Ich vermisse meinen Ehemann

  • Liebe Manuela

    ja auch für mich ist es das zweite Weihnahten ohne meinen Mann ,nur weil jetzt auch meine Tochter nicht mehr

    lebt noch ein Hauch schlimmer .Es geht mir ein wenig so wie dir .Sei mein Kind auch noch Tot ist ist alles anders

    ich kann nicht richtig weinen ,mich freuen schon gar nicht

    Und wenn dann nur ganz kurze Momente .Als habe meine Nadja das mitgenommen

    und das obwohl ich durch mein Medium eine Sehr schöne Nachricht bekam

    Aber der Verlust unsere Lieben ist einfach zu strak

    Bei dir ist es ja auch nicht leichter du hast zwar noch Familie aber einfach macht sie dir es auch nicht

    ich hoffe das du bald etwas zur ruhe kommst


    Liebe Grüße Traurige Birgit

  • Liebe Birgit,

    mein Tag war mal wieder absolut bescheiden. Vorhin war der Chef von der Tagespflege hier, um mir zu sagen, dass sie wegen Corona ab sofort schließen. Ich muss aber weiter arbeiten. Ich weiß im Moment nicht, wie ich das bis Weihnachten stemmen soll. Meine Schwiegermutter geht zwar nur zweimal in der Woche, aber meine Arbeitszeiten sind darauf abgestimmt. An den Tagen, wenn sie zu Hause ist, arbeite ich nur bis Mittag. An den anderen den ganzen Tag. Morgen habe ich schon ein Problem, was nicht eingeplant war. Schwiegermutter ist zu Hause und ich bin den ganzen Tag weg. Ich habe ein absolut ungutes Gefühl. Die Corona-Zahlen steigen und steigen.

    Vorhin hat meine Tochter angerufen. Ihre Schwiegereltern sind nicht geimpft und auch nicht bereit, sich vor dem Weihnachtsfest testen zu lassen. Ihr Mann hat wohl gesagt, dass sie dann nicht kommen können. Sie gefährden ja sonst die Kleinen. Sie verzichten lieber auf Weihnachten mit den Enkelkindern, als sich zu testen. Ich mag die Eltern von meinem Schwiegersohn wirklich, aber für dieses Verhalten fehlt mir jedes Verständnis.

    Irgendwie ist die ganze Welt aus den Fugen geraten.

    Ich weiß einfach nicht weiter.

    Ich wünsche dir eine gute Nacht mit deinem Helmut und Nadja im Herzen.

    Meinen Helmut nehme ich auch gleich in den Arm

    Traurige Manuela

  • Morgen noch, dann ist wieder eine Woche geschafft. Wie schön war es früher, wenn man sich gemeinsam auf das Wochenende gefreut hat. Jetzt bin ich zwar froh, wenn ich eine Arbeitswoche geschafft habe, weiß aber mit den Wochenenden auch nichts anzufangen.

    Eigentlich gibt es bei mir auf dem Grundstück genug zu tun, aber ich kann mich einfach nicht motivieren. Mir ist alles so egal geworden.

    Ich habe noch keinen Plan, wie es weitergehen soll.

    Helmuts Geburtstag rückt immer näher. Eigentlich wollte ich eine Messe für den Tag bestellen. Ich bin mir so unsicher, ob ich das schaffe. Durch den Tod meines Schwagers war ich jetzt so oft in der Kirche, dass ich nicht sicher bin, ob ich vor Weihnachten noch so eine Messe verkrafte. Schwiegermutter meint, beten kann man überall. Dafür muss man nicht in die Kirche.

    Ich habe am 23.12. Geburtstag. Das fällt aber aus. Ich habe allen gesagt, dass ich nichts mache und auch keinen Besuch möchte. Ich kann es einfach noch nicht ertragen, lauter Pärchen zu sehen und mein Helmut fehlt.

  • Hab vielen Dank Isabel.

    Die Messe zu Helmuts Geburtstag ist ausgefallen. ich war an diesem Tag lange auf dem Friedhof.

    Trotzdem bin ich von einigen angesprochen worden, weshalb keine Messe war. Muss man sich ständig rechtfertigen?

    An dem Tag ist noch meine "Lieblingsschwägerin" aufgetaucht. Sie war zu einer Feier eingeladen und hat bei uns geschlafen. Sie hat mich auch die ganze Zeit ignoriert, noch nicht mal guten Tag gesagt.

