Liebe Kerstin 🫂deinen Worten kann ich nur zustimmen 🦋
Was ist, wenn man niemals darüber hinwegkommt?????
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Liebe Christine,
die Psyche des Menschen hat mich auch immer schon sehr interessiert. Auch habe ich immer darauf geachtet, was mir gut tut. Das hatte ich ja gefunden: Das Leben mit meinem Mann so zu gestalten, wie es uns beiden gut tat.
Nun stehe ich halt da und habe nichts mehr, was mir gut tut, denn alles hing ja mit unserem GEMEINSAMEN Leben zusammen. Deshalb ist halt ALLES aus den Angeln gerissen. ALLES auf den Kopf gestellt. ALLES verschwunden. Vollumfänglich.
Ein neues Leben nur für mich aufzubauen ist die größte Herausforderung, der ich bisher gegenüberstand. Ich möchte es auch nicht. Aber ich muss. Ich fühle mich total verloren, einsam, allein, verunsichert mit einer unbekannten Zukunft vor mir, die mir totale Angst macht und Panik in mir auslöst ...
LG
Bille
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Liebe Linchen,
mit alternativlos meinte ich das Weitermachen des Weitermachen willens, weil die Alternative halt wäre, es nicht zu tun und Schluss zu machen ...
Weitermachen KANN, MUSS aber nicht "Leben" bedeuten. Mit Leben definiere ich das Leben, das ich vorher hatte mit allen Dingen, die Freude machen, geteilt werden konnten mit meinem Mann, die Vertrautheit der Beziehung, die Sicherheit, einfach alles, was wir uns aufgebaut hatten. Und jetzt ist es für mich kein "Leben" mehr, sondern nur "Existieren". Es fällt mir schwer, die richtigen Worte zu finden, damit ich so richtig rüberbringen kann, wie es innen in mir aussieht und wie ich das alles empfinde. Dafür geht alles zu tief. Diese absolute Leere und Sinnlosigkeit ist für mich selber gar nicht zu begreifen. Aber ich glaube, du hattest es schon richtig verstanden.
LG
Bille
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Liebe Bille. Große Worte will ich nun nicht mehr machen. Ich möcht dir aber sagen, dass es mir sehr leid tut. So wie du schreibst ,
hast du deinen Mann sehr gern gehabt. Da beneide ich dich .Mir war es nicht vergönnt den richtigen zu finden. Nach der Scheidung war ich mit meinen Kindern alleine. Die Männer fanden mich alle immer ganz nett , aber die 3 Kinder waren dann doch zuviel. Ich hatte trotzdem ein schönes Leben. Der Tod meines Sohnes hat mir sehr wehgetan. Damit hatte ich auch niemals gerechnet. Ich bin ja nun am Ende des Weges angekommen. Ich hoffe ,der Weg hat ein friedliches Ende.Ganz liebe
Grüße von Christine. Das ist genau vor 50 Jahren. Eine alleinstehende Frau mit 3 Kindern. Wo ist die Zeit geblieben? Das Leben ist einfach zu kurz.