Kraftlos,haltlos,mutlos,sinnlos

  • liebe Brija,


    wir weinen ganze eimer voll tränen, ganze flüsse, seen, meere..... manchmal weine ich so viel dass ich das gefühl habe ich bekomme einen krampf ins gesicht - kennst du dieses gefühl?


    einmal hatte ich einen traum, da hielt ich einen großen eimer in der hand voller wasser und ich wusste im traum, dass ich diesen eimer voll geweint hatte und dachte mir noch, niemals reicht dieser eimer aus....


    liebe umarmung von Bine:30:

  • Liebe Bine,

    wenn ich da zurück denke, so die ersten 3 Jahre nach Mutti´s Tod, wie viel ich da geweint habe. Ich hätte es nicht für

    möglich gehalten, dass ein einzelner Mensch so viel weinen kann. Und die Tränen waren so was von groß und dick,

    so kannte ich es gar nicht. Mein Mülleimer war ständig voll mit Taschentücher. Irgendwie bin ich sehr dankbar, dass

    ich das hinter mir habe. Aber meine Mutti war mir jede einzelne Träne wert. Aber trotz allem bin ich sehr glücklich und

    dankbar, dass das jetzt vorbei ist. Viel länger hätte das mein Herz auch nicht mehr ausgehalten.

    Ach Bine, man kann da keinen Trost oder Rat geben, nur, einfach geschehen lassen. Auch wenn Du es jetzt vielleicht noch

    nicht glauben kannst, es wird leichter werden, aber ganz aufhören wird es nie. Aber das gehört dann einfach zum Leben

    dazu und man kann es dann auch schon etwas steuern und lernt damit zu leben. Das ist halt die Kehrseite der Liebe.

    Alles Liebe

    Kornblume

  • Liebe Bine

    Ich weine auch ganze Sturzbäche, die in ein riesiges weites Meer der

    Liebe und Sehnsucht münden.:33:

    Ich kriege dann öfter mal einen Speiseröhrenkramf.

    Auch ich habe nie geglaubt, dass ein Mensch so viel weinen kann.

    Wollen wir diesem Meer einen Namen geben?

    Wie könnte es heissen.....?

    Umarmung BRIJA:24:

  • Ihr Lieben,


    ich weine auch viel, besonders an seinem Grab, Ich frage mich immer wieder, habe ich etwas falsch gemacht, hätte

    ich es spüren müssen, habe ich Fehler gemacht? Fragen die mir niemand beantworten kann. .

    Ich wünsche mir daß mein Gedankenkonzert etwas abflacht. Ich möchte wieder ich selbst sein, aber

    ohne Maxi geht das nicht.Von einer Sekunde zur anderen platzte seine Aorta die ansonsten gesund war -

    Zur Klärung wurden 15 cm an 4 verschiedene Labore geschickt, USA, Berlin Rom und und Paris

    Die Antworten waren identisch, kein Defekt zu sehen. Der Professor sagte, es sei eine Laune der Natur

    Ja, nun ist er verstorben und ich mit ihm.


    alles Liebe Maike

  • liebe Brija, ihr lieben,


    wir können unser trauermeer dass "meer der ewigen liebe" nennen... jede träne wird aus tiefster liebe vergossen....


    nein, Maike, du hast nichts falsch gemacht, da bin ich mir sicher... es ist so schwer diese schuldgefühle los zu lassen... ich bin mit meinen schuldgefühlen direkt zu Roger gegangen, habe mein herz ausgeschüttet, natürlich war es eine recht einseitige unterhaltung, aber tatsächlich spürte ich nach einer zeit wie es mir leichter ums herz wurde und ich fühlte mich besser und hatte tatsächlich die gewissheit in mir, das ich nichts hätte besser machen können, nichts anders und schon garnicht hätte ich etwas verhindern können...


    ganz deutlich spürte ich roger's absolution und das hat mir sehr geholfen :30:


    liebe umarmung von Bine

  • wir können unser trauermeer dass "meer der ewigen liebe" nennen... jede träne wird aus tiefster liebe vergossen....

    Liebe Bine,

    das ist ein schöner Name, denn es stimmt. Jede Träne ist große Liebe. Und Schuldgefühle habe ich auch. Hätte ich die Anzeichen für den Schlaganfall eher erkennen müssen, hätte ich überhaupt auf den Sch... Diabetes besser aufpassen müssen, hätte ich dann nicht doch etwas verhindern können? Ich werde es so machen wie Du und mit Andreas darüber "reden". Vielleicht kann ich ja auch die Erfahrung machen, die Du haben durftest.

    Liebe Grüße

    Lilifee

  • Auch ich habe mich sogar bei einem medialen Kontakt bei Dorit für mein Versagen bei der Ersten Hilfe entschuldigt.

    Vorher hatte Dorit über das Medium verlautbaren lassen, sie wollte noch nicht sterben.


    Und ich habe es nicht besser hinbekommen.


    Ob Dorit mir verziehen hat, darüber kann ich nur spekulieren.


    LG

    Matthias

  • Lieber Matthias,

    bestimmt hat sie Dir verziehen. Deine Dorit liebt Dich doch genauso wie Du sie liebst. Natürlich wollte sie noch nicht gehen. Mein lieber Andreas wollte mich mit Sicherheit auch noch nicht verlassen. Er hat immer wieder zu mir gesagt, ich möchte noch ganz lange für Dich da sein. Und das wollte ich für ihn genauso. Es ist nur leider so, daß wir das nicht in der Hand haben und bestimmen können.

