Am 28.11.2018 wurde mir mein geliebter Mann genommen , seitdem ist das Leben sehr schwer

  • Hallo ihr Lieben,

    Ich habe mich heute in diesem Forum angemeldet , bin für euch neu hier. Ihr seid es für mich nicht , da ich schon einige Wochen mitlese und auch mit weine. Mir geht es genauso wie euch , ich vermisse meinen Mann wie verrückt. Er fehlt mir jeden Tag.

    Meine bzw unsere Geschichte schreibe ich später.


    Liebe Grüße

    Birgit

  • Liebe Birgt,

    mein aufrichtiges Beileid zu Deinem Verlust.

    Herzlich Willkommen nun zu Deinem neuen Status: Gute Idee.

    Eine hübsche Katze hast Du auch mitgebracht: Sehr gut.

    Wie Du siehst sind wir in diesem Ordner fast ein Tierforum.


    Ja. Wir weinen.

    Herzlichst,

    Tereschkowa

  • Hallo Birgit, gut dass Du hier bist! Hier kannst Du sicher sein dass alle Dich verstehen und mit Dir fühlen!

    Ich wünsche Dir dass Du, hier beim Schreiben und Lesen, ein klein wenig Erleichterung und Ablenkung vom großen Kummer findest! Es begrüßt Dich von Herzen Karo

  • Liebe Birgit,der Schmerz ist übermächtig,hier im Forum wirst du Menschen finden die dich verstehen und begleiten,das hilft sehr wenn man gar nicht mehr weiter weiss,ein stiller Gruß,Adi

  • Hallo Tereschkowa , Hallo Karo,

    Vielen Dank, für eure lieben Worte. Meine Katze ist ein kleiner Seelentröster .

    Das in diesem Forum sehr viel gegeben wird, habe ich in den letzten Wochen mit bekommen.

    Ich hoffe auch geben zu können und nehmen zu dürfen.


    Liebe Grüße

    Birgit und Fine

  • meine , unsere Geschichte,

    Mein Mann Thomas hatte im September 1980 ,mit 17 Jahren, einen schweren Moped Unfall. Er hatte sich am linken Bein einen offenen Bruch zugezogen. Nach 1 1/2 Jahren Krankenhaus Aufenthalt und 19 Operationen, wurde ihm im April 1982 das Bein am Oberschenkel amputiert. Eine Woche nach der Amputation habe ich ihn kennengelernt. Ein Paar sind wir erst im Oktober 1983 geworden.

    Er hatte durch seine Prothese öfter Entzündungen am Prothesenrand , damit verbunden Fieber, aber durch Antibiotika immer schnell wieder fit.


    So dachte ich auch als er am 24.11.18 wieder über Schmerzen klagte und abends Fieber bekam. Sonntagmorgen, 25.11. musste Thomas sich übergeben , das war anders als sonst. Ich fing an mir Sorgen zu machen aber er meinte ( es geht mir schon besser ) also habe ich mich beruhigt. Sonntagabend wurde es wieder schlechter , ich wollte einen Krankenwagen rufen aber auch das hat Thomas abgelehnt und wieder gesagt ( morgen früh geht's mir besser , Schatzi mach dir keine Sorgen ). Natürlich habe ich mir Sorgen gemacht aber gehofft , dass er recht behält. Montagmorgen um Viertel vor 5 ist Thomas aufgestanden und ins Bad gegangen , ich war sofort hellwach. Im Bad ist er dann zusammengebrochen, wir haben dann einen Krankenwagen bestellt , Notarzt kam und er wurde ins Krankenhaus gebracht. Ich dachte , jetzt wird alles gut , sie werden ihm helfen.


    Unsere Tochter, unser Sohn und ich sind kurze Zeit später ins Krankenhaus gefahren. Ich durfte zu Thomas in die Notaufnahme, dort wurde mir erklärt , dass er notoperiert werden muss und das es nicht leicht wird. Die Operation wurde am frühen Nachmittag durchgeführt, unsere beiden Kinder waren 2 Stunden mit im Zimmer, dann haben sie auf dem Flur gewartet , sie konnten es nicht ertragen ihren Papa so leiden zu sehen. Ich bin bis zur Op bei ihm geblieben , worüber ich sehr froh bin. Als er abgeholt wurde habe ich ihm gesagt ( Thomas ich liebe dich ) , seine letzten Worte zu mir waren ( Schatzi ich dich auch ).

