Gefühlschaos

  • Hallo





    Mein Mann ist am 11.12.2008 verstorben und ich glaube fast, ich drehe durch.


    Ich habe unterschiedliche Gefühle die gehen von Ohnmacht über Verzweiflung und Hilflosigkeit bishin zur Wut. Eigentlich sollte ich dankbar sein, das er die Erlösung gefunden hat, den er hat 23 Monate gekämpft und gelitten. Die Lebensqualität war auch nicht mehr so wirklich gegeben, aber trotzdem schmerzt es unheimlich. Ich fühle mich so leer, kann nicht schlafen, nicht essen und ständig am weinen. Auch die Wohnung ist so kalt, obwohl ich eingeheizt habe. Möchte viele liebe Leute um mich haben, vertrage aber dann ihre Nähe nicht. Ich weiß eigentlich nicht was ich will. Das macht mich so verrückt, da ich vorher eigentlich nicht so war. Ist das normal ?



    Wie geht man damit um ich weiß es nicht, es kommen soviele Gefühle hoch einmal lächle ich über eine Situation die mir spontan mit ihm einfällt, und dann im nächsten Moment,kann ich nicht zu weinen aufhören.




    Jilly

  • Liebe Jilly


    Mein tiefstes Mitgefühl zum Tod deines Mannes.
    Mensch Jilly, es ist doch grad erst 3 Tage her das er gestorben ist!
    Natürlich sind alle deine Gefühle völlig normal! (ganz besonders finde ich das du schon über Situationen, die so schön mit ihm waren, lächeln kannst!)


    Du schreibst ganz richtig... "Eigentlich sollte ich dankbar sein, das er die Erlösung gefunden hat, den er hat 23 Monate gekämpft und gelitten" .... aber man bleibt ganz allein mit dem Schmerz zurück.
    Alles was du fühlst ist ganz normal!


    23 Monate kämpfen und leiden... wie hast du die 23 Monate erlebt. Wenn der geliebte Partner so kämpft, dann kämpft man ja mit...
    Man möchte ihm so gern den Schmerz nehmen und kann es einfach nicht.
    Aber in diesen 23 Monaten hattet ihr immer noch die Hoffnung.


    Jilly, wie hast du den 11.12. erlebt? Warst du bei ihm? Durftest du ihn begleiten?
    Magst ein bisschen was von dem langem Kampf erzählen?


    Du wirst ja die Beerdigung erst haben? Hast du was besonderes geplant?


    Fühl dich einfach Willkommen hier im Forum und wenn es für dich geht, dann schreib uns
    ganz liebe Grüße
    deine Chris

  • Liebe Jilly !


    Darf ich Dir mein herzlichstes Beileid aussprechen !


    Ich weiss,es ist unendlich schwer mit dem Gefühlschaos das Du durchlebst einigermassen umzugehen.Aber bitte glaube mir alles das Dir die nächste Zeit unwirklich und fremd vorkommt,selbst an Dir ist völlig normal.Egal was passiert und Du es nicht zuordnen kannst,es ist in Deiner Situation völlig normal.


    Lass die Leute zu,die Dich wirklich unterstützen in der nächste schweren Zeit,lass Dich von niemanden verunsichern,aber das wirst du selbst in Deiner tiefen Trauer merken,wer Dir nicht guttut.


    Du bist jetzt in der Realisierungsphase und ganz oben im Forum gibt es von den Beratern der Trauerhilfe einen Link zu den verschiedenen Phasen der sehr hilfreich ist. Sei vorsichtig umarmt, Liebe Grüsse Chrisu

  • Liebe Jilly


    Ein herzliches Willkommen und es tut mir leid, das dein Mann von dir gegangen ist.


    Ich kann mich den anderen nur anschliessen.
    Du hast 23 Monate an seiner Seite mit ihm gekämpft und plötzlich ist er nicht mehr da, da ist dein Gefühlschaos ganz normal und auch das Gefühl durchzudrehen.