    Ich war richtig froh, als die Tochter von meiner jüngeren Schwester mich abgeholt hat, damit ich den Abend nicht allein bin.

    Meine andere Schwester wurde auch abgeholt. Es wurde dann doch noch ein einigermaßen angenehmer Abend unter Geschwistern.

    Morgen muss ich noch mal arbeiten. Übermorgen, an meinem Geburtstag, fahre ich zu meiner Tochter. Ich möchte hier einfach keinen sehen und verbringe den Tag lieber mit meinen Enkelkindern.

    Es war einfach ein beschissenes Jahr und ich sehe noch nichts, was 2022 besser wird.

    Manuela

  • Ich bin wieder zu Hause. Eigentlich wollte ich bis morgen bei meiner Tochter bleiben, aber es ging nicht. Ständig schwirrte mir durch den Kopf, wie gern Helmut seine Enkeltöchter so erlebt hätte. Ich musste ständig heulen. Vielleicht war es auch zu früh, dass ich Weihnachten weggefahren bin. Ich habe heute Mittag die beiden noch ins Bett gebracht, dann bin ich wieder gefahren. Ich will auch mit meiner trübseligen Stimmung niemanden auf den Geist gehen. Lieber heule ich hier alleine vor mich hin.

    Ich weiß nicht, wie ich die nächsten Jahre überstehen soll. Es ist jetzt das zweite Weihnachten ohne Helmut, aber es wird immer schlimmer.

    Ich leide unendlich, wie ihr auch.

    Manuela

  • Hallo Manuela

    ich kann dich so gut verstehen es ist auch mein zweites Weihnachten ohne meinem Helmut

    aber das erst ohne meine beiden und obwohl ich viel Eingeladen war war es doch schrecklich

    und das obwohl mein Mann sich alle Mühe gibt mich zu beruhigen


    Ich weis auch nicht wie es weitergehen soll so allein

    ich wird nie mehr leichter ,weil wir alles verloren haben was für Wichtig war


    Traurige Birgit

  • Liebe Renate1967,


    ja das ist schlimm das wird mit dem Jahr 2022 noch schlimmer dann ist das Jahr 2020 schon sooooo ewig her vergessen, doch für uns nicht für mich nicht dieses Jahr ist eingebrannt in meiner Seele und ich kehre immer wieder dahin zurück an diesem Punkt an dem der Alptraum begann.

    Wir werden immer mehr allein sein mit dem Schmerz und immer weniger Verständnis bekommen.


    Wie es in uns aussieht das ist doch den meisten völlig egal.


    Vlg. Linchen

  • Ihr Lieben,

    wieder haben wir einen Tag geschafft.

    Für mich ist es immer noch schrecklich. Kann es sein, dass unsere Kinder anders trauern, eher loslassen können? Mir kommt es so vor.

    Mein Leben ist zur Zeit total beschissen. Meine Schwiegemutter hat es wohl Weihnachten ihrer Tochter nicht einfach gemacht. Sie ist zwar bereit, sie im Januar das Wochenende nochmal zu nehmen, aber dann soll ich mir was anderes einfallen lassen. Es ist ihre Mutter.was anderes kann ich dazu nicht sagen.

    Meine andere Schwägerin möchte ihre Mutter gern bei mir rausholen. Sie will sich aber nicht selbst kümmern, das sollen ihre Schwester und ihr Mann machen. Die bedanken sich. Meine Schwiegermutter will aber

    auch bei mir bleiben .

    Ich habe sie wirklich gern, aber im Moment macht sie mir auch das Leben schwer. Sie kann nicht verstehen, weshalb ich unbedingt zum 2. Geburtstag meiner kleinen Enkelin will. Sie könnten doch den Geburtstag auch bei uns feiern. Am Freitag ist dort Brückentag, Kindergarten hat zu, aber meine Tochter und ihr Mann müssen arbeiten. Bei mir passt es diesees Jahr,dass ich einspringen kann.

    Morgen hole ich noch meine Mutter zum Mittag. Selbstgeisselung? Heiligabend war sie bei meiner jüngeren Schwester. Die hat dann geweint, weil Mutti ihr den ganzen Abend mit ihrer Nörgelei verdorben hat. Müssen wir uns da alles gefallen lassen?

