und plötzlich blieb die Welt stehen

  • Ja liebe Sommermond,


    ja, jeder ist so wie das Leben ihn gemacht hat.

    Manche wissen vor Angst nicht wie ihre Stimme klingt....

    und andere wiederum sind so stolz über sich zu reden, das es ihnen egal ist was sie sagen....

    für die ersten ist es ein Erfolg zu unserer Sitzung zu gehen...

    für die zweiten... die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen...

    Für beide ein großer Schritt..


    In gewissen Ansätzen haben wir beides durch........


    und nun müssen wir weiter....


    LG

    :24:

  • Ja, liebe Rienchen, traurig und hier, machtlos und sprachlos... :( manchmal zumindest.


    Es hat sich einiges getan bei mir... sehr viel Gutes... und auch viel weniger Gutes...

    Nun steht die Neuordnung des Lebens an. Ein.... ohweh... schwieriges Unterfangen.


    Ich bin froh, dass es mir im Job gut geht, der ist grad mein Rettungsanker. Ist ja auch wirklich nett, wenn der Chef feststellt: "Mir fehlt dein Lächeln." Mir auch, denke ich mir... bis ich es wiederfinde....


    Wird schon werden, Geduld ist ein wertvolles Gut, das ich nicht besitze.....


    :24::24::24:

  • was meint ihr?

    Liebe Rienchen!


    Sehr oft haben du und ich schon festgestellt, dass wir durch diesen Verlust nicht mehr die gleichen sind. Ich war mit meinem Partner nicht so lange zusammen und bin daher der irrigen Annahme erlegen, ich könnte nun wieder in mein Leben vor ihm zurückkehren. Ein Irrtum. Ich bin nicht mehr die, die ich vor ihm war. Ich kann in dieses Leben nicht zurückkehren. Ich muss mir ein neues suchen.


    Es geht also weiter, befürchte ich, als nur einen Platz für sich zu finden. Es geht um das ganze Leben, das neu eingerichtet gehört, einschließlich eines Platzes für uns mit den Auswirkungen dieser Erfahrung....


    Schulter? Hand? Taschentuch? Ohr? Alles für dich bereit :33::24::30:

    Puzzle

  • Liebes Rienchen,


    Fühl Dich mal gedrückt :30:.


    Ich kann dazu eigentlich nicht soviel sagen ,hmm.


    Selbstwertgefühl hat mir mein Mann gegeben und das ist noch in mir , davon habe ich nämlich auch nicht viel. Er war derjenige, der mich zu dem gemacht hat, wie ich heute bin. Mit ihm hatte ich ein anderes Leben als vorher und das vorher, war nicht so toll.



    Er hat mir gezeigt , wie wertvoll ich bin und das trage ich in mir, das gibt mir Kraft.


    Er hat mich so genommen ,wie ich bin , mit all meinen Macken und Verletzungen die ich in meinen Leben schon erlitten habe.


    Ich wünsche mir so sehr ,das auch du siehst, die Trauer wird bleiben, aber sie wird ein Teil von uns ,der uns verändert, ja, aber nicht im negativen Sinn.


    Das wir unseren Weg gehen können, mit hoch erhobenen Kopf!




    Du schaffst das , bin ich mir ganz sicher, schau dir die Schritte an, die du schon gemacht hast.



    Und es ist ja auch nicht verkehrt aus der Trauer, als jemand anderes hervor zu gehen, mit Narben auf der Seele, aber mit neuer Kraft. Lg Evi :30:

  • Liebe Rienchen,


    ja manchmal ist wirklich alles Sch...


    Ich wünsche Dir ein wenig Hoffnung und Kraft und die Zuversicht, daß am Ende alles gut werden kann, auch wenn unsere Vorstellungskraft das nicht so oft denkbar sein lässt.


    Verstehende Grüße


    Sommermond

  • Verstehe ich ! Bei mir ist auch nicht jeder Tag Glückseligkeit.


    Aber ich habe mir, für mich gesagt , ich will nicht vor die Hunde gehen , wenn ich das so ausdrücken darf und das hätte mein Mann auch nicht gewollt. Die Seelsorger usw , sagen immer , es gibt so viele Menschen die solch eine liebe nicht erfahren , das ist ein Geschenk und das kann uns niemand nehmen , die Erinnerungen nicht und auch die Liebe nicht.



    Unser Leben wird nie mehr so wie vorher sein und das will ich akzeptieren, mein Leben, mit ihm in meinen ❤. Die Schritte gehen vorwärts und rückwärts.


    Mein Schwager liegt im Sterben, der Mann meiner Schwester. Sie tut mir so unendlich leid, sie hat mich so unterstützt aus der Ferne ,so wie meine ganze Familie .


    Und jetzt muss ihr Mann auch gehen , Diagnose vor 12 Wochen, Leberkrebs im Endstadium, dass zieht mich auch wieder mit runter , 40 Jahre kenne ich ihn.


    Ich weiss auch nicht, woher ich die Kraft nehme .

    Dann sage ich mir immer, ändern kann ich es nicht, was soll man tun ?


    Ach Rienchen, ich verstehe Dich so gut , aber wir werden das schaffen, wie sagt man so schön " der Glaube versetzt Berge "



    Ich drück Dich aus der Ferne :30:

  • Liebe Rienchen,


    danke für diese wunderschöne Schilderung von Eurem kleinen Liebling, die fast wie ein Märchen klingt. Ein Lebewesen, daß vorbehaltlos allen Menschen zugetan war, Hunde sind doch die besseren Menschen.


    Liebe Grüße

    Sommermond

  • Liebe Rienchen,


    so eine schöne Geschichte von eurem Hund :24:...


    und deine Gedanken zum Thema..."Wo ist mein Platz? Wie baue ich mir ein neues Leben auf?"


    Diese Gedanken beinhalten für mich, dass du eigentlich dafür bereit bist, dir ein neues Leben aufzubauen....irgendwann.....


    Vielleicht brauchen wir noch sehr viel Zeit um überhaupt zu verstehen und irgendwann anzunehmen, was passiert ist....


    Habe momentan viele Tage , die wirklich Sch.... sind.....Hochzeitstag, Weihnachten, Geburtstag

    :33:


    Ich brauche viel Geduld mit mir selbst.....

    Vielleicht entwickeln sich die Dinge so nach und nach von selber und wir nehmen sie kaum wahr, weil der Weg so lang ist und unser Schritt so langsam?

    Aber wir gehen weiter....und hier können wir uns gegenseitig unterstützen :24:


    Liebe Grüße :24:

  • Du has recht....

    Erst wenn es gut ist endet eine Geschichte....

    Hatte es fast vergessen.... :24:

    Deshalb sind wir füreinander da: damit wir uns auf diesem langen, beschwerlichen Weg nicht verlaufen, nicht irgendwann erschöpft aufgeben oder das Ziel aus den Augen verlieren….
    :24::24: