Allerliebste Mama

  • Liebe christiine!


    ich bekomme noch bis mitte September gehalt. Natürlich gucke ich mich um,dass ich vorher was finde,evtl brauchen sie mich ja auch doch wieder. War letztes Jahr schon so. Erst Absage und dann doch wieder Zusage. ich habe bloße grad kaum mehr kraft am ende des schuljahres.alles fällt schwer. IUnd dann diese katastrophe. Das mit der Rente spukt nur im Raum,wenn ich nix finden sollte......ich werde aber mit dem arzt mal reden.

  • Ach Mensch, Bettinalein! Komm her, lass dich erst mal ganz fest in den Arm nehmen!


    warum will mich nurnkeiner


    Das geht direkt unter die Haut und ins Herz - da spricht so viel Einsamkeit, Alleinsein, Verzweiflung raus.

    Es tut mir so unendlich leid, dass du da schon wieder durch musst. Letztes Jahr hatte sich das dann ja in der allerletzten Sekunde noch zum Guten gewendet und es kann natürlich gut sein, dass das auch diesmal so ist - auch wenn es letztes Jahr das Stundenkontingent und diesmal direkt das Budget ist - aber ich kann so absolut gut verstehen, dass du kaum Kraft aufbringen kannst, das noch mal durchzustehen.

    Das Warten, Hoffen, Bangen, Angst vor der Enttäuschung und permanent ein "was ist, wenn" das einem nicht aus dem Kopf geht.

    Ich kenne deine Situation nicht, aber Schulden sind nie einfach mit einem "Schulterzuck" aus dem Blickfeld zu verbannen.

    Manchmal sind Schulden etwas, die bedeuten, dass wenn man sie nicht bedienen kann, man dadurch etwas liebgewonnenes oder etwas, das einem wichtig ist, verliert oder man darauf zum Teil oder für eine Weile verzichten muss.

    Und manchmal hängen sie auch sehr eng mit Existenzängsten zusammen. Und die sind natürlich entsetzlich.


    Du bist ein großes Mädchen, gute Ratschläge wie "melde dich rechtzeitig arbeitslos" oder "schalte sofort eine Schuldnerberatung ein" - die wirst du im Schlaf herbeten können, denn das machst du ja seit einiger Zeit Jahr für Jahr mit.

    Es ist die Kraft, die fehlt. Die Angst vor neuen Enttäuschungen.


    Und deshalb möchte ich hier etwas ganz anderes machen, als konkrete Handlungsempfehlungen zu geben, denn ich glaube, was du im Moment grad brauchst, ist Mut. Mut, Zuversicht und ein wenig das Bewusstsein dafür, dass Bettinalein wertvoll ist. Und dass es nicht so ist, dass niemand sie haben will.


    "Bring Frau Stöckel back".

    Die Kinder und Jugendlichen, mit denen du arbeitest. Die wollen dich haben. Das bezahlt nicht deine Rechnungen, wenn kein Budget da ist, das ist klar. Aber es kann dein Herz stärken, um doch zu kämpfen.

    Nicht um deinen Job. Um DICH. Kämpfe um und vor allem für dich.

    Komme ihnen doch alle zuvor. Lass nicht zu, dass andere die Fänden in die Hand nehmen. Dirigiere selbst.

    Setz dich einmal für dich hin und frage dich, was du gerne machen würdest. Und dann gehst du selbst proaktiv beim Arbeitsamt hin, bevor sie dir eine Umschulung unterjubeln wollen, und nimm ihnen das aus der Hand. "Ich möchte nicht immer wieder in dieser Situation sein. Ich möchte, dass sie mich eines Tages nicht mehr als alte Bekannte hier begrüßen, sondern dass sie einen Haken an meine Akte machen können, mit einem Stempel drauf "Erfolgreich dauerhaft vermittelt" und deshalb habe ich mir überlegt, dass ich vielleicht eine Umschulung zur [dein Wunsch] machen könnte."


    Da draußen sind Leute, die dich haben wollen "Bring Frau Stöckel back".

    Nur etwas, das mit grad einfällt, weil ich denke, dass das zu dir passen könnte: Wie wäre denn die Arbeit statt mit Kindern und Jugendlichen die Arbeit mit Senioren? Ich meine nicht als Pflegerin oder so. Aber da gibt es doch sicherlich einiges, wo eine im Herzen Kind gebliebene musikbegabte Dame für ältere Herrschaften eine Wohltat sein könnte.
    Betreuerin zum Beispiel. Etwas ganz anderes, als Pflege. Oder etwas richtig Schönes, über das ich gestolpert bin: Musikgeragogik
    Da sind die Jobchancen wohl auch ziemlich gut und das Arbeitsamt müsste eigentlich die Kosten für die Umschulung, die bei deiner Vorbildung nicht wirklich lange dauern würde, übernehmen.