    Ich bin oft derart genervt, dann sage ich mir, es ist meine Mutter und Helmuts Mutter und versuche wieder, runterzukommen. Helmuts Schwester schlug vorhin vor, dass ich für Schwiegermutter Beruhigungstabletten verschreiben lasse, aber ich will sie doch nicht einfach ruhigstellen.

    Ich weiß nicht mehr, was richtig und was falsch ist.

    Manuela

  • Ich hab dazu eine eigene Meinung die nicht bei allen auf Verständnis stößt.

    Egal ob Mutter, Schwiegermutter oder ein anderer Angehöriger. Wenn sie Betreuung brauchen ist dies auf Dauer nicht von einer einzelnen Person zu leisten. Es kommt irgendwann zu Überbelastung und somit zu Frust. Ein Seniorenheim ist keine Verwahranstalt somdern dort werden die Bewohner von Fachpersonal betreut.

    Es ist für alle hilfreicher gutgelaunt und ausgeglichen Angehörige dort zu besuchen als frustriert und überfordert zu Hause zu betreuen.


    Bis zu einem gewissen Punkt kann man sich auch für die häusliche Betreuung Hilfe suchen. Bei uns gibt es Anlaufstellen die einem helfen wie und welche Hilfe man in Anspruch nehmen kann


    Meine Mutter ( 89 Jahre ) hat bei mir im Haus ihre eigene Wohnung. Aber auch sie weiß das wenn sie pflegebedürftig wird ich das nicht leisten kann da. Ich muß arbeiten gehn und meine Geschwister ebenso. Sie weiß aber auch das es kein Abschieben ist.

  • Liebe Steffi, mein Schwiegervater (89), der heuer verstorben ist, und bei uns im Nebenhaus wohnte, hatte vier Jahre lang eine , eigentlich zwei Pflegerinnen. Die wechselten alle zwei Wochen, und waren Tag und Nacht bei ihm. Wir alle hätten ihn nicht die Pflege bieten können die er letztendlich dadurch erfahren hat. Anfangs war er dagegen aber dann merkte er das eben immer jemand da war. Walter und ich haben es zuerst auch fast zwei Jahre versucht, ihn zu betreuen aber als er dann im Winter im Hof lag als wir nach Hause gekommen sind, und sich eine Rippe gebrochen hatte war der Zeitpunkt da wo wir wussten wir könnten in nicht mehr alleine lassen. Eine dieser Betreuerinnen ist mit den Jahren ein richtiges Familien Mitglied geworden, und war auch mir eine große Unterstützung als dann Walter krank wurde. Ich finde es gut wenn die Arbeit und die Verantwortung weiter gegeben wird, und nicht nur an einer Person haftet. Wie du sagst , keiner hat etwas davon, überfordert zu sein. Also ich verstehe dich.

  • Liebe Manuela, ❤️


    Ich muss Steffi und Renate in allen Belangen recht geben...


    Meine Mutti hat zu lange meinen Papa alleine zu Hause gepflegt, bis zu dem Punkt an dem wir zu der Erkenntnis kamen, daß, wenn es so weiter geht meine Mama vor meinem Papa gehen muss... und selbst nach einer 24 Stunden Hilfe, war es nicht mehr zu stemmen, was da auf einem zukommen kann, möchte ich dir nicht in Einzelheiten schildern.


    Alles alles Liebe und schau auch nach Dir

    Pia 🥀

  • Hallo ihr Lieben,

    meine Mutter konnte ich gestern doch nicht zu mir holen. Im Heim gibt es wohl einen Coronafall umd sie darf das Heim nicht verlassen. Hört sich jetzt sicherlich blöd an, aber ich war nicht böse. Dafür hat sie mich gestern und heute ständig angerufen. Ich war wirklich genervt, habe es trotzdem geschafft, immer freundlich zu bleiben. Dafür ist sie meine Schwester gestern noch ganz schön angegangen. Die ist nach dem Tod von ihrem Mann noch nicht so weit, dass sie sich wehren kann. Sie hat mich dann angerufen, um sich auszuheulen. Verstehe ich total, aber ich kann auch nicht alles abfangen. ich habe auch noch genug mit mir zu tun.

    Heute Nachmittag war Helmuts älteste Schwester hier. Das war ganz schön.

