Beiträge von Du_und_ich

    Die Menschen… ich werde sie nie verstehen.
    Die glauben nach einer bestimmten Zeit wäre man wieder die Alte.
    Es ist unglaublich. Das man ein Stück vom Herz verloren hat, das verstehen die nicht

    Ja, so geht es mir auch! Ich glaube das liegt auch daran, dass sie das nicht verstehe können, weil es ja nicht um sie geht. Das klingt verrückt, aber mir durch das alles auch klar geworden, wie wenig sich die meisten Menschen in andere hineinversetzen können. Und ein stück weit ist es auch unsere "moderne" Welt: Hast Du ein Problem? Da gibt's doch eine Lösung (z.B. ein Produkt, ein Medikament usw.). Und so wird eben empfohlen: "professionelle Trauerbegleitung, Reisen, Ausgehen, "Sich etwas gutes tun... (unendlich fortsetzbar...). Menschen sind nicht austauschbar und jede einzelne Beziehung ist so einzigartig, dass man das nicht durch was anderes ersetzen kann...

    Ich war gerade (mit Mama) einkaufen, ich spreche innerlich permanent mit ihr und vermisse sie einfach so sehr. Ich kann mir kaum vorstellen, noch länger auf dieser blöden Welt zu sein. Das Leben kann so schön sein, ja, aber ohne sie hat das alles für mich keinen Wert....

    Liebe Mayatochter,


    lieben Dank auch an Dich! Ja, es alles sehr schwer. Ich meinte das mit der Party eher so im Sinne, dass unsere Mütter leben und wir uns alle nicht hier im Forum, sondern "unter anderen Umständen", z.B. in einer Reha kennengelernt hätten und dort gemeinsam eine Party feiern. Ich weiß, das klingt verrückt, aber ich denke oft, wie wäre es wenn und dann stelle ich mir eben vor, wie alles "glücklich" verlaufen ist. Und sehe meine Mutter und mich mich glücklich vor mir.


    Liebe Grüße!

    Ich fühle mit Dir! Einfach nur SCHRECKLICH !!!


    Ich bin seitdem nicht mehr in der Lage klar zu denken, zu handeln……... Wann hört dieser furchtbare Zustand endlich auf? Doch alles läuft gewohnt weiter, ohne mich!
    Ich könnte den ganzen Tag nur heulen. Ich weiß leider auch nicht, wie es ohne meine Mama weitergehen soll. Der seelische und körperliche Schmerz ist einfach unerträglich.

    Ja, das ist unfassbar / man kann es gar nicht in Worte fassen - ohne sie hat für mich nichts Wert …

    Liebe Tine,


    mein aufrichtiges Beileid auch an Dich<3. Keine Worte können über den schweren Verlust hinweg trösten. Es ist einfach nur unendlich traurig, ohne unsere geliebte Mama weiterzuleben.


    Meine Mama ist gestern vor 4 Monaten ins Koma gefallen, seitdem ist alles unerträglich geworden.

    Fühle Dich von mir gedrückt ❤️

    Liebe Ela,


    ich bin in Gedanken bei Dir:!:Bei mir ist es im Juli passiert im Krankenhaus - es sah alles gut aus und dann kam es wie aus dem Nichts! Seitdem ist mein Leben kein Leben mehr - meine Mama und ich waren eins - jetzt bin ich amputiert. In jedem Moment vermisse ich sie - egal - ob es schlechte oder gute sind. Wir haben unser Leben in allem geteilt und mit niemandem kann ich so lachen, weinen und mich in allen Dingen austauschen - wenn ich etwas sehe, was mich bewegt zerfetzt es mich fast, dass ich es ihr nicht erzählen kann - ich kann es Freunden erzählen - aber zwischen uns war und ist (:!:) einfach diese unfassbare Resonanz.

    Willkommen hier in dieser Abteilung - ich wünschte ich hätte all diese tollen Menschen, die mit mir ihre Liebe zu unseren Mamas teilen, unter anderen Bedingungen kennengelernt. Stellt Euch das vor - wir hätten uns nicht hier, sondern in einer Reha kennen gelernt, festgestellt, dass wir alle Mutter-Tochter-Gespanne sind und zum Abschied eine Party gefeiert <3. Es klingt verrückt - aber seit ein paar Wochen versuche ich öfter solche Vorstellungen und sie helfen mir ein wenig - zumindest für einen kurzen Moment - denn ich sehe uns für diesen Moment glücklich und gesund. Und ich bin mir ganz sicher, dass irgendwo dies auch so ist. Wir sind aus irgendeinem Grund in diesen beschissenen Alptraum gerutscht - aus dem ich jeden Tag hoffe zu erwachen - fühl Dich gedrückt !

