Von heute auf morgen habe ich das Glück meines Leben Verloren mein Helmut und meine Nadja

  • Hallo

    Mach mal glaube ich werde verrückt ,wenn ich vom Friedhof komme meine ich ich höre Helmuts

    Stimme die meinem Namen ruft ,aber es ist so leise ,Das ich mir nie sicher bin .

    Habe ich etwas gehört oder bliebe ich mir das ein.


    Heute ist es ohnehin schwer ,mir gehen so viele Gedanken durch den Kopf.

    wie mein Liebster im Krankenhaus lag ,hat er oft ein Ernstes Gesicht gemacht

    Vielleicht hatte er Depressionen oder so .

    Dadurch das ich nicht so viel bei ihm sein durfte ,war er Zuviel allein .

    Und vieles von dem was im Krankenhaus los war als ich nicht da war ,habe ich

    ja nicht mitgekommen .

    Ich mache mir einfach viele Gedanken .Ich vermisse ihn so .es ist einfach schwer

    ohne ihn zu leben .

    Liebe Grüße Birgit

  • Danke Andrea


    Vielleicht viel ich Zuviel ,es mach mich traurig das ich nicht von ihm Höre


    Ich weine sehr viel um Helmut .

    Ich erwarte einfach Zuviel


    Ich bin sicher das mein Mann mich liebt und das er alles für mich tut wenn

    er kann. Ich versuche mir immer selber zu sagen ,habe keine Erwartungen

    aber auch das klappt nicht .

    Mach mal ist alles Zuviel .:13:

    Es ist auch sehr schwer für mich ,Weihnachtskarten zu unterschreiben und soll Helmuts Namen weglassen

    und das fällt mir so schwer .Es kommt mir wie Verrat vor.

  • Trotzdem wird er immer weniger,...sein Geruch....bis er weg ist...so wie er.

    liebe Renate,


    der wird bleiben...sehr, sehr lange... ich weiss nicht - hier kann ich roger auch nach fast 24 monaten immer noch in allen kissen riechen, in einer wolldecke, in seinem t-shirt, seiner jeans... sachen die einfach so herum liegen.... eine fleece-jacke....


    weg packen in eine plastiktüte, wie es öfters empfohlen wird, das wollte ich nicht - wie soll ich denn da dran schnüffeln können einfach so aus dem stehgreif heraus? nein, ich wollte, dass alles präsent ist und bleibt....


    lieber gruß von Bine:24:

  • Hallo Bine


    Nein Wegpacken nein ,Ich hatte ein paar Sachen verschenkt die Helmut schon lange nicht mehr angezogen

    hat ,aber seine Liebling Sachen sind noch im Schrank ,Und ich habe noch über Bücher und seine Vielen Modele

    aber die riechen nicht.


    Morgen Früh wird es nochmal hart für mich .Morgen wird Helmuts Pflegebett abgeholt ,da graut es mir schon vor

    Aber es muss ja sein .

  • Liebe Birgit, oh wie gut ich Dich da verstehen kann, ich schaffte

    es auch nicht, Mutti´s Rollator ins Sanitätshaus zu bringen, ich

    wäre dabei zusammen gebrochen. Meine Schwägerin hat es dann

    für mich erledigt.

    Ja, das ist jedes Mal wieder ein Abschied und tut weh und zeigt uns

    auch wieder diese Endgültigkeit. Wenn es Dir recht ist liebe Birgit,

    werde ich für Dich beten.

    Alles Liebe für Dich

    Kornblume

  • jürgens Pflegebett wurde abgeholt, als er im Hospiz war.

    Er dachte ja am Anfang noch, dass er wieder heim darf.

    Das ist bis heute mein Knackpunkt, denn ich hatte es ihm versprochen um ihm Mut zu machen, als er auf der Palliativstation war. In Wirklichkeit dachte ich aber , dass es wahrscheinlich gar nicht mehr sein kann, alleine von seinem Zustand her . und da er sich wünschte in ein Hospiz zu gehen, war für mich klar, dass es auch so sein wird. Das Versprechen ihn wieder heim zu holen, konnte ich dann nicht einlösen, weil sich sein Zustand so sehr verschlechtert hat und ich es mir nicht zugetraut habe. Er hat mich jeden Tag angebettelt, dass ich ihn heimhole und ich konnte nicht. Er war zeitweilig so sehr verwirrt und konte nicht mehr alleine bleiben und eine 48 Std. Betreuung konnten wir uns nicht leidsten.Das mit dem Bett, dass das schon abgeholt war, wäre jetzt kein Grund für mich gewesen ihn nicht mehr heim zu holen, dann hätte ich ihm sein altes Bett wieder aufgebaut und eine neue Matratze gekauft. Der wahre Grund war sein fortgeschrittener Gesundheitszustand und mein Zustand. Nach fast 4 Jahren Krankheit und immer schlechter werdendem Allgemeinbefinden bin ich auch auf dem Zahnfleisch gegangen. Ich denke heute, dass er daheim sicherlich nicht so würdevoll und friedlich eingeschlafen wäre und ich hätte ihn nicht so begleiten können.

