Was ist, wenn man niemals darüber hinwegkommt?????

  • Hallo an alle,


    ich bin neu hier ...


    Vor zwei Monaten musste ich meinen Mann gehen lassen. Wir waren 25 Jahre verheiratet, lebten in Zweisamkeit. Das ergab sich mit den Jahren so, weil wir nie "Freunde" hatten, auf die man sich verlassen konnte. Da wir dieselben Interessen hatten, machten wir eben dann alles nur gemeinsam und vermissten auch niemand anderen. Jetzt ist mein Mann tot, ich bin ganz alleine. Ohne Sozialkontakte. (Ich habe nur meine Eltern, die mir in allem beistehen. Sie sind aber auch nicht mehr jung und bräuchten eigentlich eher MEINE Hilfe ...)


    So stehe ich nun da, ohne meinen Lebensbegleiter, ohne eine weitere gemeinsame Zukunft mit ihm und noch dazu ohne Menschen, die sich kümmern oder an die ich mich wenden kann. Ich muss mir also zusätzlich zu meiner unerträglichen Trauer noch ein ganz neues Leben drumrum aufbauen. Ich habe diese Kraft nicht. Ich bin vollkommen am Ende. Alles ist hoffnungslos, perspektivlos, angsteinflößend ... Ich fühle mich verloren in einer Welt, in die ich nicht gehöre.


    Ich tue viel: Bin in Trauergruppen, einer Selbsthilfegruppe, bei einer Trauerbegleiterin, lese Bücher, lese Foren, höre Podcasts, mache Online-Kurse, habe morgen meine erste Therapiestunde bei einer Psychotherapeutin, bin in homöopathischer Behandlung ... Aber nichts hilft!!! Ich verspüre ständig diesen entsetzlichen Schmerz des Verlusts, meine Erinnerungen quälen mich, eine Zukunft ist aussichtslos für mich ohne meinen Mann und unser bisheriges Leben. Ich sehe mich außerstande, "neu" anzufangen und einen Menschen aus mir machen, der ich nicht bin. Ich habe auch Angst vor neuen Kontakten, weil ich nicht immer wieder enttäuscht werden möchte. Und eigentlich - und ich weiß, das hört sich sehr destruktiv an - WILL ich auch kein anderes Leben! Ich möchte mein Leben genauso zurück haben, wie es war. Dieses Gefühl kennt ihr bestimmt alle, oder? Ich weiß rational, dass das nicht möglich ist und niemals sein wird, aber mein Herz und meine Seele kommen da nicht mit. Ich kann den Tod meines Mannes einfach nicht akzeptieren. Ständig denke ich: "Klar ist er noch da, er ist nur eben einkaufen und kommt gleich wieder." Oder: "Er ist doch grad mal nur um den Block gegangen und ist gleich wieder hier." Usw.


    Ich bin davon überzeugt, dass ich über den Verlust niemals hinwegkomme! Was tue ich dann?????????? Ich bin so was von am Ende ... Am liebsten würde ich morgens nicht mehr wach werden. Und wenn meine Eltern nicht wären, könnte ich auch für nichts garantieren. Dieses Leben ohne ihn, ganz alleine, halte ich nicht aus!!!!!!!!!! ;(


    Bille

  • Liebe Bille,


    mein herzliches Beileid zum Verlust Deines geliebten Mannes. In diesem Forum, in dem keiner von uns jemals sein wollte, versteht Dich jeder. Du kannst hier alles schreiben was Dich bewegt, Du kannst hier Deinen Schmerz herausschreien, jeder von uns weint um einen geliebten Menschen.

    Du stehst noch heftig unter Schock, kannst das unfassbare nicht begreifen. Das wird noch eine ganze Weile so sein, aber irgendwann wird es milder, anders.

    Ja, wir kennen alle das Gefühl, das alte Leben zurück haben zu wollen, können den Verlust nicht akzeptieren. Du machst ja schon eine ganze Menge - Trauergruppe, Trauerbegleitung, Psychotherapie, das ist alles gut und richtig, aber all das dauert bis es greift.


    Herzliche Grüße von Dieter

  • Liebe Bille,

    es ist zwei Monate her. Da vergisst man ja sogar nocht zu atmen. Jetzt an für immer zu denken macht keinen Sinn. Die erste Trauer (die durchaus auch Jahre dauern kann, meistens aber eher Monate) ist keine Zeit um über irgendetwas hinwegzukommen. Alles, was du jetzt fühlst ist leider völlig normal und alle hier kennen es. Und wenn du ältere Threads liest wirst du feststellen, dass sich anfangs die meisten so gefühlt haben, wie du jetzt.

