Abschied von meiner Sonne 2

  • Ach, Luise , du bist so verzweifelt und voller Angst, das tut mir sehr leid!!

    Das mit dem Wasser abkochen, kann die Pflegerin machen und am nächsten Morgen hast du das abgekochte Wasser zum Befüllen, was wieder die Morgenpflege machen kann.

    Ich verstehe deine angstvollen Gedanken.

    Zur Not muss man über eine 24-Stunden- Pflegekraft nachdenken, die könnte auch deine Amy versorgen.

    Es wird und muss sich eine Möglichkeit finden. Versuche etwas ruhiger zu denken und lass die Angst dich nicht ganz beherrschen, auch wenn es schwer ist.

    Ich wünsche dir eine ruhige Nacht und gute Menschen um dich herum, die dir beratend zur Seite stehen können.

    Ich sende dir alle guten Gedanken, die ich heute zur Verfügung habe.

    Liebe Grüße, Elisabeth

  • Liebe Luise,

    Elisabeth hat schon ein paar gute Vorschläge gemacht. Ich verstehe gut, dass Du Dich momentan blockiert fühlst von Angst und Panik. Leider führt das oft dazu, dass man dann vor Angst keine Wege und Türen mehr sieht, die man gehen könnte. Versuche doch, Dich mit dem Sozialdienst des KKH zu besprechen, solche Themen sind deren tägliche Themen, die können Dich sicher beraten. Ebenso die Caritas, die bieten eine komplette pflegeberatung an. Es fühlt sich für Dich an wie ein unüberwindbarer Berg aber glaube mir, mit vernünftiger Beratung lichtet sich der Dschungel. Das war bei meiner Mutter auch so.

    Halte durch, nimm die Möglichkeiten wahr, die es gibt, Du musst da nicht alleine durch..,.

    Ich sende Dir Kraft und Zuversicht.

    Lg Herzschmerz

  • Liebe Luise, Du hast mein innigstes Mitgefühl!

    Wenn ich wieder einmal mit meinem Leben ohne meinen geliebten Mann zutiefst verzweifelt und unglücklich bin, stelle ich mir vor wie es wäre, hätte ich an seiner Stelle gehen dürfen!

    Er würde Die Trauer und den Schmerz empfinden den ich aushalten muss, er würde mit der Gebrechlichkeit, den täglichen Beschwerden und den Krankheiten die das Alter mit sich bringt, leben müssen, während ich den ersehnten Frieden und Ruhe hätte.


    Ich bin dankbar, dass er nicht mehr leiden muss und ich eben den Preis dafür bezahle.

    Dein Leben ist sehr schwer, Du wärst sicher auch gerne an Stelle Deines Mannes gestorben!


    Wir liebten uns sehr und konnten uns nicht vorstellen ohne den anderen zu sein.


    Das ist leider der Preis für eine große Liebe die der zurück bleibende Partner zahlen muss:13:;(,damit tröste ich mich.

    Ich denke an Dich wie schwer Du es hast, liebe Grüße Karo

  • Meine Lieben,

    heute war ein schwerer Tag, der mich an meine Grenzen gebracht hat. Wurde mit Krankentransport zur Untersuchung in anderer Klinik gefahren.


    Mir war kalt und ich hatte Angst vor Diagnose. Musste 2 Stunden in einem Raum mit "normalen" Patienten warten, an Sauerstoff angeschlossen und laufend hustend... vor Anstrengung würgend.

    habe laut nach Wasser gerufen ... trotz Atemnot.


    Leider noch keine aussagefähigen Diagnosen. Aber Termin für eine PET-CT bekommen... dann sieht man ob bösartig.


    Eigentlich wäre morgen ein guter Tag für mich, um mich zu verabschieden. Es ist der Todestag von meinem Mann. Dann wären wir wieder zusammen auf ewig. Oh, wäre es doch so weit. Keine Schmerzen... keine Sorgen... nur noch Liebe.


    Ich sehne mich danach... nach innerer Ruhe... einfach alles fallenlassen... nur Gemeinsamkeit...nie wieder Einsamkeit.


    Ich habe genug... genug von körperlichen und seelischen Schmerzen... genug von allem.

    Ich will fliegen... schwerelos... und mit meiner Lebensliebe.

    Das wünsche ich mir... nicht nur zu Weihnachten... sondern für immer.


    Kann dieser Traum bald wahrwerden?


    Eure erschöpfte Luise

  • Liebe Luise


    Es tut mir sehr leid was du durchmachst.

    Und morgen (auch) ein ganz schwerer Tag.


    Weiterhin bin ich im Hoffen auf eine behandelbare Diagnose.
    Und denke an deinen treuen Vierbeiner.


    Bitte liebe Luise.
    Ich möchte dennoch so gerne dass du (dich) nicht aufgibst.


    Auch wenn ich deine sehr schweren Gedanken vernommen habe.
    Deine Erschöpfung. Schmerzen. Und deine Wünsche.


    LG
    Simon

  • Liebe Luise,


    Ich verstehe deinen Wunsch nach Ruhe und Frieden, nach fliegen... wenn man so viel hinnehmen musste und nun noch selbst schwer krank wird... dabei sollte das Leben doch schön sein, dachte ich auch einmal... aber es scheint nicht allen vergönnt...


    Ich wünsche dir so sehr Erleichterung und das du wieder nach Hause kannst und mit deinem Hundi noch eine erträgliche Zeit verbringen kannst, die sich ein bisschen wie Fliegen anfühlt, bis wir tatsächlich fliegen dürfen... 🙏✨⭐❤️💔💚:30:

  • Meine Lieben,


    ich bin zuhause... Amy ist bei mir.


    Aber es geht mir nicht gut... hänge am Sauerstoffschlauch... musste viel telefonieren, um alles zu organisieren ( Essen auf Rädern, Hausarzt für die neuen Medikamente, Sauerstofffirma hat mich angeblich heute nicht angetroffen, haha,

    neuen Termin nächste Woche, da ansonsten von mir 250,-Euro zu zahlen ist, wenn sie noch mal diese Woche kommen)


    Pflegevertrag heute abgeschlossen, es ist alles Pflegegeld für die nötigste Versorgung

    voll ausgeschöpft. Aber ich brauche noch

    mehr Hilfe, aber das soll ich alles privat zuzahlen... das kann ich nicht.


    Ich muss mir morgens und abends das Essen selber machen, nur Mittagessen kommt fertig. Aber ich bin noch zu schwach, deshalb esse ich kaum was...wenig Essen=wenig Kraft.


    Was soll nur werden? Ich werde wohl nicht mehr lange leben, schon alleine deshalb oder der evtl. Krebs wird ausgehungert.


    Das es soweit kommen könnte, hätte ich nicht gedacht. Was muss ich noch ertragen? Um meine Amy mache ich mir grosse Sorgen, was wird dann mit ihr? Wie kann ich für sie vorsorgen? Meine Freundin will absolut kein Tier... Sie kümmert sich nur vorübergehend um Amy,, dafür bin ich ihr

    sehr dankbar. Aber für immer nimmt sie sie nicht.

    ICH DREHE GEDANKLICH DESHALB DURCH.


    So ein lieber Hund und keine sichere Zukunft. Am liebsten wäre mir wir beide würden gemeinsam "eingeschläfert".


    Lg Luise

  • Ach liebe Luise,


    es ist schon unbegreiflich was einem Menschen alles abverlangt wird in jeglicher Hinsicht.


    Es muss doch Anlaufstellen geben, die dir bei allem helfen, irgendeine Betreuung, Unterstützung die das Nötigste regeln, das kann doch nicht sein.


    Für Amy gäbe es bestimmt auch jemand der mit ihr Gassi geht.


    Es tut mir so leid und ich kann nichts tun 💔

  • Liebe Luise


    Es freut mich dass du wieder zuhause bist.
    Bei deiner Amy.


    Deinem Sonnenschein.

    Ansonsten nehme ich sehr grossen Kummer aus deinen Zeilen wahr.
    Es tut mir sehr leid dass das (gesundheitliche) Leben so schwierig ist.
    Und dass du weiterhin etliche Sorgen hast.

    Aber ich nehme auch wahr dass einiges in die Wege geleitet ist.
    Damit hast du schon einiges geschafft.
    Auch das freut mich.


    Vielleicht wäre ein Lieferdienst für die Lebensmittel eine Option ?

    Als Frühstück z.B. was Schnelles. Joghurt, Brot, Käse, Aufschnitt ?
    Was meinst du ? Nur ein Gedanke von mir.


    Weiter hoffe ich auf eine Diagnose für deine Beschwerden ?

    Vielleicht ist es wirklich nur das Herz. Und behandelbar.
    Ich möchte es dir so wünschen.
    Dann sähe alles anders aus.
    Und auch die Ungewissheit fiele weg.
    Die stelle ich mir auch sehr quälend vor.


    LG
    Simon

  • Also ich könnte durchdrehen , wenn ich das lese.
    Wo sind wir hier nur hingekommen .
    Menschen , die schwach sind, nicht können , sollen sich allein kümmern.


    Ich könnte manchmal nur noch schreien.


    Ich höre soviel Sch….
    Menschen, die eine schwere Kr… Erkrankung zum Glück gerade überstanden haben werden genötigt schnellstens wieder ihre Arbeit aufzunehmen.
    Anderen wird alles hinter her getragen .


    Ihr Lieben , gehört vielleicht nicht hier her , musste dennoch mal raus.


    Liebe Luise


    mir tut es sehr leid , was dir gerade geschieht ….. Ich verstehe es nicht.
    Und wünsche dir so sehr dass alles für dich besser wird. Es ist furchtbar , wenn allein da steht .

    Herzlichst ❤️❤️

  • danke für euren Zuspruch,

    jetzt kann ich mich vor Schmerzen kaum bewegen... Hatte Schwierigkeiten beim Frühstück machen... wenn ich weiterhin so wenig esse, verliere ich die letzte Kraft... mein Mann fehlt so sehr für Seele und Körper... das Alleinsein bei Krankheit ist doppelt schwer.

  • Liebe Luise,

    Ich kann mir vorstellen, dass Du Dich vom Leben gerade verraten und im Stich gelassen fühlst.

    Aber wie Simon schon schrieb, ich sehe auch positive Dinge. Du bist Zuhause, beim Deiner Amy, einige Dinge sind schon auf den Weg gebracht. Sprich doch mal mit Deinem Hausarzt oder der Caritas Pflegeberatung wegen Deines Pflegegrades und einer möglichen Erhöhung wenn es nicht ausreicht. Kann Deine Freundin oder eine Nachbarin Dir ggfs. helfen beim Frühstück und Abendessen? Es könnte ja alles morgens vorbereitet werden und dann in den Kühlschrank. Wer könnte mit Amy Gassi gehen? Vielleicht jemand aus der Nachbarschaft? Vielleicht ergäbe sich daraus auch die Möglichkeit, Amy unterzubringen, falls Du sie beim besten Willen nicht mehr behalten kannst.
    Ich kann natürlich nur Vorschläge machen aber vielleicht hilft es Dir ein bischen…

    Ich sende Dir Hoffnung und Zuversicht!

    Lg Herzschmerz

  • danke für euren Zuspruch,

    jetzt kann ich mich vor Schmerzen kaum bewegen... Hatte Schwierigkeiten beim Frühstück machen... wenn ich weiterhin so wenig esse, verliere ich die letzte Kraft... mein Mann fehlt so sehr für Seele und Körper... das Alleinsein bei Krankheit ist doppelt schwer.

    Liebe Luise,


    dein schlimmes Schicksal berührt mich zutiefst. Ich spüre Deine ganze Verzweiflung beim Lesen körperlich und leide mit Dir mit.

    Leider wohnst Du zu weit weg als daß ich Dir konkret helfen kann.

    Aber ich sende Dir jetzt ganz viele liebe Gedanken der Heilung,verbunden mit Kraft und Zuversicht, daß Du nicht gänzlich aufgibst,auch wenn es alles so schwer ist.

    Ich kann das alles nachvollziehen.

    War 2016 zusammen mit meiner Frau 10 Monate schwerkrank. Zeitgleich. Ich hatte eine Herzmuskelentzündung und war mehrmals am Rande der anderen Dimension. Ich habe nicht aufgeben dürfen. Musste ja für meine schwerstkranke Frau da sein.


    Dann geschah ein Wunder und ich wurde wieder vollständig gesund.

    Und konnte mich um meine Frau kümmern.


    Ich denke jetzt ganz fest an Dich liebe Luise.


    Liebe Grüße

    Matthias

  • Meine Lieben,

    heute ist ein schwerer Tag für mich... mein Mann und ich hatten vor über 46 Jahren unser erstes Date verabredet.

    Wir lernten uns.... wie damals üblich.... in der Disco kennen und verabredeten uns dann.


    Ich habe heute Nacht von uns geträumt... es war sehr realistisch.


    Morgen habe ich einen anstrengenden Termin im KH über mehrere Stunden... und ich muss alleine (mit Krankentransporter) dahin, ich habe niemanden, der mich begleiten könnte. Ich war bei meinem Mann immer mit , er hatte mich dabei. Aber nun muss ich das Alles alleine durchstehen.... ich habe Angst vor den Untersuchungen und Schmerzen.


    Und der Diagnose... aber die werde ich wohl morgen nicht erfahren... Dafür gibt es einen neuen Termin zur Besprechung.


    Ich drehe langsam durch... meine Gedanken schwirren nur so.

    Was soll ich zukünftig machen? Ins Heim... ohne meine geliebte Amy? Ich weiss einfach nicht weiter!!!


    Lg Luise

  • Liebe traurige, ängstliche Luise,

    Zunächst möchte ich Dich gefühlt erst mal ganz doll in den Arm nehmen🫂. Die letzte Zeit ist wirklich schwierig für Dich und scheinbar gibt es auch keine Menschen in Deinem Umkreis, die Dir helfen könnte. Ein paar Vorschläge hatte ich Dir ja gemacht aber es ist auch nicht immer einfach, Dinge auf den Weg zu bringen, wenn man so angeschlagen, ängstlich und verzweifelt ist. Vielleicht kann Drin Hausarzt oder die Caritas Pflegeberatung weiterhelfen. Aber erst mal musst Du durch den Tag morgen.

    Dafür sende ich Dir viel Kraft und Zuversicht.

    Lg Herzschmerz

  • Liebe Luise, ich möchte dir Zuversicht und Glück für morgen wünschen . Auch das geht vorbei.
    Ich mache mir auch so meine Gedanken, wenn ich ins Krankenhaus muss, dass ich das ganz alleine machen muss. Ich versuche mich darauf einzustellen aber wahrscheinlich sieht das dann in der Realität etwas anders aus als in der Vorstellung.

    Ich habe keine Familie, die mich begleiten oder besuchen würde. Ist okay.

    Ich bin nur froh, dass ich meinen Mann die letzten 6 Wochen seines Lebens begleiten konnte, die letzten 2 Wochen bei Tag und Nacht.

    Ich werde das nicht haben, wie so viele andere auch.

    Versuche bitte, dich nicht zu sehr mit allzu dunklen Gedanken zu belasten. Du brauchst jetzt ganz viel Kraft für die nächste Zeit und deine Amy.

    Ich wünsche dir schöne Träume mit deinem Mann, vielleicht kannst du aus diesen Träumen etwas Kraft schöpfen, ich wünsche es dir sehr.

    Sei umarmt,

    Elisabeth