    Ja, und doch zweifle ich . Ich hätt ihm einfach das nicht versprechen dürfen. Schei.....

  • Oh, das ist wirklich eine verzwickte Geschichte. Ein Versprechen nicht einlösen zu können. Mist.

    Da hätte ich auch dran zu knacken.

    Aber Du hast es versprochen um ihm den Weg ins Hospitz leichter zu machen.

    Und dieses Versprechen hat ihm gut getan beim Wechsel.

    Was dann alles passierte, wußtest Du ja zum Zeitpunkt des Versprechens nicht. Und selbst wenn Du es versprochen hast und wußtest, daß Du es nicht halten kannst hast Du dadurch es ihm leichter gemacht. Du hast etwas schweres auf Dich genommen um es ihm leichter zu machen.

    Und Du hast dafür gesorgt, daß Du Dich gut kümmern konntest weil Du Schlaf gekriegt hast und nicht so überfordert warst als wäre er zuhause gewesen.

    Er konnte die ganze Situation ja nicht mehr in voller Tragweite begreifen. Und Du mußtest entscheiden, was das Beste für Euch war. Und ich finde Du hast es richtig entschieden.

    Manchmal ist das so, daß man ein Versprechen nicht einlösen kann und das sitzt dann wie ein Stein in einem fest. Jedes Denken und Fühlen stößt dort an und macht sich dort Verwirbelungen.

    Aber wie wird man den Stein wieder los? Ich denke, daß gehört in die Rubrik Schuldgefühle und "hätte", "wenn".....


    Das wir alle uns quälen mit Schuldgefühlen ist echt mühsam und traurig.

    Ich denke Dein Liebster hat Dir das längst verziehen und ist dankbar für Deine Tat es ihm leichter zu machen. Es geht ihm jetzt gut und er ist stolz wie Du das alles gemeistert hast. Und er möchte auf keinen Fall, daß Du Dich deshalb weiter quälst.

    Er meint es ist schlimm genug, daß er gehen musste und Du jetzt alleine zurecht kommen mußt und er nicht mehr helfen kann alle Aufgaben zu erfüllen.

    Er sagt::5: " liebste, ich nehme Dir das nicht übel, im Gegenteil. Wie lieb von Dir mir den Gang ins Hospiz zu erleichtern. Du hattest mir die Hoffnung geschenkt wieder zurück zu können. Wenigstens für eine kurze Zeit.

    Und das Du es dann nicht konntest und entscheiden mußtest es nicht einzulösen war sehr weitsichtig und klug. Du hast für uns Beide richtig entschieden als ich schon nicht mehr erfassen konnte was geht und was nicht geht. Es tut mir leid, daß ich Dich immer wieder gebeten habe mich nach hause zu holen ohne dabei an Dich und Deine Kräfte zu denken.

    Hätte ich unsere Lage noch richtig einschätzen können, dann hätte ich Dir das Versprechen zurück gegeben. So wie es war war es gut.

    So ein Liebes Dienst, so ein blödes nicht eingelöstes Versprechen soll nicht zwischen uns stehen.

    Ich danke Dir dafür und ich möchte diesen Stein von Deiner Seele nehmen.

    Ganz vorsichtig und sacht werde ich ihn entfernen, Du wirst schon sehen.

    Halt den Stein bitte nicht fest und mach es mir nicht schwer.

    Deine Seele soll leicht sein und fliegen können. :5:

    Dein Jürgen"


    Ralfsheidemarie

  • Hallo Verbuendete


    Ich kann dich sehr gut verstehen .Ich zweifele heute noch an vielen Dingen die ich getan habe.

    Als Helmut im Krankenhaus lag und Die Ärztin sagte das Helmut Metasten hat . Die Ärztin hat uns sofort

    ob wir zu Hause etwas brauchen wenn Helmut nach Hause kommt und ich habe um eine spezielle

    Matratze gebeten ,wir haben die Matrize sofort bekommen und sie ist auch hier geblieben ,bis mein lieber Mann

    gestorben ist.


    Mit dem Versprechen .Helmut hat gewusst das er sich immer auf mich verlassen konnte .Helmut war ja unsere Ganze

    Ehe mehr oder weniger Krank und die letzten 14 Jahren war ich immer rund um die Uhr für ihr da .

    Deshalb ist es für mich so schlimm das ich jetzt alleine und von meine Mann nichts höre .

