Posts by Nelson_180916

    Liebe traurige Speedy


    Ich möchte dir für deine an Maike gerichteten Worte danken. Die Lücke durch den Verlust des liebsten Menschen auf dieser Welt kann niemand und nichts schliessen. Jede/r sucht ihren/seinen Weg der Trauer. Ich kann auch nachvollziehen, wenn einem jegliche vorwärts gerichtete Motivation abhandengekommen ist. Ich versuche, den Schmerz zuzulassen, auszuhalten und mir Zeit zu lassen. Neue Erfahrungen in mir bisher kaum vertrauten Bereichen haben mir beim Überleben ein wenig Energie geben könnnen. Bei mir gehören dazu der Austausch in diesem Trauerforum und das Mitsingen in einem Chor.


    Liebe Grüsse und Danke an alle, die mir mit ihren Beiträgen helfen, das Gefühl des Alleinseins zeitweilig zu begrenzen,

    Nelson

    Lieber Uwe


    Dein Wunsch für jeden im Forum ist wunderschön. Mir rinnen die Tränen.


    Du bist ein feiner Mensch.


    Ganz herzlichen Dank

    Liebe Grüsse

    Nelson


    Liebe alle


    Beim Abendessen habe ich zwei junge Schäfchen entdeckt, die ich zuvor nicht gesehen hatte. Ich freute mich darüber. Ich bin kein Experte in Sachen Schäfchen (vielleicht werde ich es noch), deshalb kann ich nicht beurteilen, ob sie evtl. erst in letzten Tage zur Welt gekommen sind. Meine Trauerbegleiterin würde sagen, „das Rad des Lebens dreht sich weiter“. Für mich symbolisieren die Jungtiere insbesondere den Beginn neuer Leben. Vielleicht bereiten die Fotos im Kreis des Trauerforums ein bisschen Freude.


    Ich wünsche allen ein erträgliches restliches Wochenende


    LG Nelson



    Liebe alle


    Die Engelstrompeten liessen sich dieses Jahr viel Zeit, dafür blühen sie jetzt kräftig.


    Ich dachte, ein Blütengruss kann vielen eine kleine Freude bereiten.


    Am schönsten wäre es, wenn die Seele meiner Liebsten, Daliah, sich ebenfalls an den prächtigen Blüten und deren abendlichem betörenden Duft erfreuen könnte.




    Liebe Grüsse

    Nelson


    Hinweis:

    Im ersten Versuch vor ein paar Minuten vermochte ich das Foto nicht hochzuladen, weshalb ich diesen Beitrag löschte.

    Liebe stille Perle und liebe Sora


    Im Zusammenhang mit den auszugsweisen hiervor eingesetzten Zitaten aus euren Beiträgen sind mir meine Schilderungen zum vielen Weihnachtsschmuck meiner verstorbenen Ehefrau Daliah und die von stiller Perle dazu geäusserten Empfindungen wieder in den Sinn gekommen und haben mich nicht mehr losgelassen. Ich möchte dazu festhalten, dass ich deine, also stille Perles Beiträge dazu nie als falsch oder verletztend aufgefasst habe. Ebenso war meine Antwort mit dem sinngemässen Bestandteil ... dann wisse ich ja, was ich zu tun habe ... nie böse gemeint. Ich hoffe, in dieser Hinsicht konnte ich allfällige Unklarheiten aus dem Weg räumen. Wenn ich mir nur etwas eingebildet habe, kann ich diesen Beitrag auch gerne löschen.


    Liebe Grüsse

    Nelson_180916

    Liebe Menschen im Trauerforum


    Seit letztem Freitag weidet eine kleine Schafherde unterhalb meines Gartens. Den Tierchen zuzuschauen, lässt meine Trauer ein wenig in den Hintergrund treten. Wie ich gelesen habe, sind Schlafstörungen unter uns nicht selten. Vielleicht helfen meine Fotos beim Schäfchenzählen.


    Ich wünsche allen schlafreiche Nächte voller wunderschöner Träume,

    Nelson_180916


    L

    Hallo Sora


    Ich finde es stark, dass du für dich gekocht hast. Auf sich selbst zu achten, halte ich für einen bedeutenden Pfeiler für das weitere Dasein.


    Ich habe „Sora“ noch gegoogelt. Als japanischer Name bedeutet er Himmel. Als kleiner Junge las ich vor mehr als 50 Jahren das Buch „Die rote Zora“, das meine beiden um sieben und sechs Jahre älteren Schwestern damals toll fanden. Mir ist das Bild eines starken rothaarigen Mädchens, das die Anführerin einer Gang war, haften geblieben. Mit dieser Kombination, Himmel und Stärke, wünsche ich dir dass dein noch junges Leben auch wieder sonnigere Zeiten für dich bereithalten wird.


