Posts by Sonnenblumen

    Liebe Wanderin,

    das Erzählen von unseren Liebsten finde ich eine schöne Idee. Ich fange mal an ...


    Heute fiel mir ein immer wieder zu Heiterkeit führender Scherz meines Mannes ein, da unsere Hausfriseurin gerade da war. Immer wenn ich fertig war, zeigte ich meinem Mann die neue Frisur und fragte ihn nach seiner Meinung. Er antwortete: " Na, mein Schatz, bist du nicht drangekommen?" :8:

    Meine Friseurin und ich haben herzhaft gelacht, als wir uns an ihn erinnert haben. Er hat soviel Fröhlichkeit in unser Leben gebracht.

    LG :24:

    du sprichst mir aus dem Herzen, Puzzle<3:!:

    hier kann ich sagen wie es mir geht und muss nicht schauspielern, dass ich nach einem Jahr mein Leben immer noch nicht im Griff habe.

    Ich fasse dich an und gehe die nächsten Schritte gemeinsam mit dir. Wer ist die/der nächste, der mitmacht? :30:

    ....ja, die Sicherheit....

    Liebe Puzzle! Das hast du gut beschrieben!

    Immer wieder habe ich gehört, dass ich stark bin und vieles alleine schaffe. Das war auch so! Aber wenn ich mich heute sehe, dann bin ich ängstlich, unselbständig und entscheidungsunfreudig. Ich erkenne mich nicht wieder :(. Das macht mir Angst.

    Das Schlimme an unserer Situation ist, dass wir nicht nur unseren Lieblingsmenschen verloren haben sondern auch noch uns selber.

    Ich bin auf der ständigen Suche ... Ihr auch?


    Ich wünsche euch allen einen schönen Abend. Sonnenblume

    Liebe Hexe! Auch ich bin erschüttert von deinem Verlust und verstehe dich so gut. Mein Mann und bester Freund ist heute vor einem Jahr von mir gegangen und ich kann es immer noch nicht fassen :13:. Ich habe unendlich viel ausprobiert in diesem Jahr, um den Schmerz abzumildern und nicht so leiden zu müssen. Es war schwere Arbeit -Trauerarbeit- und sie dauert und wird noch dauern... Das habe ich gelernt.


    Leider können wir dich hier im Forum nicht trösten, aber es ist immer einer da, der deine Worte liest und das Lesen der vielen unterschiedlichen Erfahrungen wird dir hoffentlich ein wenig helfen bei deiner Trauerarbeit.

    Sei herzlich umarmt und aufgenommen in unserer Mitte.

    Sonnenblumen:24:

    Liebe cenerentola,

    gerade lese ich deine traurigen Zeilen. Auch wenn ich dir nicht wirklich helfen kann, möchte ich dir doch zeigen, dass jemand mit dir fühlt und du nicht alleine bist.

    Auch ich habe mir die letzten Tage vor dem Tod meines Mannes immer wieder durch den Kopf gehen lassen und wie gerne hätte ich das eine oder andere gesagt. Aber wenn ich ganz ehrlich zu mir bin, weiß ich, dass mein Mann meine Gefühle für ihn kannte und alles, was ich ihm in so einem letzten Moment hätte sagen können, auch wusste.

    Bei uns war das sogar so, dass vor seinem Tod sein Arzt uns sagte, dass er ihm nicht mehr helfen könne. Wir waren wie vor den Kopf geschlagen, da 3 Tage vorher die Aussichten für das Anschlagen der Therapie gut standen. Wir waren beide sprachlos, geschockt und konnten uns nur an den Händen halten und sagen, dass wir uns liebten. Was sagt man einem Menschen, der bald gehen muss?

    Wir besprachen alltägliches in dem Glauben, dass wir noch einige Zeit hätten. 4 Stunden später war er tot.


    Ich glaube, dass ich mit jeder Situation hadern würde. Es gibt keine, die einem das hinterher leichter macht. Man muss irgendwie seinen Frieden mit dem Geschehen finden und das ist eine langwierige Suche.


