Ich konnte ihn mehrmals retten, am Montag nicht mehr.

  • Nun ist es passiert. Das Schrecklichste was ich mir vorstellen kann. Mein Seelenmann ist innerhalb weniger Stunden gestorben. Überraschend und plötzlich. Völlig unerwartet. Vor 3 Tagen ist das passiert. Und ich kann es nicht fassen. Nicht begreifen. Es tut unendlich weh und meine Welt ist zusammen gebrochen. Gern wäre ich mit gegangen. Egal wohin.

    Aber WIR haben 4 Hunde. Die dürfen nicht allein auf der Lebend-Welt bleiben.

  • Liebe Heidemarie,

    Dein Verlust tut mir sehr leid. Dein User Name mit dem Bild hat mich sehr berührt. Dein Verlust ist erst so kurze Zeit her, und bestimmt stehst du noch unter Schock. Magst du etwas erzählen? Zu dir, zu euch? deiner Geschichte?

    Das Schreiben hilft oft sehr zu verarbeiten, sich ein wenig zu ordnen und auch der austausch kann sehr heilsam sein.


    Komm erstmal in Ruhe an. Du findest hier immer ein offenes Ohr <3

    Isabel

  • Liebe RalfsHeidemarie,

    das ist schrecklich, wenn du willst und kannst dann schreib darüber . Hier hast du einen Platz wo dir viele zuhören und ofen sind für deine Trauer. Ich drücke dich ganz liebe.

    :24:Waltraud

  • Tag Nr. 4 und Nacht Nr. 4 habe ich überstanden. Ich bin nicht in unserem Zuhause sondern zu meiner Schwester geflüchtet. Da ist die Erinnerung in mir und das Entsetzen brennt in mir und wird nicht durch das Umfeld ausgelöst. Alleine in UNSEREM Zuhause zu sein, ohne ihn ist für mich nicht ertragbar. Ich habe Angst davor zurück zu kehren. Hier wo mich nichts Äußeres an ihn erinnert habe ich in der 2. Nacht beim Wachliegen den Eindruck gehabt ihn zu spüren. Und in der 3. Nacht, halb wach habe ich es sehr deutlich wahrgenommen. In meinem Herzen floßen die Gedanken und es fühlte sich an wie Reden mit ihm. Er ließ eine Wolke Zärtlichkeit auf mich nieder und zeigte mir, daß meine schmerzhaft gefalteten Hände nicht nur meine Hände sind. Eine Hand ist seine und eine Hand ist meine. Und wenn ich die Hände zusammen falte er bei mir ist. Das war ein sehr schönes Geschenk meiner aufgewühlten Phantasie. Deshalb habe ich diese Hände als Avatar gewählt. Sie sind als ein Hand in Hand Zeichen gemeint nicht als beten. Aber sie sind aus verzweifelte Beten entstanden.

  • Die Geschichte unseres WIR.

    WIR sind seit 6 Jahren zusammen. (2014) Kannten uns aber bereits einige Jahre vorher. Unsere Rollen veränderten sich im Laufe der Zeit. Zuerst war ich in der Rolle einer Vorgesetzten und Therapeutin. Er in der Rolle eines Klienten. Da war es gegenseitige Sympathie. Dann kam eine mehrjährige Pause. Und 2013 eine neue Therapie für ihn. ( Alkohol ) Wieder die gehabten Rollen. Und gegenseitige Sympathie in Räumlichkeiten und Umfeld, die mehr Nähe zuließen. Nach dem Ende seiner Therapie ergaben sich Treffen indem er mir renovierungstechnisch geholfen hat nachdem meine Mutter gestorben war. Damals rettete ich ihn das erste Mal. Und er mich. Wir verstanden uns sehr gut. Es wurde ein Du. Und es entstand eine Freundschaft, die sich eher wie Bruder und Schwester anfühlte. Nach 5 Monaten änderte sich unsere Beziehung in Liebe. Seit Dez. 2014 ist das so geblieben. Es gab schwierige Zeiten, die mit seiner Suchterkrankung zusammen hingen. Und ich bin auch nicht gerade einfach. Es bedurfte viel Geduld und Toleranz. Er konnte den Alkohol nicht aufgeben. Aber wir hatten beide unseren Seelenmenschen gefunden. Und wir schafften uns zu meinem 1. Hund noch 3 weitere Hunde an. Ich ging in Rente Januar 2020. Und kurz danach

