Lieber Dieter. Das sind die schweren Momente, sie kommen immer wieder. Da gibt es auch kein Schönreden. Es ist einfach so,deine Ursel kommt nicht mehr. Ich habe ja meinen Sohn verloren. Wir hatten ein sehr inniges Verhältnis. Er kommt auch nicht wieder. Dieser Gedanke tut so weh, da findet man keinen Trost. Bei mir ist es nun fast ein Jahr her. Ich lebe mit meinem Sohn in der Erinnerung und da ist etwas jetzt anders geworden. Ich erinnere mich an die schönen Zeiten und dann ist mir,als würde ich einen Film sehen mit uns beiden in der Hauptrolle. Das wärmt mein Herz. Das kann mir keiner nehmen. Das kann der Tod auch nicht. Ich weiß nicht, ob du mich verstehst. Aber so geht es mir jetzt nach einem Jahr. Mit lieben Grüßen von Christine.
Meine Ursel ist gegangen
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Liebe Hope52,
schreib ruhig auch Wut darfst Du schreiben auch das gehört dazu, auch wenn ich persönlich keine Wut hatte.
Sie gehört auch zur Trauer dazu.
Vlg. Linchen
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Deine Mama ist nicht mehr da, es ist nur noch Ihr Körper die Hülle.
Deine Mama alles was Sie ausgemacht hat ist nicht mehr da.
Davor brauchst Du wirklich keine Angst haben.
Ich verstehe aber Deine Gedanken die kommen natürlich.
Vlg. Linchen
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Liebe Hope52,es ist schwer ich weiß das.
Es tut weh es ist einfach größer Sch....es ist einfach nur doof.
Vlg.Linchen
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In meinem Wohnzimmer ist jeder willkommen.
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Ihr Lieben,
das Leben hat auch noch schöne Momente auf Lager. Ich sitze gerade am Schreibtisch und esse eine Kleinigkeit. Währenddessen wirbeln zwei Eichhörnchendamen
durch's Zimmer und holen sich Nüsse aus einem Karton, die sie sogleich unten im Garten verbuddeln. Nuss ins Mäulchen, raus aus dem Fenster, den Baum runter, Nuss verstecken und wieder rauf. So geht das seit einer Stunde. Wildtiere haben ein feines Gespühr für die wechselden Jahreszeiten, sie merken es wird Herbst und Herbst ist die Zeit zum Anlegen der Wintervorräte. Zwischendurch kommt die Minimini - eine Enkelin der Trommlerin - zu mir auf den Schreibtisch und nimmt einen kleinen Snack. Das sind herzerwärmende Momente, die aber auch mit Wehmut verbunden sind, weil meine Liebste das nicht mehr erleben darf.
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Lieber Trommlerin,
nee wie herzig ist das denn.

Ach da wären wir jetzt alle gerne dabei.

Deine Ursel schaut zu sie ist bei Euch und freut sich mit Dir.
Vlg. Linchen
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Lieber Dieter. Tiere geben den Menschen halt.Du hast deine Eichhörnchen. Das ist ein großer Schatz. Ich habe mich mit dir gefreut, daß du so ein schönes Erlebnis mit deinen Eichhörnchen hast. Ich dagegen habe heute geweint. Ich habe eine Bekannte getroffen, die ich lange nicht gesehen habe. Sie fragte mich,wie es meinem Sohn geht. Das hat die Wunde wieder aufgerissen. Jetzt habe ich mich wieder beruhigt. Du kennst das ja auch. Es kommen immer wieder die Momente der Erinnerung und das tut dann weh.So wird es immer sein, wenn auch unser Leben weitergeht. Liebe Grüße von Christine.
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Bis man die Bilder unter 1 MB bekommt. Das ist Eichhörnchen Angela.
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Liebe Christine,
das tut mir leid mit Deiner Bekannten, das tut natürlich weh. Ja, solche Momente hatte ich schon viele.
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Das ist wunderbar und so herzig und ja, auch schmerzhaft 🫂
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Deine Eichhörnchendame ist ja putzig und auch gar nicht schüchtern. Ja, das sind Momente die das Herz erwärmen. Gleichzeitig machen sie aber auch traurig, weil wir sie nicht mehr mit dem geliebten Menschen erleben können. Das ist bittersüß in Reinkultur.
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Ihr Lieben,
jetzt sind es genau 8 Monate her dass Ursel gegangen ist. Der Schock ist vorbei, die Verzweiflung kommt immer mal hoch und der Schmerz ist unverändert da.
Es gibt Tage da ist er etwas milder, was sich aber von einer Sekunde zur anderen ändern kann. Ich hab' mein alltägliches Leben im Griff, aber sie fehlt jede Stunde, jede Minute. Manchmal wird die Sehnsucht unerträglich, vor allem bei Radtouren in die Umgebung, wir waren in 20 Jahren nun mal überall.Ich kann nur mit Sonnenbrille raus, weil es mich jederzeit übermannen kann. Das Unfassbare ist immer noch unfassbar und wird es auch bleiben für den Rest meines Lebens.
