Mein lieber Andreas, die Liebe meines Lebens, ist nicht mehr

  • Lieber Simon,

    Vier wertvolle gemeinsam erlebte Hochzeitstage.

    Das ist besser als nichts, aber es hätten gerne noch mehr sein dürfen. Ich habe viele schöne Erinnerungen. Dafür bin ich auch dankbar, aber es ist trotzdem unerträglich schmerzhaft wenn der geliebte Mann nur noch eine Erinnerung ist. Das Leben ohne Andreas ist nur noch leer, aber da muß ich durch. Bis zum Ende, aber dann kommt das Wiedersehen...


    Liebe Grüße

    Lilifee

  • OHNE DICH


    D u warst und bist das größte Geschenk für mich

    A ber Du mußtest mich viel zu früh verlassen

    N ie habe ich größeren Schmerz gefühlt als nach Deinem Tod

    K ein Abschied war schwerer als der Abschied von Dir

    E s war als ob die Erde aufhört sich zu drehen


    F ür einen Moment stand alles still

    U nd ich konnte es nicht fassen

    E in einziger Mensch fehlt, und die ganze Welt ist leer

    R uhe hast Du nun gefunden


    D eine Zeit war gekommen, meine Liebe konnte Dich nicht halten

    E s ist kein Abschied für immer, denn

    I rgendwann sehen wir uns wieder, aber

    N och muß ich hier aushalten, mein Weg ist noch nicht zu Ende

    Es ist so schwer ohne Dich, doch


    L iebe heißt auch Dich gehen lassen und Dir den Frieden gönnen

    I n einer besseren Welt ohne irdisches Leid

    E iner Welt in der alle Tränen abgewischt werden

    B itterkeit ist ausgelöscht, nur noch

    E wige Freude und Seligkeit


    D u hast Krankheit und Schmerz überwunden

    U nd bist nun im Licht


    F ür eine viel zu kurze Zeit durfte ich das große Glück mit Dir erleben

    E s war so schön Dich neben mir zu haben

    H offnung auf das Wiedersehen mit Dir und viele schöne Erinnerungen an Dich ist das Einzige was mir geblieben ist

    L eere ist ein Teil meines Lebens geworden

    S ehnsucht nach Dir ist ein Teil meines Lebens geworden

    T rauer ist ein Teil meines Lebens geworden


    S ei bitte weiter bei mir auf meinem restlichen Weg

    O HNE DICH


                 

  • Liebe Lilifee. Am Dienstag ist der 2 .Todestag meines Sohnes. Du hast deinen geliebten Mann verloren, mit dem du jeden Tag zusammen warst. Mein Sohn lebte sein eigenes Leben. Aber trotzdem ist das Vermissen groß. Es hat sich auch nicht verändert. Es tut mir vor allem so leid, daß er all seine Träume und Vorhaben nicht mehr erfüllen konnte. Seine schöne Wohnung gibt es nicht mehr. Ich habe seine Schiffsmodelle mitgenommen. Sie stehen bei mir auf einem Schrank und abends mache ich die Lichterkette an und dann ist mir,als wäre er wieder auf hoher See, wo er doch so gern war.So trauern wir alle auf unsere eigene Weise.Ganz Liebe Grüße von Christine.

  • Lieber Dieter, liebes Bettinalein,


    das tut mir leid. Bei mir kullern die Tränen auch nach fast 7 Jahren noch. Nicht mehr so oft wie am Anfang, aber immer wieder mal wenn es einen Anlaß gibt. Oder auch wenn es eigentlich keinen Anlaß gibt. Aber einmal werden unsere Tränen abgewischt.


    Liebe Grüße

    Lilifee

  • Liebe Christine,


    ohne werten zu wollen, letztens habe ich gelesen daß der schlimmste Verlust der von Partnern und Kindern ist. Du hast mit Deinem Sohn natürlich nicht zusammengelebt, aber euer Verhältnis war gut und eng. Silvio hatte ganz bestimmt noch Träume und hätte sie sich auch gerne erfüllt. Bilder von seinen Schiffsmodellen habe ich in Deinem Thread gesehen. Du hast eine schöne Erinnerungsecke eingerichtet, und sehr liebevoll gestaltet. Andreas hatte sich so auf seine Pensionierung und das Leben danach (vor allem ohne Wecker) gefreut. Erleben durfte er beides nicht mehr, und das hat mir auch so leid getan. Aber muß es das wirklich, oder geht es ihnen da wo sie jetzt sind nicht viel besser? Irgendwann wissen wir es, aber bis dahin bleibt uns nichts außer der Trauer. Jeder auf seine Weise. Ich wünsche Dir jetzt schon viel Kraft für Dienstag.


