Allein und alles ist sinnlos

  • Habe meinen Mann vor 3 Wochen verloren. Bin 44, unsere Töchter sind 8 und 10 . Mein Fels ist weg, mein Halt, ich Taumel und falle mein Platz, alles macht keinen Sinn mehr. seine Freude, gute Laune, Güte fehlt. Die Kinder streiten, ich finde keine Ruhe, das Haus ist leer und groß und kalt. Ich komme nicht zurecht. Habe Angst, alles wofür wir uns angestrengt haben zu verlieren. Kann nicht mehr, weiß nicht weiter. Wir waren auch in der Arbeit ein Team. Und jetzt. Soll ich alles alleine hinbekommen? Und die Kinder, sie tun mir so leid, ohne Papa, den, der im Büro sitzt und bei der Arbeit zur Musik pfeift. Werde unser Wohnmobil verkaufen und das ganze Haus ist voll seinen Sammlungen, was soll ich damit, es war mir egal, wie und wo wir wohnten, Hauptsache ich war in seiner Nähe...

  • Liebe Dina,


    mein herzliches Beileid zu Euren schweren Verlust von Herzen.

    Willkommen hier wo niemand von uns je sein wollte und doch kann es helfen.

    Hier sind so Liebe Menschen die dich verstehen und teilweise das selbe durchmachen.

    3 Wochen ist keine Zeit überhaupt keine, Du stehst unter Schock und das braucht Zeit.

    Du musst natürlich funktionieren irgendwie für Deine Kinder.

    Eigentlich würde ich jetzt schreiben Du musst nichts außer überleben einen Tag nach dem anderen Stück für Stück einfach nur atmen mehr nicht.

    Leider ist das mit Kindern in dem Alter kaum möglich und doch können sie Dir Halt geben und die Gewissheit Du musst für sie weiter machen.


    Es wird viel viel Zeit brauchen sehr viel Zeit aber hier sind alle für Dich da und verstehen was Du durch machst.


    Vlg. Linchen

  • Liebe Dina, ein trauriges Willkommen hier. Dein Verlust tut mir so leid, ich kann mir denken, wie es in dir aussieht.

    Schreiben hier kann ein wenig helfen.
    Hast du im richtigen Leben auch Hilfe?

    Hedi

  • Mein herzliches Beileid, liebe Dina.
    Es dauert, bis man in seiner neuen Realität zurecht kommt. Man wird aus dem Zeitfluß gehoben und daneben abgestellt. Du tust einfach was du kannst. Das ist anfangs nicht viel. aber das wird besser, weil du lernst, wie das neue, ungewollte Leben funktioniert.
    3 Wochen sind in der Trauer keine Zeit.
    Lass dir helfen, wann immer es angeboten wird. Allerdings sagt meine Erfahrung, dass du ganz konkret formulieren musst. Also z.B.: "kann ich was für euch tun?" "Ja, du kannst für die Kinder kochen". Alle wollen helfen aber keiner weiß wie.
    Ganz viel Kraft und Mut wünsche ich dir!

    Unsere Toten sind nicht abwesend nur unsichtbar,

    sie schauen mit ihren Augen voller Licht in unsere Augen voller Trauer.

    Es gibt ein Wiedersehen auf einer anderen Ebene.

    Und die Seelen unserer Vorausgegangenen begleiten uns

    Aurelius Augustinus

  • Liebe Dina,

    mein Beileid zum Versulst deines Mannes.

    Hier kannst du schreiben was und wann du willst, es wird dir immer jemand antworten.

    Ich hoffe du hast Freunde und Familie die dir Hilfe und Halt geben.

  • Danke für eure Antworten und die lieben Worte.

    Nun ja, das erste, was meine Familie an Tag 2 gesagt hat, ist, dass ich die Autos verkaufen soll.

    Der Notarzt meinte, na sie sehen mir aber sehr verlassen aus. Der Bestatter hat nach einem halben Tag hin und her gesagt, ich soll zur Konkurrenz, sie haben keinen passenden Sarg. Alles ist ein Alptraum.

    Halt gab mir mein Mann. Wie konnten wir uns so aus den Augen verlieren? Früher haben wir zusammen Malereien gemacht, er könnte so tolle Aquarelle malen. Dann kamen die Kinder, die Pflege eines Angehörigen, immer mehr Arbeit, Umzug, Renovierung. ich hab mich um alles gekümmert, aber nicht um ihn.


    Nein, ich habe liebe Menschen, die helfen wollen, aber es fühlt sich nicht an wie geborgen, und das Zuhause ist auch keines mehr, und ich soll eins für die Kinder machen. Was macht man denn an Weihnachten?

  • Liebe Dina,


    auch bei der Frage würde ich normalerweise sagen, einen langen Schlaf sich einschließen und erst im Januar wieder Erwachen oder rausgehen, aber auch hier das Thema Kinder in dem Alter.