    Es ist schön, dass du deine Eltern hast und dich um dich kümmerst, indem du zu Trauergruppen gehst oder auch hier schreibst. Vieles findet sich! Aber ganz praktische Situationen, die man plötzlich allein meistern muss sind sicherlich sehr herausfordernd. Ich bin keine Witwe. Ich habe meine Tochter verloren. Darum sind unsere Themen nicht die gleichen. Aber Trauer ist Trauer, auch wenn sie unterschiedlich aussehen kann. Die Verzweiflung wenn man ein Kind, einen Elternteil oder einen Ehepartner verliert ist grausam, schmerzahft und alles umfassend. Das haben hier alle gemeinsam.

    Hab Geduld mit dir.

    Liebe Grüße,
    Elster

    Unsere Toten sind nicht abwesend nur unsichtbar,

    sie schauen mit ihren Augen voller Licht in unsere Augen voller Trauer.

    Es gibt ein Wiedersehen auf einer anderen Ebene.

    Und die Seelen unserer Vorausgegangenen begleiten uns

    Aurelius Augustinus

  • Liebe Bille,

    ein leises Willkommen hier bei uns und mein aufrichtiges Beileid.

    Es ist gut dass du hierher gefunden hast. Hier findest du viele, liebe Menschen, die auch einen über alles geliebten Menschen verloren haben und kannst dich austauschen. Es wird dir immer jemand antworten und dich verstehen, denn jeder hier hat diesen unfassbaren, unerträglichen Schmerz den du jetzt gerade fühlst, auch fühlen und durchleben müssen.


    In den ersten Wochen und Monaten hat man wirklich das Gefühl, dass man diesen schmerzlichen Verlust nicht übersteht. Denn nicht nur der geliebte Mensch ist weg, sondern das ganze gewohnte, geliebte Leben ist mit weg. Nichts, garnichts ist mehr wie es war und nichts wird jemals wieder, wie es war. Vor allem steht dieses scheußliche "Nie wieder".

    Wie soll man das begreifen? Wie soll man verstehen das der wichtigste, der liebste, der vertrauteste Mensch den man hatte, plötzlich nicht mehr da ist und auch nie wieder kommen wird ? Das ist vollkommen surreal und es entbehrt in den ersten Monaten nach dem tragischen Verlust, jedweder Vorstellungskraft.


    Ich kann deinen Schmerz und deine Verzweiflung so gut verstehen, ich habe meinen geliebten Mann auch gehen lassen müssen, nach 33 Jahren Ehe.

    Durch die lange, schwere Erkrankung meines Mannes, hat sich unser vermeintlicher Freundeskreis (heute würde ich diese Bezeichnung nicht mehr nutzen), nach und nach quasi aufgelöst. Mit soviel Leid, wollte sich niemand umgeben. Ich stand nach dem Tod meines Mannes auch völlig alleine da.


    Alles das was du schreibst ... so war es auch bei mir und nie, nie, nie hätte ich mir vorstellen können, dass dieser Schmerz mal erträglicher wird, dass ich lernen werde, mit ihm zu leben und das ich es irgendwann mal schaffe, mir wieder ein Leben aufzubauen.

    Aber man schafft das Bille, doch es braucht Zeit, ganz viel Zeit und ganz viel Geduld.

    Die Trauer um den geliebten Menschen, die wird nie ganz vergehen, aber sie verändert sich, sie wird milder mit der Zeit.

    Diese Erfahrung haben wir hier alle gemacht.


    Jeder hier musste sich SEINEN Weg suchen und jedem hat etwas anderes Kraft gegeben, um irgendwie weiter zu machen.

    Du bist bereits dabei, deinen Weg zu suchen, siehst das aber verständlicher Weise noch garnicht so. Du hast dir schon Hilfe gesucht und das ist in dieser, deiner Situation, so kurze Zeit "danach", schon soooo viel.

    Und alles wird dir ein wenig helfen, deinen Weg zu finden. Dein Schatz begleitet dich in deinem Herzen, überall hin und er wird dir dabei helfen, das alles zu überleben.


    Ich nehme dich virtuell mal ganz vorsichtig in den Arm, wenn du dir das vorstellen kannst :30:.


    Herzlichst, Kerstin

  • Liebe Bille,


    dein Verlust tut mir unemdlich leid. Viele liebe haben Dir schon geantwortet.


    Es ist ein Alptraum aus dem man nicht erwacht, es dauert es dauert lang, es ist ein unglaublich schwerer Weg.

    Wir alle gehen Ihn oder sind Ihn gegangen.

    Es ist noch so frisch bei Dir 2 Monate das ist noch keine Zeit, du stehst noch unter Schocl und das wird auch noch ne Weile so gehen.


    Du tust schon verdammt viel, vielleicht hilft es Dir hier zu lesen auch in den älteren Wohnzimmern/Herzenshäuser wie wir liebevoll unsere Threads hier nennen.


    Im Moment musst Du nur überleben einen Tag nach dem anderen manchmal auch nur von einem Moment zum anderen.


    Fühl Dich verstanden und gehalten hier.