    So wie du deinen lieben Mann beschreibst, hat er sicherlich schmunzelnd auf der Bank gesessen und zugesehen wie du dich gestresst hast. Er kannte dich und liebte dich so wie du bist. Da war kein Erwarten, dass du etwas anders hättest machen sollen. Er kannte dich ja nicht nur als gestresste Frau sondern auch als eine, die für ihn da war und Zeit hatte. Wir haben viele Seiten und die lieben unsere Männer an uns.

    Vielleicht hilft es dir deinem Mann einen Brief zu schreiben, in dem du ihm alles schreibst, was du noch sagen wolltest.


    Ganz liebe Grüße

    Sonnenblume:24:

    Liebes Rienchen!

    Die Tage auf dem Sofa, die fehlende Energie irgend etwas zu tun und das Gedankenkarussell kennen wir alle. Auch das Erstaunen darüber wie die Trauer uns verändert hat, aber ich glaube, dass alle diese Gefühle wichtig sind, um zu verstehen, was passiert ist. Es ist doch unmöglich, dass wir uns und unser Leben sich nicht verändert nach diesem großen Verlust. Also sei milde zu dir!! Alles ist richtig und uns anderen geht es genauso. Das hat mit Versagen nichts zu tun....

    Aber wie schön, dass du erste Schritte nach vorne ins neue Leben machst und es ausprobierst. Du kannst stolz auf dich sein :24:.

    Liebe Grüße Sonnenblume

    Liebes Rienchen,

    ich kann dich so gut verstehen..... auch ich suche nach Wegen irgendwie in meinem neuen Leben klar zu kommen. Ich finde deine Idee mit dem LineDance super. Ich schaue mal, ob das hier möglich ist.

    Besonders schlimm finde ich im Moment diese Stille zusammen mit dem dunklen Wetter. Aufzuwachen und alleine zu sein und mit keinem reden zu können. Ich komme morgens besonders schwer in Gang und habe zu nichts Lust. Was macht ihr gegen diese runterziehende Stille?

    Liebe Grüße Sonnenblume

    Liebe Harroschatz,

    willkommen hier bei uns. Ich wünsche dir mein Beileid zum Tod deines Mannes und kann gut nachvollziehen wie du dich im Moment fühlst.

    Wir alle kennen die Gefühle und deshalb kannst du rund um die Uhr jeden Tag der Woche deine Gedanken hier aufschreiben. Es ist immer jemand da, um zu antworten.

    Wenn du magst, erzähle uns doch von dir und deinem Verlust.

    LG Sonnenblume

    Liebe Sofie,

    alles was du schreibst, habe ich auch erlebt und hier schon häufig gelesen. Die ersten Wochen stand ich so unter Schock, dass ich den Tod meines Mannes nicht glauben konnte. Gleichzeitig hatte ich anfangs eine große Energie, die ich aber auch brauchte für die vielen Erledigungen, die anstanden. Meine Trauerbegleiterin hat mir erzählt, dass direkt nach dem Tod wir unter Schock stehen und der Körper Adrenalin ausstößt, um diese Zeit überstehen zu können. Dieser Ausstoß dauert ca 6 Monate bis er sich wieder auf das normale Maß einpendelt.

    Dabei erlebt man gefühlsmäßig eine Achterbahnfahrt, die sich lange Zeit nicht ändert. So war es bei mir...... Ich verstand überhaupt nicht, warum ich mich sogar schlechter fühlte als zu Anfang und das ist heute immer noch so.

    Auch ich bin von meinem Bruder nach 4 Wochen gefragt worden, ob es mir schon besser gehe. Ich war sehr ärgerlich wie er glauben konnte, dass eine 24jährige Beziehung nach dieser Zeit schon verarbeitet sei. Heute bin ich ein wenig milder, weil er noch nie in so einer Situation war und wahrscheinlich aus Unsicherheit nichts anderes fragen konnte. Wahrscheinlich hat er es gut gemeint...

    Ich kann gut verstehen, dass du dich hier im Forum wohler fühlst als im Alltag, weil wir alle genau wissen, was du meinst, wenn du schreibst. So ein Durcheinander im Kopf und Herzen habe ich vorher noch nie erlebt.

    Ich sende dir viel Kraft, um den heutigen Tag zu überstehen. LG Sonnenblume

    Liebe Sophie,

    wie gut, dass du uns gefunden hast. Wir können dir deinen Schmerz nicht nehmen, aber du kannst sicher sein, dass rund um die Uhr jemand deine Zeilen liest und dir antwortet. Fühl dich willkommen und aufgehoben in unserer Runde der Trauernden. Dass du so neben dir stehst und nicht weißt, wo oben oder unten ist, haben wir alle erlebt und erleben es immer noch. Es dauert sehr sehr lange bis eine neue Normalität entsteht in der alles an einen anderen Platz rückt. Setz dich nicht unter Druck und nimm dir die Zeit, die du brauchst, um dieses große Unglück zu begreifen.

    LG und fühle dich gedrückt Sonnenblume

    Liebe Niobe,

    danke, dass du erzählt hast, warum du in letzter Zeit mehr liest als schreibst. Ich kann das gut verstehen, aber denke, dass du schreiben solltest, wenn es dir gut tut. Aus Rücksicht auf andere es nicht zu tun wäre nicht richtig.

    Mich entlastet es sogar zu lesen, dass es nach 9 Monaten immer noch so schwer ist. Der Tod meines Mannes liegt 10 Monate zurück und es wird nicht leichter. Anders ja, ich erkenne die Realität mehr an, aber leichter nein.

    Sei lieb gegrüßt

    Sonnenblume

    Liebe Elke,

    ich sende dir mein Beileid und viel Verständnis für deine Gefühle. Auch ich bin froh hier ein Forum gefunden zu haben, wo man jederzeit lesen, schreiben und Verständnis finden kann. Deine Situation kennen wir alle und sind deshalb rund um die Uhr für dich da. Hier bist du keinem lästig mit deiner Geschichte, hier kannst du alles und so oft und lange erzählen was dich bedrückt.

    LG Martina

    Liebe Gaby,

    Ich habe es überstanden... genau! Das mit dem woanders schlafen konnte ich anfangs auch nicht. Das dauerte mehr als ein halbes Jahr, aber jetzt hatte ich es mir bei der Hochzeit als Ziel gesetzt und letzte Woche war ich am Wochenende bei Freunden mit einer Übernachtung. Eins nach dem anderen....du wartest einfach bis du es dir zutraust. Das wird schon! LG Martina:30:

    Liebe Gaby,

    wie schön von dir zu hören. Ich lese schon längere Zeit im Forum herum, weil ich nicht zur Ruhe komme und siehe da, da kommt deine Nachricht....

    Die Hochzeit war sehr schön und alle waren begeistert und zufrieden. Vor allem das Brautpaar empfand es als schönsten Tag im Leben und das ist auch richtig so!

    Mein Mann fehlte für mich an diesem Tag besonders an meiner Seite. Bei mir waren die Gefühle sehr gemischt. So lange Programm war, könnte ich mich gut ablenken und meine Gefühle im Zaum halten. Trauung, Kaffeetrinken, viele kleine liebevolle Einlagen der Gäste, Abendessen vergingen schnell und es ergaben sich Gespräche mit anderen. Ab 21.30 Uhr war Tanz und dann habe ich mich sehr schlecht gefühlt. Ich saß alleine am Tisch, während der Rest tanzte bzw einige Männer an der Theke standen. Ich muss dazu sagen, dass außer den Eltern der Braut und ich keine älteren Menschen anwesend waren. Das Brautpaar hatte überwiegend Freunde und Bekannte eingeladen, von denen einige Schulfreunde meines Sohnes waren, die sich verständlicherweise nach einem kurzen Plausch mit mir wieder zu den jüngeren begaben.

    Ich bin auch ein oder 2x alleine zur Tanzfläche gegangen, aber ich stand innerlich total neben mir. Das passte irgendwie gar nicht für mich, fröhlich zu tanzen oder alleine am Tisch zu sitzen. Freude und Spaß waren natürlich angesagt und keine Gedanken an Trauer. Puh, da wurde mir das Witwendasein wieder besonders deutlich. :13:

    So geht es mir übrigens oft. Auf der einen Seite das normale Alltagsleben und auch der anderen Seite das Trauerleben in meinem Kopf. Irgendwie schwer vereinbar...