    Erzähl von deinem Mann, wenn du magst.


    Fühl dich umarmt
    Chrisi

  • Hallo Jilly,


    herzlich willkommen bei uns und mein herzliches Beileid zum Tod deines Mannes! Da ich derzeit selber ein bissl angeschlagen bin, darf ich der Einfachkeit halber an dieser Stelle einen Beitrag über die Trauerphasen zitieren, den ich im Thread von Chrisi geschrieben habe. Vielleicht kannst du dich dann ein bisschen besser orientieren in deiner Trauerarbeit. Auch ich möchte an dieser Stelle unterstreichen, was dir alle anderen ja schon versichert haben: Was du jetzt durchmachst ist sehr schmerzhaft, aber normal und gesund! Diese Gefühle erstmal zuzulassen und auch auszudrücken ist wichtig: Der Ausdruck der Trauergefühle ist gleichzeitig Bewältigungsarbeit!



    Alles Liebe, viel Kraft!


    Christine

  • liebe jilly,


    es tut mir so Leid für dich... Es ist so furchtbar, auf einmal alleine dazustehen und nicht aus noch ein zu wissen...


    Solche Erschütterungen sind unglaublich schmerzhaft, und doch können
    wir gestärkt und mit tieferer Sicht aus ihnen hervorgehen, ich bin ganz
    sicher...ich wünsche dir von Herzen, dass eure Liebe dir hilft, die
    Schönheit in deinem Leben neu zu finden und --- weiterzugehen. Mag dir
    diese ganze Erfahrung der Liebe mit all ihrer Freude und ihrer
    Traurigkeit ein kostbarer Schatz sein, der dir Tiefgründigkeit
    schenkt...




    Ich kann Deinen Schmerz sehr gut nachempfinden und wünsche Dir ganz viel Kraft für die kommende schwere Zeit!




    Leise Grüße,


    manu

  • An alle vielen Dank für die tröstenden Worte




    Aber wie soll man mit etwas fertig werden, das man nicht wahrhaben kann oder will. Wenn man eigentlich gespalten ist und einem die Vernunft versucht beizubringen das es so ist und das das Herz einem aus dem Körper springt, weil es da mehr keinen Platz hat und es zu Eng geworden ist. Wenn man neben sich nur Leere spürt und eigentlich auch in der Wohnung keinen richtigen Platz oder Ort findet an dem man sich wohl fühlt. Dinge die ich früher gemacht habe und wo ich wusste, es hilft mir in schweren Tagen als mein Mann krank war und die Krankheit wieder einmal den Tiefpunkt erreicht hat, konnte ich mich immer motivieren und damit Stärken. All diese Sachen funktionieren nicht es bereitet mir nur unbehagen. Ich kann keine Entspannungs-oder andere Übungen machen, denn ich beginne alles zu hassen.All diese Dinge die ich gerne gemacht habe hasse ich, ich bin ruhe- und rastlos weiß nicht was ich will beginne hundert Dinge auf einmal, beende nichts, rede wie ein Wasserfall über alles mögliche nur um den Schmerz zuverdrängen ( denn da bin ich Weltmeister im Verdrängen ) .




    Ich weiß nicht was ich will, suche die Nähe meiner lieben und im selben Moment muss ich sie bitten auch wieder zugehen. Ertappe mich eigentlich immer wieder dabei, das ich Dinge tue die ich eigentlich garnicht will, oder mir vornehme das zu tun und es dann doch anders mache. Ich habe 23 Monate alles für meinen Mann geregelt und ihm jede Last abgenommen, war sozusagen sein 2. Hirn habe organisiert, Termine geregelt und verhandelt und nun stehe ich da, soll eine Entscheidung treffen und bin Planlos auch nur wirklich zu sagen was ich will . Die, die einmal ein starker Fels in der Brandung war ist auf einmal weg und übrig bleibt nur , ich weiß nicht was aber es fühlt sich nicht gut an und schmerzt.


