Posts by Urania

    Liebe Liesel :30::30::30:<3


    Da spricht Deine Trauer heraus und vielleicht eine Ueberforderung?


    Bitte nimm noch mehr Hilfe in Anspruch und spreche mit Deiner Therapeutin ueber deine Gedankengänge und Gefuehle. Falls Du gerade ueberfordert bist dich um deine Tochter zu kuemmern ist das total verständlich .. doch du hast jederzeit das Recht noch mehr Hilfe in Anspruch zu nehmen! Der Trauerprozess ist hart doch er wird dich mit der Zeit heilen<3:24::24::24:

    Vielleicht mal ins Schwimmbad gehen und schwimmen? Körperliche Bewegung soll einen positiven Effekt auf die Psyche haben.


    Lass Dir vielleicht auch mal die Leberwerte kontrollieren. Man hat auch herausgefunden, dass es einen Zusammenhang zwischen Leber und Depressionen gibt.


    Um dein Trauma zu verarbeiten... hast Du es mal mit EMDR probiert?


    Wuensche Dir viel Kraft und Heilung

    Ja, die Pflege Deines Vaters ist auch Arbeit und Pflege an sich ist eine der härtestens Arbeiten ueberhaupt! Hut ab!


    Doch sehe es wie die anderen, eigentlich solltest Du dich der Wahrheit stellen, dass es einfach nicht mehr so weiter gehen kann.


    Versuche es mit der Erwerbungsfähigkeitsrente wie Bine es vorgeschlagen hat.


    Ändere etwas an Deinem Leben und das JETZT bevor wie Tigerlily schrieb es andere fuer dich uebernehmen. Noch bist Du Kapitän deines Lebens und du kannst Dein Schiff lenken wohin Du es möchtest. Die Richtung musst aber du selber bestimmen und auch die Fahrt dorthin.


    Fang mit der Zankerei ums Erbe jetzt an, dann hast du es endlich hinter dich gebracht und musst dich nie wieder zanken, deinen Vater nie wiedersehen, ihn nie wieder pflegen und du bist endlich frei!


    Befreie Dich und uebernimm Verantwortung fuer Dein Leben und nur DEIN Leben und das ist schon sehr viel.


    Sei liebevoll zu dir und rede mit Deiner Dorit die sicherlich an deiner Seite ist und dich bei den ganzen Veränderungen in deinem Leben unterstuetzt und bei dir ist. <3

    Ich weiss nicht was ich mit dem Gedanken machen soll, dass wir "Lernaufgaben" in diesem Leben bekommen... Irgendwie kann ich mich mit diesem Gedanken nicht anfreunden. Dies liegt ganz besonders daran, dass Lernaufgaben implizieren, dass "schlimme" Dinge NUR geschehen damit wir etwas lernen sollen... Wir also dumme kleine Schueler sind, die permanent Leid erfahren muessen um etwas zu lernen.



    Ich denke, dass gewisse Dinge einfach geschehen. Wir können dem Leid nicht entrinnen weil irgendwann immer ein Erlebnis kommen wird, dass wieder Leid erschafft. Das Leben ist nicht statisch und alles ist permanent in Veränderung. Morgen kann alles ganz anders sein wie heute.


    Am liebsten hätten wir einen zeitlosen Raum, wo alles statisch ist und sich nichts verändert um eine gewisse Kontrolle ueber das Leben zu haben. Doch dies ist nicht möglich!


    Wir alle werden alt (falls wir nicht vorher sterben sollten), wir alle werden mal krank (falls wir nicht vorher sterben sollten), wir alle werden mal sterben. Wenn wir hier die Ueberlebenden also gestorben wären statt der Verstorbenen wären sie jetzt an unserer Stelle mit all diesem Schmerz mit all diesen Schuldgefuehlen....


    Die Gegangen haben es geschafft, sie sind uebergangen in eine andere Welt in der Sie frei von Leid sind. Wie diese Welt danach aussieht, darueber können wir nur spekulieren...