    Liebe Grüße

    Lilifee

  • Leider hat Dorit nicht immer oder meistens nicht mitgedacht so wenig wie ich an diesem Tag,


    sonst wäre sie mit Atemnot bei Erkältung nie den weiten Weg zum Auto gelaufen, was sie nicht überlebt hat.


    Ich hätte es verhindern können und müssen, wo hatte ich meine Gedanken.


    Das sind die Dinge, die mir seitdem das Hirn zermartern.


    LG

    Matthias

  • liebe Lillyfee, lieber Matthias

    Ich bin fest davon überzeugt, dass unser Leben nach einem fixen Plan abläuft, also auch der Todeszeitpunkt vorbestimmt ist.

    Insofern haben wir nichts dagegen tun können.

    Auch ich leide und hadere mit dem Schicksal, finde es ungerecht aber irgendwie müssen wir uns damit arrangieren.

    Lg BRIJA

  • Liebe Brija,

    so denke ich auch, trotz immer noch vorhandener Schuldgefühle. Aber wenn der Zeitpunkt gekommen ist, kann niemand mehr etwas daran ändern. So ist es wohl, und wir müssen eben damit leben. Ich bin nur immer wieder froh, daß Andreas zuerst gehen durfte, auch wenn es jetzt noch nicht sein mußte.

    Liebe Grüße

    Lilifee

  • Liebe Brija,

    das wäre mir natürlich auch am liebsten gewesen, und ich könnte mir jetzt noch wohin beißen, weil ich im letzten Sommer noch bremsen konnte. Habe schon oft gedacht, wenn es doch nur nicht mehr gereicht hätte, dann wären wir zusammen gegangen. Aber es sollte wohl nicht so sein. Der Gedanke an noch viele Jahre ohne meinen lieben Andreas treibt auch mir den Angstschweiß auf die Stirn. Verstehe Dich da bestens .... und ich will es auch nicht.

    Liebe Grüße

    Lilifee

  • ich bin mit meinen schuldgefühlen direkt zu Roger gegangen, habe mein herz ausgeschüttet, natürlich war es eine recht einseitige unterhaltung, aber tatsächlich spürte ich nach einer zeit wie es mir leichter ums herz wurde und ich fühlte mich besser und hatte tatsächlich die gewissheit in mir, das ich nichts hätte besser machen können, nichts anders und schon garnicht hätte ich etwas verhindern können...

    Liebe Bine,

    Das ist eine schöne Erfahrung. Danke das du sie hier teilst <3

  • Der Gedanke an noch viele Jahre ohne meinen lieben Andreas treibt auch mir den Angstschweiß auf die Stirn. Verstehe Dich da bestens .... und ich will es auch nicht.

    Ja so geht es mir jeden Morgen. Dorits Wegsein von dieser Welt mit den ganzen Schuldgefühlen herum treibt mir den Angstschweiss ins Gesicht, der Gedanke, dass das zum Dauerzustand werden soll, das kann man doch nur auf bestimmte Zeit ertragen.


    Ich will wie heute Nacht im Traum für immer zur fröhlichen, gutherzigen Dorit zurück, ich kann und will so eionfach nicht mehr weiterleben und verstehe Euch da bestens, finde selbst keinen Ausweg.


    LG

    Matthias

  • Ich will wie heute Nacht im Traum für immer zur fröhlichen, gutherzigen Dorit zurück

    Lieber Matthias,

    diesen Wunsch würde ich Dir gerne erfüllen. Leider kann ich es nicht. :33: Ich warte auch sehnsüchtig darauf, daß mein lieber Andreas mich abholt, :5: und dieses sinnlose Dasein endlich ein Ende hat. Einen Ausweg weiß ich auch nicht, aber wenn Du einen findest, sag mir bitte Bescheid.

    Ich umarme Dich :24: und wünsche einen halbwegs erträglichen Tag.

    Lilifee

  • Guten Abend,

    mein Name ist Susa, ich bin 52 Jahre alt und ich verlor meinen Mann am 0503 ... der Krebs kam am 21.01. in unser glückliches, seit 35 Jahren anhaltendes Eheleben .

    Wir haben zwei Kinder und fünf Enkeltöchter, im Obtober kommt ein Enkelsohn....

    Viel zu früh ist er aus unserem Leben gerissen worden.

    Die Kinder und Enkelkinder vermissen ihn sehr und für mich ist es eine einzige Katastrophe!

    Jetzt mit 52 Jahren bin ich Witwe. So hatten wir uns unser Leben nicht vorgestellt!

    Ich bin Schmerzpatientin und musste in Frührentne, was gäbe ich dafür, arbeiten zu können um mich abzulenken!


    Meine Kinder und ich wohnen alle nur ein paar Straßen auseinander und mein Bruder mit seinem Mann kümmern sich täglich um mich.
    Mein Vater erfreut sich( Gott sei Dank) auch bester Gesundheit und auch er und seine Frau sind täglich mit mir in Kontakt.

    Ich bin froh und dankbar für soviel Liebe ,aber mein Jörg fehlt mir einfach .

    Wir hatten soviel Spaß und auch eine körperliche Nähe wie jung verliebte!

    Er fehlt und das wird immer so bleiben, trotzdem müssen wir alle, solange wir noch hier sind, das Beste aus der Situation machen...