    Nach der Operation lag er im künstlichen Koma auf der Intensivstation. Bei der Op hatte mein Mann multiples Organversagen usw.

    Der Arzt sagte , die Chancen stehen 50 zu 50 , Tendenz nach oben . Auch am Dienstag wurde uns so Hoffnung gemacht. Erst Mittwochmittag hat eine Ärztin sämtliche Hoffnung zerstört. Seine Chancen sind sehr schlecht, das Herz, die Nieren und zusätzlich eine Lungenentzündung haben sich zum septischen Schock noch dazu getan.

    Es brauchte eine Weile bei mir bis ich Begriff, das ist unser letzter gemeinsamer Tag. Mittwochabend 20.34 Uhr ist Thomas im Beisein unserer kinder und mir für immer eingeschlafen.

    35 gemeinsame Jahre, davon 30 verheiratet (Hochzeitstag 28.7.1988) vorbei.

    Ich weine und vermisse ihn jeden Tag und wünsche ihn mir so sehr zurück. Thomas war ist und bleibt die Liebe meines Lebens.



    Ich hoffe , ich habe nicht zu viel geschrieben .


    Liebe Grüße

    Birgit und Fine

  • Liebe Birgit,

    mein herzliches Beileid zu deinem schweren Verlust.

    Ich weiss wie unerträglich der Schmerz ist, bei mir werden es am 5.8. 8Monate.

    Nichts hat sich "verbessert", im Gegenteil, diese Endgültigkeit ist zum verzweifeln.

    LG Wagi

  • Liebe Birgit,und nun kommt euer Hochzeitstag....Ich fühle deinen Schmerz,Trost gibt es nicht,der liebste Mensch wird immer fehlen,bis zum letzten Tag,so empfinde ich.Das Leben ist fremd geworden,die Freude verschwunden und jeder neue Tag so schwer zu bewältigen.Ach die gemeinsame Zeit ist viel zu kurz gewesen,alleine weiterleben,als einer von zweien,grausam.Ich schicke dir eine Umarmung,Adi

  • Liebe Wagi,

    Danke für dein Mitgefühl, dein Mann ist genau 1 Woche nach meinem Mann eingeschlafen . Ja, der Herzschmerz ist unerträglich und die Sehnsucht riesig. Es gibt bei mir Tage, die sind etwas besser um dann wieder völlig im tief zu hängen.

    Ich wünsche dir viel Kraft.


    Liebe Grüße

    Birgit und Fine

  • Ich heiße Marina.Ich bin aus Sankt Petersburg. Mein Mann 07.07.2019 von Krebs gestorben. 47 Tagen und alles....Entschuldigung für mein schlechte Deutsch.Ich möchte andere Menschen zu helfen. Können mir auf mein e Mail Adresse schreiben. Danke

  • Wieder ein neuer Morgen, wie viele noch?


    Einfach vom Leben mittragen lassen, mehr geht nicht,

    nichts hinterfragen, nichts wollen, nichts bereuen!

    Habe genug damit zu tun den Schmerz und die Sehnsucht auszuhalten!

    Ich bin im Moment auch nicht dankbar dafür was ich hatte!


    Und doch weiter, immer weiter, ein Tag nach dem anderen!

    Habe vor kurzem eine Bekannte getroffen deren Mann fast 3 Jahre Tod ist,

    sie tröstet sich jetzt mit Alkohol und einem älteren Mann, in der Reihenfolge.

    Sieht man auch! Sie tut mir leid.


    Wäre ja auch eine Möglichkeit sein Leben zu verkürzen, vielleicht sollte ich meinen gesunden Lebensstil aufgeben!


    Nein, doch keine Option, das ist gegen meine Natur.

    Also doch noch ein Funken Lebenswillen vorhanden, diesen Funken schnell in Sicherheit bringen!

    Schluss mit den krausen und wirren Gedanken.

    Auf in den Garten und nachsehen was Flora und Fauna so treiben!


