Tod meines geliebten Mannes und meine lieben Tochter Nadja

  • Versuche, jeden Tag für sich anzugehen und überfordere dich nicht, wir haben damals auch nur das Nötigste gemacht, mehr Kraft hat man am Anfang auch gar nicht,,

    Liebe Birgit,

    Die Worte von Wolli treffen es genau. Es braucht zum einen sehr viel Zeit und man darf sich nicht überfordern.

    Schritt für Schritt... <3

  • Liebe Birgit!

    Mein aufrichtiges Mitgefühl.Ja es tut sehr weh einen geliebten Mensche zu verlieren und es ist ja gerade erst

    geschehen und man hat es noch gar nicht richtig begriffen .Ich habe es auch nicht geglaubt und wollte es einfach

    nicht und ich dachte,das er zu einer Kur wäre und wieder kommt.Es dauert eine Zeit,bis man es wirklich begreift,

    das es die Wirklichkeit ist.Ich habe auch in jedem Zimmer ein Bild und spreche immer mit meinem Mann,das brauche

    ich einfach und manchmal denke ich immer noch,das er wieder kommt,obwohl ich weiß das es nie mehr so sein wird.

    Ja die Trauer ist wie ein Wellengang,aber sie begleitet uns jeden Tag und sie vergeht nie,aber man lernt eines Tages

    mit ihr zu leben,weil man es muß.Ich wünsche dir ganz viel Kraft und schön das du hier im Forum bist.

    Liebe Grüße Helga

  • Hallo Zusammen ich brauche nochmal euren Rat


    Ich habe ja erzählt das ich bei meinem Mann war ,als er gestorben ist.


    Ich durfte Helmuts letzten zwei Lebenstage bei ihm bleiben und ihm Krankenhaus übernachten.

    Verlassen habe .


    Meine Kinder sagen ich hätte einen schock gehabt ,ich bin eine Halbe stunde nachdem mein geliebter Helmut gestorben

    nach Hause gegangen , bevor ich gegangen bin habe ich noch ein letztes mal über sein Hand und sein Gesicht gestreichelt


    und habe mich für unsere gemeinsame zeit bedankt.


    Ich bin verzweifelt ,ich vermisse ihn schrecklich,

    Habe ich etwas falsch gemacht ,könnt ihr mir Helfen mit euren Erfahrungen


    Vielen Dank im Voraus Birgit

  • Liebe Birgit,

    Ich wüsste nicht was du falsch gemacht haben könntest. Was belastet dich besonders an dem wie der Abschied war? Es ist ganz normal, dass man sich fragt was man hätte besser machen können.

    Mir scheint du hast das Beste getan was du geben konntest <3

  • liebe Birgit<3


    du hast meiner Meinung garnichts falsch gemacht.

    ich bin eine Halbe stunde nachdem mein geliebter Helmut gestorben

    nach Hause gegangen , bevor ich gegangen bin habe ich noch ein letztes mal über sein Hand und sein Gesicht gestreichelt


    und habe mich für unsere gemeinsame zeit bedankt.

    das ist gelebte , geliebte Würdigung von deinem Helmut , die du da zelebriert hast...

    Früher wurden die Toten ja häufig noch von den Angehörigen gewaschen, aufgebarhrt zum Abschied nehmen... und viele sind zum Abschied nehmen gekommen.


    Ja , es ist erst einmal ein Schock , wenn der geliebte , langjährige Lebenspartner oder Ehemann verstierbt für einen , für DICH , liebe Birgit jetzt.

    Es ist für mich völlig liebevoll natürlich , das du das gemacht hast


    sanfte Grüsse<3

    Sverja

  • Liebe Birgit

    Sollange es gedauert hat, habe ich jede Zeit die ich bei meiner Liebe sein durfte genutzt, war immer an seiner Seite. Leider dürfte man bei uns nicht über Nacht im Spital bleiben, und er starb , wo bei uns Corona gerade in vollen Gang war, das heißt auch da hatte ich erhebliche Einschränkungen, leider, grausam war das. Sieben Monate war ich , außer nachts, immer bei ihm. Die letzten 2 Wochen war mir das verwehrt, oft denke ich, vielleicht hat er deshalb aufgegeben, sein Körper.