    Morgen wollte ich eigentlich einen ruhigen Abend verbringen, wie immer früh ins Bett gehen. Aber mein Bruder hat sich zum Abendbrot angemeldet. Ist nicht schlimm, er geht ja auch immer früh ins Bett und ich muss mich nicht künstlich bis Mitternacht aufraffen.

    Der Sohn von meiner "Lieblingsschwägerin" hat vorhin angerufen. Er möchte mit seiner Frau bei uns im Ort Silvester feiern und hat gefragt, ob er hier schlafen kann. Kein Problem. Seine Frau ist Muslimin und ich habe für Neujahr zum Frühstück alles besorgt, was sie auch essen kann. Ich wundere mich immer wieder, wie diese Schwägerin so tolle Söhne haben kann.I Ich vermeide es, mit meiner Schwägerin über ihre Schwester zu reden. ich weiß, dass sie sich seit Monaten auch nicht mehr verstehen, aber da will ich mich nicht einmischen. Im Endeffekt ist Blut eben doch dicker als Wasser.

    Für uns ist es wirklich bescheiden. Wir müssen einfach funktionieren.

    Ich möchte auch so gern mal sagen, ich kann nicht mehr. Aber das könnte hier niemand verstehen.

    Zutiefst traurige Manuela

  • Liebe Manuela

    Ich wünsche dir und deinen Lieben ein schönes neues Jahr

    so weit das möglich ist


    Wie ich hier lese ist bei euch wie immer Caos pur

    Ja einfach ist es bei dir wirklich nicht


    Bei mir war Silvester sehr still ,ich hatte mich etwas erkältet und bin daher mit meinen Beiden

    Verstorben zu allein zu Hause geblieben und bin heil froh das die Feiertag sind

    für mich es es nur sehr schwer ,meine Tochter ist in 11 Tagen 1 Jahr tot

    und das ist sehr schwer für mich


    Ich wünsche dir viel Kraft und etwas Zeit zur Ruhe zu kommen


    Alles Liebe Traurige Birgit

  • Ich bin total wütend. Ich habe von den Pflegern erfahren, dass Mutti selbstverständlich das Heim verlassen kann. Aus Vorsichtsmaßnahmen muss sie nur in den Tagen danach getestet werden. Ist ja verständlich, will sie aber nicht. Also behauptet sie einfach, sie darf nicht mehr raus.

    Erwartet von uns, dass wir kommen. Für uns ist ja das Testen nicht so schlimm und wir sollen dann auf ihrem stickigen Zimmer sitzen. Mit Lüften hat sie es nicht so.

    Meine älteren Geschwister und ich sind uns einig, dass wir das nicht mitmachen. Wir treffen uns weiter mittwochs bei mir und wenn sie nicht will, muss sie eben im Heim bleiben und wir telefonieren nur. Es passt ihr aber auch nicht, dass unsere Treffen auch ohne sie stattfinden.

    Sie versucht nach wie vor, einen Keil zwischen uns Geschwister zu treiben. Vor Jahren ist ihr das schon mal geglückt und die Atmosphäre unter uns war total vergiftet. Als vor 11 Jahren unser Vater im Sterben lag, haben wir Tage und Nächte im Krankenhaus verbracht und uns dann eines Nachts ausgesprochen. Dabei haben wir dann rausgefunden, wie unsere Mutter uns jahrelang manipuliert hat und uns geschworen, dass das niemals wieder passieren darf. Seitdem erzählen wir uns immer, was Mutti zu einem gesagt hat, damit keine Missverständnisse mehr aufkommen. Und es läuft zwischen uns wirklich seit Jahren prima. Wir wissen wieder, dass wir uns auf einander verlassen können. Das passt Mutti nicht. Ich habe sie vor einer Weile mal gefragt, ob es ihr lieber wäre, wenn wir auch so zerstritten wären, wie die Kinder ihrer lieben Schwestern. Darauf hat sie mir keine Antwort gegeben.

    Es ist meine Mutter, aber emotional habe ich inzwischen viel Abstand. Tut mir trotz allem leid und auch sehr weh.

    Aber wenn sie meine ältere Schwester mit ihren Sprüchen so fertig macht, werde ich richtig wütend.

  • Liebe Manuela,

    Das tut mir leid das deine Mutter da so gegen euch arbeitet.

    Dabei könnte man als Mutter so froh sein, wenn sich die Geschwister gut verstehen.


    Schön, dass ihr für euch einen Weg gefunden habt <3