    Liebe Grüße

    Lilifee

  • Liebe Lilifee. Danke für deine lieben Worte.Du wohnst am Wannsee? Habe ich das richtig gelesen? Da war ich früher sehr oft. Silvio hatte sich auch auf seine Rente gefreut. Ich genieße mein Rentenalter nun schon 23 Jahre. Ich träume aber immer noch von der Arbeit. Und dann bin ich beim Aufwachen immer so glücklich, daß ich zu Hause bleiben darf. Ich möchte noch sagen ,daß ich den Todestag meines Sohnes nicht so sehr fürchte. Für mich ist der Verlust all gegenwärtig. Immer gibt es irgendetwas, was mich an ihn erinnert. Und dann habe ich immer so eine Vision,dass er noch lebt.Es wird dann immer unwahrscheinlicher,daß er nicht wiederkommt. Mein Verstand sagt mir etwas Anderes, aber mein Gefühl das Gegenteil .Das ist eigenartig, Das wird auch immer stärker. Ich denke, daß das eine Schutzreaktion ist,weil der Mensch den Verlust nicht wahrhaben will. Und das wiederum macht alles erträglicher. Ich wünsche dir einen schönen Sonntag. Der Herbst naht,es ist am Morgen schon sehr frisch.

  • Liebe Lilifee,

    wunderschöne Worte, die alles sagen. Ich fühle alles. Genauso. Wir warten und werden mit dem Wiedersehen belohnt werden. Daran glaube ich. Bei mir sind es "erst" ein wenig mehr als 3 Jahre. Auch nach 30 Jahren würde sich nichts ändern. Liebe und seelenverwandt für die Ewigkeit. Ich drück dick einfach mal, wenn ich darf. :24:🍀🌻

  • Während ich hier lese und auch ein wenig schreibe läuft im Hintergrund You Tube. Eben habe ich ein Lied gehört, darin heißt es u.a.


    Some bright morning when this life is over, I'll fly away

    When the shadows of this life have gone, I'll fly away

    Oh, how glad and happy when we meet

    Just a few more weary days and then, I'll fly away

    To a land where joys will never end

    When I die, Hallelujah, I'll fly away


    An einem strahlenden Morgen, wenn dieses Leben vorbei ist, werde ich davonfliegen

    Wenn die Schatten dieses Lebens verschwunden sind, werde ich davonfliegen

    Oh, wie froh und glücklich werde ich sein, wenn wir uns wiedersehen

    Nur noch ein paar mühevolle Tage, und dann werde ich davonfliegen

    In ein Land, wo die Freuden niemals enden

    Wenn ich sterbe, Halleluja, werde ich davonfliegen


    Wenn es nur schon so weit wäre ...

  • Liebe Christine,


    nicht ich wohne in Wannsee sondern meine Schwägerin (Schwester von Andreas) mit ihrem Mann. Ich lebe im schönen Taunus. Andreas war Berliner, ist aber Anfang der 80iger hierher gekommen. Er war es leid von der DDR umzingelt zu sein, und es war nicht abzusehen daß die Grenze nur einige Jahre später fällt. Zurück wollte er aber nie mehr. Zu Besuch bei der Familie gerne, aber nicht mehr zum Wohnen. Er wurde zwar mit Spreewasser getauft, aber eine Großstadtpflanze wurde er nicht.


    Ich bin dank Vorruhestand seit 16 Jahren pensioniert und träume nicht von der Arbeit, bin aber auch froh daß ich nicht mehr raus muß. Deine Vision ist schon eigenartig. Vielleicht ist es wirklich eine Schutzreaktion. Das Gehirn ist ja sehr einfallsreich in solchen Dingen. Der Verlust von Andreas ist für mich auch allgegenwärtig, aber wenn sein Todestag bevor steht ist er es noch mehr. Vermutlich liegt das auch daran daß ich ja jedes Jahr eine Gedenkanzeige gestalte und in unserer Tageszeitung aufgebe. Das ist natürlich ein etwas längerer Prozeß, und wenn ich wegen der Gestaltung brüte habe ich das Gefühl Andreas ist ganz nah und gestaltet mit.


    Hier ist es am Tag leider immer noch gut warm, aber die Hoffnung lebt ...


    Liebe Grüße

    Lilifee