Ohne dich macht alles keinen Sinn

  • Heute ist es genau 1 Monat her, seit mein Liebster so plötzlich gestorben ist. Heute ist alles wieder rauf gekommen, mit voller Wucht. Dieses Gefühl das ich hatte, als ich ihn tot im Bett fand. Der Schock, die Angst, die Ohnmacht. Alles hat mich wieder voll im Griff. ;( Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich das jemals überwinden kann. Wie soll ich mich je wieder sicher fühlen können, wenn plötzlich von einer Sekunde auf die andere nichts mehr ist wie es war. Ich habe kein Vertrauen mehr in dieses Leben. Mein Liebling, ich vermisse und brauche dich so sehr. <3

  • Liebe Cenerentola, ich nehme dich mal ganz leicht in den Arm-

    Lehn dich an mich,

    ich mach dir einen Tee und du musst gar nichts machen-

    Du musst nicht funktionieren.

    du musst nicht die Trauer von heute auf morgen überwinden.

    Es reicht völlig wenn du erst mal nur BIST.

    Ein solches Ereignis ist so tieftraurig , dass es doch vollkommen normal ist, wenn du nach nichtmal einem Monat anfängst zu befgreifen, was geschehen ist. Lass dich nicht unter druck setzen.

    Das schwierigste ist das alles auszuhalten.

    wir alle sind hier und hören dir zu.

    Ich finde es gut und wichtig, dass du dir die fassungslosigkeit, den Schock, die Angst, von der Seele schreibst.

    Es ist doch alles noch ganz frisch.

    Lass alle Gedanken zu und gut wäre es wenn du sie auch wieder gehen lassen kannst und Platz machen für neue vorüberziehende Gedanken.

    Leider muss die Trauer durchlebt werden, sonst holt sie dich irgendwann einmal ein.

    Ich wünsche dir Kraft .

    W.

  • Liebe Sofie,

    lass Dich mal drücken:24:.

    Ich kann schlecht jemanden trösten,da mir die passenden Worte fehlen.

    Ich bin bei Dir und auch ich vermisse meinen Mann immer mehr.:13:

    Heute sind es 14 Wochen,die schlimmsten meines Lebens.

    Es so ungerecht das wir uns nicht verabschieden konnten.Vieles hätte ich Ihm noch sagen wollen.

    Es tut so weh.....;(

    Lg,Gaby

  • Liebe Cenerentola


    Ich weis leider genau wie du dich fühlst ,es ist mir ja mit meiner Nadja genau so gegangen.

    Vor ein Paar Minuten habe ich noch mit ihr besprochen auf einmal war sie tot, ich höre

    mich noch schreien mich auch noch mein Kind .

    das ist heute 288 Tage her und was ich am Schlimmsten für uns Alle finde das Leben läuft einfach

    weiter -

    Ich kann dir nicht raten was du tun sollst ,leider muss es jeder für sich rausfinden

    den jeder Mensch trauert anders

    Versuche dir Hilfe zu holen ,so viel wie möglich .ich habe die Erfahrung gemacht über

    den Verlust reden hilft


    Meine Liebe ich nehme dich in den Arm und versuche dich ein wenig zu trösten

    :24::30:

    Ich wünsche dir viel Kraft


    Traurige Birgit

  • Liebe Sofie,


    du hast kein Vertrauen mehr in dieses Leben, kannst dich nie mehr sicher fühlen, hast du geschrieben. Ich kann das so gut verstehen, nach dem was du erlebt hast, wer könnte das nicht verstehen? Bei mir sind es heute genau 9 Monate, dass mein Mann seinen tödlichen Herzinfarkt erlitten hat, und die Frage nach dem Vertrauen ins Leben habe ich mir auch schon oft gestellt.


    Die herausfordernde Antwort, so sehe ich das jedenfalls, sieht so aus, dass das Leben eben nicht "sicher" ist. Leben ist immer zerbrechlich, gefährdet und letztlich nicht kontrollierbar. Wir können uns noch so viel Mühe geben, alles richtig machen, Versicherungen gegen alles Mögliche abschließen, uns Jahre oder Jahrzehnte in Sicherheit wiegen, weil eben nichts wirklich Schlimmes passiert, und dann gibt es diesen einen Moment, der alles ändert, an dem das Leben mit voller Wucht zuschlägt und nichts mehr ist wie zuvor. Viele Menschen erleben so etwas ja irgendwann einmal, ich habe gerade auch bei der Flutkatastrophe im Sommer sehr daran gedacht.


