Ich vermisse meinen Ehemann

  • Liebe Isabel,

    meine Tochter will mich künftig immer zwischen 19.30 und 20.00 anrufen, wenn die Kleinen im Bett sind. Wenn es bei mir nicht geht, schreibe ich es ihr vorher. Ich hoffe ja, damit können wir beide leben.

    Wie geht es dir? Du gibst immer so gute Ratschläge, teilst aber nur wenig mit, wie dein Leben nach dem Desaster verläuft.

    Liebe Grüße

    Manuela

  • Danke Manuela


    Ich war gestern früh zum Friedhof und habe ich versucht den Tag rumzubekommen

    Mann Mittwoch soll die Trauerbebleitung sich mit mir treffen und spazieren gehen .

    Mal sehen was das wird ,das immer Alleinsein ,mach mich verrückt

    ich halte das nicht aus .


    Birgit:13::13::13:

  • Liebe Birgit

    Spazieren gehen und dabei versuchen etwas zu reden tut bestimmt gut.

    Wenn ich das Gefühl habe das ich es nicht mehr aushalte gehe ich immer raus in die Natur. Mir hilft das ein wenig.

    Ich hoffe für dich ist das auch eine kleine Hilfe morgen

    Ich bin nicht weg.... nur schon mal voraus gegangen...


    • "Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen können." Robins Lieblings Zitat aus der kleine Prinz
  • Sorry Manu-ela das ich in deinem Wohnzimmer für Birgit geschrieben habe 😘

    Ich bin nicht weg.... nur schon mal voraus gegangen...


    • "Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen können." Robins Lieblings Zitat aus der kleine Prinz
  • Liebe Isabel,

    meine Tochter will mich künftig immer zwischen 19.30 und 20.00 anrufen, wenn die Kleinen im Bett sind. Wenn es bei mir nicht geht, schreibe ich es ihr vorher. Ich hoffe ja, damit können wir beide leben.

    Wie geht es dir? Du gibst immer so gute Ratschläge, teilst aber nur wenig mit, wie dein Leben nach dem Desaster verläuft.

    Liebe Manuela,

    Ich freu mich das ihr das schon umsetzt. Hoffentlich bringt es Erleichterung für beide Seiten.

    Danke der Nachfrage, mir gehts gut. Da ich hier als Moderatorin bin, teil ich gern meine Erfahrungen als Trauerbegleiterin, und manchmal auch von eigenen Verlusten. Auch wenn es sehr individuell ist, hoff ich dass für den ein oder anderen etwas hilfreiches dabei ist <3

  • Ich wollte gestern noch schnell die gelben Säcke rausbringen, habe das Glatteis auf der Straße nicht gesehen und bin gestürzt. Mein erster Gedanke war, vielleicht komme ich jetzt zu Helmut. Im Januar 2018 ist mir das schon Mal passiert, damals mit kompliziertem Schulterbruch. Helmut war die ganze Zeit bei mir. Ich bin zwar damals mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht worden, aber Helmut war da.

    Gestern konnte ich alleine wieder aufstehen, mir tut zwar fast jeder Knochen weh, ich habe Hautabschürfungen und etliche blaue Flecken, aber im Prinzip ist alles okay. Sorgen macht mir meine Schwiegermutter. Sie konnte die ganze Nacht nicht schlafen, weil sie sich Gedanken gemacht hat, was aus ihr wird, wenn ich mich nicht um sie kümmern kann. Sie hat gegrübelt, in welches Pflegeheim sie dann kann. Sie hat zwei Töchter, aber es steht für sie nicht zur Debatte zu einer von ihnen zu gehen.

    Ich muss für meine Schwiegermutter stark bleiben, auch wenn es oft schwerfällt.

  • Oh Manuela


    Auch das noch ,ich hoffe du erholst dich gut .

    Ich hoffe auch oft das einer von meinen lieben kommt ,

    aber das geht ja nicht und allein sein ist nichts für mich

    Ich hoffe ich kann bald zu ihnen ,die Welt braucht mich nicht

    mehr ,heute Nachmittag war mein Cousin da


    Er hat aber nur über sich geredet auch keine Hilfe


    Ich hoffe deine Schwiegermutter beruhigt sich wieder


    Liebe Grüße Birgit

  • Liebe Manuela,

    zu wenig Zeit für Dich, um Dich mit Deinen Gefühlen auseinander zu setzen, die Sorge für die Schwiegermutter und jetzt auch noch Dein Sturz. Es tut mir leid für Dich.

    Manchmal ist es einfach zu viel.


    Ich wünsche Dir von Herzen etwas Frieden.


    Sei liebevoll umarmt.


    Sommermond

  • Ihr Lieben,

    ich habe jetzt ein ziemlich ruhiges Wochenende hinter mir. Heute habe ich außer der normalen Hausarbeit einfach mal nichts gemacht.

    Auf Arbeit ist heute die Frau von meinem Bruder für mich eingesprungen. Ich habe meine Knochen vorhin mit Voltaren eingerieben, im Moment geht es einigermaßen.

    Meine Schwiegermutter hat Angst, dass mir irgendwas passiert, weil sie nicht weiß, was dann aus ihr wird.

