Ich habe meinen Sohn verloren

  • Hallo,
    ich bin hier zufällig gelandet durch meine Mutter, die sieht das es mir wieder mal nicht so gut geht.
    Ich habe letzten November meinen Sohn ganz plötzlich verloren. Es gab keine Anzeichen. Keine Vorgeschichte. Es war einfach vorbei.
    An manchen Tagen weiß ich nicht wie ich weitermachen soll. Aber da ist noch meine Tochter die noch bei mir ist.
    Manchmal hat man das Gefühl man kann mit nimand mehr reden weil es doch schon " so lang " her ist.
    Ich bin jeden Tag wieder entzetzt, das die Zeit einfach weitergeht und nicht so stehenbleibt wie mein Leben.


    Sandra

  • Liebe Sandra!


    Ein liebes Willkommen hier im Forum!
    Es tut mir so leid, dass auch Du Deinen Sohn gehen lassen musstest.


    Wie geht Ihr in der Familie mit dem Schicksal um?
    Darf ich fragen, wie alt Dein Sohn war und was passiert ist?
    Wenn Du die Kraft hast, dann erzähl' uns von ihm - uns allen hier
    hat das Schreiben sehr geholfen!


    Fühl' Dich einfach lieb aufgenommen hier - gerne begleiten
    wir Dich ein Stück auf Deinem Weg durch die Trauer!


    Alles Liebe,


    Kate

  • ein leises aber herzliches wilkommen im forum,ich kenne dein gefühl auch ich habe 2006 mein zweites kind verloren!wie alt war dein sohn,erzähle uns wen es dir danach ist von deinem kind.du hast hier immer zuhörer,lasse dich drücken silvia

    Arme kleine Seele leid und Schmerz warn diese Welt.


    Kommt ein Engel nun vom Himmel,sanft im Arm,er dich jetzt hält.

  • Liebe Sandra!


    Schön das du hierher im Forum gefunden hast, sei still willkommen!


    Mein tiefstes Beileid zum gehen deines Sohnes!


    Ich kenne deinen schmerz deine Sehnsucht und deine Achterbahn


    Auch meine Abi ging im November2008, und zwar am 21 war der Unfall und am 26 November verlies Sie mich.


    Habe gelesen das du auch eine Linzerin bist.


    Sandra, mir persönlich hilft es sehr, hier im Forum wan immer ich mag zu schreiben, es immer wer da, der dich und mich und UNS Versteht.


    Schreib wan immer du das bedürfniss has, wie es DIR diese 7 Monate ergangen ist?


    Ich reiche dir meine Hand


    lg maki

  • Liebe Sandra


    ich möchte dich, wie ich es schon bei deiner Mutter gemacht habe, ganz still hier im Forum willkommen heißen und dir mein tiefstes Beileid zum viel zu frühen Tod deines Sohnes schreiben.


    Gestern als ich das Posting deiner Mutter gelesen habe, hat es mich getroffen wie sehr sie mit dir leidet.
    Du schreibst

    Zitat

    Ich bin jeden Tag wieder entzetzt, das die Zeit einfach weitergeht und nicht so stehenbleibt wie mein Leben

    Die Zeit ist ein so eigenartiger Faktor... man blickt zurück und ist ganz erschrocken das schon 7 Monate vergangen sind... sieben unglaublich lange Monate seit dein Lukas so plötzlich gestorben ist - sieben lange Monate die du nun schon versuchen musst ohne ihn zu leben.


    Sandra, magst uns von deinem Lukas erzählen?
    Eure Familienbande müssen sehr stark und eng sein, deine Mutter hat dir gleich erzählt das sie hier im Forum geschrieben hat?


    Leider treffen wir nicht oft Menschen die ein ähnliches Schicksal erleben mussten (oder besser, gottseidank gibt es nicht so viele Menschen die ihre Kinder gehen lassen müssen)
    Deswegen ist das Forum auch was ganz besonderes
    fühl dich hier aufgenommen
    deine Chris

  • Liebe Sandra


    Ein stilles Willkommen im Forum, schön das du durch deiner Mutter hier hergefunden hast.


