Mein Leben ist nur noch ein Scherbenhaufen

  • Liebe Ingrid,

    Der Verlust Deines Mannes tut mir wirklich leid. Wir alle hier können Deine Emotionen und das Gefühl der Sinnlosigkeit nur zu gut nachempfinden. Vielen Nicht Betroffenen fällt das schwer. Und wenn diese dann von ihren Zukunftsplänen erzählen hat msn selbst das Gefühl, die eigene Zukunft wurde gestohlen. Auch ohne jegliche bösen Willen stellt msn fest, dass die Gespräche aneinander vorbei laufen. Das ist leider so.
    Hier kannst Du Dir alles von der Seele schreiben, hier versteht man Dich und es wird immer jemand antworten.

    Lg Herzschmerz

  • Liebe Ingrid,


    ja so ist es. Auch mein Umfeld wollte irgendwann nichts mehr hören. Bei mir sind es jetzt 13 1/2 Monate, daß meine Frau gestorben ist.

    Und ich bin erst nach 7 Monaten hierhergekommen.


    Es ist schön, daß Du jetzt hier bist.

    Mir hat unser liebes Forum sehr geholfen. Und hier sind so viele liebe Menschen,die sich gegenseitig unterstützen. Das schenkt einem etwas Hoffnung und Zuversicht, daß man in seiner Trauer nicht alleine dasteht.


    Liebe Grüße

    Matthias

  • Liebe Ingrid,

    es ist schwer zu verstehen, zu begreifen dass der Herzensmensch nach vielen gemeinsamen und schönen Jahren gehen musste. Mein aufrichtiges Beileid. Dein Entschluss hier zu schreiben wird dir gut tun. Den Schmerz kann uns keiner nehmen, aber sich hier auszutauschen ist oft Balsam für unsere verletzten Herzen und Seelen. Alles Gute viel Kraft

    Liebe Grüße Billi 🌻

  • Liebe Ingrid ❤️


    Ich bin froh, dass dich mein Bild dazu angeregt hat hier zu schreiben.


    Du siehst ja, sofort wirst Du aufgefangen voller Verständnis und Mitgefühl 💚


    Das ist wichtig... Wir dürfen uns nicht ganz alleine fühlen...


    Lass Dich umarmen ❤️


    Jeder Verlust ist unsagbar, unbegreiflich und lässt uns am Leben zweifeln und manches Mal verzweifeln. 🥀Pia

  • Ihr Lieben,

    Ich habe den gestrigen 1. Himmelsgeburtstag meines geliebten Mannes ganz gut überstanden, meine Tochter, Enkelkinder und Urenkelchen waren da. Leider musste der Gang zum Friedhof wegen starkem Regen ausfallen, aber das habe ich heute Morgen alleine nachgeholt. Nun heißt es noch Weihnachten und den Jahreswechsel gut zu überstehen.

    Liebe Grüße Karin

  • Liebe Karin, liebe Ingrid

    ja, immer wieder gilt es irgendwas ohne i h n

    zu überstehen und immer wieder der Gedanke n i e wieder. Eure Empfindungen sind auch meine… muss fast immer weinen,

    wenn ich hier lese aber gleichzeitig gibt es auch Trost nicht allein zu sein. Im persönlichen Umfeld ist das Verständnis ja weitgehend ausgeschöpft . Ich wünsch euch einen erträglichen Abend nebst Nacht

    LG Zausel

  • Liebe Zausel,

    Es ist wirklich sehr tröstlich hier auf verständnisvolle Menschen gestoßen zu sein. Die genauso empfinden wie man selbst.

    Du hast so Recht, es gibt tagtäglich Situationen in denen du merkst wie sehr dir der Partner fehlt, auch wenn es sich nur um Kleinigkeiten handelt.

    Aber das "nie wieder" macht einen total fertig.

    Liebe Grüße Karin

  • Liebe Karin,

    schön,dass du den gestrigen Tag gut überstanden hast.

    Weihnachten und der Jahreswechsel sind natürlich noch einmal besondere Tage .Für mich ist es das 2. Weihnachten ohne meinen Schatz..