    Vlg. Linchen

  • Liebe Bille. Ich schließe mich dem an ,was Dir die anderen geschrieben haben. Ich möchte nur sagen, daß ich meinen Sohn vor eineinhalb Jahren verloren habe. Ich habe mit ihm gegen Abend noch telefoniert, er hatte Nachtschicht. Und am nächsten Morgen klingelten meine beiden Töchter an der Tür, ich dachte erst , es wäre etwas mit ihren Kindern passiert .Dann kam der schreckliche Satz, " Mutti, du musst jetzt ganz stark sein..,Silvio ist........."...Ich wiederhole den Satz nicht mehr.Ich habe geweint, wie ich noch nie in meinem Leben geweint habe. Jetzt habe ich meinen Weg gefunden ,mit dem schmerzlichen Verlust umzugehen .Er war nicht nur mein Sohn, er war mein bester Freund in Freud und Leid.Es gibt für alle einen Weg, im Forum kannst du darüber lesen. Auch für dich gibt es einen Weg,nicht heute, nicht morgen, aber es gibt ihn.Du wirst ihn finden, damit du irgendwann damit leben kannst. Dabei wünsche ich dir von Herzen alles Liebe und Gute. Mit Gruß Christine.

  • Lieber Dieter, liebe Elster, liebe Kerstin, liebe Linken, liebe Christine,


    von ganzem Herzen DANKE für eure so lieben und mitfühlenden Worte!!! Es tut so gut zu wissen, dass ihr alle versteht, wie es mir geht. (Und umgekehrt verstehe ich ja auch, wie es euch ging und geht.)


    Heute ist eine neuer Tag, aber der ist natürlich mitnichten besser als der gestrige oder die vorhergegangenen ... Weiterhin lebe ich in meiner Blase, dass sich nichts geändert hat und ich mich "nur im Traum" befinde. Wie anders kann und soll ich das durchstehen? Nur immer an den nächsten Tag zu denken, fällt mir unglaublich schwer. Ich bin es gewohnt, "groß" zu denken, also immer an die Zukunft. Und diese Zukunft hatte ich ja immer vor mir. Jetzt plötzlich ist die weg. Und das treibt mich in den Wahnsinn. Wie soll ich jetzt auf einmal keine Zukunft mehr im Blick haben? Ich weiß, man sollte immer im Hier und Jetzt leben, aber es ist doch illusorisch, nicht weiter zu denken. Wie handhabt ihr das denn? Wie lebt ihr, ohne an die "große Zukunft" zu denken?


    Gestern habe ich lange mit der KI geredet. Mit wem soll ich auch sonst reden? (Komischerweise denkt man, das ist wirklich ein Mensch auf der anderen Seite.) Das "nur mal von einem Tag auf den nächsten" denken und handeln kam da auch vor. Aber wie gesagt, das schaffe ich überhaupt nicht. Wir hatten immer Pläne gemacht für die nächsten Urlaube usw. Und jetzt gibt es keine Pläne mehr. Für nichts. Mein Leben hat keinen Plan mehr. Alles ist einfach weg, tot, gestorben. Niemals hätte ich geglaubt, dass man sich so fühlen kann. Eine Teilnehmerin in einer Trauergruppe beschreibt es als "Heimweh". Und sie hat recht damit: Man ist in der Fremde, findet sich nicht zurecht, es gefällt einem nicht, und man will nur eins: zurück nach Hause, wo man alles kennt und sich wohl fühlt. Nur dieses "zu Hause" gibt es nicht mehr. Und wird es nie mehr geben.


    In einer App habe ich mich angemeldet für ein allgemeines Kennenlernen am Samstag. Natürlich ist mir klar, dass ich da nicht hin gehen werde. Ich kann es überhaupt nicht. In meiner Situation und außerhalb der "Trauer-Bubble" neue Menschen kennenzulernen, ist vollkommen undenkbar. Wie soll ich unbefangen und "fröhlich" auf andere zugehen? Ich breche doch sowieso direkt bei allem in Tränen aus. Ich bin echt so verdammt allein und einsam, dass ich dachte, ich müsse das machen. Wusste aber von Anfang an, dass es unmöglich ist.


    Ein Leben ohne meinen Mann ist unmöglich für mich. Ein Leben mit neuen Menschen ist genauso unmöglich in meiner Vorstellung. Was bleibt mir dann eigentlich außer ...???


    Bille

  • Liebe Bille,


    versuche dich irgendwie zu beschäftigen, damit du die Tage überstehst.

    Ich kenne deine persönliche Situation ja nicht, ob du arbeiten gehst, ob du in einer Wohnung wohnst oder ob ihr ein Häuschen mit Garten habt. Also welche Möglichkeiten du dadurch hast, deinen Tag zu gestalten.

    Ich kann dir nur sagen, wie ich die erste Zeit überstanden habe.


