• Liebe Kerstin, liebe Ute, liebe Steffi, liebe Nora!

    Ich denke auch das wir viel feinfühliger/anfälliger geworden sind, weil wir jetzt allein sind.

    Und da wir ja sowieso schon negativ eingestellt sind, durch die Trauer, kommt es uns so vor, alles geschähe uns nur schlimme Dinge.

    Ich sehe aber auch positives: Einkommensteuer 250 Euro weniger wie gedacht, bekomme 700 Euro, Strom und Gaskosten zurück.

    Und ich sehe für mich, das ich mit den Problemen, die Auftreten, zurecht komme. Ja, sie nerven, sie sind nicht schön und sie ringen einen manchmal nieder

    aber letztlich geht alles gut aus.

    Liebe Grüße Andrea

  • Hallo Ihr Lieben!

    Ich lese hier immer wie oft ihr auf den Friedhof geht. Ich habe immer gedacht ich werde dort ständig sein und was ist?

    Obwohl der Friedhof 2 min. von mir zu Hause ist, bin ich dort höchstens 1xdie Woche, eher alle 2 Wochen. Lothar wurde verbrannt

    und hat ein pflegefreies Urnengrab. Ich dachte das wäre eine gute Idee, ich werde auch älter, kann dann vielleicht nicht mehr....

    Aber ich sehe ihn da nicht, ich spüre ihn nicht, ich weiß da ist nur noch die Asche-in kalter Erde.

    Ich bekomme Herzrasen, Schwindel, ich fange an zu zittern. Es geht mir dann sehr schlecht und nach 5 min. fahre ich dann wieder.

    Ich habe ein schlechtes Gewissen und schäme mich das ich so wenig bei ihm bin.

    Zu Hause-in seinem Zimmer habe ich ein DIN4 Foto stehen, 2 Kerzen, Blumen, seine Brille und andere Dinge-eine kleine Gedenkecke-

    dort spreche ich oft mit ihm und in der Wohnung stehen Bilder von ihm-er ist also immer mit dabei und trotzdem-das mit dem Friedhof

    geht mir nicht aus dem Kopf.

    Ich hatte so eine enge Beziehung zu meinem Mann und trotzdem fühle ich ihn nicht. Er ist ganz und gar weg-ich träume nicht von ihm,

    ich habe nicht das Gefühl er ist um mich herum, keine "Zeichen". Nichts, rein gar nichts!!!:33:

    Ich kam auf die Intensivstation-er lag im künstlichen Koma-er lag als wenn er schlafen würde-er war da aber ich spürte ihn nicht mehr.

    Ich wußte sofort: das geht nicht gut aus. 6Tage später starb er und in der ganzen Zeit war nur sein Körper da , nichts von "IHM"

    Es quälen mich so viele Fragen und alles was ich habe sind meine Erinnerungen, Bilder, aber sie schmerzen und tun weh, anstatt mir ein lächeln zu entlocken.

    Ich bin mir ziemlich sicher das es mehrere Arten der Trauer gibt! Menschen die nach einer gewissen Zeit weiter gehen und sich an dem, was sie zusammen erlebt haben, mit einem lächeln und Wehmut zurückdenken.

    Doch das wird nicht mein Weg sein. Ich werde den Tod meines Mannes nie verwinden, ich werde irgendwie immer um das trauern was mal war und nie wiederkommt. Es wird kein anderes Leben für mich geben, damit meine ich: neuen Partner, Umzug.

    Ich werde hier, in Hannover, bleiben und mein Leben alleine weiter führen wie bisher.

    Meine Hoffnung ist-das der Schmerz irgendwann weniger wird, die Gedanken milder und ich nicht mehr ganz so lange, hier bleiben muss.

  • Liebe Andrea,


    du musst nicht an sein Grab gehen um ihm nahe zu sein...ich verstehe das...ich habe auch ein schlechtes Gewissen, weil ich kaum ans Grab von meinem Papa gehe, es ist auch recht weit weg... manchmal habe ich große Sehnsucht danach.