    Warum ich dir das erzähle, als er starb, an diesen 11. April um 12: 58...musste ich aus den Zimmer, man sagte mir sie müssen ihn herrichten...als ich zurück ins Zimmer kahm... war das nicht mehr er...ich küsste ihn, sagte ihm das ich ihn sehr liebe und ging...die Schwester sah mich verwundert an, ... sie gehen schon...ich konnte nicht...es war unmöglich...der Schock??....ja das auch..irgendwie war das nicht mehr meine Liebe, nur sein Körper, er war da nicht mehr... da fühle ich mich oft jetzt näher...ja ich machte mir auch Gedanken, war das richtig, ...aber ich konnte eben nicht...


    Man macht Dinge zu einen gewissen Zeitpunkt, die man da ja für richtig hält, wissentlich macht man ja nichts falsches, oder.


    Du hast viele Gedanken, die dich beschäftigen, alles normal, ... du bist eben furchtbar traurig.


    Ich finde persönlich nicht das du, oder auch ich, da etwas falsch gemacht haben.


    Sei gedrückt

    Renate

  • Aber nein, du hast alles so gemacht, wie es stimmig ist für dich und ihn.


    Sicher hattest du auch einen Schock, könnte ich mir denken.

    Ich hatte den auch.

    Ich ging immer händeringend auf und ab im Zimmer u nd sagte : ohgottohgottohgottUweUweohgottohgottohgott....


    Was meinen deine Kinder genau?

  • liebe Birgit,


    auch von mir ein liebes willkommen hier in unserem forum und mein beileid für dich.


    ich bin mir absolut sicher, dass dein mann berührungen noch gespürt hat. auch hat er alles wahrgenommen was um ihn herum geschah. er wusste dass du bei ihm bist als er gehen musste....


    ich war ebenfalls bei meinem mann als er starb, blieb wie du oft bei ihm und habe dort im zimmer geschlafen, was ich bis heute dem krankenhaus hoch anrechne....


    mein mann starb am 31.12.2018 - ab dem 30.12. konnte ich ihn nicht mehr berühren weil er furchtbare schmerzen hatte bei berührung, das war für mich schrecklich.... kein streicheln mehr, nichts...... und dann als er gestorben war, endlich, konnte ich ihn wieder anfassen und noch einmal küssen zum abschied.


    du fragst wie man mit dem schweren verlust umgehen kann.... das ist bei jedem unterschiedlich. das einzige was sinn macht ist: jeden tag weiter machen... immer weiter.... eine andere lösung gibt es nicht. jeder tag wird endlos sein und manchmal fällt man in ein so tiefes loch aus schmerz, dass man denkt, da kommt man nie mehr heraus.... aber trotzdem kommt wieder ein tag an dem man ein klein wenig sich erholen kann von der tortur.


    kummer und trauer sind der preis für unsere liebe die wir leben durften, so schlimm es ist, aber niemals wollte ich diese liebe die ich erfahren durfte, missen.....


    alles liebe von Bine

  • Vielen,Vielen Dank ihr lieben ihr helft mir sehr ,ja es ist schrecklich ohne ihn und das er nichts mehr sagen konnte macht es nicht leichter


    ich hoffe sehr das wenn mein Helmut gekonnt hätte er hätte noch etwas zu mir gesagt .


    Das hoffe ich jeden falls


    Ich danke euch und bin froh euch gefunden zu haben .