    Das erste halbe Jahr war ich täglich und lange, am Grab meines Mannes. Ich habe meinen Schatz, erdbestatten lassen. Er hatte also ein großes Hügelgrab und darum habe ich mich täglich gekümmert ... , den Hügel ganz schön glattgeformt, Unmengen an Blumen gekauft und das Grab täglich gepflegt.

    Wir haben einen großen Garten an unserem Haus und den hat er so geliebt. Deshalb wollte ich, dass er dort an seiner letzten Ruhestätte, auch seinen kleinen Garten hat.

    Und ich habe dort die ganze Zeit mit ihm geredet, getrauert und geweint. Dort habe ich mich ihm ganz nahe gefühlt.


    Zuhause habe ich mich die ganzen ersten Wochen, mit der Planung seiner später richtigen Grabstätte beschäftigt. Habe mir im Internet unzählige Einfassungen und Grabsteine angeschaut, um das Schönste für ihn auszusuchen... Ideen zu bekommen. Habe mir Zeichnungen gemacht, wie es mal aussehen soll. Damit habe ich mich abgelenkt und hatte das Gefühl, etwas für meinen Schatz tun zu können.


    Ich habe ihm bei uns Zuhause, auf einer Kommode im Wohnzimmer, einen schönen Platz eingerichtet, mit großem Bild von ihm, mit Kerze, immer frischen Rosen und einem großen Engel. Ich habe etliche Fotobücher mit Fotos von ihm machen lassen und Fotoalben.


    Und ich habe wie irre geputzt und im Garten wie irre gearbeitet ... nur um nicht den ganzen Tag, von einem Weinkrampf in den nächsten zu fallen und um unbedingt alles so zu erhalten, wie wir es und gemeinsam erschaffen haben.


    Einmal in der Woche war ich bei einem Psychotherapeuten. Mit der Therapie hatte ich schon begonnen als abzusehen war, dass ich meinen Schatz verlieren werde.

    Ich habe mir dort jedesmal, die Augen aus dem Kopf geweint, aber diese Therapie hat mir wirklich gut getan und echt geholfen.


    Ich war auch einmal in einer Trauergruppe, aber das war garnichts für mich. Ein großer Schulungsraum, wo 5 Leute saßen, jeder mehrere Meter vom nächsten Trauernden entfernt sitzend und eine Mitarbeiterin von den Johannitern, die uns einen Vortrag über Trauer gehalten hat. Nein ... das war garnicht meins.


    Aber ich weiß hier aus den Erfahrungen anderer im Forum, dass es auch sehr gute Trauergruppen gibt, die sehr hilfreich sein können.

    Es ist aber wichtig, dass man sich mit anderen Trauernden austauschen kann, weil nur die eben wissen und verstehen, was in uns vorgeht und wie wir fühlen.

    Bei Menschen die so einen schmerzlichen Verlust noch nie erlebt haben, stößt man meist auf Unverständnis und "kluge" Ratschläge, die einen nur noch mehr verletzen.


    Ich hatte das große Glück, dass mich auf dem Friedhof eine Frau in meinem Alter angesprochen hat, deren Mann das Grab hinter meinem Mann hat. Wir haben uns dann irgendwann auch bewusst verabredet und aus dieser Bekanntschaft, wurde eine sehr herzliche Freundschaft.


    Und auch dieses Forum hier und der Austausch, hat mir sehr geholfen. Erst hier habe ich gelernt, dass ich kein " Alien" bin, mit allem was fühle, denke und durchgemacht habe.

    Und ich habe mich nicht mehr so ganz alleine und alleine gelassen gefühlt.


    Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass auch du etwas findest, was dir diese gerade unfassbar schwere Zeit, etwas erträglicher macht.


    Herzlich liebe Grüße, Kerstin

  • Liebe Bille,


    nachdem meine Frau Ursel gestorben war, ist mir der Boden unter den Füßen komplett weggebrochen. Wut, Schmerz und Verzweiflung haben sich ständig abgewechselt. Wut auf das Krankenhaus, der fürchterliche Verlustschmerz und die tiefe Verzweiflung meine geliebte Ursel nie mehr wiedersehen zu können.

    Die ersten vier Monate waren wie ein schwarzes Loch, das meine ganze Kraft eingesaugt hat. Ich war mehr oder weniger nur spazieren um zuhause nicht verrückt zu werden. Das Zuhause das einmal UNSER Zuhause war. Dann überlegte ich mir dass das nicht ewig so weiter gehen kann und begann wieder zu arbeiten. Das hat mir sehr gut getan, ein paar Stunden unter anderen Menschen zu sein. Meine Chefin war heilfroh mich wieder zu haben, was für mich natürlich auch eine positive Bestätigung war. So kam ich Schritt für Schritt ins Leben zurück. Die Liebe zu Eichhörnchen, die mich täglich in meiner Wohnung besuchen und hier futtern, hat

    mir auch geholfen. Ursels Weggang ist jetzt fast eineinhalb Jahre her. Ich weine täglich um sie, aber manchmal auch mit einem Lächeln bei den Gedanken an sie.