    Wir können uns nicht nach anderen richten und müssen das auch nicht und es ist schön für jeden, der wieder in ein gutes Leben findet.


    Es gibt kein richtig oder falsch in der Trauer...ich saß gestern im Garten meiner Eltern und wusste...es wird nie wieder gut...💔


    Ich habe auch nicht dieses wirkliche spüren oder gar Zeichen, aber ich spüre ihn in meinem Herzen ❤️


    🫂



  • Liebe Andrea,

    Ich gehe in deinen Gedanken mit dir.

    Meine Frau wurde auch verbrannt. Wir hatten irgendwann mal darüber gesprochen. Wir wollten es so. Ihre Asche in einer Stele. In jeder sind vier Plätze.

    Ihre "Nachbarn" alle bis auf eine wurden über 80. Neid. Teilweise 25 bis 30 Jahre mehr Lebenszeit... Ich fahre da zweimal die Woche hin. Bin jedesmal fertig.

    Asche ? Urne ? Von dem geliebten Menschen, dem du noch kurz davor die Hände gehalten hast ?

    Zeichen ? Ganz wenige. Aber sie waren da. Plötzlich, ohne darauf zu warten.

    Träume ? So gut wie keine.

    Auch ich werde meine restliche Zeit allein mit meiner Frau im Herzen gehen.

    Und weiß, mit jeder gelebten Sekunde komme ich näher an mein Ziel, mein Zuhause. Rede auch an ihrem Gedenkplatz, im Auto oder sonstwo mit ihr. Jetzt stehen wir da in dieser neuen, ungewollten Welt. Unfähig, ihr trauriges Schicksal zu begreifen.

    Wir können sie nur mitnehmen, in Gedanken und unserem Herzen.

    Liebe Grüße Billi 🌻

  • Ollie wurde auch eingeäschert.Am Donnerstag ist die Beisetzung.Das wird nochmals ein Horrorerlebnis.Ich glaube auch nicht,dass ich viel am Grab sein werde.Ist auch etwas weiter weg und ich habe kein Auto.

    Denn was ist denn das,was da im Grab ist?

    Die Asche von seiner Hülle.Er ist da nicht😭Er ist in einer besseren Welt und bei mir in Gedanken und im Herzen😔Obwohl ich mich über das Hundchen sehr freue,geht's mir momentan psychisch schlecht.Ich bin dauernd am weinen und fühl mich alleingelassen und irgendwie hilflos😭🤷Dieses Endgültige bricht grad über mir zusammen.Ich will nur noch einmal seine Stimme hören,noch einmal mit ihm reden😭

  • Liebe Steffi,

    ich wünsche dir für diesen traurigen Tag ganz viel Kraft. Und du hast Recht. Sie sind nicht dort, "nur" ihre sterblichen Überreste. Ich sehe es als Würdigung, dort hinzugehen. Nicht für die anderen. Nur für meine Billi...

    Nachdem meine Frau bestattet wurde, telefonierte ich an den nächsten Tagen mit zwei meiner Cousinen, die da waren.

    Ich bin alles andere als im christlichen Glauben. Nicht so, wie er dargestellt wird.

    Aber weißt du was ? Unabhängig voneinander sagten mir beide, sie haben sie gesehen. Und dass es ihr gefallen hat. Sogar vom selben Kleid war die Rede. Meine Cousinen haben keinen Kontakt zueinander. Damit und mit manch anderen, seltenen Ereignissen war mir klar. Ihre Seelen sind unsterblich und bleiben bei uns, solange wir sie in uns tragen. So auch dein Ollie. Glaube daran, erzwinge es nicht. Er ist bei dir. :30:

    Liebe Grüße Billi 🌻

  • Aber ich sehe ihn da nicht, ich spüre ihn nicht, ich weiß da ist nur noch die Asche-in kalter Erde.

    Ich bekomme Herzrasen, Schwindel, ich fange an zu zittern. Es geht mir dann sehr schlecht und nach 5 min. fahre ich dann wieder.

    Ich habe ein schlechtes Gewissen und schäme mich das ich so wenig bei ihm bin.

    Du musst Dich da wirklich absolut nicht "schämen", das ist doch ganz individuell ob man das Bedürfnis nach einem Friedhofsbesuch hat oder nicht. Da gibt es kein Richtig oder Falsch.


    Meine Mutter z.b. wohnt am gegenüberliegenden Berghang zu der Friedhofswiese mit dem anonymen Urnengrab meines Vaters. Sie sieht die Wiese aus der Ferne und das reicht ihr, sie geht niemals direkt hin.


    Ich dachte ja selber auch zuerst (genau wie Du), im Grab liegt ja nur seine Hülle, das gibt mir nichts wenn ich davorstehe.

    Im Lauf der ersten Wochen nach der Beerdigung habe ich dann plötzlich Sehnsucht nach diesem Ort entwickelt.

    Vielleicht weil ich mit Andi auch immer dorthin gefahren bin (sein Vater liegt im selben Grab)?

    Oder ich brauche unbewusst diesen Anblick vom Kreuz mit seinem Namen drauf, um es verarbeiten zu können...?


    Also wie gesagt, "schämen" musst du dich da nicht, vor wem auch? Dein Lothar möchte garantiert nicht, daß Du an seinem Urnengrab Herzrasen bekommst und Dich Elend fühlst<3

  • Irgendwo habe ich hier gerade gelesen-Witwenrente ein Witz!!! :95:Ganz genau so ist es. Ich habe gerade einen Antrag auf Teilzeit gestellt.

    Ich arbeite seit 3 Jahren im öffentlichen Dienst und sehe immer nur "Lothars" Rente wird gekürzt, weil ich zu viel verdiene. Nun bekomme ich im November und Februar Tariferhöhung und dann wäre seine Rente fast ganz weg. Ne, nicht mit mir. Also arbeite ich ab November nur noch 120 Stunden und habe unterm Strich nur 200 Euro weniger.

    Ich dachte immer: mach noch was für deine Rente später-aber nein, auch dann wird wieder Lothars Rente angerechnet wenn ich zu viel habe. :4:

    Aber mal ehrlich :ca. 1200 Euro Netto Rente ist doch nicht viel für 51 Jahre Arbeit, damit kannst du nicht mal ins Altersheim!!

    Ich könnte k....:95:

  • Lieber Billi

    Habe gerade erst deinen Beitrag entdeckt und bin da auch deiner Meinung.Das Grab ist ein würdevoller Abschied und Ehrung für die Verstorbenen.

    Das ist krass mit deinen Cousinen und dem Kleid😯

    Da siehste mal,dass es auf jeden Fall nach dem Tod weitergeht🙏

    Ich bin auch kein christlicher Mensch.Ich finde

    Religion ,extrem betrieben ,ist der größte Kriegs-und Konflikttreiber den es gibt leider.

    Aber um an etwas zu glauben,brauche ich keine Kirche oder sonstwas.Das kommt aus meinem Innersten,das kommt von mir.Meine Intuition sagt mir,dass es danach weitergeht und daran halte ich mich fest🙏😔🌻

    Liebe Grüße ❤️

    Steffi❤️

  • Liebe Steffi,

    ich kann nur bestätigen, was du sagst. Ich möchte wirklich keinem zu nahe treten. Jeder soll für sich glauben und denken, was er für richtig hält. Ich glaube wie du an etwas "über uns". An Ebenen die wir kleine Menschen nicht begreifen und begründen können. Für mich hat sich der Mensch zuviel und viel zu oft in die Anschauungen der Religionen eingemischt und diese "verfälscht".

    Erzählst du deinem Gegenüber heute eine Geschichte, wird die sich in einem Monat schon anders anhören. Wie ist das erst nach tausenden von Jahren. Dann kommen noch Übersetzungsfehler dazu.

    Behauptungen, die weder in der Bibel, dem Koran etc. stehen.

    Obwohl nicht spirituell weiß ich inzwischen, dass es Zeichen gibt. Selten bei mir, wenn du gar nicht damit rechnest. Und doch so mächtig, unerklärlich.

    Nochmal viel, viel Kraft für den morgigen, traurigen Tag :30:

    Liebe Grüße Billi 🌻

  • Oh ja,wer weiss was ursprünglich,was am Anfang aller Religionen war.Ich will auch niemand auf den Schlips treten.Jeder,der religiös ist,soll das auch ausleben.Nur bitte kein Extremismus.

    So bisschen spirituell war ich eigentlich schon immer.Ich hab schon immer an eine Unsterblichkeit der Seele geglaubt.Ich kann mir vorstellen,dass man nach dem Tod in eine andere Dimension gelangt,in der unsere Zeit und Raum nicht gilt.Einfach eine andere für uns meist unsichtbare "Welt".

    Meist unsichtbar sag ich deshalb,weil man manchmal Energien,Zeichen und sogar "Erscheinungen" wahrnehmen kann.

    Vielen lieben Dank für das Kraft schenken🙏😔🌻

    Puuh,das wird nochmal heftig😖😭

    Liebe Grüße ❤️

    Steffi❤️

  • Ich glaube, das hatte ich schonmal hier irgendwo geschrieben: Ich freue mich immer sehr wenn jemand an die Unsterblichkeit der Seele oder eine andere "Ebene" glaubt.

    Das hilft mir nämlich immer, auch immer überzeugter daran zu glauben:thumbup:

    Also Danke lieber Billi und liebe Steffi🧡


    Gerade bei Dir, Billi, waren es ja unglaublich starke Zeichen die Du bekommen hast.

    Ich wünsche mir oft, ich wäre etwas feinfühliger und würde mehr aus dieser anderen Ebene spüren.

    Momentan gucke ich ja sehr viele YouTube Videos zum Thema Nahtodeserfahrungen. Die schiere Masse der Berichte wirkt wirklich sehr überzeugend. Und nachdem die Menschen oft selber vor der Kamera sprechen, kann ja jeder Zuschauer selbst entscheiden für wie glaubwürdig er die Person hält.


    Liebe Andrea,

    ja ich war auch geschockt als ich hier über die "Höhe" der Witwen-/Witwerrente gelesen habe=O

    Das war mir wirklich nicht bewusst, wie unfair das abgerechnet wird!


    Wir waren ja nicht verheiratet, ich musste mir daher von einigen Leuten (ältere Verwandte) tatsächlich "Vorwürfe" anhören daß wir nicht verheiratet waren: "Dann bekämst Du jetzt wenigstens Witwenrente!"

    (Übrigens, GENAU solche Sprüche möchte man ja unbedingt hören, wenn man frisch in der Trauer ist - NICHT!!:95:)


    Wenn ich jetzt so von Euren Erfahrungen mit der Witwenrente lese, hätte ich garantiert auch kaum was bekommen. Da kann ich also beim nächsten unsensiblen "Vorwurf" wenigstens gleich gut kontern...

  • Liebe Nora,

    meine Zeichen waren selten, aber sehr mächtig. Nun schon länger nichts. Ich träume auch so gut wie nichts. Ist mir zumindest nicht bewusst. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man nicht nach Zeichen suchen oder drauf warten soll. Meine Frau hat auch nicht wirklich spirituell gedacht. Diese Zeichen waren meistens da, wenn ich den Gedanken hatte hintersterben zu wollen oder absolut am Boden. Schwer zu erklären, sie lassen sich nicht erzwingen. Sie kommen, wenn du überhaupt nicht damit rechnest. Vielleicht sind manchmal welche da und vor lauter Kummer "siehst" du sie nicht.