    Einfach nur so als Anregungen. Damit du nicht vergisst, dass da draußen ganz bestimmt Leute sind, die dich haben wollen.

  • Liebe Sonnenente!


    Du bist warhhaftig ein einfühlsamer und sehr liebevoller Mensch. Vielen dank für deinen zuspruch und Trost.

    Ja,die Kinder wolen mich schon. Das stimmt,aber leider dürfen sie ja nicht mitentscheiden. hihi.


    ich muss jetzt mal klarkommen mit dem was ich will,gerne bliebe ich ja in meinem jetztigen Beruf oder eben als Blockflötenlehrerin. Wobei das ja weiterläuft.Nur davon kann ich nicht leben und STellen im Musikschzulbereich sind selten. Ich habe mal eine Ausbildung zur Musiktheraoeutin begonnen aber leider aufgehört aus finanziellen gründen.

    Leider bin ich beim arbeitsamt bei der Rehaabteilung wegen meiner Schwerbehinderung sprich die Rentenversicherung bestimmt über evtl Umschulungen und die genehmigen mir nichts pädagogisches aufgrund meiner Vorerkrankungen. was für ein Schwachsinn. Deswegen dachte ich erst an erwerbsminderungsrente und dazu meinen Blockflötenjob. Aber das werden sie mir auch schwer machen. Ich hasse die rentenversicherung. Auch die wollen mich nur verheizen.


    Also besser wäre es ,ich würde selber was finden,denn die Ämter unerstützne ich nicht wirklich.

    Ich will keine Umschulung zur kaufmännischen Angestellten machen,was soll der schwachsinn? ich bin 57 bis ich fertig bin ca 60. Wer willmich da als Berufsanfängerin noch nehmenb???? Total unlogisch das GAnze.

    Du siehst,ich hab das vor ein paar Jahren schon mal amgedacht und durchgemacht mit denen.


    ich werde versuchen mein Köpfchen oben zu halten,aber leicht ist es nicht grade. Ich bin eben traurig. grad hab ich mich gut eingelebt und nun....


    ach jaa:33::33:


    aber danke für deine liebevolle Umarmung <3

  • Liebe Bettina, Sonnenente hat mich mit ihren lieben Worten auf eine Idee gebracht. Ich bin ja noch in einem Minijob in einem Seniorenheim. Zahle Taschengelder an die Bewohner aus, schreibe Betreuungsangebote und all sowas

    Es werden immer Betreuerinnen für die Sozialarbeit mit den Bewohnern gesucht. Ob Musik, miteinander einkaufen. Basteln - egal was. Creativ bist du ja auch. Diese Stellen werden gut vergütet. Frag doch einfach mal nach, Bettina. Die Menschen geben einem soviel zurück. Gerade weil ich Christoph verloren hatte. Du weißt ja...

    Probiers einfach mal. Und bitte mach nicht dein Herz noch schwerer als es eh schon ist. Es wird wieder anders. Nicht aufgeben. 🫶

  • Liebe Bettina, Sonnenente hat mich mit ihren lieben Worten auf eine Idee gebracht. Ich bin ja noch in einem Minijob in einem Seniorenheim. Zahle Taschengelder an die Bewohner aus, schreibe Betreuungsangebote und all sowas

    Es werden immer Betreuerinnen für die Sozialarbeit mit den Bewohnern gesucht. Ob Musik, miteinander einkaufen. Basteln - egal was. Creativ bist du ja auch. Diese Stellen werden gut vergütet. Frag doch einfach mal nach, Bettina. Die Menschen geben einem soviel zurück. Gerade weil ich Christoph verloren hatte. Du weißt ja...

    Probiers einfach mal. Und bitte mach nicht dein Herz noch schwerer als es eh schon ist. Es wird wieder anders. Nicht aufgeben. 🫶

    das klingt ja interessant........vielen dank ,da frage ich mal nach. das wäre auch noch eine schöne Möglichkeit!