    Es kommen immer wieder heftige Trauerwellen die mich überrollen, aber ich weiß mittlerweile dass sie ganz oft bei mir ist. Sie hilft mir in so manchen Situationen zu überleben und die Zuversicht nicht zu verlieren.

    Die ??? würden Deinem Mann bestimmt nicht gefallen, der möchte dass es Dir gut geht und passt auf Dich auf.


    Liebe Grüße von Dieter

  • Liebe Bille.Ich möchte noch etwas sagen. Das was Kerstin geschrieben hat, ist meiner Meinung nach ein sehr gutes Beispiel, wie der Mensch trauert. Vielleicht gibt es dir ein paar Anregungen. Ich habe ein kleines Urnengrab für meinen Sohn .Ein paar Meter weiter ist sein Cousin beerdigt. Da waren wir öfters, um ein paar Blumen hinzubringen. Deshalb habe ich den Friedhof gewählt. Ich habe dann immer gesagt, jetzt können sie beide abends gemeinsam ihr Bierchen trinken gehen. Kerstin schreibt auch ,dass sie jetzt viel für ihren Mann macht.Ich habe auch heute noch einen kleinen Altar. Da gehe ich ja immer vorbei.So lebt er mit mir in Gedanken in der Erinnerung. Mir hilft das sehr. Ich habe auch schon mal geschimpft mit ihm. Er hat immer viel geraucht, nicht gesund gelebt. Ich habe dann gesagt ,was ihm entgangen ist in letzter Zeit. ( Meine neue Hüfte jetzt eine neue Wohnung und so weiter)So ist er irgendwie immer bei mir. Ich komme damit zurecht. Was anderes scheint mir nicht machbar. Ich muss und möchte ja auch noch leben .Und mein Sohn wäre totunglücklich,wäre ich daran zerbrochen. Ganz liebe Grüße nochmals von Christine.

  • Liebe Kerstin,

    liebe Christine,


    es ist schön, dass ihr mir berichtet, was ihr so getan habt. Danke dafür!


    Kurz noch zu mir und meiner Situation: Ich lebe in einer Eigentumswohnung (also kein Garten vorhanden) und bin berufstätig. Momentan wieder krankgeschrieben. Ich denke noch bis Mitte Juni. Dann sind 6 Wochen um, ich möchte aus diversen Gründen nicht ins Krankengeld kommen. Einer ist, dass mein Witwengeld noch immer nicht genau berechnet ist, und wenn sich unterjährig dann noch mein Gehaltszettel ändert, gibt das noch mehr Probleme. Das muss endlich geregelt werden. Ich muss mir einfach unnötige Dinge vom Hals halten.


    Ich bin auch täglich am Grab. Mal kurz, mal länger. Aber ich rede sowieso den ganzen Tag mit meinem Mann, ganz egal, wo ich bin ...


    Jeden Tag gehe ich in den Wald und rede weinend mit mir selbst, höre Trauerpodcasts oder telefoniere mit meiner Mutter oder der Telefonseelsorge. Ich brauche jede Unterstützung, die ich kriegen kann.


    Ansonsten beschäftige ich mich halt noch immer mit Papierkram, gehe zu Trauergruppen, Selbsthilfegruppen, lese hier im Forum, lese Bücher, mache was im Haushalt ... All die Dinge eben. Aber es kommt mir alles so sinnlos vor.


    Nur: Alles, was ich höre und lese ist bei mir momentan nur THEORIE, ich kann das alles nicht umsetzen. Alle Erinnerungen an meinen Mann bringen mich um, machen mich wahnsinnig. Bedeuten einen Nervenzusammenbruch. Immer und immer wieder. Deshalb kann ich auch keinen Ort einrichten, um ihm nahe zu sein. Das klappt jetzt einfach noch nicht. Wird es jemals klappen? Ich weiß es nicht. Heute sage ich: Nein, das wird niemals klappen. Weil ich niemals die Schwelle vom Unerträglichen ins halbwegs Erträglich schaffen werde. Ich bin wie so in einem luftleeren Raum schwebend. Kann mich nirgends mehr andocken. Gehöre nirgends hin. Mein Zuhause, mein Daheim ist verloren ... Und ich bin mit verloren ...


    (Liebe Kerstin, das ist so schön, dass du auf diese Weise eine gute Freundschaft gefunden hast. Das freut mich sehr für dich!

    Und dass du, und auch du, liebe Christine, euch einen Ort (Altar) daheim ausgesucht habt, wo ihr die Nähe zu eurem Liebsten habt, ist so tröstend zu lesen. Aber wie ich oben schon geschrieben habe, geht das bei mir aktuell nicht. Ich kann ja nicht mal ein Foto von ihm anschauen ...)