    Versuchen irgendwie das beste daraus zu machen....ich denke mal das Autos im Moment das geringste Problem sein sollte.


    Hast Du jemanden der Dich unterstützen und halten kann eine Freundin ein Familienangehöriger.

    Der Notartz meinte das mit Sicherheit nicht böse.

    Was den Bestatter angeht ja gut wenn er Dir das nicht bieten kann was Du/ Ihr möchtet was soll er machen.

    Man ist in der Situation völlig überfordert und völlig überlastet und natürlich sieht man überall hinter jedem Wort jeder Geste etwas gegen sich.

    Du brauchst jemanden der Dich wirklich unterstützt an Deiner Seite ist, Deine Kids sind noch zu klein dafür.


    Vlg. Linchen

  • Liebe Dina,

    Zu mir hat die Notfallsanitäterin gesagt sie würde sich Sorgen um mich machen. Ich gab ihr zur Antwort " Helfen sie meinem Mann dann ist alles wieder gut "


    Wie Weihnachten " machen "?

    Es ist so schon schwer, diese Tage zu meistern. Für deine Kinder möchtest du natürlich stark sein. Doch ich denke sie wissen um deine Trauer. Sie haben auch einen schlimmen Verlust und die eigene Trauer. Ihr braucht alle eine helfende Hand.

    Ich hoffe in eurem Umfeld sind Menschen die für euch da sind und euch helfen.

  • Liebe Dina,,,!Mein herzliches Beileid zu eurem schweren Verlust.Auch mein Mann Jörg ist am17.November plötzlich verstorben.Auch ich fürchte mich vor Weihnachten,ich kann die Adventszeit schon kaum ertragen.Weihnachten kommen meine Kinder und wir wollen es anders feiern als sonst,trotzdem kann ich mir nicht vorstellen wie es ohne meinen Mann werden soll.lch kann dich sehr gut verstehen.Wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit.⭐️🌸lg. Ursula

  • :30: Liebe Babajaga912, bei mir das dritte und trotzdem nicht gut.:33:

    Der einzige Unterschied man hat eine Idee wie es gehen kann und weiß das es geht ohne das man ganz durchdreht, das war beim 1 ganz anders und auch beim 2ten.


    Vlg. Linchen <3

  • Hallo, ich grüße euch!


    Auch mich hats erwischt, mein langjähriger Lebensgefährte ist am 27. November 2022 ganz plötzlich und unverhofft von mir gegangen. Es ging alles so schnell, ich konnte mich nicht verabschieden. Wir hatten kurz vorher noch telefoniert, er war mit inneren Blutungen ins Krankenhaus eingeliefert worden, dann war alles vorbei. Von jetzt auf gleich. Ich begreife es noch immer nicht. Weiss auch nicht, wie ich die Zeit bis jetzt überstanden habe. Ich bin völlig am Boden, die schlimmste Erfahrung meines Lebens. ;(

  • Liebe Netty 4771,


    mein Beileid zu Deinem Verlust von ganzem Herzen.


    Es ist das schlimmste was passieren kann...hier wirst Du viele liebe Menschen finden die genau wissen was Du gerade durchmachst.

    Das Forum kann helfen....

    Wir funktionieren einfach irgendwie in einem Schockzustand ohne die Realität zu begreifen.

    Es dauert es dauert einfach gib Dir Zeit.

    Im Moment musst Du nur überleben von einem Tag auf den anderen mehr nicht.


    Vlg. Linchen

  • Ich habe viel Hilfe von außerhalb, dafür bin ich auch sehr dankbar. Aber jeder hat sein Leben und man möchte anderen nicht auf die Nerven gehen. Es ist trotzdem alles viel zu still in der Wohnung, ein riesen Loch hat sich aufgetan. Keine Ahnung, wo die Reise hingeht. Ich möchte dorthin, wo mein Partner gerade ist. Die Sehnsucht zerreist mir das Herz. Ich fürchte mich vor der Trauerfeier, vor der Endgültigkeit. Mir geht es auch so, dass ich denke, er kommt jeden Moment zur Tür rein. Aber, nein, er kommt nicht wieder. Der Schmerz ist überwältigend. Ich lasse meinen Tränen freien Lauf. Für kurze Zeit geht es dann hinterher, bis mich die nächste Welle überrollt. ;(

  • Liebe Netty 4711,


    das ist völlig normal wenn Du hier in den verschiedenen Wohnzimmer liest wie wir es liebevoll nennen wirst Du genau das lesen.


    Völlig normal es dauert und es dauert lange.

    Gut das Du Unterstützung hast, das ist viel Wert.

    Der Weg ist lang den wir gehen müssen ungewollt und es wird bestimmt auch das Kopfkino oder Gedankenkarusell losgehen auch das ist völlig normal.

    Diese Angst vor diesem Tag ist ja es ist das schlimmste was man sich vorstellen kann....ich hoffe Du hast einen lieben Menschen an Deiner Seite der Dich auffangen und halten kann.


    Vlg. Linchen