    Es ist sehr hilfreich, seinen Schmerz von der Seele zu schreiben.
    Auch ich habe meinen Sohn verloren.


    Magst du uns von Lukas erzählen?


    Wir hier alle kennen diesen Schmerz und können dich verstehen.


    Fühl dich umarmt
    Chrisi

  • Liebe Sandra!


    Ich habe zuerst das Posting deiner Mutter gelesen und jetzt deines: Sei herzlich willkommen bei uns und mein herzliches Beileid zum Tod deines Sohnes Lukas! Vielleicht magst du noch mehr schreiben, wenn es dir gut tut!?


    Alles Liebe, viel Kraft!


    Christine

  • Liebe Sandra!
    Mein Beileid zum plötzlichen Tod deines Lukas.
    Er war noch so jung.Es ist nicht richtig,das Eltern um ihre Kinder bzw.Großeltern um ihre Enkel trauern müssen.
    Auch ich bin gespannt,was du uns über deinen Sohn berichten wirst(natürlich nur wenn du soweit bist).
    Im Thread deiner Mutti hab ich gelesen,du hast noch eine Tochter.Wie geht es ihr?
    Hast du einen Partner mit dem du die Trauer teilen kannst,der für dich da ist?
    Sei lieb gegrüßt
    von Karla

    Mein Kind Juliane,
    Mein Bruder Rene,
    Mein lieber Vati,
    Ihr seid mir nur einen Schritt voraus-tief in meinem Herzen lebt ihr weiter :005:

  • Hallo,
    das ist alles sehr lieb was ihr mir schreibt.
    Mein Sohn war im Oktober gerade 19. Er hat gerade seinen Lehrabschluss gemacht, und hat sich 2 Tage vorher für den Führerschein angemeldet. Er war seit ein paar Monaten mir seiner ersten Freundin zusammen und sehr verliebt. Und dann kam er Freitag gegen Mitternacht nach Hause und ging schlafen. Samstag morgen wollte ich ihn wecken, ich weiß nicht mal warum, um 8 Uhr morgens obwohl er ja frei hatte, und ich konnte nichts mehr machen. Er ist einfach eingeschlafen und nicht mehr aufgewacht. Später wurde eine Obduktion gemacht und uns wurde gesagt, das es ein Infekt, sozusagen eine "überdauchte" Grippe war. Aber er war vorher nicht krank. Er war ein so lieber und "ordentlicher" junger Mann. Er hat mir nie Probleme gemacht. Nur diese typischen pupertären Sachen. Aber nie was schlimmes. Ich konnte mich immer auf ihn verlassen. Und seine Schwester auch. Sie war gerade in dem Alter wo man zum Weggehen anfängt, und er hat immer gesagt ich soll sie doch lassen, er schaut schon auf sie. Sie hat sich dann oft beschwert, das er so aufpasst, das keiner sich mit ihr reden traut.
    Sie war an diesem Samstag morgen auch zu Hause. Sie kam ins Zimmer gelaufen weil sie mich schreien hörte. Aber er sah nur schlafend aus. Sie spricht nicht viel darüber, sie weint meistens gleich. Wir waren auch in psychologischer Behandlung, aber Isi wollte schnell nicht mehr hingehen, weil sie nicht dauernd darüber reden wollte. Ich war länger da, aber wirklich weiterhelfen können sie einem nach einiger Zeit auch nicht mehr. Es hat mir am Anfang gutgetan, aber dann heißt es immer man soll loslassen. Aber wie soll man das machen, wenn man nicht versteht was passiert ist.


    Ich glaube ich schreibe sehr durcheinander, aber mir kommt immer alles gleichzeitig unter. Jedenfalls tut es ganz gut alles einmal niederzuschreiben.