    Das macht mich so hilflos, ich habe angst das mir das bleibt, denn so war ich nie . Ich stand immer mit beiden Beinen fest im Leben und nun ......




    Jilly


    Kann man nicht einschlafen am nächsten Morgen wache werden und der Schmerz ist vorbei??


    Warum muss Liebe wehtun??

  • Liebe Jilly!


    Auch von mir ein aufrichtiges, herzliches Beileid!!


    Jilly, du hast solange super funktioniert, du warst sooo stark für deinen Mann!! Klar, dass du jetzt nach der angespannten Zeit Mal zusammenbrichst. Gib dir etwas Zeit. Dieser riesengroße Schmerz überwältigt dich nun. Kann dir leider nicht helfen, versuche aber, dir ein Kraftpaket zu schicken und dich aus der Ferne einfach nur in den Arm zu nehmen.


    Alles Liebe


    Linda

  • Liebe Jilly!


    Möchte Dich auch hier willkommen heißen und
    Dir sagen, wie leid es mir tut dass Du Deinen geliebten
    Mann vor 5 Tagen verloren hast!


    Die Verzweiflung in Deinen Zeilen ist für mich fast greifbar...das
    Gefühlschaos das Du jetzt erlebst kann erschreckend sein,
    weil so viel auf einen einstürzt und man nichts mehr richtig
    zuordnen kann und man sich so machtlos und klein fühlt...


    Der Satz - könnte am nächsten Morgen der Schmerz nicht
    einfach weg sein - wurde hier im Forum schon so oft geschrieben.
    Wäre es dann wirklich einfacher? Ist es nicht der Schmerz,
    der uns zeigt, wie sehr wir den Menschen, der gegangen ist, lieben und
    vermissen? Wenn der Schmerz sich in Luft auflösen würde - was
    würde dann bleiben? Ich glaube es würde einfach nur Leere zurückbleiben,
    und die könnten wir noch weniger ertragen, oder?


    Dieser Chaoszustand wird nicht ewig anhalten, wir haben das
    auch alle durchmachen müssen.


    Christine hat mit den Trauerphasen die Aufgabe geschildert, die
    nun für Dich zu bewältigen ist.
    Ich wünsche Dir einfach nur ganz viel Kraft und Mut, um diese
    Gefühle aushalten zu können!


    Deine Kate

    Jan *03.08.2002 +13.03.2007
    Ich darf sein der ich bin, und werden der ich sein kann!

  • Hallo ihr Lieben




    Mir ist ganz was komisches passiert.


    Eigentlich wollte ich am Heiligen Abend alleine sein , will keinen Christbaum machen, geschweige denn sonst was, was mich mit meinem Mann verbindet der die Adventzeit über alles geliebt hat. Aber es kommt anders.


    Als ich gestern aufgestanden bin spürte ich eine wohlige Wärme als ich mich auf den Lieblingsplatz meines Mannes gesetzt habe. Habe dort meinen Kaffee getrunken und an ihn gedacht so wie jeden der letzten Tage. Nur gestern war es komisch ich spürte plötzlich etwas warmes in mir, das ich zuerst nicht zuordnen konnte. Als ich dann am Grab meines Mannes stand hatte ich das Gefühl, es berührt mich was ( es ging ein Wind, aber der war kalt und mir war es aber nicht kalt ) ich habe geweint, aber der Schmerz tat nicht so stark weh wie sonst immer.


    Die Ärztin im Hospiz sagte mir als mein Mann verstorben ist, das er mir als Engel begegnen wird und auf mich aufpasst, für das was ich ihm getan habe. ( ich muss nur aufpassen und es erkennen )


    Kann das sein???


    Aber ich weiß von der Tochter meines Mannes( die mit ihm fast keinen Kontakt hatte ) das es ihr nicht gut geht und sie plötzlich Angst in dunklen Räumen hat und sehr schlecht schläft und träumt.