    Vorhin habe ich fast eine Stunde mit meiner Mutter telefoniert. Diese Gespräche ziehen mich aber immer nur runter. Sie klagt immer nur, hört mir nie zu. Außer ihren Wehwehchen existiert einfach nichts. Sie fragt nie, wie es mir geht. Nach Helmut hat sie eigentlich auch nur selten gefragt.

    Helmut war früher selbstständiger Handwerker. Nach der Wende kamen plötzlich ganz viele Betriebe. Bei uns im Dorf waren es auf einmal vier aus seiner Branche.

    Helmut war der letzte, der aufgegeben hat. Es fiel ihm unwahrscheinlich schwer, seinen Angestellten zu kündigen. Leider hat er damit zu lange gewartet, wir saßen da auf einem Haufen Schulden. Für meine Mutter war er von da an ein Versager. Es war ihr einfach nur peinlich, dass es den Betrieb nicht mehr gab.

    Die nächsten Jahre hat Helmut auf Montage als Angestellter gearbeitet . Das waren schöne Jahre. Helmut hat sich in den Pensionen nicht wohlgefühlt, also haben wir unseren Wohnwagen dorthin gezogen. Immer,wenn ich frei hätte, war ich bei ihm. Das war wirklich eine schöne Zeit.

    Im Moment gehe ich gern abends ins Bett. Da wartet Hemuts Kissen mit meinem Lieblingsbild auf mich. Das beruhigt mich sehr.

    Jetzt habe ich schon wieder so viel geschrieben. Ich hoffe, ich nerve euch nicht.

    Manuela



    ..

    ..








    .























    mir

  • Liebe Manu-ela,


    du nervst überhaupt nicht, das ist schön das ihr so schöne Jahre hattet, das mir dem Wohnwagen ist eine tolle Idee gewesen ich finde das klasse.


    Ich kann solche Mütter nicht verstehen, meine Güte was für ein Glück hatte ich das wird mir immer wieder bewusst.

    Sie fehlt mir so sehr, es tut so weh.

    Warum konnten wir nicht noch ein paar Jahre zusammen haben, jetzt läuft mein Papa allein durch die Gegend, ich bin zwar jeden Tag da aber nur in der Mittagspause.

    Mir fehlt einfach alles, alles.:13:


    Ich umarme Dich einfach mal ganz still.:24:


    Vlg. Linchen

  • Hallo Manuela


    Nein natürlich hast du nicht Zuviel geschrieben .ich würde dir so gerne etwas Arbeit abnehmen


    ich habe mehr zeit als genug ,kann mich aber auf nichts konzentrieren


    Mir fehlen meine Beide so sehr ,besonders mein Kind ,sie hat mir so sehr geholfen

    und jetzt ist keiner mehr da ,diese stille mach mich verrückt

    ich weiß nicht warum ich noch hier bleiben muss ,,wenn man mir sich alles genommen hat

    was für mich wichtig war .


    Dir wir es bestimmt genau so gehen .

    Pass auf dich auf Birgit

  • Heute habe ich meine Patentochter besucht Sie ist Ende Dezember in ihr neues Haus gezogen. Sie hat mich schon so oft eingeladen, aber irgendwie habe ich es nicht geschafft. Heute bin ich also hingegangen. Es war einfach nur schön. Sie hat die Tür aufgemacht und zu ihrem Baby gesagt, endlich ist die Oma Pati da. Den Kleinen konnte ich auch sofort auf den Arm nehmen, er hat mich einfach nur angestrahlt. Mein Bruder hat schon 5 Enkel und weil ich ja meine beiden nur selten sehe, hat meine Patentochter beschlossen, dass ich doch auch Oma für ihren Sohn sein könnte. Es tat einfach nur gut, dieses kleine Wesen mal so lange auf dem Arm zu haben und mit rumzualbern.

    Dann habe ich ich mich mit meinem Bruder getroffen. Er kann einfach Mutti nicht verzeihen , aber ich denke inzwischen, obwohl ich auch oft wütend bin, es ist unsere Mutter und wer weiß, wie lange wir sie noch haben.

    Morgen treffe ich mich mit meiner älteren Schwester bei meiner Mutter. Das wird wieder ziemlich anstrengend.

    Am Freitag will mich meine kleine Schwester besuchen. Das ist zwar schön, ersetzt mir aber meinen Helmut nicht.


    ,

  • Liebe Manu,

    es ist schön, dass du auch mal etwas glückliches erleben durtest, dich wohlgefühlt hast und Freude hattest.

    Und du füllst deine Tage ziemlich aktiv, bleibst nicht immer nur alleine, das finde ich gut.


    Unser Liebstes ersetzen kann das alles nicht, wie auch. Zuhause sind wir mit unseren traurigen Gedanken allein

    und vermissen unser altes, geliebtes Leben, unseren geliebten Menschen- den nichts und niemand je wird ersetzen können.

    Aber wenn man die Möglichkeit hat, diesen traurigen Gedanken wenigstens zeitweise mal zu entfliehen, dann ist das gut.


