Meine Ursel ist gegangen

  • Lieber Dieter,


    Dieses Bild von der Minimini, die voller Vertrauen bei dir die Nüsse mümmelt ist einfach wunderbar!
    Und das Video von der Trommlerin, wie sie den Kobel baut, ist nicht nur zum Schmelzen niedlich, sondern vor allem auch total beeindruckend.
    Ich liebe es sehr, Tiere dabei zu beobachten, wie sie sich in der Welt zurechtfinden und dabei Dinge vollbringen, wo so mancher Mensch in einer vergleichbaren Situation wie der Ochs vor dem Berge stehen würde.

    Was mir persönlich unglaublich gut gefällt, ist wie dieses neben- und miteinander zwischen den Hörnchen und dir deutlich wird. Es ist fühlt sich irgendwie "gleichberechtigt" an; ich weiß, hört sich merkwürdig an, aber was ich damit meine ist, dass du sie nicht vermenschlichst oder wie domestizierte Kuscheltierchen behandelst und sie dich eher als einen der ihren wahrnehmen, anstatt als "Herrchen".
    Und so wie sich das anfühlt, allein schon vom Anschauen her, ist der Spirit von Ursel allgegenwärtig. Bin mir sicher, das spürt in dem Moment auch die Minimini und fühlt sich daher noch mal so sicher.

  • Liebe Nadja,


    das Vertrauen eines Wildtieres zu gewinnen ist ein riesiges Geschenk, Du beschreibst das sehr zutreffend mit "gleichberechtigt". Wir wollten die Tiere nie

    domestizieren. Auch als die Trommlerin ihren Lebensabend bei uns verbrachte, hatten Ursel und ich vorher besprochen, dass wir ihre Intimsphäre respektieren

    wollen und z.B. nie in ihren Stoffkobel fassen. Sie hätte das bestimmt zugelassen, aber das sollte ihr eigenster Bereich bleiben. Den körperlichen Kontakt zu uns hat

    sie gesucht, wir haben sie dann aber auch nicht abgewiesen. Ich kann heute noch das Gefühl abrufen wie wir gemeinsam aus dem Fenster schauten und sie dabei

    auf meinem Kopf lag. Dieser warme Bauch und schnell pochende Herz.

    In bin mir ganz sicher, dass Ursel ihre Finger im Spiel hatte als sich die Minimini in dem Taubennetz verfangen hatte und mich deshalb ein Nachbar anrief. Ich gehe nie ans Telefon wenn eine mir unbekannte Handynummer erscheint. Etwas in mir schrie: geh ran, geh ran. Das hatte das Leben der Minimini gerettet.

    Ja, Ursels Geist ist hier allgegenwärtig und das wird immer so bleiben.

  • Das ist ja echt der Wahnsinn. Die Tierwelt wird oft vom Menschen unterschätzt. Bei mir in der Markise auf dem Balkon hat eine Hornisse ihr Nest gebaut. In einem kleinen Spalt im Rahmen. Ich habe dann im Internet gelesen , dass Hornissen auch die Nähe zum Menschen suchen und da ihr Nest bauen. Ich bin ja viel auf dem Balkon. Man muss sie nur in Ruhe lassen. Sie stechen auch nicht.Neulich kam sie mit einem langen Grashalm angeflogen, diese kleine Hornisse.Dass sie immer den Platz wiederfindet ist beeindruckend. So etwas wird der Mensch wohl nie erfahren.Das ist auch gut so.Es wird so schon genug Elend vom Menschen angerichtet was die Tierwelt angeht.

  • In bin mir ganz sicher, dass Ursel ihre Finger im Spiel hatte als sich die Minimini in dem Taubennetz verfangen hatte und mich deshalb ein Nachbar anrief. Ich gehe nie ans Telefon wenn eine mir unbekannte Handynummer erscheint. Etwas in mir schrie: geh ran, geh ran. Das hatte das Leben der Minimini gerettet.

    Ja, Ursels Geist ist hier allgegenwärtig und das wird immer so bleiben.

    Das stelle ich mir auch vor <3


    LG
    Simon