Ich vermisse meinen Ehemann

  • Helmut und ich sind jedes Jahr mindestens einmal zu einem Musical oder Kabarett gefahren. Heute vor einem Jahr waren wir bei Johann König.

    Es war so ein schönes Wochenende, trotzdem weine ich schon seit Stunden. Es wird mir immer bewusster, dass wir solche gemeinsamen Erlebnisse nie wieder haben werden. Es tut so weh, Abend für Abend allein zu sein. Helmut fehlt mir so sehr.

    Das Haus mit dem großen Grundstück - es wächst mir alles über den Kopf.

    Tagsüber muss ich für Schwiegermutter die Starke spielen, abends bin ich ein Häufchen Elend. Ich weiß nicht, wie lange ich das noch aushalte.

  • Liebe Manuela, Du hast in meinem Briefwohnzimmer geschrieben, daß Du Dich freuen würdest, wenn ich mit meinem Wohnmobil auch mal bei Dir vor der Tür Halt machen würde. Das tue ich sehr gerne. In welchem Land lebst Du denn? Und in welchem Bundesland? Genaue Adressen schreiben wir hier ja nicht rein. Das können wir dann machen, wenn es soweit ist. In Kommunikation. Aber ein Bundesland könnte man ja nennen. Ich bin aus NRW in D.

    Allerdings, bitte ich zu bedenken, daß ich mit meinen Hunden unterwegs sein werde. Aber die müssen ja nicht bei Dir mit ins Haus kommen. Wir haben dann ja unser eigenes Haus dabei.


    Hast Du beruflich mit Menschen zu tun oder mit Computern?

    Ich kann mir im Moment nicht vorstellen arbeiten gehen zu müssen. Ich werde jetzt im Mai 67 Jahre alt und habe meine Rente ja erreicht. Nun sitze ich in dieser blöden Corona Zeit die meiste Zeit alleine zu Hause, gehe alleine mit den Hunden spazieren, gehe alleine einkaufen und habe Kontakte so gut wie nur übers Handy. Gut daß es das gibt.

    Wenn man arbeiten geht ist man wahrscheinlich abgelenkt.

    Ist Dein Onkel Dir sehr lieb gewesen? Der nun gestorben ist?

    Ich denke an Dich und freue mich, wenn wir uns kennen lernen.

    Ralfsheidemarie