    Liebe Sternenstaub, das ist ja toll, lass uns gerne auch darüber austauschen - ich lese gerade auch viel dazu - aktuell eher noch im Internet - bin darüber aber auch schon auf ein paar Bücher gestoßen, die ich im Auge habe. Bei mir sind es vor allem Ideen, die auf physikalischer Forschung beruhen. Über die Nahtoderfahrungen habe ich auch einiges gelesen oder bei YouTube gesehen und einiges passt auch im Endeffekt zu den physikalischen Ideen. Vor allem interessiert mich, dass Vieles darauf hindeutet, dass unser Bewusstsein unabhängig von unserem Körper sein könnte.Hatte mir gerade die Woche schon gedacht hier mal darüber zu schreiben und das ist jetzt wie Gedankenübertragung, dass Du das Thema in Deinem Thread aufkommen lassen hast.

    Liebe Grüße <3

    Sternenstaub - ich habe auch so ein paar Dinge erlebt. Ich bin mir mittlerweile auch super sicher, dass es "mehr Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, als wir mit unserem Verstand erkennen können." (Laotse)

    Ja, das Umfeld denkt dann, dass Du Dir das einbilden WILLST, weil Du eben trauerst. Und dann gibt es zwei Typen. Die einen zeigen ganz offen, dass sie denken, dass Du spinnst. Und die anderen versuchen, sich nichts anmerken zu lassen und denken: "Wenn es ihr hilft, dann soll sie das doch denken."

    Aber es ist nicht so, Ich habe mich damit mittlerweile beschäftigt und das, was mich am meisten beeindruckt hat, ist, dass wir alle eigentlich ENERGIE sind und ENERGIE nicht sterben kann. Das hat mich regelrecht umgehauen, denn es ist damit eine physikalische und damit absolut fundierte Tatsache. Insofern, ist in Deinem Fall auch das "Flimmern" interessant, denn da wird die Energie direkt sichtbar. Und ich glaube auch, dass man es einfach fühlt, dass da in diesem Moment einfach "Mehr" war, als ein Wunsch oder eine Einbildung... Ich hätte das zugegebenermaßen früher auch für verrückt gehallten, hatte dann aber auch Erlebnisse und bin dann auf so einige physikalische Forschungen in diesem Zusammenhang gestoßen. Es ist halt teilweise kaum mit dem Verstand zu begreifen und das macht es so schwer zu glauben. Aber genau das sagt ja auch das Zitat, das wahrscheinlich nicht umsonst so viele Jahrtausende überlebt hat...



    Absolut, Linchen, wie zuvor geschrieben, viele können das ggar nicht verstehen, weil die Bindung einfach nicht so eng war...

    Liebe Tine,


    gar nicht! Im Gegenteil, ich danke, Dir, dass Du meinen Thread beschrieben hast. Ich bin dadurch, dass ich begonnen habe, meinen Vater zu pflegen, leider so platt gewesen (Trauer + Einarbeitung in die Pflege), dass ich nicht mal mehr hier schreiben konnte. Obwohl ich jeden Tag an Euch alle hier gedacht habe (denn eigentlich fühle ich mich nur hier richtig verstanden)! Lass es unser Wohnzimmer sein! <3


    Was Du schreibst, spricht mir zudem soooo sehr aus der Seele. Ich empfinde es ganz genauso. Habe auch das Gefühl, dass die Trauer um die Mutter gesellschaftlich anders bewertet wird. Insbesondere dann, wenn man (noch/aktuell) keine(n) Familie/Partner hat. Es wird dann oftmals unterstellt, dass man sich nicht angemessen "gelöst" oder ähnliches hat. Das ist regelrecht schlimm. Oftmals wird es nicht ausgesprochen, aber man SPÜRT es halt. Manchmal wird eben auch unterstellt, dass man eine Notgemeinschaft ist, weil man halt niemanden sonst hätte usw. Ich glaube das rührt daher, dass die meisten Menschen sich ein so gutes Verhältnis zur Mutter nicht vorstellen können. Die meisten (das sagte auch meine Tante zu mir) haben ein eher gespaltenes Verhältnis zur Mutter. Oder eben ein recht gutes, aber kein seelenverwandtes. In unseren Fällen war eben die Mama, wie Sonnenschein schreibt unsere Seelenverwandte / Verständnismensch. Ich rede daher mit anderen Menschen gar mehr so viel, weil ich das Gefühl habe, ich darf dann kaum davon sprechen, was ich wirklich fühle.