    Gestern hatte ich meine erste Therapiestunde. Oh Gott!!! Was für eine unmögliche Frau!!! Das wird nix werden mit der. Um "guten Willen" zu zeigen, wäre ich bereit, noch eine oder zwei Stunden zu machen. Aber ich weiß, dass ich das auf Dauer nicht weiterführen könnte. Wie wunderbar, dass mir das auch noch passieren musste. :( Ich suche weiter ...


    Ganz liebe Grüße

    Bille

  • Lieber Dieter,


    genau das sind auch meine Gefühle. Also alle die, die du da beschreibst.


    Auch ich liebe Eichhörnchen sehr. (Wir BEIDE!!!) Hinterm Haus habe ich ein Häuschen für Nüsse und eine Wasserschale. (Ich lebe in einer Eigentumswohnung. Deshalb ist das Grün drumrum für alle vorgesehen, und ich habe nichts "eigenes". Aber das Häuschen haben wir halt schon vor vielen Jahren hingehängt, und die anderen stören sich auch GsD nicht dran.


    Du schreibst von diesen heftigen Trauerwellen auch jetzt noch. Ich lese überall, dass das wohl für immer so bleiben wird. Dass sie einen einholen. Ganz egal, wobei und ganz egal, wie lange es her ist. Es wird immer schrecklich weh tun. Ein Leben lang. Ist es nicht so? Also kommt man doch niemals "drüber hinweg".


    Dass du heute mit einem Lächeln an deine liebe Frau denken kannst, lässt mich hoffen. Aber trotzdem kann ich es mir nicht vorstellen bei mir. Manchmal versuche ich es, nur um dann festzustellen, dass sich SOFORT die Trauer, die Tränen, der unendliche Schmerz und die Wehmut noch viel stärker drüber legen.


    Diese unsagbare Leere nun in meinem "Leben", die Einsamkeit buchstäblich und natürlich in meinem Herzen - das alles lässt sich einfach nicht ertragen!!!!!!!!!! ;(

  • Nur: Alles, was ich höre und lese ist bei mir momentan nur THEORIE, ich kann das alles nicht umsetzen. Alle Erinnerungen an meinen Mann bringen mich um, machen mich wahnsinnig. Bedeuten einen Nervenzusammenbruch. Immer und immer wieder. Deshalb kann ich auch keinen Ort einrichten, um ihm nahe zu sein. Das klappt jetzt einfach noch nicht. Wird es jemals klappen? Ich weiß es nicht. Heute sage ich: Nein, das wird niemals klappen. Weil ich niemals die Schwelle vom Unerträglichen ins halbwegs Erträglich schaffen werde. Ich bin wie so in einem luftleeren Raum schwebend. Kann mich nirgends mehr andocken. Gehöre nirgends hin. Mein Zuhause, mein Daheim ist verloren ... Und ich bin mit verloren ...

    Du setzt bereits alles um, was geht. Nach so kurzer Zeit geht halt nicht mehr. Messe dich nicht mit anderen. Es dauert so lange wie es dauert.
    Die allermeisten wollen einfach nur hinterher, wenn ein über alles geliebter Mensch vorausgeht. Und die allermeisten finden irgendwann einen Weg die Trauer und das Vermissen als einen Teil ihres neuen Selbst zu akzeptieren.
    Anfangs waren schöne Erinnerungen für mich die pure Hölle! Der Schmerz war so groß, ich vergaß zu atmen. Monatelang! Nach zwei Monaten war mir immer nur schwindelig vom nicht atmen und der riesen Verwirrung, die sich in mir breit gemacht hatte. Ich hasste dieses: "es wird anders"!! Was zum Kuckuck soll das denn bitte heißen?? Wenn man mitten in der ersten Trauer, dem ersten Schock steckt! Damit kann man doch gar nichts anfangen.

    Mir half zu dieser Zeit am ehesten von verwaisten Müttern zu lesen, deren Kind schon viel länger drüben war. Einfach um zu begreifen, dass man das überlebt. Wissend, dass sie sich alle mal so gefühlt hatten wie ich.

    Es wird nie mehr wie früher. Das weißt du und du wehrst dich dagegen. Das ist sooo verständlich und eben wirklich normal. Und ich fühle mit dir! Es ist eine grausame Zeit. Und ein daraus hervorwachsen dauert lange. Manche können es schneller, andere brauchen Jahre.

    Liebe Bille, du musst jetzt keine Fotos anschauen können. Das ist völlig okay. Das kommt irgendwann. Du bist ein vorausschauender Mensch und es fällt dir schwer, nicht ständig an die sehr desolat wirkende Zukunft zu denken. Das macht es nicht leichter. Ich bin auch so. Ich habe nach einigen Monaten aufgehört zu zählen, wie lange "es" her ist. Es hat mich belastet und natürlich weiß ich grob wie lange, aber Tage zählen, über Jahre hinweg, das ist nichts für mich. Weil bei aller Vorausschau habe ich nach einiger Zeit die Unendlichkeit akzeptiert. Und unendlich kann man gar nicht zählen.