    Am schlimmsten war das die Rettung und Polizei zuerst gefragt haben ob er sich umgebracht hat. Aber das ist wahrscheinlich normal.


    Danke an alle die mir so lieb geantwortet haben,
    es ist sehr nett hier. Diese Woche wird sowieso wieder etwas schwierig, da meine Tochter auf Sportwoche ist und ich ganz alleine zu Hausen bin.


    Sandra

  • Liebe Sandra,


    auch von mir ein herzliches willkommen und mein herzliches Beileid zum Tod deines Sohnes. Es tut mir leid das du deinen Sohn so jung gehen lassen musstest.


    Ich wünsche dir viel Kraft und umarme dich ganz vorsichtig.


    Liebe Grüße


    manu

  • du schreibst nicht durcheinander,sondern sehr berührend,die trähnen liefen mir herunter,so ähnlich war es auch bei mir,die kinder werden so auseinander gerissen,nur bei uns war michael der jüngere aber auch er paste auf babsi meiner tochter immer auf,lasse dich ganz fest drücken sili

    Arme kleine Seele leid und Schmerz warn diese Welt.


    Kommt ein Engel nun vom Himmel,sanft im Arm,er dich jetzt hält.

  • Hallo Sandra


    Auch von mir ein herzliches Beleid,sei umarmt.Auch ich habe meinen Sohn verloren.Bei mir sind es


    nun schon fast acht Jahre her.Und ich habe schon deiner Mutter geschrieben.Ich finde es schön das


    ihr euch habt,euch Unterstützt.


    Mir fehlen ein bischen die Worte.Ich habe noch drei Kinder.Es kommt dann diese grosse Angst dazu


    das ihnen auch was passiert.Man verändert sich und nicht jeder hat verständnis dafür.


    Aber hier im Forume ist es nett.Man kann wieder über unsere lieben reden.


    Sili hat einen Thread eröffnet,wo man von unseren Lieben berichten kann.


    Fühl dich ganz lieb willkommen geheissen.

  • Liebe Sandra,



    auch von mir ein herzliches Beileid!


    Es tut weh, wenn die Polizei und Rettung von Suizid sprechen, wo doch dein Sohn in einem guten Elternhaus aufgewachsen ist. Bin der Meinung, dass denen eine Stellungnahme nicht zusteht.


    Bei mir ist es so, dass mein Sohn (16 Jahre) auch nicht über den Tod seines Vaters reden will. Er sagt dann bloss, das nützt eh nichts und ich kann es nicht ändern. Jeder geht anders mit Trauer um und ich hoffe für dich, dass deine Tochter Isi früher oder später aus sich herauskommt.


    Denke auch, dass die Situation, dass es zu Hause passiert ist, belastend ist. Man wird dann eher an die letzten Minuten erinnert und sieht dann ständig alles vor sich. Deine Tochter wird sicher auch belasten, weil du verständlicherweise geschrien hast. Ich hätte auch so reagiert, denke ich.


    Ich denke, dass nicht jeder Psychologe für die Trauerarbeit geeignet ist.


    Würde euch gerne Tipps geben, aber leider kann ich euch "nur" auf dem Weg der Trauer begleiten und es ist oft hilfreich, wenn in schlechten Tagen das Forum zur Seite steht. Die Leute hier verstehen einem, weil alle Trauerphasen erleben mussten bzw. noch müssen.