    Hätte mir früher sowas nie vorstellen können. Da ist einfach mehr...

    Letzlich habe ich überlegt, dass z.B. gerade bei Zwillingen manchmal so eine tiefe Verbindung besteht, dass sie aus der Ferne, selbst anderem Erdteil Schmerzen genau an der Stelle empfinden, die ihr Zwillingspart tatsächlich hat. Uhren bleiben plötzlich auf die Minute genau stehen, wenn ein sehr naher Angehöriger stirbt. Etc. Zrotzdem bleibe ich in vielen Dingen eher "nüchtern", glaube bei weitem nicht alles.

    Wir sehen in den Himmel. Massenweise Sterne. Viele von ihnen gibt es nicht mehr. Aber wir sehen sie, ihre Vergangenheit...

    Das Licht braucht länger, was ist also Zeit ?

    Gedanken ohne Ende...

    Liebe Grüße Billi 🌻

  • Nun sind 2 Jahre vergangen-ich habe gehofft es wird leichter.... doch es ist nur anders geworden.

    Mein Leben geht seinen Gang-Arbeiten, Haushalt, Wochenende mit Lesen und Fernsehen....

    Ich habe 2 Jahre darüber gegrübelt, was für einen Sinn mein Leben noch hat-für was oder wen sollte ich noch leben?! Was für Träume/Wünsche habe ich noch?!------

    Ich habe nichts gefunden...alles ist mit meinem Mann gestorben!

    Ich mag nicht weggehen...ich mag nicht reden....in mir ist nur Trauer und mich erinnert so viel an meinen Lothar. Dabei versuche ich schon alles um mich auf andere Gedanken zu bringen und es gibt auch Dinge die mich zum Lachen bringen...meine vielen Vögel auf dem Balkon...Blumen... ich gehe 1x die Woche zur Thai-Massage....

    aber das sind "Momente" kein Leben, kein Sinn.

    Gerade habe ich mir eine Flasche Wein aufgemacht....nach einem Glas bin ich lala....mal richtig einen hinter die Binde kippen...habe ich 1x nach Lothars Tot gemacht-am nächsten Tag war mir <X

    Also mit Wein ist meine Traurigkeit nicht zu ersäufen.

    Ich hadere mit ??? warum tut er uns das an, warum so früh, warum mein Mann oder werde ich für irgendwas bestraft? Warum/Weshalb? Ich weiß das mir das niemand sagen kann....Glauben? nein das kann ich nicht...

    an jemanden der so ein Leid über uns bringt oder dabei zusieht wie die Welt stirbt....Nein, irgendwas läuft mächtig schief!!!

  • Liebe Andrea :30:,

    ich finde mich in so vielen Sätzen die du geschrieben hast wieder.

    Bei mir werden es im Juli schon 4 Jahre, dass mein Bärchen gehen musste. Fast 40 Jahre mit ihm und nun schon fast vier Jahre ohne ihn.

    Einen neuen Sinn für mein Leben, Freude oder gar Glück, habe auch ich bis jetzt nicht finden können . Ich funktioniere..., das ist alles. Inzwischen habe ich auch aufgehört daran zu glauben, dass es nochmal anders werden kann.

    Ich verstehe dich so sehr gut. Lass dich mal sanft in den Arm nehmen :30:.


    Herzlichst, Kerstin

  • Danke Kerstin!

    irgendwie rächt sich alles, wir hatten keine Kinder und richtige Freunde auch nicht. Ich hatte Lothar und meine Arbeit. Das hat mir gereicht....

    Mein Papa ist 8 Monate nach meinem Mann verstorben, so das ich jetzt ganz alleine dastehe...

    Ich habe mir überlegt, ob man nicht hier im Forum jemanden, aus der Nähe kennenlernt und man sich mal trifft.

    Vielleicht wenn derjenige ein Auto hat auch mal wegfährt....(natürlich nicht umsonst)

    Vor allem aber jemanden der einen versteht weil er das gleiche auch durch gemacht hat oder durch macht.

    Leider scheint keiner aus Hannover/Umgebung zu wohnen.

    Also werde ich so weiter leben müssen wie jetzt.

    Liebe Grüße an Alle!

    Andrea

  • Liebe Andrea,

    ich kann dich so gut verstehen :30:.

    Ganz alleine zu sein und sich immer so unfassbar einsam zu fühlen..., das ist leider auch in meinem Leben so, fast vier Jahre inzwischen X/.

    Die Hoffnung dass es irgendwann noch einmal schöner wird, habe ich inzwischen aufgegeben.


    Ich habe zwar unsere beiden Söhne und vier Enkel, aber einsam und allein bin ich trotzdem.

    Unsere Söhne leben beide nicht mehr mit den Müttern meiner Enkel zusammen, so dass ich keinen meiner Enkelchen, regelmäßig sehen kann.

    Unser großer Sohn und zwei meiner Enkel, wohnen 600 km weit weg. Er hat vor einem Jahr den Kontakt zu mir abgebrochen, weil er mit meiner Trauer nicht umgehen kann und auch nicht will. Ich habe nur Videokontakt zu meinen Enkelchen.


    Unser jüngerer Sohn wohnt zwar in meiner Nähe, aber auch ihn sehe ich nicht so oft. Jeder hat halt sein eigenes Leben.


    Mein Papa hat sich 2011 das Leben genommen. Ich war ein Papa - Kind und er fehlt mir bis heute X/.

    Meine Mama habe ich noch, sie ist jetzt 85. Ich kümmere mich um sie, aber unser Verhältnis war und ist oft schwierig. Sie ist ein sehr egoistischer und unterkühlter Mensch und Hilfe oder Herzenswärme finde ich bei ihr nicht. Ich muss alles alleine mit mir ausmachen.


    Bekannte, mit denen wir viel unternommen haben, hatten wir als mein Schatz noch lebte und noch gesund war, viele. Freunde nenne ich sie ganz bewusst nicht mehr. Denn während der 7 1/2 Jahre Krebserkrankung meines Mannes, haben sich alle zurückgezogen. Mit so viel Leid wollte keiner was zu tun haben.


    Und da ich Frührentner bin und schon seit 2008 nicht mehr arbeiten gehe, fehlen mir Sozialkontakte fast komplett. Ich habe zwar eine Freundin, aber auch sie sehe ich nicht so oft. An mindestens 25 Tagen im Monat bin ich allein. Es ist verdammt schwer.


    Den Wunsch, sich mit jemandem aus dem Forum hier, regelmäßig zu treffen, den habe ich auch. Aber warum auch immer..., wir wohnen alle zu weit voneinander entfernt. Ich wohne in der Nähe von Frankfurt (Oder) und ich bin hier wohl auch die Einzige aus diese Gegend.


    Wir müssen tapfer sein. Vielleicht wird es ja doch irgendwann noch einmal leichter und schöner..., unser Leben.


    Herzlich liebe Grüße, Kerstin

  • Liebe Andrea, liebe Kerstin,


    ja, schade, dass viele hier zu weit voneinander entfernt wohnen.

    Man könnte sich doch aber mal an einem Wochenende treffen, z.B. in der Mitte.


    Oder habt ihr schon mal überlegt, eine Anzeige aufzugeben?

    Vor Jahren, als ich auch ganz alleine war, habe ich eine Urlaubsbegleitung auf diesem Weg gesucht UND gefunden. Seitdem sind wir Freundinnen.


    andrea


    Ich hatte letztens einen kurzen Zwischenstopp in Hannover und da fiel mir ein, dass du dort wohnst.