    Helmut hatte zwar gesagt als ihm schlechter ging ,ob er in ein Hospizo soll das wäre aber für mich nicht in Frage

    gekommen ,und habe ich ihn auch gesagt und Ich hätte es auch geschafft .Pflegedienst und Palliaitivpflege wussten schon gescheit .


    Aber leider ging es ihm bald schlechter ,Und dann kam ja auch noch Corona Verdacht und ich durfte einen Tag nicht zu ihm

    Helmut hatte große Angst vorm alleine sein ,Ich glaube er hat noch Depressionen bekommen weil ich ja nicht zu viel zu ihm durfte

    wie sonst .Denn wenn Helmut sonst im Krankenhaus war ,war ich immer den ganzen tag manchmal auch nachts bei ihm,


    Für mich ist es schrecklich als ich endlich zu ihm durfte konnte er ja nicht mehr reden .

    Und ich habe doch noch so viele Fragen .


    Ich weiss ihr sagt Helmut ist bei mir und das hoffe ich auch .Aber das Alleinsein wird immer mein größtest Probleme sein

    ich war vorher nie alleine und ich mag das auch nicht ,Helmut wusste das auch .aber er hatte ja nicht die gegrinste Chance

    es noch einmal zu schaffen ,Ohne Helmut Leben geht einfach nicht ...Scheis.....

  • Ach Birgite, das Problem mit dem Alleinsein hatte ich mein Leben lang.

    Ich konnte das nie.

    Manche Menschen sind dafür nicht geschaffen.

    Ich bin ja als eineiiger Zwilling aufgewachsen. War also erstmal nie alleine. Meine Schwester war immer bei mir - oder ich bei ihr.

    Dann als ich studieren gehen wollte und mußte hatte ich eine kleine nette Studentenbude in Essen Werden. Aber ich konnte dort nicht übernachten. Es ging einfach nicht. Wenn ich nach dem Unterricht in die Wohnung kam habe ich es nur ganz kurz ausgehalten und bin 1 Stunde Fahrt mit dem Auto zu meinen Eltern gefahren.

    Das ist jetzt mehr als 50 Jahre her. Ich habe dann die Wohnung aufgegeben. Es hatte keinen Zweck. Ich konnte es nicht.

    Ich bin bis 26 Jahre bei meinen Eltern geblieben. Mein damaliger Freund studierte 300 km weit weg.

    Und dann bin ich wegen des Jobs nach Bad Pyrmont gezogen. Da war ich dann alleine abends. Aber Freitags fuhr ich entweder zu meinem Freund oder zu meinen Eltern. Und in der Woche ( 4 Abende) war ich oft bei Kollegen bis es Schlafenszeit war.

    Nach 5 Jahren bin ich nach Münster gezogen. Mein Freund hatte mich inzwischen nach 10 Jahren verlassen. In Münster hatte ich eine sehr nette hübsche Wohnung gemietet. Aber ich konnte dort nicht sein. Ich bin jeden Abend zu meinen Eltern gefahren. 1 Stunde Fahrt. Dann habe ich es in einer WG versucht. Nein, hat auch nicht geklappt.

    Kurze Zeit später habe ich gekündigt und bin wieder zu meinen Eltern gezogen.

    Ich konnte nicht allein sein.

    Ich habe dann kurzfristig wieder einen Partner gehabt. Ich habe mir dann einen Hund angeschafft. Den habe ich sehr geliebt. Der hat mich auch nicht verlassen bis zu seinem Tod.

    Mit ihm konnte ich in meiner Wohnung sein. Aber als er tot war nicht mehr. Ich habe dann viele Jahre mit dem neuen Hund zusammen gelebt und bin sehr oft bei meinen Eltern gewesen. 2002 bin ich ganz zu ihnen gezogen. Sie brauchten meine Hilfe und ich war sowieso immer bei ihnen. 2006 ist dann mein Vater gestorben und 2014 meine Mami. Dann war ich mit 3 Hunden alleine im Haus meiner Eltern. Das ging merkwürdiger Weise recht gut. Aber nur 5 Monate war ich alleine und dann kam Ralf in mein Leben. Und das war endlich endlich endlich so wie ich es mir immer gewünscht habe.

    Zum Schluß hatten wir 4 Hunde und uns.

    Daß ich mit 60 Jahren nochmal meinen Mr. RIGHT finden würde hätte ich nie für möglich gehalten.

    Er war nicht einfach. Es war nicht immer einfach weil er Alkoholiker war.

    Und trotzdem........ Zeitweise war ich glücklich. Zeitweise verzweifelt. Aber ich wußte, er verlässt mich nicht.

    Und das war wunderbar.

    Ich bin dankbar, daß ich ihn 6 Jahre bei mir haben durfte. Und alle, die jetzt meinen froh für mich sein zu müssen, daß er mich nicht mehr belasten kann..... können mich mal am A....... .