    lg
    Christa

  • Hallo,


    es ist sehr gut wenn man hier hereinschaut und all die Anteilnahme von euch allen spürt.
    Diese Woche ist sehr schwierig für mich, da ich ganz alleine bin. Meine Tochter ist mit der Schule auf Sportwoche.
    Da hab ich sehr viel Zeit zum Nachdenken. Abends wenn ich ins Bett gehe, läufen immer die ganzen Szenen wieder und wieder ab.
    Dauernd überlege ich ob ich irgendetwas anders machen hätte müssen. Mein Verstand sagt mir das keiner Schuld war, und das es so sein mußte.
    Aber das warum sitzt immer im Kopf fest. Ich war auch auf einer Veranstaltung in Bad Füssing, mit einem Medium. Da waren ca 400 Leute.
    Er hat Durchsagen für ca 10-12 Leute gemacht, und mein Sohn war auch dabei. Er hat mir sehr persönliche Sachen gesagt, und besonders das es ihm gut geht, und wie ich
    mit der Situation umgehe genau richtig ist. Das hat mir sehr geholfen. Aber vom Gefühl her will ich es einfach nicht und kann auch nicht einsehen, das es ihm ohne
    uns gut geht. Obwohl ich es ihm wünsche.
    Ich vermisse ihn einfach so sehr.


    Liebe Grüße
    Sandra

  • warst du bein paul meek,der ist genau so gut,bei den bin ich immer in baden,ich habe auch schon mehrere kontakte gemacht,man weiß dadurch das unsere kinder unter uns sind,aber auch durch meditation kanst du selbst kontakt herstellen,,drück dich sili

    Arme kleine Seele leid und Schmerz warn diese Welt.


    Kommt ein Engel nun vom Himmel,sanft im Arm,er dich jetzt hält.

  • Hallo Silli,


    ja ich war bei Paul Meek. Es war das erste Mal das ich mich mit sowas beschäftigt habe. Ich war auch sehr skeptisch. Aber jetzt bin ich restlos überzeugt.
    Im Momen besuche ich einen Meditationskurs in Linz. Das hilft mir auch sehr. Ich stelle mir immer vor ich treffe mich mit Lukus und wir können uns über alles mögliche Unterhalten. Das ist immer sehr schön.


    Liebe Grüße
    Sandra

  • das ist schon,da bekommst du sicher bald kontakt zu ihm,wenn ich dir mal irgend wie helfen kann,schik mir einen pin,ich beschäftige mich schon ca 11 jahre mit dem leben nach den tod,habe viele bücher,es ist auch für mich ein großer trost,bist du nicht aus linz da kenn ich auch von schütz ein gutes medium der von ihm ausgebildet wurde,ich freu mich sooooooo für dich,sili

    Arme kleine Seele leid und Schmerz warn diese Welt.


    Kommt ein Engel nun vom Himmel,sanft im Arm,er dich jetzt hält.

  • Aber vom Gefühl her will ich es einfach nicht und kann auch nicht einsehen, das es ihm ohne
    uns gut geht. Obwohl ich es ihm wünsche.
    Ich vermisse ihn einfach so sehr.


    Liebe Grüße
    Sandra



    Liebe Sandra,



    ich weiß es ist kein Trost, aber ich kann mir schon vorstellen, dass es unseren Lieben gut geht. Lieber hätten wir sie bei uns, aber das soll leider nicht so sein.


    So wie ich schon einmal geschrieben habe, bin ich der Überzeugung, dass unsere Lieben uns nur für eine bestimmte Zeit gegönnt bzw. "geborgt" sind - so wir eben auch irgendwann - früher oder später gehen müssen.


    Mein Mann starb an Krebs und als ich einmal vor dem Grab mit dem Erdhaufen stand und überlegte, in welcher Höhe wohl der Sarg sei (es liegen schon seine Eltern drinnen), sah ich den offenen Sarg meines Mannes vor mir und er lächelte mich an. Dachte mir zuerst, ist er glücklich, weil er nun nicht mehr leiden muss ? Aber es war eher so ein beruhigendes Lächeln. Als wollte er mir sagen, er kann jetzt friedlich schlafen. Vielleicht ist mein Mann auch glücklich darüber, wie wir das Leben ohne ihn meistern, weil er wollte uns sicherlich nicht alleine lassen.


    So kann ich mir gut denken, dass es deinem Sohn im Himmel auch gut geht; ihr vermisst ihn alle, keine Frage.


    lg
    Christa