    Mein Mann hat immer geschaut, das es mir gut geht und kann es sein, das er sich nun auch liebevoll um mich kümmert??


    So zu Ehren meines Mannes werde ich heute doch einen Weihnachtsbaum machen und werde doch mit meinem Sohn besinnlich feiern. ( wir sind eine Patchwork Familie mein Mann hatte mit meinem Sohn mehr Kontakt als mit seinen eigenen Kindern )


    Als ich es meiner Schwester erzählte, hörte meine 11 jährige Nichte zu und meinte " Tante, er wäre stolz auf dich wenn du es machst, denn er war immer glücklich wenn Weihnachten war "


    Wünsche euch allen ein besinnliches Weihnachtsfest und glaubt daran, das unsere Lieben eigentlich immer um uns sind, und auf uns aufpassen.




    Liebe Grüße


    Jilly

  • Liebe Jilly


    Dein Mann hat sich immer um dich gesorgt... auch als es ihm schlecht ging... wollte er dich nicht "wegstoßen" sondern dir den Schmerz ersparen.
    Ich habe gerade deine Zeilen gelesen und mir das gleich wie deine kleine Nichte gedacht!


    Jilly, sieh es als Zeichen und mach heut einen Abend mit schönen Erinnerungen, mach ein Weihnachtsfest wie dein Mann es gerne gehabt hätte!
    Freu dich das er dir so nahe ist und dich begleitet!


    Wie die Ärztin schon gesagt hat... "du musst die Zeichen nur erkennen".... und das hast du getan!


    Ganz liebe Grüße und ich weiß das du heute einen besonders schönen Christbaum aufstellen wirst!
    deine Chris

  • Liebe Jilly,


    ich habe Deine Zeilen fast wie eine "Weihnachtsgeschichte" gelesen und finde es schön, dass Du nun doch Weihnachten feiern kannst in dem Bewusstsein, dass Dein Mann Dir nahe ist!


    Ganz liebe Grüße schickt Dir,
    Markus

  • Hallo möchte mich auch mal wieder melden . Ich wollte Weihnachten auch nichts Dekorieren , wollte es einfach ausfallen lassen. Aber dann dachte ich das mein Mann die Adventszeit gern hatte die Lichter,Kerzen und die Familientreffen hatte er sehr geliebt also habe ich all meine lieben am 2. Weihnachtsfeiertag eingeladen wie immer werden halt nur 17 Personen sein aber es wäre in seinen Sinne.
    Alles was das erste mal ohne ihm ist tut furchtbar weh aber man muss es durchleben wenn man es geschafft hat gibt es einen wieder neue Kraft.
    Ich wünsche euch allen ein frohes Fest
    Dagi

  • Liebe jilly


    Ich möchte mich Markus anschließen, es ist wie eine Weihnachtsgeschichte und hat mich zu Tränen gerüht.


    Hab irgendwie auch das Gefühl, das mein Sohn Rene, mir heute besonders nah ist.


    Liebe Grüße
    Chrisi

  • Hallo ihr Lieben,


    ich hatte heute einen furchtbaren Tag.


    Schon als ich am Morgen aufgestanden bin, hatte ich ein ungutes Gefühl .


    Als ich dann noch die Papiere meines Mannes zusammen suchen musste und auf die PVA gefahren bin, war es dann aus und vorbei.


    Ich war eigentlich dort um einen Witwenantrag zustellen, dass gab mir dann den Rest. Alleine der Gedanke, ich bin eine Witwe bereitet mir Schmerzen, was mir eigentlich wieder näher bringt, das ich schon drauf und dran war, alles wieder zuverdrängen. Ich hab mich die letzten Tage so mit Erledigungen zugedeckt, dass ich garkeine Zeit hatte und eigentlich garnicht denken wollte. Somit geht es mir heute total besch.... Ich dachte, das Weihnachten schlimm wird, aber dass war es nicht. Schlimmer wird es nun erst, wenn der Alltag beginnt. Wie soll man das nur schaffen? Wie habt ihr das geschafft?


