neunzig Jahre gewohnt war. Kurzum:auch für sie wäre der Tod ein Stück weit Erlösung.


    Aber für uns, vor allem natürlich für meine Mutter, war es bis hierhin schon viel und der Gedanke daran, dass vielleicht bald wieder ein Todesfall ansteht - puh, das ist hart. Da hat Mama mir gerade wirklich Angst gemacht.
    Harte Zeiten…unser großes Mehrgenerationenhaus, in dem wir vor einem Jahr zu Ostern noch in so großer Runde saßen, leert sich.
    Ich versuche es zu trennen.Um Papa zu trauern und einfach dankbar zu sein, dass ich Oma&Opa so lange hatte/habe. Und mich von der Sorge um meine Mutter freizumachen. Auf meinen Freund zu hören, er sagt, ich bräuchte mich um sie nicht zu sorgen, da wäre er völlig sicher. Aber es fällt schwer…


    Vielleicht suche ich mir Unterstützung in Form einer Trauergruppe, mal schauen. Es sind so viele Themen gerade, muss das irgendwie für mich sortieren.


    Das mit dem Geburtstag - darauf kann ich mir leider keinen Reim machen…

  • Wir werden unserem Sohn viel von seinem Opa erzählen und Fotos zeigen. Mein Opa ist auch verstorben, als ich 2,5 Jahre alt war..

    natürlich kann ich mich nicht mehr bewusst an ihn erinnern, aber meinem Vater ist es irgendwie mit seinen Erzählungen (er war so ein großartiger Erzähler) gelungen, dass mein Opa irgendwie "da" war..

    Ich hoffe, es gelingt uns ebenfalls..


    Ich kann verstehen, dass du dich sorgst, weil deine Oma ebenfalls bald sterben könnte.. besonders wenn sie ihren Lebensmut durch den Tod deines Opas verständlicherweise verloren hat..


    Eine Trauergruppe ist sicher hilfreich.


    Klar ist das Leben schön.. normalerweise!

    Ich erkenne auch jetzt schöne Dinge, dennoch fühlt es sich einfach alles anders an..

    Ablenkung ist ebenfalls gut, nur häufig leichter gesagt, als getan..