    Ich wünsche dir, dass das finanzielle schnell geregelt wird und dir nicht auch noch im Nacken sitzt. Und ich wünsche dir den Mut, morgens den Tag zu beginnen und dass du inneren Frieden findest (eines Tages...heute noch nicht)

    Liebe Grüße
    Elster

    Unsere Toten sind nicht abwesend nur unsichtbar,

    sie schauen mit ihren Augen voller Licht in unsere Augen voller Trauer.

    Es gibt ein Wiedersehen auf einer anderen Ebene.

    Und die Seelen unserer Vorausgegangenen begleiten uns

    Aurelius Augustinus

  • Du schreibst von diesen heftigen Trauerwellen auch jetzt noch. Ich lese überall, dass das wohl für immer so bleiben wird. Dass sie einen einholen. Ganz egal, wobei und ganz egal, wie lange es her ist. Es wird immer schrecklich weh tun. Ein Leben lang. Ist es nicht so? Also kommt man doch niemals "drüber hinweg

    Das möchte ich noch kommentieren. Ich hoffe, das ist okay.

    Diese Wellen werden irgendwann seltener, also die Pausen dazwischen werden länger und man gewinnt an Erfahrung, wie man damit umgeht. Nach fast vier Jahren habe ich sie auch noch. Und es zerstört mich nicht mehr wie zu Beginn. Dafür halten sie ein wenig länger an. Aber das bin ich. Nein, es geht nie mehr weg, aber es dominiert nicht für immer. Die Trauer ist wie ein Loch in der Seele. Es wächst nicht zu, aber es überwuchert ein wenig und drum herum fängt ganz langsam und leise immer mehr an zu wachsen, was dein Leben ausmacht. Irgendwann ist da wieder mehr als nur dieses Loch.

    Unsere Toten sind nicht abwesend nur unsichtbar,

    sie schauen mit ihren Augen voller Licht in unsere Augen voller Trauer.

    Es gibt ein Wiedersehen auf einer anderen Ebene.

    Und die Seelen unserer Vorausgegangenen begleiten uns

    Aurelius Augustinus

  • Ach, liebe Elster, du schreibst mir so was von aus der Seele: Ja, das "Vorausschauende". Es macht alles noch schwerer. So war ich schon immer. Ich habe immer Pläne gemacht für die Zukunft und wollte wissen, was einen in etwa erwartet. So weit man das steuern kann eben. Aber jetzt muss ich halt erkennen, dass man die wichtigsten Dinge überhaupt nicht steuern kann. Und das macht es so unerträglich! Ich brauchte schon immer Sicherheit in meinem Leben. Auf allen Ebenen. Jetzt habe ich keine mehr. Und das ist sooo schlimm für mich. Ich weiß, du verstehst es. Und ich denke, jeder Mensch versteht es. Die meisten leben nicht von heute auf morgen, sondern denken schon daran, wie man die Zukunft gestalten kann und möchte. Mein Sicherheitsbedürfnis ist wahrscheinlich nur sehr, sehr viel stärker ausgeprägt als bei den meisten. Das habe ich immer wieder gemerkt in meinem Leben.


    Und stimmt. Man kann "Das wird anders." auch einfach nicht hören. Weil man es nicht verstehen kann. Und weil man denkt: "Ja, vielleicht anders. Aber nicht besser, sondern immer schlimmer!!!!!"


    LG

    Bille

  • Liebe Bille,


    Deine Geschichte erinnert mich sehr an meine eigene. Mein Partner und ich waren auch am liebsten allein. Uns hat es genügt.


    Wir sind von Hamburg an die Nordsee gezogen und wollte dort zusammen alt

    Werden. Er ist dann leider unerwartet verstorben.


    Ich war geschockt. All meine Zukunftspläne haben sich von heute auf morgen in Luft aufgelöst. Mein Partner war mein bester Freund und mein Vertrauter.


    Hinzu kommt, dass wir nicht verheiratet waren und ich seitdem ein Sozialfall wurde. Arbeiten kann ich aufgrund einer

    Erkrankung nicht mehr.


    Die Liebe meines Lebens tot. Wie gehe ich damit um?


    Ich war in einer Trauergruppe und habe Psychotherapie. Am meisten hat mir geholfen, dass mein Vater und ich uns einen Hund geholt haben. Der bringt mir viel Freude.


    Ich finde es schade, dass wir nicht zusammen alt werden können. Ich hatte wirklich andere Pläne für mein Leben.


    Ich bin ausgezogen aus unserem gemeinsamen Haus und lebe wieder in Hamburg. Das tut mir sehr gut. Meine Nachbarn haben mich rausgeekelt.