  • Liebe Bettinalein. Ich habe immer kein gutes Gefühl, jemanden einen Rat geben zu geben und ich die Person bin ,der es gutgeht. Gut wäre es,ich könnte dich an die Hand nehmen und Nägel mit Köpfen machen. Ich war wirklich mal in einer ähnlichen Situation. Da war 58.Ich konnte die Arbeit im Kinderheim nicht mehr leisten. Das Arbeitsamt rief mir hinterher, als ich da vorsprechen musste:" Für sie werden wir auch noch was finden "Ich bin zitternd nach Hause gegangen. Mir hat damals meine Tochter geholfen. Sie hat beim Arbeitsamt sofort angerufen und gesagt ,ob sie es verantworten wollen, dass ihre Mutter einen Herzinfarkt bekommt " Ich war damals schon länger wegen Herzproblemen in Behandlung. Kurze Zeit danach ,ich war gerade mit meiner Tochter im Kaufhaus, rief der Chef vom Arbeitsamt an und entschuldigte sich für das Verhalten seiner Kollegin .Ich wurde in nicht vermittelbar aufgrund gesundheitlicher Probleme arbeitslos gemeldet. Mein Hausarzt musste dabei noch etwas ausfüllen. So war das,liebe Bettina. Das Arbeitslosengeld war nicht üppig,aber es reichte fürs Nötigste. 2 Jahre danach bin ich mit 60 in Frührente gegangen mit Abzügen.Da ich aber fast 40 Arbeitsjahre hatte plus die Zeit der Arbeitslosigkeit bekam und bekomme ich eine gute Rente. Die alleinige Erziehung meiner 3 Kinder brachten auch mehrere Punkte. Liebe Bettinalein. Ich habe dir das geschrieben, weil ich am eigenen Leib erfahren habe, wie schwer es ist,plötzlich in der Arbeitswelt nicht mehr gebraucht zu werden .Einen Mann mit Geld hatte ich nicht.Deren Frauen haben nicht diese Probleme. Wen ich aber hatte,waren meine Tochter und mein damaliger Arzt.Es gibt Dinge im Leben , die alleine durchzustehen,manchmal an die Kräfte der Belastbarkeit gehen. Ich weiß ,daß es zahlreichen Frauen auch so geht.Da bist du nicht alleine. Ich hoffe, dir hat es geholfen, dass du zumindest weißt, daß das nichts mit dir als Mensch zu tun hat. Ich behaupte, Frauen wird es in der Gesellschaft oft nicht leicht gemacht. Und wenn man dann alleine ist ,ist guter Rat teuer. Liebe Grüße von Christine.

    .

  • Liebe chrsitine!

    Vielen Dank für deinen Bericht übder das erlebte. Es interessiert mich sehr,wie es anderen erging. DU hattest es auch nicht leicht im Leben und macht das beste draus. ich bewundere dich sehr dafür, ich will versuchen es ähnlich zu sehen.

    Trotz meiner momentanen Traurigkeit gibt es soviels was schön ist und bleibt.

    Ich bin an den herausforderungen gewachsen,das weiß ich,aber ich hatte gehoffft, dass ich mal ankommen kann hihi

    Aber anscheindne muss ich doch noch neue Wege suchen.Wäre dem nicht so,gäbe es mich ja nicht mehr.

    Also Krönchen rücken und weiter machen.

    Aber manchmal ist man halt auch das Kämpfen sooo leid. Seid meine Eltern nicht mehr da sind fühl ich mich oft ganz alleine.

    ich habe aber inzwischen eine sehr gute Freundin gefunden,die es immer schafft mich aufzubauen.

    Sie versteht mich ,meint aber,; Du hast dein gehalt bis mitte sept,jetzt warte mal bis Mitte august,ob nicht noch was kommt und dann kommst du in die Gänge. hahaha ich musste da so lachen,wie sie das sagte,aber ich weiß,was sie meint.


    bis dahin habe ich ja Zeit.


    Gestern hatte ich schon bei einer Privatschule in Neuendettelsau mich beworben,die im byrischen Realschulnetz standen.

    Sehr freundlich waren sie,sagten aber,dass sie im neuen schuljahr versorgt seien (warum inseriert man dann?) sie aber sich melden würden,wenn sie dnach jemand suchten. ich glaube der Dame aufs Wort. Wie oft haben mir Schulen nicht mal mehr zurückgeschrieben,diese Dame tat es. Na mal sehen....

  • Liebe Bettinalein. Darf ich sagen:" So gefällst du mir viel besser. " So ist es im Leben. Manchmal hat man auch Glück. Ich finde es immer ganz gut, wenn man auch mal nicht weiß, was morgen kommt. Das hat mit Leichtsinn nichts zutun. Er erhält einem den Glauben an das Gute. Toll,daß du eine Frendin hast .Das ist goldwert. Daß du dich weiterhin bewirbst ,ist super .Hast du dir schon mal deine Rente ausrechnen lassen? Nun genug der Fragen .Zu dem Ankommen möchte ich noch sagen, irgendwie kommt man doch nie an ,doch das erhält uns auch am Leben. Ich habe nie gedacht , dass ich nochmal umziehe.Ich war angekommen. Und durch einen Zufall erhielt ich die Chance, in eine wunderschöne altersgerechte Wohnung mit Fahrstuhl zu ziehen. Bin ich nun angekommen? Mit 82 sollte man das meinen.Aber oftmals bestimmt ein Schicksal, wie es weitergeht und wohin die Reise geht. Ich denke, daß das ein gutes Schlusswort ist.