    Momentan fühle ich nur Leere, Schmerz und Trauer obwohl ich viele liebe Leute um mich habe, fühle ich mich so alleine.




    Ich wünsche Euch allen noch einen Guten Rutsch ins Neue Jahr viel , viel Kraft alles durchzustehen und hoffe, dass es uns doch irgendwann besser geht und der Schmerz aufhört.




    Lg Jilly

  • Liebe Jilly !


    Wie man das durchsteht,weiss ich leider auch nicht,warte heute noch nach fast 11 Monaten auf Notar.Mein Sohn besass nichts trotzdem hat mich die Bürokratie das ganze Jahr in Schach gehalten.2Mal Notar,nocheinmal dann Gutachter.


    Komischerweise habe ich solche sachen vor einem Todesfall nie bedacht,so wie bei Dir,die ganzen erledigungen,die Fragen,das Gefühl wie schafft man das eigentlich.?Die Frage,als Du schriebst,"Bin ich jetzt wirklich Witwe",meinen die wirklich ich?,Ach Jilly ich versteh Dich nur zu gut.


    Ich glaube die meisten Erledigungen macht man in der Schockphase,wenn mir heute jemand sagen würde,wollen sie diesen Sarg oder diese Kreuz ich würde durchdrehen.Angeblich ist das vom menschlichen Organismus so eingerichtet,dass man das alles am Anfang kann.


    Denke gerade als ich Christians Gewand gebügelt habe dass er im Sarg anhat.So emotionslos,bin mir sicher ich wusste nicht was ich tat.


    Es tut mir so leid auch für Dich Jilly,diese Amtswege sind unausweichlich,leider.


    Ich wünsche Dir von Herzen,die Kraft dazu alles zu durchstehen und ein hoffentlich besseres 2009 ! Alles Liebe Chrisu

  • Liebe Jilly


    Du hast alles für deinen Mann gemacht... die letzten 23 Monate warst du sein Hirn....
    Jilly, für andere, da kannst du funktionieren..... für dich selbst ist es so schwer.
    Wenn der Tag kommt, an dem DU selbst dir wieder wichtig bist, dann wird es "schaffbar"


    Weißt du, du kannst diesen Antrag auch einfach nur schicken.... wenn es zu schlimm ist ihn persönlich vorbei zu bringen. Es wäre nur wichtig weil bei der PVA natürlich erst ab dem Tag gerechnet wird, ab dem der Antrag gestellt wird (glaube ich zumindest, bitte berichtigt mich wenn ich da was falsches schreibe!)


    Jilly, es ist noch viel zu kurze Zeit vergangen...
    es dauert einfach.... zuerst das realisieren .... dann das verarbeiten.
    Irgendwann wird der Schmerz weniger werden, das ist das einzige was ich dir versprechen kann.... das Vermissen wird bleiben.
    Bitte lass dir die Zeit die es braucht!


    ich schick dir viele lieben Gedanken
    deine Chris

  • Hallo liebe Jilly,
    ich weiß was du jetzt mitmachst bei mir ist es ein halbes Jahr aber als ich den Witwenantrag stellte und die mir erklärten was ich bekomme bin ich halb verrückt geworden vor lauter Existenzängsten aber ich Glaube da geht es jader Witwe so , habe jetzt auch alles erledigt was wir alles vorhatten , da fällst du immer wieder in ein Loch und meinst du kannst es nicht mehr aushalten du musst es einfach zulassen das Weinen mit jeden Weinen kann man es wieder besser aushalten und alles was du zum erstenmal ohne deinen Mann machst tut furchtbar weh aber mit jeden Schritt was du alleine schaffst wirst du stärker. Den Silvester fürchte ich auch werde heute auch wieder Weinen aber es hilft ja nichts wir sind noch am Leben und unsere Lieben die von uns gegangen sind wollen bestimmt nicht das wir so traurig sind . Kann dir leider auch nicht sagen wann der Schmerz aufhört , denn er kommt immer wieder .
    Wünsche dir alles Gute
    Dagi

  • Hallo!