Bittersüß ist der Großteil meiner Empfindungen wenn ich an sie denke, nicht mehr nur bitter. Ich kann mir wieder Bilder von ihr ansehen, hab' auch eins an ihre vorletzte Ruhestätte gestellt. Ich erzähle ihr jeden Tag was so passiert ist und wie es mir geht, ihr geliebtes Glas Rotkäppchen rosé trocken trinke ich nun in Stellvertretung. Mir ist aufgefallen dass ich die Wolken jetzt viel bewusster wahrnehme, mir ihre Schönheit stärker auffält. Nicht dass ich glaube Ursel sitzt auf einer, nein so naiv bin ich nicht. Eher irgendwo viel weiter oben.
Liebe Grüße von Dieter
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Lieber Trommlerin,
Ja es dauert alles und es ist sehr fragile wir sind da sehr fragil.
Das ging mir auch so dieses absolut intensive Wahrnen.
Der Wolken, des Windes, Düfte, Jahreszeiten, Farbe.
Einiges davon ist geblieben anderes hat sich normalisiert im Alltag jedenfalls.
Vlg. Linchen
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Lieber Dieter,
wie gut ich Dich verstehe, und wie ich mich in Deinen Empfindungen wiederfinde. Bei mir hat es noch viel länger gedauert bis ich mir wieder Bilder von Andreas ansehen konnte. Mit der Zeit wird alles etwas ruhiger, aber Sehnsucht, Trauer, Schmerz und die Unfaßbarkeit bleiben bis wir auch irgendwo da oben sind.
Lilifee -
Ihr Lieben,
mal eine Frage an die "erfahreneren" von Euch. Wird man es jemals fassen können, dass der/die Partner/in , Elternteil oder Kind NIE WIEDER körperlich anwesend sein wird? Für immer weg. Diese Fassungslosigkeit macht mir sehr zu schaffen. Ich war ja dabei als Ursel 7 Tage lang starb, vom Bestattungsinstitut abgeholt wurde und trotzdem kann ich es nicht fassen. Kann man das jemals verinnerlichen dass der geliebte Mensch jetzt für immer in der anderen Welt ist?
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...bei meinem Schatz kann ich es mittlerweile es werden im November 5 Jahre aber bei meinem Sohn nein ...das kann ich nicht begreifen und verstehen...😢
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Lieber Dieter. Ich möchte dir dazu folgendes sagen. Mein Sohn hat morgen seinen ersten Todestag. Du verwendest Worte wie:" körperlich anwesend "....oder " fassen können ".......für immer weg"..... Ich kann dir darauf nicht mit ja oder nein antworten. Denn das kann ich nicht, weil es sich immer wieder verändert. Ganz schwer war für mich, als ich die Urne in der Kapelle sah. Daß das mein großer kräftiger Sohn mal gewesen sein sollte, das war für mich nicht vorstellbar. Dann die Zeit danach, der Anblick der geliebten persönlichen Sachen, seine Wohnung, sein Auto.....das hat sehr wehgetan. Dann die nun fehlenden Gespräche am Telefon, seine Stimme....und so viele Dinge die nun nicht mehr da waren. Das ist das Schwerste .Dann die Gewissheit, daß sein Leben nun beendet war,war für mich schwer zu begreifen. .Es kam ja aus dem Nichts. Ich hatte mit ihm noch am Abend über Fußball gesprochen. In dieser Nacht ist er verstorben. Das ist nun ein Jahr her. Das Jahr verging schnell. Ich glaube jetzt auch zu wissen warum. Im Unterbewusstsein war wohl immer der Gedanke: ....Er kommt ja wieder, bald klingelt er wieder und besucht mich.Heute gehe ich mit meinem Enkel auf den Friedhof .Dann ist mir wieder bewusst, daß er nicht mehr lebt ,daß alles nur Wunschdenken und Sehnsucht ist und immer sein wird. Lieber Dieter, so geht es mir. Den Tod kennen wir alle, nur wenn er zu uns kommt ,dann erleben wir,was er eigentlich bedeutet und wie kostbar das Leben ist. Liebe Grüße von Christine.
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Lieber Dieter,
ich war darauf vorbereitet als mein Mann am 26.12.2022 gestorben ist. Aber das hilft nicht wirklich. Ich habe seine Asche bei mir auf der Couch,
das ist hier in England erlaubt. Ich habe seine Jacke, seinen Stock und seine Huete neben seiner Asche.
Ich bin ja schon 70 Jahre und rede mit ihm jeden Tag. Das was mir hilft ist die ca. 10 Jahre die mir vielleicht noch bleiben werde ich mit seiner Hilfe schaffen und er holt mich ja ab wenn ich sterbe und wir werden wieder irgendwie zusammensein.
Ich bete auch jeden Tag dafuer, das hilft mir auch.
Liebe Gruesse
bluebell
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