    Ich wünschte mir diese Möglichkeit der Ablenkung auch, aber mein großer Sohn mit meinen zwei kleinen Enkeljungs wohnt

    fast 600 km weg, hab sie seit der Beerdigung meines Mannes nicht mehr gesehnen. Meine Freundinnen gehen alle Vollzeit

    arbeiten, haben schulplichtige Kindern mit den entsprechenden Aufgaben wenn sie Feierabend haben - ich habe sie seit Monaten

    nicht mehr gesehen. Einzig meinen jüngeren Sohn mit meiner Enkeltochter und meine Mama wohnen in meiner Nähe, sie sehe ich

    gelegentlich, aber nicht oft. Jeder hat mit sich zu tun.


    Herzlichst, Kerstin

    Ich fürchte nicht die Dunkelheit dort draußen, es ist die Dunkelheit in meinem Herzen, die mir Angst macht.

  • Liebe Kerstin,

    du hast Recht, so ein positiver Tag wie gestern tut einfach mal gut. Ich kann zwar nicht vergessen, aber wenigstens mal kurzzeitig abschalten.

    Vorhin hat meine Tochter angerufen. Sie wollen sehen, dass sie übernächstes Wochenende mal wieder kommen trotz Corona. Ich hoffe so sehr, dass das klappt. Ich habe meine Enkel seit Wochen nicht gesehen und habe so große Sehnsucht nach ihnen.

    Mit der großen (2 Jahre) komme ich besonders gut zurecht. Den anderen ist jetzt aufgefallen, dass sie aussieht wie ich als Kind. Vielleicht kann sie sich auch noch vage an ihren Opa erinnern. Sie plappert auf alle Fälle ständig, Opa Himmel, Opa Himmel.

    Die Kleine (1 Jahr) kommt nach ihrem Vater, ist aber auch ein echter Wonneproppen.

    Mir graut es vor diesem Wochenende, da will meine Schwägerin wieder kommen Diesmal hat sie sch wenigstens angekündigt.

    Liebe Grüße

    Manuela

  • Liebe Birgit,

    Ich kann dich so gut verstehen. Mir fehlt Helmut auch jede Minute. Morgen muss ich wieder zur Arbeit. Ich arbeite nur Teilzeit, weil Helmut wollte, dass ich viel bei ihm bin. Das will ich jetzt auch nicht mehr ändern.

    Ich glaube, es bringt auch nichts, wenn ich den ganzen Tag arbeite.

    Deswegen wird die Sehnsucht auch nicht weniger.

    Durch die Pflege von Schwiegermutter und meiner Mutter sind die Tage trotzdem ausgefüllt.

    Wie kommst du zurecht? Hat sich finanziell etwas ergeben?

    Liebe Grüße

    Manuela

  • Liebe Linchen,

    es ist wirklich schön, wenn du so eine tolle Mutter hattest. Bewahre dir die schönen Momente.

    Gestern wäre mein Vater 88 Jahre geworden, er ist vor 10 Jahren gestorben. Papa war so ein toller Mann. Ich vermisse ihn wirklich sehr.

    Er hat die letzten Monate im Krankenhaus gelegen, ich war ganz oft bei ihm Die letzte Woche hat man mir ein Bett neben seines gestellt.

    Ich hatte meinen Schwiegervater im Arm, als er gestorben ist, war bei meinem Vater, habe meinen Helmut begleitet bis zum Schluss.

    Ich kann einfach. nicht mehr.

    Ich wünsche mir so oft, morgens einfach nicht mehr aufzuwachen.

    Aber ich muss ja für meine Schwiegermutter da sein. Und meine Mutter macht mir mein Leben nicht leichter.

    Da beneide ich dich sehr um das Verhältnis zu deiner Mutter.

    Ich umarme dich

    Deine traurige Manuela

  • Liebe Manu-ela,


    ja ich habe ein unglaubliches Glück gehabt so eine Mama zu haben, wir standen uns sehr sehr nah, wir waren eins.

    Sie war so viel mehr für mich.

    Es tut einfach weh unglaublich weh mein Herz meine Seele schreien, ich kann einfach nicht ohne sie es ist als hätte man mir das Herz herausgerissen und die ersten Tage und Wochen wollte ich nur einfach zu ihr.

    Doch ich darf nicht das würde sie niemals wollen also was bleibt mir übrig ich mach weiter ein Tag nach dem anderen für sie.

    Ich wünschte ich wäre auch bei ihr gewesen doch leider hatten wir da nicht so tolle Leute in diesem Krankenhaus das die uns nicht rausgeschmissen haben war schon alles.

    Liebe Manuela es tut mir so leid das Du soviel Leid erfahren hast meine Großeltern liegen schon fast 30 Jahre zurück doch weinen um sie tue ich immer noch, Mama kannte meine Dämonen sie konnte sie beherrschen doch jetzt was mach ich jetzt wer fängt mich auf?

    Jetzt wo die Dämonen noch heftiger sind noch schlimmer.


    Ich hab solche Angst das Papa oder meinem Partner oder meinen Samtpfoten was passiert das würde ich nicht durchstehen.

    Das würde ich nicht schaffen.


    Herzliche Umarmung:30::30:<3


    Vlg. Linchen