    Wenn es also letztlich keine Sicherheit gibt, kann man sich dann trotzdem noch irgendwie sicher fühlen, dem Leben vertrauen? Ich denke man darf die Sicherheit nicht im Außen suchen, sondern in sich selbst, in dem vielleicht erst langsam wachsenden Vertrauen, mit allem was das Leben einem aufgibt, irgendwie umgehen zu können. Sei es weil man die dafür notwendigen Ressourcen in sich selbst entdeckt, weil sie einem irgendwie zuwachsen, weil sie einem geschenkt werden. So ein Vertrauen versuche ich in mir wachsen zu lassen, aber es ist ein schwieriger Weg. Der Kopf hat es bei mir verstanden, dass es nur so geht, wie schwer es aber ist, merke ich jedesmal an meiner sofort aufkommenden Panik, wenn sich einer meiner Söhne mal nicht wie verabredet meldet. Aber ich denke, das ist normal nach dem was wir erlebt haben, so eine Erfahrung, so eine Verletzung zeichnet einen in gewisser Weise fürs Leben. Dieses oberflächliche "wird schon alles gut gehen" ist uns danach nicht mehr möglich (war es mir eigentlich auch früher nicht, ich hatte schon immer ziemlich viele Ängste). Aber vielleicht lebt man damit irgendwie reifer, tiefer, wesentlicher. Ich weiß es nicht, möchte es aber gerne annehmen.


    Alles Liebe für dich - und hab bitte Geduld mit dir, ein Monat erst ist es her, das ist ja wirklich noch ganz am Anfang. Aus der Erfahrung vieler hier ist das die Zeit, in der es wirklich erstmal schlimmer wird, in der nach dem Schock, der Erstarrung der ersten Tage und Wochen der Schmerz einem erst so richtig bewusst wird.

    Sabiene

  • Ich danke euch allen für die lieben Worte und Umarmungen <3 Es tut so gut, einfach verstanden zu werden.


    Kennt Ihr das auch, diesen Moment am Morgen wenn man aufwacht, diese eine Sekunde wo man denkt, es war alles nur ein Alptraum? Und dann schlägt einem die Realität mit voller Wucht und man kann kaum aufstehen, weil man nicht weiss wozu eigentlich.

    Seit mein Liebling so überraschend gestorben ist, erlebe ich das jeden Morgen beim Aufwachen. Und es ist so schwer zum aushalten und jeder Tag beginnt mit abgrundtiefem Schmerz und einer tiefen Verzweiflung. Hätte ich nicht meine Tiere, für die ich aufstehen muss, würde ich es wohl an einigen Tagen nicht schaffen.


    Men Liebster fehlt mir so sehr und die Sehnsucht nach ihm wird mit jedem Tag grösser.


    Heute hat eine Frau zu mir gesagt "du bist noch jung, du findest bestimmt wieder jemanden". Ich weiss, es ist gut gemeint, aber ich will niemanden ausser meinen Schatz und ich kann mir nicht vorstellen, dass das jemals wieder anders wird ;( Ich will doch nur ihn, meine grosse Liebe.

  • Boah sorry... aber wie kann man so einen Satz loslassen... "du bist noch jung du findest bestimmt wieder jemanden".

    Das kann ja sein... irgendwann einmal, vielleicht. Aber ich kann doch nicht sowas

    sagen, wenn die Liebe des Lebens gerade gestorben ist. Das ist nicht "gut gemeint", das ist dumm {Entschuldigung} oder wieder die Hilflosigkeit der Menschen in solch einer Situation, aber dann sollen sie doch lieber still sein.

    Entschuldigung für meine Aufregung... ein lieber Freund ist gerade mit 57 verstorben... Würde mir einfallen seiner Freundin so etwas zu sagen!!!!


    Liebe cenerontola... Ich kann Dir sogut nachfühlen ❤️aufgrund einer eigenen Geschichte...


    Mir fehlen einfach manchmal die richtigen Worte in solch schlimmen Momenten deshalb kann ich Dir nur eine tröstende Umarmung schicken und hoffe ich bin Dir mit meinem Ausbruch nicht zu nahe getreten aber ich war entsetzt...


    Pia🌹

  • Liebe cenerentola,


    dumm blöd bescheuert mehr fällt mir dazu nicht ein sorry.:4:

    Natürlich kann das irgendwann mal sein, das weiß niemand aber den Schmerz über das was passierte wirst Du immer mit Dir tragen bis ans Ende.