  • Ich bins nochmal ,Ich gebe euch allen recht ,aber besonders Mausebaer


    Ich wenn ich sehr traurig bin ,so bin ich doch sehr froh meinen Helmut gehabt zu haben und für nichts auf der Welt


    möchte ich auf die liebe meines Lebens verzichten ,er war mein erster Mann und soll auch mein Letzter Sein

    denn so einen finde ich nie wieder ,viel ich auch nicht


    Ich hoffe nur das mein geliebter Ehemann mit dem ich ja 40 Jahre verheiratet was stolz auf mich ist. Wie ich jetzt klar komme


    Nun das ich nicht um ihn weinen kann ,finde ich sehr schade.


    Vielen Dank noch mal ihn Lieben gute Nacht bis morgen

  • Liebe Birgit!

    Du hast alles richtig gemacht und das hat dein Mann auch gespürt,das du zum Schluß noch bei ihm warst.

    Du kannst auch stolz sein auf deinen Mann ,das du so ein Glück hattest dein Leben mit ihm zu teilen.

    Und er wird auch immer deine große Liebe bleiben,so ein Glück gibt es nur einmal,aber die

    Erinnerungen an die vergangenen schönen Tage,kann dir keiner nehmen.Ich hätte auch gerne meinem

    Mann zum Schluß nochmal geküßt ,er ist am 24,12,2018 verstorben,aber der Arzt hat mir davon abgeraten und gesagt,das ich ihn

    nicht wieder erkennen würde und da habe ich ihn in Erinnerung behalten,wie er einige Strunden

    vorher noch mit mir auf dem Sofa saß ,Ja es war eine sehr schöne Zeit.Aber schön,das du jetzt

    hier im Forum bist.Liebe Grüße Helga

  • liebe Birgit,


    bitte entschuldige, wenn ich vielleicht überlesen habe, dass du nicht weinen kannst? dazu möchte ich dir sagen - manche menschen haben vor lauter kummer keine tränen.... und niemand braucht deswegen schuldgefühle zu haben. weinen oder nicht- das einzige was zählt ist, was dein herz dir sagt.


    auch da kann ich dir wieder schreiben, wie es mir erging. ich habe keine ahnung wie lange ich noch bei meinem mann im zimmer war. anruf beim bestatter, all seine taschen packen, ausmisten was ich niemals mehr hätte anrühren können aus herzschmerz, ach, halt all diese dinge.


    dann kam der zeitpunkt an dem ich klar und direkt nach hause fahren musste. ich MUSSTE einfach nur weg.... ich hatte bis dahin keine einzige träne vergossen..... nur fast einmal, als ich ihn nochmal küsste und ihm sagte, mein schatz, du hast es überstanden, du musst dich jetzt nicht mehr quälen...


    ich stand ganz klar unter schock. das weiss ich heute....


    als ich nach hause fuhr, ja da kam alles heraus. ich weinte und schrie 1 1/2 stunden lang während der ganzen fahrt. so sehr, dass ich fast die straße nicht mehr sehen konnte und mir selbst sagte, bine hör jetzt auf sonst kommst du niemals nach hause.


    zu diesem zeitpunkt hatte ich noch keine ambitionen ihm hinterher folgen zu wollen, weil alles was mir zählte war, ihm einen würdigen abschied zu bereiten, trauerfeier, beerdigung. ich funktionierte im grunde wie ein roboter.


    nachmittags noch zum bestatter, alles was er sagte landete in einem großen schwarzen loch in meinem gehirn.....


    nachts (31.12.)war ich bei den nachbarn, auf der straße, wir haben zu rogers ehren eine rakete abgeschossen..... noch war ich taub und wie unter wasser... konnte NICHTS begreifen.....


    der schmerz war so stark dass ich mich kaum noch rühren konnte. ich denke heute manchmal der vergleich "erstarrt zur salzsäule" war in diesem moment der richtige ausdruck....


    erst nach und nach kamen die tränen.... und dann mit solcher wucht, dass ich manchmal das gefühl hatte mich aufzulösen....


    jedenfalls liebe Birgit, alles hat seine zeit..... nimm deine gefühle wie sie kommen, das ist er einzige weg....


    lieber gruß von Bine

  • Danke Mausebaer


    Ich kann dich gut verstehen ,morgen ist mein Helmut 1 Monat tot ,es ist so schrecklich ,wir wussten beide das

    Helmut sehr krank ist ,und dann kamen ja noch die Tumore die ihn starke schmerzen bereitet haben .