    Auch wenn ich mich selbst noch oft tief im Trauertal aufhalte, glaube ich, auch dank Unterstützung im Forum und von meiner Trauerbegleiterin, dass wir alle uns Zeit lassen müssen. Eine grosse Wunde kann nicht so rasch vernarben.


    Liebe Grüsse

    Nelson_180916

    Lieber Uwe


    Auf die Gefahr hin, dass meine Gedanken nichts grundsätzlich Neues in deinen Entscheidungsfindungsprozess werden hineintragen können, möchte ich sie dir dennoch nicht vorenthalten.


    Die von mir beigezogene Trauerbegleiterin, sagte mir mehrfach, das Rad des Lebens werde mich über kurz oder lang wieder mit sich nehmen.


    Zunächst trieb mich diese Aussage dazu an, alle möglichen Aktivitäten zu entfalten. Nach einiger Zeit habe ich die eine oder andere wieder aufgegeben. Heute überlege ich mir reiflich, bevor ich ein Angebot annehme oder abschlage. Ich glaube tief in meinem Innern spüre ich, ob mir etwas gut tun wird oder nicht. Mut kann aus meiner Sicht sowohl bedeuten, ja zu etwas Neuem zu sagen, als auch ein Angebot abzulehnen.


    Am schwierigsten sind die Situationen, in denen sich Pro und Kontra im Gleichgewicht zu befinden scheinen. Ich lasse mir dann Zeit, auf die Gefahr, dass sich eine Türe, die sich eventuell hätte öffnen lassen, schliesst.


    Ich wünsche dir von Herzen, dass du den für dich richtigen künftigen Weg wählst. Vertrau deiner eigenen inneren Stimme.


    Liebe Grüsse

    Nelson_180916

    Guten Abend liebe Sternschnuppe04

    Ich möchte dir mein aufrichtiges Beileid aussprechen. Ich denke, die Umstände, in denen uns jemand verlassen hat, darf man nicht überbewerten.

    Das Schreiben hier kann dir helfen, den Abschied zu verkraften.

    Auch wenn ich es anfangs kaum glauben wollte, die Zeit vermag den Schmerz zu verringern. Trag Sorge zu dir, liebe Grüsse Nelson_180916

    Lieber Edradour

    Ich denke, dass Bewusstsein über den bevorstehenden Abschied ist ein Teil des Trauerns.


    Meine geliebte Ehefrau und ich erhielten im September 2017 Kenntnis über einen bösartigen Tumor, der zu ihrem Tod führen würde. Am 16.09.2018 verliess sie diese Welt in meinen Armen.


    Wir waren uns im letzten gemeinsamen Jahr sehr nahe. Es tat unendlich weh, als sie mir sagte, es gehe dem Ende entgegen. Ich stand ihr nach besten Kräften bei. Jeder Mensch muss wohl für sich herausfinden, was für ihn richtig ist.


    Mich hier im Trauerforum zu äussern und von Menschen in vergleichbaren Situationen zu lesen, schätze ich sehr, auch wenn jedes Schicksal letztlich so einmalig ist wie jedes Individuum.


    Ich wünsche deiner Partnerin und dir viel Kraft.

    Liebe Grüsse

    Nelson_180916

    Ihr Lieben


    Meine geliebte Daliah hatte schon vor vielen Jahren den Aphorismus „Nicht die Jahre im Leben sind wichtig, sondern das Leben in den Jahren“ zu einem ihrer Favoriten erklärt. Wir durften 27 Jahre buchstäblich durch Freud und Leid zusammensein - ich bin dankbar für jeden Augenblick. Ich vertraue ebenfalls darauf, dass wir uns einmal wiedersehen werden. Ich spreche jeden Tag zu Daliah.


    Auch wenn es mir oft schwerfällt, versuche ich meinem „Restleben“ eine Chance zu geben. Daliah wünschte sich, dass ich mein Leben weiter geniesse. Ich geb mir grosse Mühe, glaube allerdings, dass ich vor allem Geduld haben muss.


    Liebe Grüsse

    Nelson_180916

    Liebe Petra


    Ich danke dir für deine an mich gerichteten analytisch präzisen, treffenden Ausführungen von heute Vormittag. Sie haben mich angespornt, meinen Weg nach besten Kräften weiter zu gehen. Ich bin bestrebt, Daliahs "Auftrag" zu erfüllen, nur bereitet mir das "Wie" öfter Kopfzerbrechen.


    Seit dem 28.06.2019 führe ich zwei Tagebücher mit Eintragungen positiver (Lichtblicke, gute Erfahrungen und Erlebnisse, über die ich mich freue) und negativer Begebenheiten. In Anlehnung an Astrids Beitrag vom 28.06.2019 in meinem Thread


    Zitat:


    "Lieber Nelson,

    da würde ich dich fragen, ob wir als Etappenziele am Erkennen und Konservieren einzelner Momente mit Lebensfreude arbeiten sollen.