    Ich wünsche dir noch einen ruhigen Abend ⭐️

    Glg🌻⭐️Elke

  • Gut Morgen ihr Lieben,

    Ich hatte gestern ein Erfolgserlebnis was mich stolz auf mich selbst macht. Ich war nie der begeisterte Autofahrer und Autobahn schon mal gar nicht, ich war froh als mein Mann dann mit 60 Jahren sich dazu entschloss doch seinen Führerschein zu machen und auf Anhieb zu bestehen. Jetzt war ich nur noch Beifahrer und er brachte mich überall hin. Als er im März verstarb war ich gezwungen wieder selbst zu fahren ganz kurze Strecken zu.B. zu meiner Tochter wagte ich mich dann mal auf die Autobahn.

    Jetzt hatte ich gestern einen Arzttermin in einem Krankenhaus 52 km von mir entfernt. Diesen Termin habe ich schon einmal verschoben und musste ihn jetzt wahrnehmen. Ich habe es geschafft. Bin die Strecke über die Autobahn alleine gefahren und war richtig stolz auf mich.

    Liebe Grüße Karin

  • Liebe Karin, das ist toll!! Man muss es wieder wagen.

    Ich hatte in den ersten Wochen und Monaten auch Probleme wegen Autofahrten.

    Bei mir waren nicht die Autobahnen das große Problem , sondern in eine Stadt zu fahren, oder längere Strecken.

    Wenn man es einmal probiert hat und einigermaßen die Ruhe behält, klappt es meistens ja auch.

    Dann fahre ruhig etwas öfters, damit die Autobahn ihren Schrecken für dich verliert.

    Wieder ein neuer und guter Schritt in Richtung „hab ich gut gemacht, ich schaffe das👍🏻“

    Ich wünsche dir einen schönen Tag

    Elisabeth

  • Liebe Karin,

    Ich freue mich für Dich über Dein Erfolgserlebnis. Es ist gut, sich auch mal wieder aus der Komfortzone zu begeben und sich etwas zuzutrauen oder sich mal zuzumuten. Manchmal schaut man gegen etwas an und ist dann hinterher stolz, dass man es geschafft hat. Das wiederum gibt neues Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Das ist wichtig! Weiter so!

    Lg Herzschmerz

  • Liebe Elisabeth, das kommt bei mir auch noch hinzu, längere Strecken oder überhaupt irgendwohin wo ich mich nicht auskenne. Ich muss mir langsam wieder mehr zutrauen, man hat sich halt zuviel auf den Partner verlassen. Kurze Strecken hier im Ort wo ich mich auskenne schaffe ich ohne Probleme. Meine Schwägerin wird jetzt 77 Jahre, sie fährt schon seit Jahren gar nicht mehr.

    Ich bin froh das ich das Auto habe, sonst wäre ich aufgeschmissen hier ist nichts in unmittelbarer Nähe. Müsste immer Bus und U-Bahn benutzen.

    Liebe Grüße Karin

  • Gut Morgen ihr Lieben,

    Ich hatte gestern ein Erfolgserlebnis was mich stolz auf mich selbst macht. Ich war nie der begeisterte Autofahrer und Autobahn schon mal gar nicht, ich war froh als mein Mann dann mit 60 Jahren sich dazu entschloss doch seinen Führerschein zu machen und auf Anhieb zu bestehen. Jetzt war ich nur noch Beifahrer und er brachte mich überall hin. Als er im März verstarb war ich gezwungen wieder selbst zu fahren ganz kurze Strecken zu.B. zu meiner Tochter wagte ich mich dann mal auf die Autobahn.

    Jetzt hatte ich gestern einen Arzttermin in einem Krankenhaus 52 km von mir entfernt. Diesen Termin habe ich schon einmal verschoben und musste ihn jetzt wahrnehmen. Ich habe es geschafft. Bin die Strecke über die Autobahn alleine gefahren und war richtig stolz auf mich.

    Liebe Grüße Karin

    Liebe Karin,


    ich bin auch stolz auf Dich , daß Du das geschafft hast.

    Dein Liebster wird es auch sein.

    Und ja es ist wichtig,sich auch etwas zuzutrauen. Das schenkt einem hinterher nicht nur ein gutes Gefühl,wenn man es geschafft hat,sondern auch noch mehr Zuversicht und vor allem Vertrauen in sich selbst.

    Mach weiter so!


    Ich wünsche Dir für den heutigen Tag alles Gute.

    Liebe Grüße

    Matthias

  • Es ist sehr wichtig wieder zu fahren, jenachdem wo man wohnt.

    Das ist Freiheit und Beweglichkeit, sonst kann man sich gleich einigeln.

    Wenn man alleine ist, muss man auch gucken, dass man so viel wie möglich selbst regelt. Das ist leider so.

    Wir schaffen das 💪🏻

  • Lieber Matthias, liebe Elisabeth,

    Es ist wirklich wichtig, Vertrauen in sich selbst aufzubauen, durch den Tod des Partner fühlt man sich eh schon hilflos und in vielen Dingen fehlt einem dieses Selbstvertrauen, so geht es mir jedenfalls sehr oft, und wenn man dann merkt wieviel man doch alleine schafft, ist man richtig stolz auf sich selbst.

    Liebe Grüße Karin

  • Guten Morgen,

    Ich lese hier öfter, daß ihr auch Probleme mit sogenannten Freundinnen oder Freunden habt. Ich habe gestern eine Freundschaft beendet, die für mich eigentlich keine war. Ich habe seit meiner Schulzeit nie mehr eine Freundin gehabt, weil ich in der Schule sehr schlechte Erfahrungen mit einer Freundin gemacht habe. Heute würde man es Mobbing nennen. Während der Ehe hatte ich meinen Mann und wir beide waren uns genug. Vor 2 Jahren lernte ich während eines Klinikaufenthaltes eine Witwe in meinem Alter kennen, mit der ich auch danach lockeren Kontakt hatte. Jetzt als mein Mann verstarb wurde dieser Kontakt enger und wir sahen uns öfter oder telefonierten. Ich merkte aber schnell, daß sie ein Typ ist, der gerne anderen sagt wie und was sie machen sollen. Als sie dann auch noch meinte wir wären doch jetzt Freundinnen ging mir das schon zu weit. Ich bin mit dem Wort Freundin sehr vorsichtig. Die letzten Tage stellte ich immer mehr fest, das ihre Art sehr übergriffig wird und mir nicht gut tut. Das kann ich neben der Trauer überhaupt nicht gebrauchen. Ich habe im Moment auch leider nicht die Kraft mich gegen diese Dominanz zu wehren. Gestern hatte ich mit meiner Seelsorgerin das Thema aufgearbeitet, da gestern Vormittag wieder so ein dominantes Telefongespräch mit der sogenannten Freundin stattgefunden hatte und abends dann eine watsup kam mit "du kannst mich jederzeit anrufen usw. usw." War ja nett gemeint aber ich merkte innerlich ich will diese sogenannte Freundschaft nicht mehr sie tut mir nicht gut ich fühle mich mit der Frau nicht wohl. Habe mir ein Herz genommen und ihr eine liebe watsup geschickt das ich diese Freundschaft beenden möchte. Ich fühle einerseits ein schlechtes Gewissen und andererseits bin ich froh das ich den Mut hatte zu beenden was mir nicht gut tut. Sie hatte mich voll in ihr eigenes Leben eingeplant und sich so auf meins konzentriert, daß ich richtig Angst bekam.

    Liebe Grüße

  • Liebe Karin,

    Respekt! Du kannst stolz auf Dich sein, dass Du gestern konsequent die Freundschaft beendet hast, weil Du festgestellt hast, dass sie Dir nicht gut tut. Und das, obwohl Du da normalerweise eher gezögert hättest, weil es Dir nicht so leicht fällt, Dich gegen Übergriffigkeit zu wehren. Das finde ich gut und das wird Dir auch gut tun. Momentan sollten wir alle in uns reinhören, wer oder was uns gut tut, denn wir brauchen unsere Kraft dafür, uns so aufzustellen, das wir bestmöglich aus unserer schwierigen Lage herauskommen. Energieräuber sind da wenig hilfreich. Bei wichtigen, langen Freundschaften lohnt es sich meiner Meinung nach in der Regel, Zeit und Mühe in ein Gespräch zu investieren. Je nach Situation bleibt einem zum Eigenschutz aber nur der Rückzug. Das ist leider so.
    Ich habe das Gefühl, dass dieser Akt der Selbstfürsorge ein wichtiger Schritt für Dich war, gut gemacht!

    Lg Herzschmeru