    Und nun lebe ich in meinem Elternhaus, was immer mein Zufluchtsort war, ohne ihn. Mit unseren 4 Hunden.

    Er hat sich hier sehr wohl gefühlt. Obwohl ich fast glaube, daß es ihm jetzt besser geht im Anderland hinter der Brücke der Liebe.

    Und wie das nun weitergeht mit dem ALLEINSEIN? Im Moment geht es. Ich habe ja Euch. Vielleicht lerne ich es noch. Vielleicht auch nicht.

    Ralfsheidemarie

  • Hallo


    Eine Frage habe ich noch

    Ich habe mach mal besonders wenn ich von Friedhof komme das Gefühl

    Helmut spricht mir mir ,aber er ruft meinen Namen

    Aber so leise das ich es kaum verstehe und mach mal glaube

    ich bilde mir das ein .


    Kann das sein .-

  • Liebe Birgit, ich hätte Jürgen nur allzugerne heimgeholt , aber ich bin ja auch Arbeiten gegangen.... es war trotz SAPV und Pflegedienst auch vor der Palliativstation und dem Hospiz immer ein Kraft akt mit dem Job und den Einkäufen und ....alles... und daheim hatte er trotz seiner Sauerstoff-Tanks auch och viel selber machen können und war so eigenständig wie es eben ging.

  • Manchmal ist das so, daß man ein Versprechen nicht einlösen kann und das sitzt dann wie ein Stein in einem fest. Jedes Denken und Fühlen stößt dort an und macht sich dort Verwirbelungen.

    Aber wie wird man den Stein wieder los? Ich denke, daß gehört in die Rubrik Schuldgefühle und "hätte", "wenn".....

    Liebe RalfsHeidemarie,


    ich habe mich so wiedergefunden in Deinen Zeielen an mich und auch so erlöst durch deinen Inhalt, dass es für mich ein dringendes Bedürfnis ist dir zu sagen dass es mir unheimlich geholfen hat, dass du mir geschrieben hast, dass du mich verstehst.

    Auch die Zeilen , die von Jürgen hätten sein können , gehen direkt ins Herz.

    Obwohl der Stein natürlich immer noch fest sitzt.

    Einmal hat er zu mir gesagt. wenn ich mich anstrenge und alles hier soweit gut mitmache, dass die Ärztin mit mir zufrieden ist, darf ich dann wiede heim zu dir.

    Es hat mir fast das Herz zerrissen.

    Und eine Tag später hat er gesagt. Heute geht es mir schon viel besser , und ich bin auch nicht mehr so nah am Wasser gebaut. Auch habe ich heute statt 12 l Sauerstoff nur 10 l gebraucht. Das heisst doch dass es mir schon wesentlich besser geht, oder? wenn ich so weitermache, dann darf ich doch bald wieder heim, gell?

    Was soll man da sagen.

    Dann sagte er: du willst gar nicht, dass ich heimkomme, stimmts? Hast du einen anderen?? Willst du mich verlassen.......hast du mich desshalb hierher abgeschoben???

    ich dachte wirklich, dass mir mein Herz zerreisst....

    Oh mann das ist so furchtbar, dass ich es kaum ertrage...

    das schlimme für mich, war auch, dass er so schlecht von mir gedacht hat!!!!Warum nur????? Ich liebe ihn mehr als mich selber.

    Ich versteh das alles nicht.

  • Hallo Verbuendete


    Mein Schreiben sollte auf keinen Fall ein Vorwurf sein ,Bei jedem ist es anders.

    Und es freut mich das dein Mann noch soviel konnte .


    Das war meinen liebsten nicht gegönnt und ich war ja auch zu Hause .

    Es war einfach besser für Helmut wenn ich um ihn war .

    Gerettet hat ihn das leider auch nicht ,es war lange zeit sehr krank und trotzdem wollte er leben

    Vor fünf Jahren Stand es ja schon mal so schlecht .Da haben wir alle zusammen das wieder hinbekommen

    diese mal leider nicht.

    Die Pfarrerin im Krankenhaus hat gesagt ich soll es als geschenkte Jahren ansehen

    Wenn dein Mensch im Sterben liegt hilft dir das wenig


    Ich hoffe du bist nicht sauer


    Liebe Grüße Birgit

  • Birgit56 , du fragte st, ob du es dir einbildest, deinen Namen zu hören, den Jürgen ruft.

    Du hattest doch schon mal Zugang über die Sprache.

    Das war bei der Musik. Da hat dein Mann dich gerufen.


    Ich glaube, daß du deiner Wahrnehmung trauen kannst!


    Ich verstehe aber deine Zweifel gut.

    Man vertraut sich selbst nicht.


    Ich saß gestern so verweint im Sessel und hatte das Gefühl, das Uwe mir übers Haar streicht.

    Leider vertraute ich meiner Wahrnehmung auch nicht...

    Wie schade!