  • Liebe Bettinalein,


    lass Dich in den Arm nehmen, ich verstehe Dich vollkommen manchmal ist einfach eine Grenze erreicht da kann man und will man nicht mehr kämpfen.


    Müde ausgelaught alles zusammen.


    Aber ja ein paar Stunden später geht es dann doch wieder durch Ideen Feedbacks.

    Krönchen richten weiter machen genauso sieht es aus.


    Du hast schon ein paar gute Tipps benommen probieren alles was möglich ist und mit etwas Glück hast Du die Stelle auch nächstes Schuljahr wieder.

    Dieses hin und her ist wirklich nervig und belastend aber wie Sonnenente schon schrieb bring Fr. Stöckel back.


    Vlg. Linchen:24:<3

  • Großartig!
    Eines hat schon mal wunderbar funktioniert: Wir haben Bettinalein back und so lange war sie gar nicht weg. Sie hat sehr schnell zu ihrer alten Form zurückgefunden, die jung gebliebene, die sich unterm Strich nicht unterkriegen lässt, auch wenn es manchmal nicht so rosig aussieht und sie dann einfach ein kleines Häufchen Elend ist, aus dem man sie dann auch nur schwer rausbekommt.
    Aber diesmal nicht mit unserer Bettinalein und auch nicht mit der Frau Stöckel deiner Neuntklässler!

    Leider hat sich in den letzten 25 Jahren ja sehr viel geändert. War es früher noch möglich, als schwer oder nicht vermittelbar eingestuft zu werden und damit weitestgehend in Ruhe gelassen zu werden, so ist das heute schlicht nicht mehr drin.
    Heute muss man dem Arbeitsamt (oder wie auch immer sich dieses Amt grad nennt) "zur Verfügung stehen". Alter oder schlechte Chancen / schwieriger Markt im eigenen Berufssegment und ähnliche Argumente, die früher galten, sind heute keinen Pfifferling als Argumente wert.

    Einzige Chance wäre wirklich die Erwerbsminderung. Wie sieht das denn da aus bei dir? Hast du eine Bescheinigung, wie viele Stunden du im "normalen" Arbeitsalltag maximal stemmen könntest? Eine reine Behinderung, egal ob schwer oder nicht, ist da soweit ich weiß nicht mehr (alleinig) ausschlaggebend.

  • Jaaa, genau das, was Kathi schreibt, meinte ich, als ich die Betreuerin für Senioren erwähnte.
    Ich habe in meiner Jugend und als junge Erwachsene Kindergruppen geleitet (hehe, die Sonnenente ist eine alte Pfadfinderin, man glaubt es kaum) und da sind wir teilweise mit den Kids auch in ein Seniorenheim gegangen. Manche der älteren Herrschaften fanden es einfach nur schön, wenn sie erzählen durften und die Kinder zugehört haben. Manche haben es auch sehr genossen, gemeinsam zu basteln.
    Und wenn es an gesellige Momente mit Gitarre, Mundharmonika und Gesang (eben Pfadfinder) ging, dann war fast spürbar, dass sich diese wunderbaren Menschen in ihre eigene Jugend zurückversetzt fühlten.
    Strahlende Augen bei den Kids und den Senioren.

    Irgendwann hatte ich mal mitbekommen, dass solche Dinge inzwischen richtig in den Senioren-Alltag integriert werden und ganze Berufe in diesem Bereich entstanden sind, wie eben die Musikgeragogik. Schade, wenn sich bei dir die zuständigen Sachbearbeiter beim Arbeitsamt da so gegen stellen, aber vielleicht gibt es andere Möglichkeiten. Und vielleicht bräuchtest du bei deiner Vorbildung gar keine entsprechende Fortbildung und könntest als Betreuerin einen ähnlichen Job machen wie die Musikgeragogiker. Ist ja unterm Strich egal, wie dein Job heißt, wenn die Jobbeschreibung das ist, was dir total liegt und Spaß machen könnte.

  • Liebe Sonnenente!

    So ne Bescheinigung habe ich natürlich noch nicht. ich muss darüber mal mit dem aruzt sprechen,ob sowas in frage käme. EIgentlich will ich ja nicht,aber wenn mich keiner mehr wollen würde? Mal sehen. vorhon habe ich mich auf eine Ausschreibung in bamberg beworben. Ein qExkollege arbeiz´tet an der Schule und seine Frau ist schulleitung. Vielleicht gibts da ne chance? Es wären zwar nur 7 stunden,aber wer weiß vielleiucht kommt die chefin meiner jetzigen schule ja doch noch,oder ich suche eben noch waa anderes. vielleicht in der Richtung,die ihr beschrieben habt.