    Wir die Hinterbliebenen haben die freie Wahl wie mir mit unserem restlichen kurzen Leben noch umgehen wollen....


    Wenn es eine Lernaufgabe gibt, dann wäre es nur die, dass der Tod der Verstorbenen uns wachruetteln soll, wie wertvoll und doch kurz das Leben ist.


    Aber wie gesagt... es liegt an uns was wir mit diesem Leben machen... Wir werden eh irgendwann sterben und vielleicht sollten wir uns Gedanken machen was wir mit der verbleibenden Zeit machen.... zum Beispiel den anderen hier beistehen.. .


    Und genau das macht ihr alle hier. Ihr gebt auch den anderen sehr viel auch wenn ihr nichts auf den ersten Blick gebt durch Eure Erzählungen, durch Eure Geschichten, durch Eure Gefuehle... Alles lebt alles schwingt und alles ist miteinander verbunden.

    Es ist so ein Phänomen, das ihr sicher auch kennt.


    Wenn man andere Beiträge liest bezieht man es öfters auch auf sich selber.


    Ich meine damit, dass man anfängt zu vergleichen oder auch Gemeinsamkeiten in der Geschichte sucht. Manchmal tut es einem weh was man liest, da es einen "triggert".


    Wir haben alle so viele Emotionen in uns, die einfach aufschäumen und die wir unreflektiert in diesem Moment fuer "richtig" halten.


    Natuerlich ist jede Emotion authentisch und möchte gefuehlt werden in diesem Moment doch sollte man sie sich anschauen und reflektieren...


    Warum fuehle ich jetzt so? Warum fuehle ich mich angegriffen? Was ist gerade passiert? Geht es wirklich um mich? Interpretiere ich etwas hinein? Und wenn ja wieso?


    Wir haben alle andere Erfahrungswelten und manchmal verstehen wir uns gedanklich und gefuehlmässig einfach nicht, da wir einfach andere Individuen sind und eine andere Lebensgeschichte haben.


    Man kann es sich gleichnismässig einfach so vorstellen:


    Wir sind alle Aliens und jede/jeder einzelne kommt von einem anderen Planeten mit z.B. einer anderen Atmosphäre, Gravitation, manche haben mehrere Sonnen am Firmanent stehen, auf dem Planeten wachsen andere Pflanze und beherbergen andere Tiere usw. usw.


    Wie soll man sich da wirklich verstehen? Man muss erstmal einen gemeinsamen Konsens finden und unser gemeinsamer Konsens hier ist einfach: Trauer und Verlust.


    Liebe Gruesse


    Katarina

    Lieber Matthias


    Tatsache ist, dass Du eine Grenze ueberschritten hast (ohne Vorwurf oder Verurteilung von mir) und Dir der Stock "ausgerutscht" ist und dadurch ein hohes Risiko besteht, dass Dir der Stock nochmals ausrutschen könnte. Durch deine Traumatisierung kannst Du leicht die Kontrolle ueber Deine Handlungen verlieren besonders wenn Dein Vater in Dir so starke Gefuehle hervorruft. Du brauchst endlich richtige Hilfe in ALLEN Bereichen!


    Dein Vater könnte morgen plötzlich sterben, was wuerdest Du dann tun? Mache Dir Gedanken um andere Möglichkeiten denn es könnte schneller soweit sein wie Du denkst. Es gibt auch die Möglichkeit der Sozialhilfe.


    Liebe Grusse, viel Kraft und Du hast mein Mitgefuehl<3

    Lieber Matthias


    Ist es wirklich "schwere Körperverletzung"? Es ist öfters der Fall, dass ueberfordete Menschen aggressiv reagieren, da "Pflege" knochenhart sein kann und an die seelische und körperliche Substanz gehehn kann. Bei Dir kommt noch der Hass auf den Vater hinzu und deine Traumatisierung durch ihn in der Kindheit.


    Du solltest Dir ueberlegen die Pflege deines Vaters 100 % jemand anderem zu ueberlassen.