    Also ich war zwar nicht verheiratet (Klaus ist 6 Monate vor der Hochzeit gegangen) aber ich hab jetzt über ein Jahr später immer noch Probleme damit Unterlagen zusammenzusuchen.
    Klaus und ich hatten ein gemeinsames Konto, jeder einen Kredit laufen. Wir wurden damals falsch beraten und bei unserer Unfallversicherung die wir extra wegen des Kredites abgeschlossen haben, beinhaltete nicht Ableben. Ich will da jetzt nicht zu tief ins Detail, aber im Moment warte ich wann der Termin für das Gerichtsverfahren angesetzt wird. War in den letzen 7 Monaten ständig bei einem Anwalt und es tut immerwieder weh diese Unterlagen vor so einem Termin zu suchen. Es tut einfach weh, wenn man versucht mit dem Verlust zu leben, und dann muss man sich auch noch mit Rechtsfragen auseinander setzen.
    Das Problem ist dann auch noch, das ich eigentlich gar nicht die Erbin bin und ständig meinen Schwiegervater anrufen muss, wenn ich wieder mal etwas von Klaus Unterlagen brauche.
    Vielleicht kann ja dir Jilly jemand bei diesen ganzen Papierkram helfen? Ich weiss wie schwer es ist, sich ständig mit solchen Dingen auseinander zusetzen. Aber vielleicht hilft es dir wenn du dies nicht alleine durchstehen musst.


    Der Schmerz wird leider nie vergehen. Es kommen Zeiten da wird man sich mir einem Lächeln an ihn erinnern können, und dann folgen wieder Zeiten, da könnte man den ganzen Tag nur weinen weil er nicht mehr da ist. Der Schmerz wird nicht weniger, man lernt nur damit zu leben.
    Dein Mann wird dich nie verlassen. Er wird immer in deinem Herzen sein und dort wo er jetzt ist, wird er auf dich warten.


    lg Sandra

  • Ich bin so verzweifelt.


    Mich quält so eine Angst, dass ich die Nächte nicht schlafen kann. Bei jedem auch nur dem kleinsten Geräusch werde ich wach und finde keine Ruhe.
    Ich liege im Bett das Herz schlägt als würde es jeden Moment zerspringen. Was ich vorher überhaupt nicht kannte war Angst. Sobald es Abend wird, schleicht die Angst sich ein. Ich weiß nicht womit es zusammenhängt, vielleicht, das 5 Tage nach dem Tod meines Mannes das Kellerabteil aufgebrochen wurde und ich deshalb Angst habe oder was?
    Habe mir ein Sicherheitsschloss einbauen lassen, damit sie mir nicht in die Wohnung einbrechen, aber das hilft mir auch nicht viel. Die Angst bleibt . Letzte Nacht hatte ich nicht nur Angst, sonder Herzschmerzen und beschwerden in der linken Hand.
    War heute beim Arzt der hat gleich ein EKG gemacht zur Abklärung, aber er sagt, es ist alles okey, es wäre in meiner Situation nicht ungewöhnlich, da ja jeder anders reagiert.
    Ich kann nun Menschen verstehen, die aus Verzweiflung sich das Leben nehmen, denn mit Gefühlen die man vorher nicht kannte, dann auf einmal konfrontiert zuwerden ist nicht einfach.
    Also mit einem Wort, mein Gefühlschaos wird statt besser eigentlich immer schlimmer. Ich sehe mich momentan nur bergabgehend. Kommt irgendwann der Tag oder der Zeitpunkt, wo ich die Sonne wieder als ganzer sehen kann und nicht nur hinter einer dicken fetten schwarzen Wolke.


    Ich umarme euch ganz fest wünsche euch, das es euch besser geht


    Lg Helga