    Ja es wird irgendwann milder sanfter ja aber auch nach sehr sehr langer Zeit.


    Vlg. Linchen

  • Hallo Sofie

    Jedes deiner geschriebenen Worte, ich fühle genau wie du. Man kann es einfach nicht begreifen.


    Ich muss nur die Augen zu machen und schon sehe ich das zerquälte Gesicht meines Mannes. Alle sagen so schnell wie es ging er musste nicht Leiden, aber ich habe doch sein Gesicht gesehen , er war nicht entspannt, er sah furchtbar aus. Mit jedem Atemzug den ich versucht habe in seine Lunge zu drücken, mit immer weniger Hoffnung. Ich hoffe in meinem Innersten das mein Mann wenigstens gemerkt hat das ich da bin in seiner letzten Sekunde, dass ich um ihn kämpfe. Ich mache mir auch die größten Vorwürfe, ich hätte es doch merken müssen, irgendwas.... Wir waren freitags noch beim Arzt, alles in Ordnung, warum habe ich nicht auf ein Blutbild bestanden.....Warum, ja warum. Im Gegensatz zu dir hat mein Sohn mich noch zur rechten Zeit in die Klinik bringen können, mein Körper oder war es mein Geist wollte einfach nicht mehr leben. Ich konnte Tage lang nichts essen.

    Ja ich funktioniere wieder, ich esse wieder, ich antworte wenn man mich fragt. Aber eigentlich möchte ich auch nur bei meinem Mann sein, wo immer das ist. Hier in der Klinik sind alle für mich da und geben sich die größte Mühe. Daheim sucht mein Sohn nach einer Lösung wie ich ohne meinen Mann den Tag leben kann (ich bin behindert / Pflege Stufe drei.)Aussicht auf behindertes gerechtes Wohnen. Also umziehen, Neuanfang. Ich versuche es ja zu Leben. Es ist so schwer. Wie schwer muss es erst für dich sein so alleine. Vielleicht hilft es ja ein klein wenig wenn du weißt das wir in Gedanken bei dir sind.

  • Irgendwie wird alles immer schwieriger. Heute musste ich einkaufen gehen. Einkaufen war von Anfang an eine Herausforderung für mich. All die Dinge zu sehen, die ich ihm früher mit nach Hause gebracht und ihm damit eine Freude gemacht habe, tut so unendlich weh. Anfangs kamen mir einfach die Tränen, Aber heute hat es mir den Atem verschlagen. Ich bekam kaum noch Luft. Anstatt dass es besser wird, wird es irgendwie jeden Tag schlimmer ;(

    Danke euch allen für euer Mitgefühl und das Teilen eurer Geschichten. Das hilft mir sehr, weil ich weiss, dass es euch auch oft so geht und dass das wohl normal ist. <3

  • Liebe Sofie,


    völlig normal :30: , fühl Dich gedrückt.


    mir geht es im Moment besser, nach fast 3 Wochen Dauer weinen.


    Ich weiss das ändert sich auch wieder, das sind die Wellen, es geht vorwärts und zurück.



    Mir geht es ähnlich beim Einkaufen, aber auch das hat sich gebessert, immer kleine Schritte, vertraue auf die Zeit , die zwar keinen Wunden heilt, aber erträglicher macht, anders.


    Die Trauer um den geliebten Menschen werden wir immer in uns haben, er war Teil unseres Lebens , eines gemeinsamen Wegs.


    Aber und daran will ich fest glauben, sie wird uns nicht mehr überrumpeln.


    Man darf auch lachen , ist mir passiert, war ich erschrocken, Der Seelsorger hat mir das aber ausgeredet , man muss und soll auch lachen, sowas kommt unbewusst und das ist gut so. Sonst würden wir zugrunde gehen. Auch Musik hören nicht nur traurige, hilft, versuchen eine Struktur ins Leben zu bringen , Rituale, auch solche die man kennt, als der Partner noch da war.


    Geh mit den Wellen, lass es zu und wenn es nicht anders geht, bitte jemanden, für Dich einkaufen zu gehen , bleib im Bett, wenn Dir danach ist, ich habe 4 Wochen sogar im Bett gegessen , konnte nicht alleine am Esstisch sitzen. Das geht immer noch nicht ,aber im Wohnzimmer geht es jetzt .



    Ich drück dich :30:LG Evi.

  • Ich kann Dir so nach empfinden. Heute auf den Tag ist mein geliebter Mann 20 Wochen Tod.