    Heute ist Freitag, das war so oft "unser" Nachmittag und wir haben dann oft Kaffee getrunken und unser Leben besprochen. Es war so kraftspendend, so ein unbedingtes Vertrauen, wir wussten, wir können unsere Gedanken völlig frei austauschen und das Verständnis war gegenseitig immer da. Auch das Gefühl, Themen ähnlich wichtig zu finden, bestimmte Ansichten zu teilen, die selben Dinge positiv oder negativ zu finden. Ähnlich in vielen Dingen zu empfinden und wenn es mal anders war, sich für die Denkweise zu interessieren. Sich ohne Vorurteil zu öffnen, sich zu respektieren, sich auch mal streiten zu können ;-) (ohne das das Fundament dadurch betroffen wäre) und EINFACH auch dieses ZEIT und AUFMERKSAMKEIT für einander zu nehmen, SICH WIRKLICH FÜREINANDER zu INTERESSIEREN - all das lässt sich kaum in Worte fassen. Ich glaube, man muss das erlebt haben, um zu begreifen, was man meint. Ich glaube auch, dass der Begriff Seelenverwandte richtigerweise auf die SEELE des Menschen abstellt. Die Seele ist eben nicht der Verstand, man kann dieses Bewusstsein, das man im Zusammensein mit jemanden empfindet auch nicht nur logisch erklären. Es ist dieses Gefühl, "zu Hause" zu sein, gemeinsam wie "eins" zu sein. Ich konnte das auch früher schlecht erklären. Wenn ich bei einer Freundin war und wir haben 3 Std. gequatscht (auch wenn es schön war), war ich danach oft ziemlich k.o. Mit meiner Mutter konnte ich den ganzen Tag quatschen und es hat mich null angestrengt. Das liegt meiner Meinung daran, dass wir in absoluter Entspannntheit waren, schwer zu beschreiben...


    Ich bleibe so oft im Alltag stehen, bekomme Panik, und frage mich dann, ob ich "träume" und es hilft mir dann zu sagen: "Ja, das träumst Du, es ist ein gemeiner/fieser Alptraum und Du wirst erwachen. Du liegst im Koma und in Wirklichkeit ist alles anders."

    "Mit dieser Vorstellung stehe ich einfach nur da, Angst und Panik steigen in mir auf und mein Herz schlägt bis zum Zerbersten.

    Und obwohl ich tagtäglich von Menschen umgeben bin, bin ich doch allein."


    Ja, Ralph - genau das fühle ich jeden Tag! Diese Panikattacken in diesen Momenten!

    Ja, Linchen, "der Untergang unserer Welt" - das ist so - meine Welt ist zerstört - mein Leben. Ganz oft werde ich nun gefragt: "UUUNd, wie gehts es Dir MITTLERWEILE?" Wenn ich dann sage; "Nicht gut, es ist so schlimm", verstehen das die meisten gar nicht. Kann man das wirklich nur verstehen, wenn man es erlebt hat? In meinem Umfeld gibt es niemanden mit dem ich darüber reden kann - alle wollen mich LEBEN und LACHEN sehen und ich bin einfach nur einsam - auch wenn ich unter Menschen bin - den dieser Mensch, den ich so brauche - der fehlt. Die Person, die mich blind versteht, die die gleiche Sprache spricht (im übertragenen Sinne), die mich kennt wie niemand sonst, die mich so liebt wie ich bin ich und gegenüber der ich mich uneingeschränkt öffnen kann und das ganze umgekehrt...

    Heute ist es bei mir katastrophal - gestern habe ich ab mittags fast nur noch geweint - heute überfällt mich andauernd Panik. Ich will einfach so nicht weiterleben - ich bekomme immer dann totale Angstgefühle, wenn ich darüber nachdenke, dass ich ohne sie leben muss. Es geht einfach nicht. Und kaum jemand scheint mich zu verstehen. Um mich herum sehen alle nur finanzielle oder organisatorische Aspekte. Für mich ist es einfach das Vermissen. Ich habe so Sehnsucht. Habe das Gefühl, dass mich keiner versteht außer sie.

    Ach, Ralph, genauso war es bei uns auch. Meine Mama war immer so stark und stolz, viel stärker als ich und gleichzeitig so sanftmütig und in sich ruhend. Ich stehe auch vor einem Scherbenhaufen - jeden Moment möchte ich mit ihr etwas teilen und weiß gar nicht wohin mit meinen Gedanken. Mir gehts genauso - selbst Dinge auf die ich stolz war oder bin machen erst richtig Freude durch das Teilen mit ihr - auch Dinge genießen - erst mit ihr dann richtig schön - egal ob wir es gemeinsam gemacht haben oder ich Erlebnisse hinterher mit ihr teilen konnte. Und wir konnten uns meist über die gleichen Dinge freuen und auch aufregen - wir haben das gleiche Empfinden in so vielen Dingen - fühle mich von sonst niemanden so verstanden und daher so einsam auch unter anderen Menschen - immer nach ihr suchend - immer auf sie wartend - nie komplett - wie halbiert.

