Ein Leben ohne meinen Mann

  • Liebe Sverja! Liebe Evaa!

    Das tut mir sehr leid,da habe ich mich verschrieben.Ich meinte natürlich deinen Sohn.

    Hier kann das schon einmal passieren.Ja ich weiß liebe Sverja,das sollte es nicht.

    Sverja.Liebe Grüße Helga

  • Liebe Evaa!

    Das ist gut,das du ein ruihges Wochenende hattest.Ich bin auch nach kurzer Zeit,ich glaube 12 Tagen wieder zur

    Arbeit gegangen und es hat so gut getan,die Kollegen haben mich in den Arm genommen und die Bewohner

    vom Heim haben sich gefreut und waren sehr einfühlsam,ja auch sie haben das alles schon mitgemacht.

    Aber ich denke es wird dir gut tun und wenn du merkst es geht noch gar nicht,kannst du sicher mit mit deinem

    Chef reden.Ich glaube dir,das dich der Schmerz und die Sehnsucht innerlich zerreißt,dafür gibt es auch keine

    tröstenden Worte.Du nimmst nicht nur im Forum,du gibst auch.Wir halten hier alle zusammen .Und bei dir ist

    es noch so frisch,jetzt brauchst du erst mal Zuneigung,das andere ergibt sich irgendwann,dann kannst du sicher

    auch mal etwas mehr schreiben und auf andere eingehen.Es ist gut so wie du das machst.Alles Liebe .

    Liebe Grüße Helga

  • Liebe Evaa, heute war dein erster Arbeitstag, ich hoffe, du hast ihn gut überstanden.

    Du schreibst, dass die Firma/deine Kolleginnen/Kollegen sehr lieb sind, das freut mich für dich!

    Ich gehe seit Anfang Januar wieder ins Büro und habe zum Glück sehr liebe Kolleginnen, die mich einfach in den Arm nehmen, wenn ich weinen muss.

    Das kommt bei mir immer wieder vor. An manchen Tagen bin ich schon beim Aufstehen weinerlich und das setzt sich dann im Arbeitsalltag fort.

    Ich wünsche dir, dass dich auch ganz oft jemand in den Arm nimmt!

    Es ist ganz normal, dass du jetzt nur nimmst, denn du brauchst jetzt auch viel.

    Alles Liebe

    Sabine

  • So, heute den Arbeitstag eigentlich ganz gut überstanden. Das einzige, was mir heute wirklich bewusst geworden ist, dass sich für die anderen die Welt wirklich einfach weiter dreht. Ich war/bin die ganze Zeit in meiner Blase... Aber (fast) allen anderen ist es egal, dass mein Mann einfach nicht mehr da ist. Geweint habe ich Gott sei Dank erst im Auto. Ich mag das einfach vor anderen nicht. In den Arm nimmt mich leider auch niemand, weil ich das kann. Ich will zum Beispiel nicht, dass sich meine Eltern noch mehr Sorgen machen müssen.

    Heute Abend ging es mir richtig schlecht - ich weiß aber nicht warum. War nicht einmal am Grab. Ich bekomme noch immer schlecht Luft, aber das Atmen hilft. Ich möchte diese Trauer immer irgendwo ins letzte Eck verbannen... Aber es gelingt mir einfach nicht.

    Ich wünsche euch allen einen schönen Abend und bedanke mich für eure Unterstützung!

  • liebe Evaa<3


    wollte dir nur mit diesem kurzen schreiben zeigen, das ich dich gelesen habe.. Ich bin leider auch sehr müde und

    deswegen "nur"

    du erlebst LEIDER das , was so viele erleben...

    Herzens<3 Verbindungsgrüsse

    deine Sverja

    eigentlich kein P.S. trotzdem war ich eigentlich "froh" dein Profilbild gesehen zu haben...

  • Liebe Evaa,


    Wir können die Ängste des Anderen nicht tragen

    Ihn nicht von seinem Schmerz befreien

    Die Last der Vergangenheit nicht nehmen

    Die Trauer aus dem Herzen nicht verbannen

    Doch wir können einander die Hand reichen

    damit Angst und Schmerz uns nicht überwältigen und erdrücken.

    Wir können uns mit Aufmerksamkeit und Achtung begegnen,

    dass nichts zu schwer ist, als dass wir es nicht voreinander zeigen dürften.

    (Sascha Wagner)


    Liebe Grüße Maike

  • Lieber Jörg!

    Das tut mir sehr leid.Ja und in einem neuen Thread kannst du alles schreiben,und vielleicht hilft es dir,wenn

    du dir alles von der Seele schreibst.Ja diese Fragen haben wir uns sicher alle schon mal gestellt,wo unsere

    Partner/innen noch bei uns waren.Und plötzlich war es Wirklichkeit.Es wird dir gut tun,dich mit den lieben

    Menschen im Forum auszutauschen.Ich wünsche dir viel Kraft.Liebe Grüße Helga

  • Ich möchte diese Trauer immer irgendwo ins letzte Eck verbannen... Aber es gelingt mir einfach nicht.

    Liebe Evaa,

    Ich hab gelesen du hattest den ersten Arbeitstag nach dem Verlust. Es ist gut das du es versuchst, aber mach dir keinen Druck wenn es doch nicht gehen sollte.

    Zu dem Zitat oben- Hier im Forum können das sehr viele nachempfinden. Leider holt es uns in kürzester Zeit wieder ein, und man steht wieder vor demselben Berg. Wir entwickeln alle irgendwann Methoden der Verarbeitung, wodurch wir uns immer wieder ein wenig Luft verschaffen können. Vielleicht hast du ja schon etwas für dich gefunden...?!


    Das wünsch ich dir <3

    Isabel

  • Liebe Evaa<3

    jetzt ist ein neuerlicher Tag der Trauer für dich und deinen Sohn fast vorbei ... und ein zweiter Arbeitstag...

    und

    was ich sehr hoffe , das du keine rein körperlichen Herzschmerzen und Atemnot hast?

    Du weisst ja

    es gibt kein "müssen" hier

    aber

    vielleicht hilft dir ein mit-teilen... es ist ja ein mit uns teilen...


    verbindende Grüsse :30:

    deine Sverja



  • Liebe Evaa,


    ich kann bestätigen, dass dieses schlecht Luft bekommen und der Druck auf der Brust von der Trauer kommt.

    Das ist mir genauso gegangen, obwohl ich noch nie in meinem Leben Atemprobleme in irgendeiner Art hatte.

    Es ist die Art wie unser Körper mit uns kommuniziert.

    Deine Beobachtungen der Außenwelt decken sich ebenfalls mit meinen, ich glaube nicht, dass die Menschen das absichtlich machen, es begreift einfach niemand, dass für uns die Welt zusammengebrochen ist, wie denn auch, wenn sie so einen Verlust niemals zu verkraften hatten?

    Deswegen sind Trauergruppen im Leben und auch virtuell so wichtig und trostspendend, weil man da begreift, dass es anderen genauso geht. Für mich war das sehr erleichternd, auch wenn es einem nichts erspart, denn den Weg müssen wir alle alleine gehen, die Unterstützung die wir bekommen und uns meistens selber beschaffen müssen hilft dabei, die schwierigsten Zeiten zu überstehen.

    Ich bin regelmäßig bei einer Energetikerin und beim Shiatsu, beides dient sehr meinem Wohlbefinden und ich gönne es mir, weil ich jede Hilfe die ich bekommen und bezahlen kann annehme, es ist sowieso alles schon schwierig genug.

    Und ich kann dir von meiner Warte aus sagen, es wird besser je mehr Zeit vergeht, zumindestens auf einer oberflächlichen Ebene, die gewähreistet, dass man sein Leben im Griff hat und leben kann ohne ununterbrochen zu glauben, man müsste auf der Stelle vor Kummer sterben.

    Innen drinnen allerdings sieht es anders aus, hier kann ich nur von mir sprechen, wenn ich auch lese und glaube dass es sehr viele andere Trauernde auch betrifft, innen drin geht die Trauer weiter und aus dieser Warte kann ich sagen, dass das zweite Jahr um nichts leichter ist als das Erste, es ist nur einfach anders.

    Ich weiß, das klingt jetzt wenig hoffnungsvoll, aber ich lese dann auch von anderen wie Kornblume, Sverja und mehreren, die nicht hier schreiben, dass der Weg weitergeht und es tatsächlich irgendwann einmal so ist, dass dieser Schmerz und die Leere verschwinden und nur mehr die Dankbarkeit und die Liebe bleibt und dass auch die Sehnsucht erträglich wird.

    Also doch Hoffnung!

    Zwar eine, die ich noch nicht verifizieren kann, aber eine die ich mit mir trage und die mir hilft die schweren Zeiten zu überstehen.