    Ihr Lieben ich denke an Euch, lasst Euch nicht unterkriegen! Wir leiden gemeinsam. Es grüßt Euch Karo

  • Liebe adi,

    Ja, der Hochzeitstag wird schwer aber ich muss auch ihn überstehen, ohne Thomas. Sowie ich Weihnachten, Silvester, die Geburtstage meiner Tochter und meines Sohnes, Ostern und auch Thomas seinen Geburtstag, der war am 30.06., da wäre 56 Jahre alt geworden, mit Hilfe meiner Familie überstanden habe. Es bleibt uns ja nichts anderes übrig.


    Liebe Karo,

    Es stimmt und wieder ein neuer morgen und somit ein neuer Tag. Wieviele es werden , wissen wir nicht. Ich plane nicht groß in die Zukunft, nur von Woche zu Woche . Noch kämpft man sich von Tag zu Tag durch , in der Hoffnung, dass der Herzschmerz irgendwann besser wird.


    Liebe Grüße

    Birgit und Fine

  • Liebe Marina,

    Mein Beileid, bei dir ist es noch ganz frisch und du benötigst noch eine Menge Kraft. Die wünsche ich dir , bei allem was dir noch bevorsteht. Dein Deutsch ist schon sehr gut zu lesen.


    Liebe Grüße

    Birgit und Fine

  • Liebe Schatzi,

    ein herzliches Willkommen auch von mir.


    All die ersten Male ohne Thomas zu überstehen - das ist schwer und doch schaffst du es, mit deiner Familie und mit deiner Kraft.

    Vielleicht kannst du dir überlegen, wie du den Hochzeitstag würdigen kannst?


    Sei lieb gegrüßt

    Astrid.

  • Hallo Astrid,

    Vielen Dank. Ja, ich muss mal schauen, Thomas seinen Geburtstag haben wir auch geehrt oder wie ich es nennen soll. Unseren Hochzeitstag werde ich auch immer in Ehren halten , viel mehr kann man ja nicht machen. Zum Friedhof fahren und ans Grab gehen, wie immer eine Kerze anzünden. Thomas ist mir aber zu Hause viel näher als auf dem Friedhof, hier hängen wir 33 Jahre zusammen gelebt.

    Hier spüre ich ihn, immer jeden Tag.


    Liebe Grüße

    Birgit und Fine

  • Liebe Schatzi,

    auch ich nehme Anteil an deinem Schmerz.

    Es ist schön, dass du die Unterstützung deiner Familie in dieser schweren Zeit hast. Das ist viel wert.

    Du musst nicht groß für die Zukunft planen, erst wenn du bereit dafür bist.

    Du wirst herausfinden, wie du deinen Liebsten weiterhin ehren und trotzdem dein "Leben danach" führen kannst, da bin ich mir ganz sicher.

  • LIebe Birgit,

    mein tiefes Mitgefühl zum Tod deines Mannes.

    Diese Sehnsucht und diese Einsamkeit sie eint uns hier alle.

    Man kann nur versuchen jeden Tag irgendwie zu überstehen und auf das Leben und den Wandel zu vetrauen, dass irgenwann einmal dieser Schmerz und diese Trauer etwas weniger werden und wir Zufriedenheit in unserem neuen ungewollten Leben finden.

    Es ist schön, dass du deine Familie um dich hast, das gibt sir sicher Trost, aber leben müssen wir alle aleine mit unserem Verlust.

    Alles Liebe! Gabi

  • Liebe Sora, Liebe Gabi,

    Vielen Dank für euer Mitgefühl. Ja, es hilft ein wenig , das unsere Tochter mit unserer Enkeltochter oft hier ist. Unser Sohn wohnt noch mit im Haus aber mit seiner Freundin in der eigenen Wohnung. Abends bin ich wie sehr viele hier meistens allein mit meiner kleinen Fine.

    Sonst war Thomas immer da und das fehlt mir wie euch am meisten. Unsere Gespräche , einfach alles.

    Ich lebe seid knapp 8 Monaten von Tag zu Tag bzw von Woche zu Woche, lange in voraus plane ich nicht mehr. Das haben mein Mann und ich getan und nun werden es nur Träume bleiben.


    Liebe Grüße

    Birgit und Fine