    Tine - ich erlebe es ähnlich - selbst mein Onkel ließ das durchblicken - rede deswegen auch immer weniger mit anderen darüber…

    Du hast absolut Recht. Es ist respektlos . Anstandslos.


    Ich habe/ hatte zwar beides. Aber am Ende des Tages bin ich auch allein. Denn dieser eine Seelenverwandte / Verständnismensch , egal wer das ist, ob Partner,Mutter, Vater, Kind, Freund, Freundin.
    DIESER eine Mensch fehlt .
    Ich sehne mich so nach den Gesprächen, Unterhaltungen über alles und nichts mit meinem Mann.


    Und ich merke wirklich , immer wieder, in der Außenwelt, nicht hier, wie „ hohl“ , wie „ leer“ die Menschheit um mich herum geworden ist.
    Hört sich vielleicht auch sehr oberflächlich an , ist mein Gefühl.

    Dito. Denn das eine ersetzt die verlorene Person ja nicht. Klar, hat man vielleicht etwas mehr Unterstützung oder ist nicht so einsam. Aber Einsamkeit ist nur ein Aspekt der Trauer. Der Mensch, den man so unendlich vermisst, fehlt genauso, wenn man andere Personen um sich herum hat…

    Man möchte, was wir im Moment fühlen und durchmachen, in Worte fassen, aber es gibt nichts, was diesen Zustand auch nur annähernd beschreiben kann.

    Wir versuchen es trotzdem, weil es uns vielleicht zumindest etwas hilft, wenn wir den Menschen im Forum unsere Gedanken und Gefühle mitteilen.

    Ja, so ist es - im "normalen Leben" trifft man auf zu wenig Menschen, die unsere Situation nachvollziehen können und dann kommt zum Schmerz dazu, dass man sich noch rechtfertigen oder einfach ganz schreckliche Kommentare ertragen muss. Letztere sind oft gar nicht böse gemeint oder einfach unüberlegt, aber sie geben einem dann oft den Rest. Letztens habe ich mit meinem Onkel telefoniert und dann kam der Kommentar "Du warst halt so eng mit Deiner Mama - und Du hast halt keinen Freund und auch kaum Freunde und das macht es dann halt so schwer..." - Ich war noch nach dem Telefonat völlig fassungslos - denn erstens habe ich genügend Freunde - und war auch sonst immer sozial gut vernetzt - aber die Mama ist und bleibt eben meine Seelenverwandte. Und wenn dieser Mensch fehlt, dann hilft Dir eben auch nicht, dass Du noch Freunde hast, denn die hattest Du ja vorher auch schon. Also was denken sich die Leute bei diesem Mist, den sie da loslassen? Das man sagt: "Gut - gar kein Problem - macht ja nichts, ich habe ja genügend Freunde." Das ist doch absurd! Was würde er machen, wenn seine Partnerin stirbt? Würde er sagen: "Macht ja nichts, ich habe ja genügend Freunde."? Wollte ihm das jetzt nicht so direkt zurücksagen. Aber ich denke einfach, dass die Menschen gar nicht überlegen, was sie da so sagen...Und genau so die Sache mit dem Freund. Klar, würde mich ein Freund möglicherweise stützen, die Trauer an sich wäre aber nicht kleiner. Und DAS verstehen die Menschen nicht. Sie reden so, wie wenn eine Person durch ANDERE ersetzbar wäre. Das ist regelrecht verrückt. Deshalb rede ich immer weniger gerne mit anderen Menschen darüber. Es verstehen nur die Menschen, die etwas ähnliches durchmachen, durchgemacht haben wie wir...

    Liebe Esmussweitergehen,


    jaaa, die Wochenenden, Freitagnachmittag ins Wochenende starten, mit einem Einkauf, Kaffee oder beidem. Das Wochenende planen. Gemeinsam frühstücken, den Tag beginnen. Pläne schmieden. Tiefe Gespräche. Gemeinsam genießen. Etwas unternehmen, gemeinsam kochen, abends gemeinsam fernsehen.

    Mir fehlt auch so der Austausch in WIRKLICH ALLLEM - niemand versteht oder wird mich je so verstehen wie sie - ich kenne zwar viele Leute - aber sie teilen in so vielem nicht unsere Ansichten - das tut der Bekanntschaft oder Freundschaft an sich keinen Abbruch - aber ich kann mich eben nicht so vollständig mitteilen und fühle mich nicht so verstanden. Man teilt in so einer engen Bindung eben auch so viele Ansichten, Standpunkte, Vorlieben, das FEHLT mir so...