    Es war übrigens auch das 1. Mal, dass ich im Hotel nach Hartmuts Tod übernachtet habe. Das Einzelzimmer machte mir das Alleinsein noch einmal besonders deutlich. Klein, unterm Dach und nicht sehr einladend.

    LG Martina

    Liebe Mausi,

    auch ich schicke dir mein Beileid und eine mitfühlende Hand. Wie gut, dass du uns alle gefunden hast. Es tut gut zu lesen, dass es anderen ähnlich geht, jederzeit Ansprechpartner zu haben oder einfach sich abzulenken beim Lesen der vielen Schicksale und der Welt zu entfliehen. LG Martina

    Liebe Sabiene, RalfsHeidemarie, Steffi

    ja, wenn ich deine Zusammenfassung lese hört es sich ganz einfach wie ein roter Leitfaden an, aber das ist es natürlich nicht. Es klappt auch nicht oft nur manchmal ein bisschen...:13:Ich versuche die Tage herumzubekommen und sie mit Aktivitäten zu füllen. Ich glaube, dass ich noch keinen Tag alleine war seit mein Liebster gegangen ist. Irgendwie organisiere ich immer Termine, Besuche oder ähnliches in die Tage. Wenn ich das so schreibe, sehe ich, dass ich das Leid immer noch nicht ganz zulasse. Es schmerzt so...

    Ich bin beeindruckt von RalfsHeidemarie und ihrer Energie soviel auszuprobieren und freue mich von Herzen, dass es ihr besser geht. Aber gleichzeitig wie sie schreibt, ging es ihr sehr schlecht und sie hatte lange Zeit kaum die Kraft aufzustehen.

    Vielleicht muss es mir noch schlechter gehen, damit es wieder aufwärts gehen kann. Verrückt? aber vielleicht wahr? Ich weiß es einfach nicht... Was meint ihr?? Muss man erst an einem Tiefpunkt sein, um wieder ins neue andere Leben zurück zu kommen?

    Ich empfinde mich als Suchende, die liest, redet, das Forum als ständigen Begleiter hat, aber eigentlich nicht zur Ruhe kommt. Die Trauer ist immer in meinem Kopf und mittlerweile erlebe ich mich schon zwiegespalten beim Zusammensein mit anderen. Ich kann doch nicht nur über meine Trauer reden, aber erlebe nicht viel anderes, um die üblichen Alltagsgespräche zu führen. Die Distanz von mir zu Freunden, Bekannten wird von meiner Seite größer, obwohl ich sie dringend brauche, um nicht noch mehr alleine zu sein. Nach Hartmuts Tod habe ich soviel Zuspruch bekommen, dass man immer zu mir hält. Aber mittlerweile klingelt das Telefon seltener.... ihr seht beim Lesen das Durcheinander in meinem Kopf und meine Ratlosigkeit wie es weiter gehen kann. Die Ratschläge meiner Therapeutin, ich solle meine Trauer annehmen, es sei doch noch frisch ( 10 Monate empfinde ich als Ewigkeit) helfen nur bedingt. Zu Anfang war ich hoffnungsvoller, weil ich mir von der Trauergruppe, Therapeutin etc versprochen habe, dass es mir danach wieder gut geht. Aber mir wird langsam klar, dass alle nur Ratschläge geben können und irgendwas in mir passieren muss, um aus dem Loch herauszufinden. Aber was und wann?


    Liebe Sabiene, ich hoffe, dass es okay war, dein Wohnzimmer zu füllen mit meine Gedanken. Sie flossen einfach so und ich weiß gar nicht, ob ihr sie unter Sonnenblumen finden würdet.


    Ganz liebe Grüße und ich lese sehr gerne deine Beiträge. Sie bringen mich zum Nachdenken. Martina

    Liebe Sonnenstrahl,

    mit Traurigkeit lese ich deine Zeilen. Ja, es ist wirklich schwer zu:13:ertragen und auszuhalten. Ich hoffe, dass meine Zeilen dir ein wenig helfen und zeigen, dass du nicht alleine bist. Hier ist immer jemand, der ein wenig Trost sendet und über eine Klippe hilft. Schreib dir weiterhin die Last von der Seele. Wir hören dir zu.

    Hab einen erträglichen Tag Martina:30: