Beiträge von SternSandra81

    Hallo liebe Forumsfamilie! <3


    Eigentlich getrau ich mich fast nicht, meinen Eintrag so zu beginnen - mit Entsetzen musste ich gerade feststellen, dass ich mich mehr als anderthalb Jahre nicht mehr gemeldet habe (*ein bisschen schämen tu*)..., so geht man mit seiner Familie nicht um... :/


    Es gibt aus meiner Sicht aber einen durchwegs aufmunternden Grund dafür, dass ich nur noch selten im Forum unterwegs bin. Und vielleicht kann ich dem/der einen oder anderen auch ein wenig Hoffnung mitgeben auf dem schweren Weg der Verlust-Bewältigung eines geliebten Menschen...


    Mein Leben hat mich im Griff ;) :8: :rolleyes: Wie ich euch Ende 2015 geschrieben habe, konnte ich mich sowohl beruflich wie im Verein neu orientieren und meinen Weg weiter gehen. Und natürlich hilft mir mein liebevoller Schatz Sven und sein mittlerweile frisch eingeschulter Sohn ebenfalls immer noch sehr dabei, mit dem so plötzlichen Gehen von Marco umzugehen.
    Obwohl für mich immer klar war, dass ich auch mit Sven den Bund der Ehe irgendeinmal eingehen möchte, war doch sehr lange immer noch eine gewisse Barriere vorhanden. Ich fühlte mich für diesen Schritt nicht bereit, empfand es Marco gegenüber als nicht gerecht. Schliesslich ist für mich unsere Beziehung und Ehe nie beendet worden. Ich fühle mich ihm immer noch genau so verbunden wie vor der verhängnisvollen Nacht Ende Dezember 2011. Ein wahres Gefühlschaos, obwohl ich im Herzen gleichzeitig auch gespürt habe, dass es kein Verrat an Marco ist, wenn Sven und ich heiraten würden und er sich mit Sicherheit auch für mich mitfreuen würde. Sven ist auch in dieser Thematik immer mit viel Verständnis hinter mir und auch meinen Gefühlen gestanden - wofür ich ihm unendlich dankbar bin :love:


    Ende des letzten Sommers haben wir zwei uns einen Tag Auszeit gegönnt und einen wunderbaren Ausflug in die Berge unternommen. Auf einer herrlichen Wanderung vorbei an einem Bergsee, Wasserfällen und der Quelle eines grossen Baches haben wir uns viel Zeit für Gespräche genommen über das Leben, wo wir stehen und unsere Wünsche und Hoffnungen für die gemeinsame Zukunft. Auf der Brücke vor einem beeindruckenden Wasserfall angekommen, haben wir die gewaltige und berührende Kraft des Wasser in uns aufgenommen, als Sven plötzlich ganz spontan sagte: "am liebsten würde ich dich jetzt genau hier heiraten, an diesem Ort - nur wir zwei". Ich war einerseits völlig überrascht über seine Äusserung, andererseits im Herzen enorm berührt und gerührt. Den ganzen Rest des Tages klangen seine Worte, die Eindrücke der Natur und mein auf einmal neues Herzgefühl diesbezüglich in mir nach. Auf einmal konnte ich es mir wirklich auch vorstellen, diesen grossen Schritt ohne schlechte Gefühle oder gar Gewissensbissen zu wagen <3


    Über die Art und Weise der Zeremonie waren wir uns schnell einig, überhaupt finden wir immer wieder echt tolle Lösungen, die auf gegenseitiger Rücksichtnahme und Sorgsamkeit beruhen, gerade auch im Wissen um die Biographie des Anderen und der damit verbundenen Verletzlichkeit - ein grosses Geschenk.
    Und so haben wir in einer kleinen intimen standesamtlichen Trauung Ende März und eine Woche später in der Kirche mit unseren Familien und im kleinen Freundeskreis Hochzeit gefeiert <3 :24: :love: ... und als ob Marco und Sven's kürzlich verstorbene Grossvater vom Himmel herab uns ihren Segen geschenkt hätten, wurden wir sowohl am 31.3. als auch am 8.4. mit herrlichstem Frühlingswetter und strahlendem Sonnenschein beschenkt ... und so haben wir unseren Lieben auf der anderen Seite auch noch so gerne einen Luftballon-Gruss in den Himmel zurück geschickt...


    Es ist mir sehr wohl bewusst, dass es für viele hier im Forum nicht unbedingt einfach ist, eine "Love-Story" mit zu lesen. Ich habe mich selber oft genug mehr als nur genervt, wenn ich glückliche Paare ertragen musste, obwohl mein ganzer Körper und die Seele voller Schmerz und Trauer geschrien haben, und mir Verzweiflung um die mir und uns genommene Zukunft den Atem geraubt und das Herz zerrissen hat ;(
    Und doch möchte ich euch allen Mut, Zuversicht und Kraft geben. Es wird nie mehr so sein wie es zuvor war, das kann es nicht, weil der wichtigste Bestandteil nicht mehr unter uns ist. Aber wenn wir versuchen stetig unseren Weg hier auf der Erde weiter zu gehen, jeder in seinem Tempo und auf seine Art und Weise, können wir uns ein anderes Leben, das Leben danach aufbauen. Unsere Liebsten werden immer mit uns sein, sich mit uns freuen, mit uns traurig sein, und vor allem stolz auf uns sein und darauf, dass wir sie in unseren Herzen immer mit uns tragen. Denn die Liebe stirbt nie!


    Ein herzlichster Gruss hinaus in die Nacht,


    eure SternSandra


    P.S.: liebe Christine, ich hab deinen Glückwunschpost auf FB nicht vergessen ;-) nur habe ich erst jetzt die nötige Zeit und Ruhe für diesen Eintrag gefunden 8)

    Kampf um die neue Normalität bei allem, was früher "UNSER" war...


    Liebe Forums-Mitglieder


    Besonders ihr, meine Lieben, die mich schon länger auf meinem bald 4jährigen Weg begleitet, wisst ja, dass mich der Schiesssport mit meinem geliebten Mann besonders verbunden hat. Dabei haben wir uns kennen- und lieben gelernt. Heute möchte ich gerne einen Tagebuch-Eintrag mit euch teilen, welcher ein paar Wochen alt ist, und mein Kampf um die neue Normalität beschreibt, wie ich mit meiner grossen früheren und auch immer noch in mir lauernden Leidenschaft, umzugehen versuchen:


    22.10.2015

    Nie hätte ich gedacht, dass es so ein Kampf wird, in "unserem" Schiesssport zu einer "neuen" Normalität zu finden. In mir drinnen kämpfen Emotionen wie Frust, Ehrgeiz, Melancholie, Freude, Trauer und oft auch eine grosse Sehnsucht, Samba....
    Über so viele Jahre waren wir uns im Schiesssport so nah. Unsere Leidenschaft ist gemeinsam mit unserer Liebe gewachsen. Das gegenseitige Dasein half zur Ruhe und Selbstsicherheit. Und das zusammen unterwegs sein - den Grossteil unserer Freizeit. So viel Nähe, Gemeinsam da sein, etwas was uns beiden viel bedeutet teilen können... so viele dankbare Erinnerungen, wertvolle Schätze der Vergangenheit, ganz tief in meinem Herz und meiner Seele.

    Nun alleine unterwegs zu sein ist grösstenteils ein reiner Kraftakt. Du fehlst sehr. Zum Glück habe ich dank Sven die Kraft gefunden, mich vom früheren Umfeld zu lösen, welches mich so sehr runter gezogen hat. Ich wäre daran zerbrochen, hätte ich weiter gemacht. Die gleichen Leute, die gleichen Orte, du aber bist nicht mehr da. Und ich hätte mich nie von den vielen Verpflichtungen der Vereinsarbeit lösen können.
    Jetzt im neuen Verein zeigt man mir viel Verständnis und Respekt darüber, was und wie ich es mache. Ich kann sein wie ich bin, tun was mir gut tut. Ich bin so froh darüber.

    Die fast 2jährige Pause hat Spuren hinterlassen. die Automatismen und vor allem die Selbstsicherheit und Coolness sind verloren gegangen. Aber das Talent blitzt immer wieder auf, kleine "Genie-Streiche" die mich unglaublich glücklich, zufrieden und stolz machen! Gefühle wie früher. Und kurz nach dem Hochgefühl kommt meist der Absturz, weil ich es mit niemandem mehr so teilen kann wie früher mit dir. In diesen Momenten leide ich fürchterlich. Oft hilft mir dann nur die Gewissheit, dass diese abgrundtief schmerzende Trauer vorüber geht.

    Nun ist mir während dem letzten sehr tiefen Tal der Emotionen, das über Tage gedauert hat, ein Gedanke wie ein Geistesblitz eingefahren, welcher die ganzen Gefühle in einem neuen Licht erscheinen lassen. Kann es sein, dass DU in diesen "meinen" Momenten des Erfolgs, dort wo du jetzt bist, unglaublich stolz auf mich bist? Du warst es früher, und du bist es heute auch noch, ich weiss es. Spüre ich diese grausame Trauer deshalb so intensiv, weil du soooo sehr stolz auf mich bist? Das ist ein sehr tröstender Ansatz für mich! Vielleicht kann ich versuchen, die aufkommenden schweren Gefühle als anerkennende, warme und unterstützende Emotionen von dir wahrzunehmen, in der Gewissheit, dass du immer bei mir bist.

    <3



    Ich wünsche euch allen eine gute Nacht und viel Kraft für alle sich euch stellenden Situationen, die es mit schweren aber auch leichten und schönen Emotionen, zu bewältigen gilt in der kommenden Zeit.


    :24:
    SternSandra




    Hallo liebe Dschina :24:
    Schön, auch von dir zu hören! Ja, die liebe Christine hat schon recht, die traurigen Momente werden wirklich grösstenteils von den Schönen übertrumpft. Ich habe ein grosses Geschenk in meinem neuen liebevollen Partner Sven erhalten. Mittlerweile sind wir schon seit zweieinhalb Jahren ein Paar und haben in dieser Zeit das Leben in soooo vollen Zügen genossen und gelebt :love:
    Durch diese schlimmste aller Erfahrungen, dem Verlust des geliebten Ehemannes oder Lebenspartners, wurde mir klar, dass ich nur noch mit Vollgas durch mein Leben gehen will. Es fühlt sich richtig an in dieser neuen Partnerschaft. Das wertvollste für mich ist, dass Sven meine Vergangenheit voll und ganz akzeptiert und in jeder Gefühlslage, besonders auch dann wenn mir nur noch die Tränen runterlaufen, liebevoll hinter mir steht. Er hat einen sehr liebevollen Umgang mit meiner Trauer. Nähe und Unterstützung, auf Distanz gehen - wenn ich beim Grab alleine sein möchte. Sven ist wundervoll <3
    Wie gesagt, ich lebe mein Leben voll und ganz im Heute. So ist es auch gekommen, dass wir uns ein kleines Haus gekauft und auf Anfang diesen Jahres übernommen haben. Wir haben es renoviert und wohnen seit März nun in unserem Eigenheim, immer noch in meiner Heimat, nahe bei meinen Eltern und bei Marco...


    Liebe Dschina, ich freue mich sehr, dass du an mich gedacht hast :2:. Sag, wie geht es dir? Und deinen Kindern? Ich bin zwar nicht mehr oft hier im Forum, aber ich fände es toll, mit meinen "alten" Weggefährten in Kontakt zu bleiben.


    Ich wünsche dir alles Liebe und Gute in dieser nicht einfachen Adventszeit. Fühl dich herzlich umarmt :24:
    AL Sandra

    Hallo Jutta


    Wie schön von dir zu hören :8:
    Ich danke dir, habe bereits einen ganzen Krug Orangenblütentee intus und kann meine Augen kaum mehr offen behalten ;)


    Die liebe :24: habe ich fest geknuddelt und sie sogleich wieder auf den Weg zur Absenderin geschickt :005:


    Leieb Grüsse in die Nacht,
    Sandra

    Liebe Angie 64
    Liebe Hanna 63, liebe Andruscha, liebe kuehlwalda


    Zuerst einmal möchte ich euch allen sagen, wie unendlich leid es mir tut, dass ihr eure Partner, eure geliebten Menschen habt gehen lassen müssen. Ich fühle sehr mit euch. Es ist mit das Schlimmste, was einem passieren kann...


    Liebe Angie64, den Partner oder Mann auf plötzliche Art und Weise zu verlieren ist ganz besonders schlimm. Ein unfassbarer Schock - von einem Moment auf den anderen steht die Welt still, alles macht keinen Sinn mehr. Man verliert den Halt, fühlt nur noch Leere und Dunkelheit. Tiefe Trauer, Verzweiflung, Wut, so viele offene Fragen, die niemand beantwortet. Der Alltag muss weitergehen, man muss funktionieren, obwohl man eigentlich nicht kann und auch nicht will. Es fehlt die Kraft, am liebsten will man sich eingraben und nie mehr rauskommen...


    All das habe ich empfunden, als ich vor dreieinhalb Jahren meinen Mann verloren habe, völlig unerwartet, aus scheinbar vollster Gesundheit heraus. Es hat mir völlig den Boden unter den Füssen weg gezogen. Ich habe mich über Wochen verkrochen, war monatelang nicht fähig, meiner Arbeit nach zu gehen. Ich habe geweint, viel geweint, überall, für mich zu Hause, draussen in der Öffentlichkeit, im Zug, beim spazieren... Weinen hat mir sehr gut getan, es erleichtert die Seele. Du hast geschrieben, deine Freundin und du, ihr konntet fast nicht über Rudi sprechen weil euch die Tränen zuvorderst standen - das ist nichts schlimmes. Man darf weinen. Und niemand hat sich daran zu stören.


    Dass du den Sinn deines Seins hier nicht mehr siehst, kann ich absolut verstehen. Ich habe es genau gleich erlebt. Das Herz und die Seele sind so sehr mit der Trauer und dem Versuch beschäftigt, das Erlebte einzuordnen, dass alles andere keinen Platz hat. Und es kostet unendlich viel Kraft (auch körperlich). Die Sinnfrage kann niemand für jemand anderen beantworten, das kann man nur mit sich selbst klären. Ich persönlich bin überzeugt, dass wir alle, die noch nicht gegangen sind, einen Auftrag auf Erden haben, der noch erfüllt werden muss (auch wenn wir ihn nicht kennen)....


    Auch dass du den Tipp von vielen nicht glauben kannst, dass es mit der Zeit besser wird, verstehe ich nur zu gut. Man kann es sich nicht vorstellen. Nicht an dem Punkt des Trauerprozesses, an welchem du momentan stehst. Aus meiner Erfahrung nach über drei Jahren kann ich dir folgendes sagen: es braucht sehr, sehr viel Zeit und Geduld. Wenn der ganze schlimme Schmerz ausgelebt und durchlebt wird, vor allem in ersten beiden Jahren, ist er mit der Zeit nicht mehr gleich präsent. Es kommen Tage, die gehen leichter, bevor Tage kommen, die immer wieder schwer und dunkel sind. Aber die Zeiten mit weniger Trauer werden mehr, die leichteren Abschnitte werden länger, die Abstürze kürzer. Sie verschwinden leider nie ganz. Denn die Trauer ist unsere Art, die Liebe zum Verstorbenen nach dessen Tod auszudrücken :love: <3


    Lass dir Zeit für diesen Prozess (auch wenn man es nicht hören will, die Phrase "es braucht Zeit" als Hohn empfindet), man kann nichts beschleunigen oder umgehen. Es bringt nichts, sich Zeitlimiten zu setzen, denn jeder hier im Forum kann dir bestätigen, dass das Tempo im Verabrbeitungsprozess etwas völlig individuelles ist. Keiner erlebt es gleich, jeder muss den Weg, SEINEN Weg mit eigenen Schritten in der Geschwindigkeit gehen, in der es für ihn stimmt.



    Jetzt habe ich dich ziemlich zugetextet, bitte entschudlige. Vielleicht helfen dir einige meiner Erfahrungen etwas weiter, oder sie bestätigen dir, dass du nicht abnormal bist in deinem Empfinden, sondern völlig normal. Im Gegenteil, du kannst stolz darauf sein, wie du das Ganze bisher gemeistert hast. Ich finde, du machst das Ganze wirklich sehr gut. Wie die anderen es schon beschrieben haben - weggehen mit Freunden, Fotos vom Liebsten abholen, etc, so schwer es auch fällt, sind wichtige Schritt auf dem weiteren Weg. Auch dass du deine Tochter unterstützt, wirklich toll, bist eine super Mama.


    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und ein wärmendes Licht, wenn die Dunkelheit und Verzweiflung besonders schlimm sind. Fühl dich von mir umarmt (natürlich nur, wenn du es möchtest)


    Herzliche Grüsse
    SternSandra

    Heute gefunden auf der Facebook-Seite "Semper fidelis: Trauerbewältigung":


    Du gehst fort.
    Wir wissen nicht, wohin du gehst.
    Uns allen voraus?
    Wir wissen nur, dass du nie wieder zur Tür herein kommst,
    dass wir nie wieder deine Stimme hören, dein Lachen, deinen Atem.
    Keine Umarmung mehr, kein Kuss, keine zärtliche Berührung, keine Gespräche, keine gemeinsame Zukunftspläne.


    Wir wissen nicht, wo du jetzt bist.
    Und doch können wir dich an allen Orten wieder finden, an denen du deine Spuren hinterlassen hast.
    Spuren auf diese Erde, Spuren in unserem Herzen, und derer sind so viele.
    Wer dich geliebt hat, kann dich überall finden.
    Ein kleiner Trost in der Traurigkeit.


    Was bleibt, ist die geschenkte Liebe.
    Sie wird zur Strasse ins Jenseits, zum Tor des Himmels.
    Die gelebte Liebe wird zur Hoffnung auf ein Wiedersehen...


    (Autor unbekannt)


    <3 ich finde es wunderschön und tröstend, gerade heute, wo mich die Trauer wieder mal am ganzen Körper durchschüttelt, weil morgen unser Hochzeitstag ist :/

    Hallo lieber Trauerstern :30:


    Ja, vier Jahre sind nichts... Zeit hat irgendwie die Relation verloren... Diese speziellen Tage und Daten werden wohl für immer einen schweren, traurigen "Beigeschmack" haben... ;(


    Ich drück dich gaaanz fest :24:


    Bin oft in Gedanken in Innsbruck :022: ...


    Alles Liebe, Sandra

    Meine liebe Dschina


    Eine ganz liebe Umarmung schicke ich dir :24: <3
    Bei mir werdens zu Weihnachten vier Jahre sein und ich kann nur deine und Evis Gefühle bestätigen.... Die "guten" Tage überwiegen die schmerzvollen und trotzdem gibt es sie immer wieder. Auch wenn sich bei mir eine neue stabile Partnerschaft ergeben hat, bedeutet das nicht automatisch, dass die Trauer damit weg ist. Nein, es ist wie es Christine schreibt: Trauer ist die Liebe nach dem Tod. Manchmal frage ich mich einfach, warum sie so sehr schmerzt und nicht mit positiveren Gefühlen ausgelebt werden kann? Hört sich wahrscheinlich verrückt an =O Es geht ja auch schon wieder auf Mitternacht zu und ich bin schon viel zu lange auf den Beinen...


    Ja und das mit den Jahrestagen, den Plätzen, den Musikstücken, all das was so schnell wieder so viel Schmerz hoch kommen lässt. Und das Verständnis im Umfeld schwindet oder VERschwindet nach dieser Zeit immer mehr... und man ist alleine in seiner Traurigkeit obwohl man sich nach jemandem zum anlehnen und austauschen sehnt... Ich wiederhole deine Worte, ich empfinde genau gleich...


    Aber dann kommt die Ablenkung, (auch wie du schreibst, der Garten z.B., ich hab jetzt übrigens auch einen :8: ), und man lebt das neue Leben weiter. Es bleibt einem ja nichts anderes. Und irgendwie gehts ja auch, anders halt...


    Ich wünsche dir von Herzen, dass es immer weitergeht mit mehr guten als schweren Tagen, und während diesen viel Kraft. Ich bin sehr froh dich, und die vielen anderen hier kennengelernt dürfen zu haben (??? oh mein Gott, ich muss wirklich ins Bett, mein Deutsch hat sich wohl verabschiedet). Ihr seid alle wunderbare, starke Persönlichkeiten. Danke dass es euch gibt :2:


    Eine erträgliche und möglichst erholsame Nacht wünscht dir/euch aus der Schweiz


    SternSandra

    26.7.2015....


    .... diese Nacht ist es 3 Jahre und 7 Monate her...


    ... soooooo vieles ist seither passiert, hat sich geändert, die Welt und das Leben hat sich auf neue Art weiter gedreht....


    ... und doch lastet seit vielen Stunden wieder diese dumpfe Traurigkeit auf meiner Seele...


    ... also ist es mal wieder so weit, eine Trauerwelle rollt...


    ... es bleibt die Hoffnung und Erfahrung, dass es vorüber geht und die Traurigkeit wieder für eine Weile etwas mehr in den Hintergrund tritt...


    Eine erträgliche Nacht wünsch ich euch da draussen, mit viel heilender Kraft von unseren Lieben auf der anderen Seite.


    Eure SternSandra

    Liebe Evi


    Diese besonderen Tage, wie der Geburtstag, werden wohl immer schwerer sein und bleiben, auch wenn sich das Leben weiterentwickelt... Aber so bleiben sie uns doch auch nah, wenn wir sie auch nicht mehr umarmen und liebkosen können...


    Ich schicke dir ein paar besonders liebe und starke Kraftpakete und auch gute Besserungswünsche ins Tirol :24: :24: (ich hoff es geht dir wieder etwas besser)


    Herzliche Grüsse
    Sandra

    Liebe Maki


    Ich denk ganz fest an dich und möchte dir viele warme helle Kraftpakete zuschicken :30:
    Dein Engel ist ganz nahe bei dir, besonders in diesen schweren Tagen :005:


    Fühle dich lieb umarmt von mir, :24: :24:


    Sandra

    Ihr Lieben :24:


    In meine Augen ist das "Loslassen" eine Definitionsfrage. Christine hat es so schön beschrieben, es ist ein loslassen des "Irdirschen" und eine Entwicklung zur Erinnerungsbeziehung. Auch ich habe mit meinem verstorbenen Mann eine sehr innige Beziehung, auch heute noch. Er "erscheint" mir oft dann, wenn ein wichtiger Schritt in die Zukunft im heutigen Leben stattfindet. Manchmal in einem Traum, manchmal in einem innigen warmen Gefühl und manchmal in einem überraschenden klärenden Gedanken, wenn ich vor Problemen stehe.
    Vor 3 Wochen hatte ich ein sehr emotionales Erlebnis, bei welchem ich das Gefühl hatte, dass ER mich ein Stück hat losgelassen hat. Ich sass im Zug zur Arbeit und habe Musik gehört, ein Stück in dem es darum geht, dass ein Mensch für den anderen alles bedeutet ("Du bist meine Sonne, mein Zuhause"...). Da habe ich ganz fest an meinem verstorbenen Mann und auch an meinen neuen Partner denken müssen. Früher war Marco mein ein und alles und heute ist dies auch mein neuer Mann für mich. Das aber ganz ohne schlechte Gefühle Marco gegenüber. Ich hatte das Gefühl, dass mir Marco mit diesen Gedanken sagen wollte: "es ist ok so, nun ist er dein zentraler Halt und ich bleibe etwas mehr im Hintergrund und bewache euch"...


    Keine Ahnung, wie ich zu solchen Gedanken gekommen bin. Hört sich vielleicht auch schräg an für Aussenstehende. Aber ich war sehr berührt und hab einen Moment weinen müssen, weil ich denke dass unsere gegangenen Liebsten wirklich nur das beste für uns wollen und dies auch zulassen....


    Behalten - loslassen - wir werden einen Weg finden (müssen) wie es weiter geht und dazu haben wir viel Untertützung von hinter dem Regenbogen :love:


    Alles Liebe,
    Sandra

    Liebe Claudschi


    Es tut mir sehr leid, dass du deinen Onkel so überraschend verloren hast, ich möchte dir mein herzliches Mitgefühl aussprechen.
    Gleichzeitig heisse ich dich willkommen hier im Forum, es ist schön, dass du den Weg hierher gefunden hast. Hier sind Menschen unterwegs, die deine Gefühle verstehen, weil sie ähnliche Schiicksale erlebt und nachfühlen können wie es dir zumute ist.


    Die Gefühle, die du beschreibst sind völlig normal, wenn man einen geliebten Menschen hat gehen lassen müssen. Nichts mehr ist, wie es war. Keine Freude mehr, nur Leere, Konzentrationsschwierigkeiten, ev. auch das Gefühl haben, nicht mehr zu wissen was richtig ist. Dies ist eine normale Reaktion der Seele auf den Verlust.


    Hast du jemandem mit dem du vertrauensvoll reden kannst? Reden tut sehr gut. Schreiben auch, so wie hier im Forum un dhier ist immer jemand, der dir zuhört. Trauerarbeit ist ein langer schwerer Weg, der sehr viel Zeit braucht.


    Ich wünsche dir ganz viel Kraft in dieser verwirrenden schweren Zeit und viele Lichter, die dir Helle in die Dunkelheit der Jahreszeit bringen mögen.


    Eine liebe Umarmung (natürlich nur, wenn es dir recht ist) :24:


    Herzlich,
    Sandra

    Liebe Forumsfamilie


    Laaaaange habe ich mich nicht mehr gemeldet.... Gute Nachricht: ich bin noch da ;-)


    Einiges hat sich ja im vergangenen Jahr geändert, ich habe mit Sven einen liebevollen neuen Partner an meiner Seite gefunden. Wir sind noch immer sehr glücklich, wohnen zusammen und planen eine gemeinsame Zukunft. Er hat mir mit seinem kleinen Sohn ein Kind "geschenkt", welches ich sehr liebe. Leider können wir den Kleinen nur selten sehen, geniessen die Zeit aber um so mehr...
    Beruflich habe ich einen Schnitt gezogen. Ich habe meine Führungsposition im Spital gekündigt und arbeite seit 3 Monaten als Assistentin der Leitung Hotellerie in einem Alters-und Pflegeheim. Dies nur zu 40% (zwei Tage pro Woche). Den Rest der Zeit verbringe ich als Hausfrau, Partnerin, "Teilzeit-Mama" und Vollzeit-Hundemama. Diesen Schritt habe ich, obwohl mit deutlichen finanziellen Einbussen, bewusst gewählt. Ich fühlte mich nach 10 sehr intensiven Jahren der Führungstätigkeit ausgelaugt und nach den vielen traurigen Erlebnissen der letzten 2 3/4 Jahre emotional und körperlich erschöpft. Ich möchte meinem Körper und meiner Seele Zeit und Raum geben, um sich zu erholen. Nachdem sich die Situation bei der Arbeit schnell extrem zugespitzt hatte, ist es mir sehr leicht gefallen, zu gehen. Am neuen Ort fühle ich mich sehr wohl, die Arbeit gefällt mir und es ist deutlich weniger stressig. Auch die gewonnene freie Zeit ist toll. Ich kann mich endlich angemessen um den Haushalt kümmern und auch um meinen Schatz, der im Extrem-Schichtdienst als Lokomotiv-Führer bei der Bahn arbeitet. Nur schon deswegen hat sich der Wechsel gelohnt: ich kann soviel Zeit wie nur möglich mit Sven verbringen- Zeit, das wertvollste Gut...


    Wie geht es mir in der Trauerarbeit? Seit ich etwas zur Ruhe kommen konnte, denke ich wieder mehr an Marco. Eigentlich täglich. Und der Schmerz ist auch da - täglich.... er ist ein stetiger Bestandteil meines Lebens geworden. Aber er dominiert nicht mehr. Es gibt nur noch ab und zu ganz düstere Tage...
    Immer mehr erinnere ich mich auch an liebevolle Details, besondere Momente, einzigartige Wesenszüge von Marco, welche irgendwie verschwunden waren im tiefen Trauersumpf und im gehetzten Bewältigen des Alltagslebens... jetzt mit etwas Abstand kommen manchmal schöne Erinnerungen...
    Ah ja: etwas ganz wichtiges hätt ich fast vergessen!
    Dank Aspetos und Christine habe ich mit Ramona und den anderen lieben Mitglieder der "Mein Anker"-Familie zusammen gefunden :-D Ihr Unterstützung und das gegenseitige füreinander da sein hilft mir, trotz hunderter Kilometer Distanz zwischen uns , immer wieder auch sehr. ♡ DANKE ♡


    So, das war mal wieder ein Lebenszeichen von mir. Jetzt gehts ab ins Bett, morgen muss ich früh raus wegen der Arbeit.


    Ich schicke euch allen, die ihr mögt eine liebe Umarmung und ein grosses Kraftpaket zu. Das Leben kann sehr grausam sein mit uns, aber vergesst auch in der grössten Einsamkeit bitte nie, dass es viele Menschen gibt, die euch in eurem Schmerz verstehen und ob mit Worten oder still in Gedanken und Gebeten beistehen... so wie wir hier im Forum.


    Alles Liebe für euch und gute Nacht!


    Sandra

    Mein Liebster


    Heute habe ich dich besucht, denn heute ist dein Geburtstag. Die Sonne hat aus vollster Kraft ihre wärmenden Strahlen zu uns runter geschickt... richtiges Festtagswetter, so wie es sich gehört zu deinem Ehrentag!


    Ich bin lange bei dir gesessen und habe über den Schmerz nachgedacht, den ich heute besonders spüre. Es ist der Schmerz und die Trauer darüber, dass dir nicht mehr Zeit bei uns vergönnt war. So viel zu früh hast du diese Welt verlassen müssen.


    Aber du bist nicht wirklich fort von uns. Mit jedem Gedanken von uns an dich bist du wieder unter uns. Manchmal besuchst du mich nachts in meinen Träumen und auch so fühle ich, dass du noch immer bei uns bist, in unseren Herzen. Ich lebe weiter, habe neues Glück gefunden. Aber dort, tief in meinem Herzen wird immer ein Platz für dich sein.


    Happy Birthday und vielen Dank dafür, dass ich ein Teil deines Lebens sein durfte
    :love: :2: :S

    Liebe Juli


    Es tut mir sehr leid, dass du deinen Mann verloren hast, ich möchte dir meine herzliche Anteilnahme aussprechen.
    Dieser unfassbare Schmerz, die Ohnmacht, die Trauer - das alles ist fast nicht zu ertragen und auch nach dieser kurzen Zeit,es sind erst 5 Monate vergangen, absolut nachvollziehbar und verständlich. Ich kann dir aus meiner Erfahrung erzählen, dass es besser wird. Aber es braucht viel Zeit und es ist bei jeder trauernden Person anders. Es werden langsam die Momente kommen wo es ein wenig leichter wird, bevor die Trauer wieder zuschlägt. Soerlebe ich es, auch heute noch. Die Zeiten wo's besser geht werden mit der Zeit länger. Es braucht einfach viel Zeit.


    Herzlich willkommen hier im Forum! Schön dass du den Weg zu uns gefunden hast. Hier gibt es viele liebe Menschen, die deine Gefühle verstehen, weil sie das gleiche erlebt haben. Hier wird dir gerne zugehört. Zu jeder Zeit. Das hat mir auch sehr geholfen.


    Ich wünsche dir ganz viel Kraft.


    Herzliche Grüsse
    Sandra

    Hallo zusammen!


    Ich danke euch sehr für euere Worte :24: Ich bin froh, dass ich nicht alleine entsetzt bin über diese Unverschämtheit :95: :013:
    Leider ist die Lage rechtlich nicht ganz eindeutig. Ich lasse es mir aber trotzdem nicht bieten und lasse es nun auf einen Rechtsvorschlag ankommen, wenn die Gegenpartei es so weit kommen lassen will....


    Die ganze Geschichte hat mich sehr runtergezogen die letzten Wochen... Ich habe immer wieder aus dem nichts heraus grosse Verlustängste - um meinen Schatz, meine Familie, meinen Hund ;( und das hat angefangen, seitdem der Brief eingetroffen ist. Auch habe ich wieder vermehrt Schlafprobleme, kann nicht einschlafen oder wache nachts panisch auf...


    Die Seele ist halt sehr verletzlich geworden nach diesen vielen Verlusten...


    Liebe Grüsse und einen guten Wochenstart!


    Sandra