    Denke bitte nicht an das Pflegegeld, denn irgendwann stirbt dein Vater in der Zukunft und du wuerdest dann kein Pflegegeld mehr erhalten.. An sich denke ich wenn Du angeklagt wirst hat es sich mit der Pflege erledigt....


    Es ist jetzt passiert und Du kannst es nicht mehr rueckgängig machen. Schau einfach was Du fuer Optionen hast. Du solltest Dich auch psychiatrisch untersuchen lassen, da Du durch den Tod deiner Doris traumatisiert wurdest und unter Medikamenteneinfluss stands. Desweiteren weiss ich nicht ob Alkohol noch mit im Spiel war. Sei einfach ehrlich und schildere die Umstände die dazu gefuehrt haben.


    Bin in Gedanken bei Dir und habe Mitgefuehl mit Dir und sende Dir viel Kraft das alles durchzustehen. <3Deinem Vater gute Besserung

    Liebe Still Crazy


    Fuer mich ist es so, wenn ich traurig bin ist das ein Teil der Trauer.....


    Trauer ist Ausdruck des Beziehung zu der gegangenen geliebten Person die sich unterschiedlich ausdruecken kann:


    Vermissen

    Einsamkeit

    Herzschmerzen

    Weinen

    Schlaflosigkeit

    Atemnot

    Niedergeschlagenheit

    Lustlosigkeit

    Rueckzug

    Verbundenheit

    Konzentrationsschwierigkeiten

    Kraftlosigkeit

    Realitätsverlust

    Gefuehl, des Fallens

    Gedankenkarussel

    Schuldgefuehle

    Liebesgefuehl usw. usw.


    Hoffe ich habe Dich richtig verstanden.... kann auch sein, dass ich total auf dem Holzweg bin...



    Ich habe mit dem "Entsorgen" gewartet, weil ich einfach eine zeitlang noch nicht bereit dazu war loszulassen. Jetzt habe ich nur noch die Sachen, die mich am meisten an sie erinnern also persönliche Gegenstände auch Kleidungsstuecke.


    Liebe Gruesse Katarina

    Liebe Terschekowa


    Stimme den anderen total zu. Du bist kein Monster!


    Wie man den anderen Menschen begegnet liegt auch daran wie man sich selber begegnet... habe ich auch Mitgefuehl fuer mich uebrig?



    Liebe Kornblume


    Und der Mensch wacht nicht auf. Lässt sich von den Medien berieseln und redet sich ein, wie gut es ihm geht.

    Und es wird immer schlimmer. Und jeder lebt in seinem Trott weiter.

    Ich glaube es ist eher so, dass jeder zuviel ueber die Schrecken dieser Welt liest, hört oder sieht. Man kann sich dadurch echt machtlos fuehlen..


    Ausserdem bin ich sehr selten auf Menschen getroffen, die dachten, es geht mir gut. Es gibt immer etwas im Leben... jeder hat sein Buendel zu tragen und jeder geht damit anders rum... z.B. auch durch Konsumverhalten.


    Stimme Dir vollkommen mit den Antennen usw. zu... man spuert einfach mehr.



    Zur Empathielosigkeit.....

    Ich hatte mal eine gute Freundin und ihre Schwester ist leider mit 18 Jahren an Leukaemi verstorben. Es war eine schlimmste Zeit fuer sie und ich und meine verstorbene Frau waren fuer sie da. Die Zeit verging und irgendwann bin ich ihr wieder "normal" begegnet.. ohne daran mehr zu denken, dass ja ihre Schwester verstorben war!.. Wie soll ich es beschreiben.... fuer sie war der Tod immer noch präsent ... fuer mich war der Tod ihrer Schwester nach einer Weile nicht mehr so präsent und dies kann dann leider zu "empathielosigkeit" in gewissen Situationen fuehren. Ich konnte auch nie wirklich verstehen oder nachfuehlen wie sie sich gefuehlt hat, da ich bis dahin keine grossen Verluste im Leben hatte.


    Liebe Gruesse


    Katarina