    Jeden Morgen weine ich ein paar Stunden. Es sind solche Schmerzen kaum auszuhalten.

    Ich muss mich auch um meine Fellnasen kümmern. Mein blinder Kater ist krank und macht

    mir große sorgen.


    Fühl Dich gedrückt


    traurige Grüße

    Sonnenstrahl

  • Liebe Sofie


    mir ging und geht es genauso ,ich war heute in die Stadt gegangen und kam an einen kleinen

    Pizza Bude vor bei dort wollte Nadja und ich hin gehen ,ich musste schnell weiter gehen

    auch wenn ich ein kaufen sehen sehe ich immer etwas was ich Helmut oder Nadja mitbringen möchte


    ich erzähle es ihnen den Später ,wenn man das viele Jahre gemacht hat ,fällte es sehr schwer es zu ändern

    Lass dir einfach zeit ,vielleicht wird es mit der zeit besser


    in meinen gebe ich dir auch recht leichter wird es nicht ,es gibt gute und weniger Gute Tage

    heute ist der erst Samstagstag seit langen wo ich nicht weine


    ich wünsche dir viel Kraft


    Traurige Birgit

  • Liebe Evi, liebe Sonnenstrahl, liebe Birgit, danke für eure lieben Worte<3. Ich weiss nicht warum, heute halte ich es kaum aus. Ich möchte so gerne bei meinem Schatz sein. Kürzlich habe ich erfahren, dass eine Bekannte von mir Krebs hat. Leider kann man ihr nicht mehr helfen. Sie hat 2 Kinder und kann nicht akzeptieren, dass sie bald sterben muss. Wie ungerecht, dass ich nicht mit ihr tauschen kann, dann wäre ich wieder bei meinem Schatz und sie könnte sie könnte bei ihrer Familie bleiben. Was für eine besch.... Welt ;(;(;( Es tut mir leid, dass ich so negativ bin. Ich halte den Schmerz einfach momentan nicht aus. X( Ich will nicht ohne meinen Schatz. Aber ich weiss, dass ich hier noch eine Aufgabe habe. Wir haben so vielen Tieren das Leben gerettet. Sie alle sind alt, krank oder behindert und brauchen mich. Meinem Liebling lagen all diese Tiere so sehr am Herzen. Er würde wollen, dass ich mich weiter um sie kümmere. Das weiss ich. Aber ohne ihn ist es so schwer weiter zu machen ;(;(;(;(;(;(;(Ich lese von so vielen hier, dass sie das irgendwie schaffen. Das macht mir Mut. Danke euch allen <3

  • Liebe Cenerentola

    Ich kann mich so gut in Deinen Schmerz hineinversetzen. Es ist furchtbar. Und es ist bei Dir gerade erst passiert... Es tut mir sssoooo leid... Was kann man nur sagen... Es gibt gerade keinen Trost.

    Lass Dich einfach halten ❤️

    Pia

  • Liebe Sofie,


    Diese Gedanken hatte ich auch in den ersten 4 bis 5 Wochen, da hat mein Sohn mich aber energisch auf den Pott gesetzt, wenn ich das so formulieren darf.


    Jetzt werde ich zum 2 mal Oma und freue mich, auch du wirst über Diese Gedanken hinweg kommen , es gibt noch so viel im Leben ,ganz bestimmt, was uns auch erfreuen wird und unsere Männer würden das auch nicht wollen, das wir ihnen jetzt schon folgen.


    Jeder hat seine Zeit hier auf Erden, mehr oder weniger, fühl Dich nochmal gedrückt, heute ist halt ein schlechter Tag , irgendwann kommt wieder ein besserer, so empfinde ich das .❤

  • Liebe Cenerentola,


    wir haben viele Gemeinsamkeiten. Leider auch den so schmerzhaften Verlust,

    ich habe leider sehr viele Probleme zu lösen. Daher muss ich durchhalten.

    Gestern stand ich am Grab und wollte nur zu ihm. Aber ich muss wegen meiner Katzen

    durchhalten. Ich bin krank geschrieben und die Kasse fragte an, wann ich wieder arbeitsfähig bin.


    traurige Grüße

    sonnenstrahl

  • Liebe Sonnenstrahl,


    ja das ist doch klasse das das alles ist was die interessieren wann man wieder arbeiten kann.

    Wirklich klasse, wie unsere Ämter mit dem Verlust eines geliebten Menschen umgehen.:4:


    Vlg. Linchen