    Wir würden ein bisschen darüber sprechen, was das für dich bedeuten würde.

    Und dann würde ich dir vielleicht die Geschichte von der weisen Frau mit den Bohnen erzählen:


    Die Weise Frau und die Bohnen

    Es war einmal eine sehr alte, weise Frau. Sie hatte ein recht

    beschwerliches Leben.

    Jeden Morgen, bevor sie ihr Tagwerk begann, legte sie sich eine

    Kittelschürze um. Dann ging sie in ihre Speisekammer und nahm

    eine Handvoll Bohnen aus einem Sack. Diese steckte sie sich in die

    rechte Tasche ihrer Schürze.

    Wann immer ihr im Laufe des Tages etwas Schönes begegnete – das

    Lächeln eines Kindes, der Gesang eines Vogels, der Klang einer

    Klangschale, ein Mitmensch, der ihr eine Freundlichkeit erwies, der

    Duft einer schönen Tasse Kaffee, ein Sonnenstrahl, der ihr Gesicht

    traf oder ein schattiger Platz in der Mittagshitze – kurz gesagt, für

    alles, was ihr Herz und ihre Sinne erfreute, ließ sie eine Bohne von

    der rechten in die linke Schürzentasche wandern.

    Am Abend, bevor sie sich schlafen legte, nahm sie die Bohnen aus der

    linken Tasche ihrer Kittelschürze. So betrachtete sie, was ihr an

    diesem Tage Schönes widerfahren war. Bei jeder einzelnen Bohne

    wusste sie noch ganz genau, was ihre Freude ausgelöst hatte.

    Und wenn sich auch nur ein einziges Böhnchen in ihrer linken

    Schürzentasche fand, dann war es für sie ein Tag, an dem es sich

    gelohnt hatte, zu leben. (Verfasser unbekannt)


    Und dann würde ich dir ein Säckchen mit Bohnen geben und dich fragen:

    gab es heute schon einen Moment, in dem du eine Bohne von der linken in

    die rechte Tasche hättest legen können.

    Dann würden wir darüber sprechen, was solche Momente für dich sind.

    Und als HÜ würdest du die Aufgabe bekommen, diese Übung jeden Tag zu

    versuchen und am Abend die Momente, die eine Bohne wert waren für dich

    in ein Tagebuch zu schreiben.

    In ein anderes Tagebuch würdest du schreiben, was die schweren Momente sind,

    denn auch die gehören dazu und sollen gesehen werden.

    Und dann würden wir uns in 7-14 Tagen wieder treffen."

    ...


    führe ich seit dem 28.06.2019 zwei von mir "Bohnentagebücher" + und - benannte kleine Hefte. Deine oben genannte Antwort an mich bzw. was sie in mir auslöste, habe ich heute im +-Bohnentagebuch eingetragen.


    Die Tagebücher vermögen keine Wunder zu bewirken. Ich fand, es sei den Versuch wert, mir damit vorhandener Mosaiksteinchen von Lebensfreude besser bewusst zu werden, ohne die Kehrseite der Medaille zu unterdrücken.


    Liebe Grüsse

    Nelson_180916

    Liebe Petra

    Auch ich kann dir leider nicht sagen, wie man das alles schafft. Ich glaube, jeder Mensch muss den für ihn passenden Weg finden.


    Mir hilft die Beteiligung im Trauerforum.


    Meine geliebte Ehefrau hat mich mehrfach gebeten, das Leben weiter zu geniessen, wenn sie nicht mehr da sein werde. Nach ihrer Diagnose eines bösartigen Blasentumors in fortgeschrittenem Stadium blieb uns noch rund ein gemeinsames Jahr, in dem viel Nähe möglich war, wir aber auch immer wieder mit neu auftauchenden Schwierigkeiten konfrontiert wurden.


    Wie ich das Restleben geniessen soll, habe ich noch nicht herausgefunden.


    Ich versuche, auf mich zu achten, und dem in dieser Form nie gewünschten Leben eine Chance zu geben.


    Ich finde, es bleibt mir nicht viel Anderes übrig. Ich trage die Hoffnung in mir, dass das Leben mit der Zeit wieder erträglicher werden könnte, auch wenn es nie mehr sein wird, wie es war.


    Vor kurzem bin ich auf "Tigerlillys" schönen Gedanken gestossen, dass es ihr vielleicht gelingen könnte, einmal Gutes, das sie im Leben empfangen durfte, an andere Menschen weiterzugeben. Ich finde den Gedanken sehr schön, und er vermittelt mir die Hoffnung, vielleicht in dieser Weise wieder einen Sinn im Dasein erkennen zu können.


    Liebe Grüsse

    Nelson_180916