    Helmut war eigentlich trotz seiner Krankheit sehr Lebensfroh und er wollte auch mit mir zusammen bleiben ,

    aber er hat immer gesagt wenn ich ins Krankhaus gehe komme ich nicht wieder. Leider hatte er recht und ich vermisse

    Nähe ,einfach alles an ihn ,auch wenn die letzten Monate manchmal Anstrengend waren ,so würde ich es wieder tun .

    Das Helmut sowie dein Mann nicht zurück kommt ist schrecklich ,am schlimmsten ist es Abends ,da drehe ich fast durch ,aber ich muss lerne ohne ihn zu leben ,wie keine Ahnung und eigentlich will ich das auch nicht.......


    Heute Vormittag habe ich sein Grab neu gemacht ,die Kränze waren von Regen so unansehnlich geworden das ich es schlimm fand.

    Nun habe ich es neu gemacht ,ich hoffe es gefällt ihm .Er kann es mir ja leider nicht mehr sagen


    Vor einer haben Stunde konnte ich ein wenig um meine große liebe weinen ........

  • liebe Birgit,


    siehst du? die tränen kommen wenn sie es wollen. sie kommen wenn deine seele bis oben hin aufgefüllt ist mit ihnen und beginnen möchte, den kummer auszuspülen.....


    das tränenfass wird leider immer wieder von neuem gefüllt. scheinbar endlos....


    mir selbst hilft das wissen darum, dass mein mann noch DA ist.... ich glaube an das weiterleben der seele, für mich gibt es da kein wenn und aber, es ist so wie es ist.


    all dieses wissen kann mir aber leider nicht die sehnsucht und das fehlen seiner körperlichkeit ersetzen. mir fehlt einfach alles, was ihn ausmachte....


    vielleicht hast du ja ein besonderes bild von deinem mann? ich weiss nicht, welchen glauben du hast, aber du könntest mit diesem bild reden, abends im bett, deinem mann von deinem tag erzählen. ihm sogar fragen stellen, einfach nur um dein herz ein wenig zu erleichtern?


    oder ein kleines tagebuch schreiben, an ihn gerichtet?


    lieber gruß von Bine

  • Hallo Mausebaer

    Ich rede über all mit ihm , An seinen Grab n an seine Bilder oder Abends in Bett


    Glaubt ihr daran das unsere Lieben im Himmel sitzen uns zuschauen ,oder gar hören .


    Ich bin Evangelisch und hoffe einfach das mein Mann von oben auf mich achtet und immer weis was los ist ,er kann sich halt nicht äußern,

    was ich sehr doof finde .meine Tochter hat mir eine Wolldecke und ein Kissen geschenkt auf dem mein Mann drauf ist .


    Das ist zwar sehr schön ,aber heute ist ein doofer Tag heute vor vier Wochen ist mein Helmut gestorben und es fällt mir sehr schwer durch den tag zu kommen zumal ich Wochenende nicht mag . Manchmal möchte ich einfach aufgeben

  • Liebe Birgit,

    es ist gut, dass Du weinen kannst, lass alles raus. Unsere Trauer ist Ausdruck unserer Liebe. Vermissen werden wir unsere Liebsten, solange wir leben.

    Aber in dieser Zeit des Alleinseins wachsen wir auf eine andere Weise, als wir es kennen, mit Ihnen immer mehr zusammen.

    Tröstende Grüße

    Sommermond