    stellte der Arzt mit einem Zufallsbefund Lungenkrebs bei ihm fest. Er weigerte sich daß anzunehmen. Weigerte sich ins Krankenhaus zu gehen. Dann ging er und floh nach wenigen Stunden wieder. Einige sehr aufregende und zermürbende Geschehnisse mußten ausgehalten werden. Ich rettete ihn erneut. Und Endlich im Sommer konnte er die Behandlung akzeptieren. Für mich, sagte er. Und meinte er. Mehrere Wochen Chemo. Danach die Operation. Die OP war Ende September. Danach hat er sich gut erholt und wir hatten eine harmonische Zeit. Er wurde schwächer. Hatte keinen Appetit. Wollte nur im dunklen Zimmer liegen. Ging nicht mehr mit spazieren. Als er zur nachträglichen Chemo ging letzte Woche ging es ihm nicht gut. Freitag Chemo. Samstag nach Hause. Wir waren sehr froh wieder beieinander zu sein. Liefen Hand in Hand. Q,

  • Ausversehen abgeschickt eben.

    Am vergangenen Sonntag lag er nur und wollte seine Ruhe haben. Im Dunklen. Aß nichts. Am Montag bat ich ihn ins Krankenhaus zu gehen. Er weigerte sich. Ich habe den Rettungswagen gerufen und schon zu Hause im Flur ging er das erste Mal. Die Sanitäter konnten ihn zurück holen. Dann war er weg. Vom Krankenhaus aus rief 2 mal eine Ärztin an und stellten fragen. Beim 1. Anruf gab es Entwarung. Er konnte sich wieder bewegen. Konnte wieder sprechen. Beim 2. Anruf fragten sie nach einer Patientenverfügung. Hat er nicht. Beim 3. Anruf hatten sie nach 40 Min Reanimation aufgegeben. Das ist jetzt 4 Tage her. Und ich habe nur noch Kontakt in meiner Phantasie

  • liebe raphlsHeidemarie

    Dein furchtbarer Schicksalsschlag ist fast identisch mit meinem

    Vor 10 Tagen gestorben ziemlich gleicher Krankheitsverlauf (lungenkrebs)und am 18.11 plötzlich verstorben

    Ich fühle so sehr mit dir und das ich dir das wünsche was diese Liebe Gruppe mir auch gewünscht hat brauche ich nicht wiederholen

    Gruss und stille Umarmung

    Helen

  • Ich denke du bist noch im Schockzustand. Das muss ja jetzt erst von deinem Geist und von deinem Körper verstanden werden was da passiert ist. Wenn du möchtest schreib dir alles von der Seele wir hören dir zu. Eine ganz liebe Umarmung. Waltraud

  • Ja, ich bin in einem Schockzustand. Ich wäre so gerne mit ihm gegangen. Nicht daß ich tot sein möchte....... aber ich möchte da sein, wo er ist.

    Ich habe nicht gewußt, daß er bald nicht mehr bei mir ist. Ich habe nicht damit gerechnet. Die OP war doch gut verlaufen. Die Chemo sollte doch nur noch auf Nr. SICHER ablaufen. Der Krebs war doch weggeschnitten. Und ich habe mich auf die Zukunft gefreut. Und dann dieser septische Schock.

    Erst konnte er die Beine nicht mehr bewegen. Als der Rettungswagen kam sagte er zu mir "Ich kann nicht mehr sprechen". Das war das letzte was ich von ihm gehört habe. Ganz leise. Und ich habe seine tiefe und laute Stimme so gemocht. Durch die offen stehende Tür des Rettungswagen habe ich gesehen, wie er seine Hand bewegt hat. In dem Moment war es für mich ein Zeichen, daß er wieder da war. Der Arzt sagte dann, er wäre da aber könne nicht sprechen.

    Jetzt im Nachhinein war diese Handbewegung das letzte Lebendige was ich von ihm gesehen habe. Er wußte es ja auch nicht.

    Für mich ist es jetzt ein Winken geworden. Ein zufälliges letztes Winken.