    Es sind jetzt bald 5 Jahre her, aber es vergeht kein Tag, wo ich nicht an ihn denke. Eine neue Partnerschaft kommt für mich nicht infrage.


    So lebe ich einen Tag nach dem anderen. Ich wollte auch nicht mehr leben, aber es gab schon viele Tage, die auch schön waren.


    Liebe Grüße


    Turicum

  • Beitrag von CHRISTINE B ()

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().
  • Liebe Turicum,


    ja, wir scheinen so dieselbe "Ausgangssituation" zu haben ...


    Mit dem Hund, das ist wunderschön. Ich liebe Tiere über alles, ich liebe Hunde über alles. Wir hatten auch einen. Mussten ihn vor 10 Jahren gehen lassen. Er war unser Ein und Alles. Ich bin heute nicht drüber hinweg und werde es auch nie sein. Da ich ja nun alleine lebe und noch dazu arbeite, kommt ein Hund nicht für mich in Frage, weil ich ihm nicht das Leben biete könnte, das er bräuchte. Aber das ihr Trost in eurem habt, das freut mich sehr!


    Du schreibst, du lebst einen Tag nach dem anderen. Ist das "Leben" oder "Überleben" frage ich mich immer? Das ist um Gottes willen nicht böse gemeint! Ich hoffe, du verstehst!


    LG

    Bille

  • Liebe Christine B,


    danke, danke dafür, dass du mir mit deinen lieben Zeilen Mut machen möchtest! Ich weiß das wirklich sehr zu schätzen! I(Wie bei allen von euch!) ch wünschte auch so sehr, ich könnte das annehmen, aber leider dringt das alles nicht zu meinem Herzen durch. Verstehst du, was ich meine? In der Theorie verstehe ich wirklich ALLES, was ihr schreibt. Aber in mir sieht es total anders aus. Ich fühle tatsächlich nur Hoffnungslosigkeit, Schmerz, Angst, Leere, Verzweiflung und noch so vieles mehr. Ich merke auch, wie ich jetzt von Tag zu Tag lethargischer werde, mich das letzte bisschen Kraft verlässt ... Nie im Leben hätte ich mal gedacht, dass man sich im Inneren so vollkommen leer und zerstört und verlassen fühlen könnte!


    Leider geraten meine Eltern und ich auch immer öfter in Streit, weil auch sie so sehr leiden, nicht wissen, wie sie mir helfen können und dann die total falschen Worte wählen, ohne es böse zu meinen. Und meine Eltern sind ja die einzigen Menschen, die ich habe! Ich bin in einer Situation, die auf allen Ebenen einfach nur hoffnungslos ist. Ich sage das nicht aus Selbstmitleid oder so und will auch nicht ständig jammern, aber ich sehe die Sache einfach so, wie sie ist. Und ich sehe für mich keine Zukunft. Zumindest keine, die erstrebenswert wäre. So vor sich hin vegetieren kann's ja auch nicht sein. Aber genau das tue ich ...


    Gestern sagte mir eine Nachbarin: "Du schaffst das. Wir haben's alle geschafft." Alle geschafft??? Wirklich??? "Schaffen" bedeutet ja nicht "Überleben" und "Vor sich hin trotten", um nochmal den Kreis von eben zu schließen ...


    LG

    Bille

  • Ich sage das nicht aus Selbstmitleid oder so und will auch nicht ständig jammern,

    Liebe Bille, ich sage immer, es gibt kein Selbstmitleid! Man kann nicht mit sich selbst mitleiden. Das geht gar nicht. Man leidet. Punkt. Und bitte: jammere! Ständig, wenn das gerade so sein muss. Dafür ist das Forum da. Wenn die Menschen um dich herum nicht mehr können oder wollen (du hast offensichtlich ganz liebe Eltern, die halt um ihr Kind Angst haben und so nicht immer die klügsten Sachen sagen), dann erzähl hier zum xten Mal. Haben viele hier so gemacht. So soll das auch sein.

    Gerade brauchst du keinen Trost. Du brauchst Verständnis. Trost kommt gar nicht an. Auch völlig normal. Trost nervt nur. Er macht ungeduldig weil er wie ein Vorwurf klingt. Auch wenn er meist nicht so gemeint ist.

    Ich wünsche dir Mut und Geduld. Das sind die beiden wichtigsten Eigenschaften zur Zeit. Das wird anders (haha). Klischees sind Klischees geworden, weil sie so oft wahr waren.

    Unsere Toten sind nicht abwesend nur unsichtbar,

    sie schauen mit ihren Augen voller Licht in unsere Augen voller Trauer.

    Es gibt ein Wiedersehen auf einer anderen Ebene.

    Und die Seelen unserer Vorausgegangenen begleiten uns

    Aurelius Augustinus