    Daß ich es nicht begreifen kann, daß jemand einfach so weg sein kann, versteht Ihr bestimmt, die Ihr Ähnliches erlebt habt. Ich habe ihn angefasst, als ich ihn tot auf dem Bett liegen sah, 3 Stunden später im Krankenhaus. Ich habe ihn gestreichelt. Ich habe so viel Zärtlichkeit empfunden. Ich wollte ihn auf Händen tragen. Er war noch warm. Ich konnte ihn anfassen aber es trotzdem nicht begreifen. Obwohl begreifen ja irgendwie dasselbe ist wie anfassen.

    Es ist doch merkwürdig, daß Eure Geschichten das alles für mich ein klein wenig erträglicher machen. Meine Schwester fragte, ob es nicht belastend ist auch noch die traurigen Lebensläufe anderer mitzukriegen.

    Es tut so weh, daß es gar keinen Raum mehr gibt für noch mehr.

    Ich bin jedenfalls sehr, sehr, sehr froh dieses Forum gefunden zu haben. Und es tut mir gut mit Menschen zu kommunizieren, die verstehen, die wissen wie es sich anfühlt so verloren und endgültig ohne den Seelenmenschen zurückbleiben zu müssen.


    Danke an Alle, die mitlesen, die Aufmunterung und Kraft schicken.

    RalfsHeidemarie

  • hallo ralfsHeidemarie

    Du sprichst mir aus der Seele und wir werden aus diesem Schockzustand welcher noch anhält auftauchen und dann kommt erst das furchtbare endlos währende niemals wieder.

    Mein schatz ist in Erwartung auf seine 3.chemo am Samstag wieder von mir ins kh gebracht worden (,war schon Samstag davor nach Hause gebracht worden) von seiner 2.chemo die ganze Woche war zufriedenstellend und Samstag verschlechterte sich sein Zustand mit der Luft so dass ich Angst bekam. Der Arzt im KH sagte nur könnte eventuell ein infekt sein. 3 tage später war er Tod. Hab mich aufgeregt warum ich nicht verständigt wurde wenn es so kritisch ist damit ich bei ihm hätte sein können. Der Oberarzt versicherte mir mehrmals hätte nie akute Lebensgefahr bestanden .außerdem sprach ich noch mit Jürgen am Abend und er klang absolut ok und sagte dass er nächsten Tag für eine mrt und Blutabnahme vorgesehen ist. In den frühen Morgenstunden war er tot

    Multiples organversagen. Darum für mich keine wirkliche Akzeptanz vom Gefühl her da.

    Die Sonne ist erloschen für mich gehe neben mir und warte bis ich daraus erwache.

    Für dich jedes verstehen und Mitgefühl

    Jetzt kommt die quälende lange

    Gruss helen

  • Oh Helen 18,

    Unsere Schicksale haben ja wirklich sehr viel Ähnlichkeit. Und nun liegen wir da um 23:20 Uhr. Leer und voll zugleich. Ohne Hoffnung und voller Schmerz. Diese Endgültigkeit macht mich wahnsinnig. Wie soll ich das aushalten? Wenn ich an ihn denke wünsche ich mir für heute Nacht ein Treffen. Und Dir wünsche ich auch ein Treffen im Geiste. Ich überlege was er sagen, denken und fühlen würde - könnte er dort hinterm Regenbogen reden, denken, fühlen. Es würde ihn sehr traurig machen mich so leiden und weinen zu sehen. Aber er hat es nicht mehr geschafft zu bleiben. Auch wenn er es für mich wollte. Es war alles zu viel, er wollte nur noch Ruhe und Rückzug. Es ging ihm gar nicht gut. Und nun, nach dem Weg über den Fluß hat er keine Angst mehr. Keine Schmerzen. Keine Hilflosigkeit, Schwäche und Ausgeliefert sein. Es geht ihm gut. Endlich mal. Endlich mal wieder.

    Ich kann verstehen, daß er keine Kraft mehr hatte zu bleiben. Er wird hoffen, daß ich ihm nicht böse bin obwohl es mir jetzt sehr schlecht geht. Ohne ihn. Würden sich unsere Beiden treffen könnten sie darüber beraten wie sie es uns leichter machen könnten. Vielleicht senden sie uns Träume und Liebe. Zärtlichkeit und Zuversicht, daß sie irgendwo noch sind und uns beschützen. Vielleicht machen sie uns klar, daß wir noch nicht dran sind. Das sie nur eher gegangen sind. Wir haben noch Aufgaben. Für uns selbst, für Andere. Und sie übermitteln uns, daß wir keine Angst zu haben brauchen. Sie sind da wenn wir kommen. Sie möchten getragen werden in unseren Herzen. Sie möchten mit uns kommunizieren und uns zur Seite stehen. Sie trauen uns zu weiter zu leben ohne zu zerbrechen.

    Ich bilde mir ein oder versuche es so zu fühlen, wenn ich meine Hände falte, daß wir Hand in Hand sind. Eine Hand ist seine, eine Hand meine.

    Ich hoffe auf eine gute Nacht. Und sollte ich wach liegen, bitte Ralf besuche mich. Und sag dem Jürgen er kann seine Helen

  • Liebe RalfsHeidemarie,


    mein tiefes Mitgefühl zum Tod deines Mannes.

    Das Furchtbarste ist geschehen, es ist unaussprechlich und es ist nicht zu verstehen.

    Die Trauer eint uns und du wirst hier im Forum Menschen finden, die dich bis ins Innerste verstehen können, so wie ich.

    Ich kann dir nicht helfen und auch keinen Trost spenden, aber ich höre dir gerne zu und es ist gut, dass du hierher gefunden hast, denn das Forum schenkt uns die Kraft weiterzumachen, wenn alle anderen Hilfsmittel versagen.

    Ich wünsche dir viel Kraft und alles Gute für die kommende schwere Zeit.

    Alles Liebe Gabi

  • liebe Heidemarie,


    mein tiefstes mitgefühl zu deinem verlust.... dein herz ist am zerbrechen und du siehst keinen horizont mehr am himmel.... wir verstehen hier wie es dir geht und wie schrecklich du dich fühlst.....


    alles liebe von Bine

  • Vielen Dank für Eure Reaktion. Seit mein Ralf nicht mehr ist, was für mich völlig unvorstellbar war und ist, steht mein Leben auf dem Kopf. 🙃 Nichts ist mehr normal, nichts ist mehr so wie vorher. Diese Verletzlichkeit des Menschen oder auch anderer Lebewesen, so nah am Tod. So nah am leblos sein. Wird mir jetzt erst wirklich bewußt. Ich hatte Angst um Ihn. Ich hatte Sorge um ihn. Ich habe ihn angeschrien er möge ins Krankenhaus gehen. Aus Sorge. Aber wie schnell es dann ging, daß sein Leben zu Ende war. Ich war nicht darauf vorbereitet. Worauf bezog sich meine Angst und Sorge? Warum habe ich so geweint und geschrien? Warum habe ich ihn so traktiert sich in Behandlung zu begeben. Damit er zum ..... zigsten mal gerettet wird. Und dann diese Erkenntnis. Keine Rettung. Kein Weiterleben. Keine Hoffnung. Dann saß ich da weinend und schluchzend an seinem Bett. Er war tot. Er war es wirklich. Aber er bewegte sich nicht mehr. Das zu verstehen überforderte meinen Geist. Ich wollte am liebsten einfach neben ihm liegen. Genauso tot wie er. Ich ohne ihn, er ohne mich. Unvorstellbar. Wie ferngesteuert bewegte ich mich durch diese unvorstellbare Realität. Das ist jetzt 5 Tage her. 5 Tage und 3 Stunden, daß ich ihn da tot liegen sah. Mein allerliebster Ralf. Mein EIN UND ALLES. Mein Held. Mein Gefährte. Mein Beschützer. Mein Mitmirlebender. Mein Beimirlebender. Mein Schatz.

    Erst mit 60 Jahren hat sich diese Liebesgeschichte für mich ergeben. Eigentlich habe ich als Zwilling (eineiig ) mein Leben lang nach einem Seelenmenschen gesucht. Ich war sehr lange Single. Hatte es aufgegeben noch einmal eine Liebe zu finden. Hatte mich daran gewöhnt alleine Urlaub zu machen. Sogar Kreuzfahrten habe ich alleine gemacht. Und dann diese Verbindung zu Ralf. Wir konnten gemeinsam lachen. Wir hatten einen ähnlichen Humor. Wir respektierten uns und unsere gegenseitige Wertschätzung trug uns ganz langsam näher zueinander. Er hatte auf meine Hündin aufgepasst und mein Haus bewacht während ich 10 Tage auf Kreuzfahrt war. Als ich zurück kam hatte er Tränen in den Augen. Es fiel ihm schwer vor lauter Freude nicht los zu weinen. Und seine starke Emotionalität riss bei mir die Schranken runter. Und von da an waren wir ein Herz und eine Seele. Ich hatte mich in diesen 6 Jahren daran gewöhnt EINS mit ihm zu sein. Diese Zeit war nicht immer einfach. Im Gegenteil. Aber wir wußten beide, daß uns nichts auseinander bringt. NICHTS.

    ICH BIN DANKBAR für diese 6 Jahre und für unsere tiefe und sichere Zusammengehörigkeit. Selbst wenn wir gestritten haben wußte jeder von uns, daß wir zusammen gehören. Das war das erste Mal in meinem Leben, daß ich eine Beziehung hatte in der ich nicht Angst hatte verlassen zu werden.

    Das Verlassen werden durch den Tod - also unfreiwillig - fühlt sich sehr anders an. Ich möchte mit ihm zusammen sein und weiß, daß er es auch möchte. Nur nicht mehr kann. Und das fühlt sich an wie große Nähe.

  • liebe heidemarie,

    dein schmerz, dein schock ist riesengroß, es wird dauern bis du das alles realisierst.

    dein verlust tut mir sehr leid, ich spüre, wie du leidest. gib dir bei allem viel zeit

    und achte auch ein wenig auf dich.

    wie gut, dass du bei deiner schwester sein kannst, sie wird dich unterstützen.

    liebe grüße

    flora

  • Bei dir waren es 6 Jahre, bei mir waren es 32 ...

    Du fandest deine LIebe mit 60, ich habe in diesem Alter meine Liebe verloren.

    Ich bin auch Zwilling und Hannes war mehr als die Hälfte meines Lebens an meiner Seite.

    Er war meine zweite Hälfte.

    Anders als dein Mann ist er gesund und ganz plötzlich bei einem Flugzeugabsturz gestorben.

    Er war 76, mein Vater ging im Jahr davor mit 93, meine Mutter ist schon seit dem Jahr 2000 tot und mehr Familie gibt es nicht.

    Diese drei Personen waren meine lebenslangen Begleiter.

    Dass meine Eltern starben habe ich in angemessener Trauer gut verkraften können, denn ihr Lebensweg war eindeutig zu Ende und ich habe beide bis in den Tod begleiten können.

    Ich dachte ich könne mit Trauer umgehen.

    Aber nichts, wirklich gar nichts hat mich auf den 14. Juni 2018 vorbereitet.

    Seitdem ist mein Leben zu Ende und ich bin furchtbar enttäuscht, dass mich meine LIeben nicht mitgehen haben lassen.


    Die zweieinhalb Jahre nach Hannes Tod haben mich sehr verändert.

    Ich kann inzwischen mit der Trauer umgehen, es ist nicht besser geworden, aber besser auszuhalten.

    Am Anfang ist es fast nicht auszuhalten.

    Dannn, nach einer gewissen Zeit begreift man, was wirklich geschehen ist. Dass die Person, die man am Liebsten hatte nicht mehr da ist und nie mehr wiederkommen wird.

    Es ist nach wie vor fast nicht auszuhalten, aber merkwürdigerweise geht das Leben einfach weiter, obwohl man den Eindruck hat die Zeit steht still.

    Und allmählich, ganz langsam fängt man an sich an den Zustand, den ich vermeide "Leben" zu nennen, zu gewöhnen.

    Die Unruhe lässt nach, bei mir war es nach ca. 2 Jahren soweit.


    Das ist mal grob umrissen, mein Werdegang und ich denke, bei dir wird es ähnlich sein.

    Es gibt nichts zu beschönigen, du steckst, genau wie ich und alle andern hier, in einer sehr schlimmen Lage.

    Immerhin können wir genau nachvollziehen, wie du dich fühlst, weil wir dasselbe fühlen.

    Du wirst sehen, das Schreiben im Forum ist sehr erleichternd.


    Ich schicke dir eine tröstende Umarmung, alles Liebe Gabi