• Der Weg und die Richtung scheinen zu stimmen..ich wünsche es dir jedenfalls.

    Dankeschön!

    Für dich wird sich auch ein Weg zeigen. Morgen vielleicht oder übermorgen? Nicht so wichtig. Im Moment zählt nur heute. Und heute vermisst du deinen Mann.

    Also lass mich, mich zu dir setzen und dir Taschentücher reichen..... :30::30::30:

    Oder du redest mit deinem Mann... dann lass ich dich mit ihm allein :30:

  • 👤 Daheim ist ... wo du bist ... 👥💔 wir werden uns wiedersehen❤

    Das glaube ich auch...

    Aber solange bin ich halt mehr oder weniger gezwungen hier zu sein und durchzuhalten.

    Momentan erscheint mir alles leer und sinnlos zu sein.

    Seine Nähe und der Austausch mit ihm fehlt mir unglaublich.

    Es ist ein heftiger Schmerz und Druck in mir, der nur selten mal kurz weicht.

    Ich quäl mich so durch den Tag, ständig in Gedanken an ihn.

  • Momentan erscheint mir alles leer und sinnlos zu sein.

    Seine Nähe und der Austausch mit ihm fehlt mir unglaublich.

    Es ist ein heftiger Schmerz und Druck in mir, der nur selten mal kurz weicht.

    Ich quäl mich so durch den Tag, ständig in Gedanken an ihn.

    Ganz genau so äußert sie sich, die Trauer :33: .... und so blöd das klingt, das ist auch richtig so.
    :30::30::30:

  • Da muss ich durch...und das Unglaubliche dabei ist, dass es kein Zurück gibt :13:.

    Es ist komisch, aber es hilft mir ein kleines Bisschen, wenn ich hier ins Forum schlüpfen kann und euch treffen kann.

    Menschen, denen es auch so geht.

    Danke, dass ihr auch hier seid.

  • Ganz genau Mischi

    Hier sind so viele Trauernde, dass immer jemand da ist.


    Ich fühlte mich anfangs, da war ich noch nicht hier, oft isoliert. Mein Partner war in meiner Familie noch nicht „angekommen“, die Familie kannte ihn nur oberflächlich; er ist - oh Entschuldigung- war nicht der Vater meiner Kinder. Ich hatte lange das Gefühl, ich dürfte meine Trauer nicht zeigen, weil sie ja doch keiner verstehen kann.
    Ich kenne seine Familie nicht, weil es dort Streit gab und mein Partner mich dem nicht aussetzen wollte. Der einzige Kontakt, den ich hatte, der meinen Partner gut kannte und mit dem ich am liebsten stundenlang geredet hätte, war ein Freund und Geschäftspartner, der sich sehr bald nicht mehr meldete, wenn ich anrief.... ich fühlte mich isoliert und unverstanden.
    Durch überraschende Reaktionen in meiner Umgebung, verstand ich, dass viel mehr Verständnis für mich da ist, als ich erwartet hatte.... da löste sich der Knoten.


    Genau dieses Gefühl, verstanden und nicht isoliert zu sein, haben hier viele;

    das ist ein großer Teil der Hilfe, die hier stattfindet.... Schön, Wanderin dass du das für dich nutzen kannst! Jeder noch so kleine Schritt trägt dich weiter. :24::30:

  • Ich fühle mich in meiner Umgebung hier auch oft isoliert, alle ringsum haben noch ihre Partner.

    Es strengt mich sehr an, mich länger über irgendwelche Themen zu unterhalten, besonders wenn ich im Laufe des Tages gar nicht über meine Trauer sprechen kann.

    Dann muss ich heim und erstmal mich richtig ausheulen.

    Trauergruppen finden ja wegen Corona nicht statt...

    Puzzle ...ein Glück, dass deine Umgebung so reagiert hat...mich haben auch einige Menschen so positiv überrascht.

    Was halt bleibt, ist dieses Einsamkeitsgefühl seither in meinem Inneren...

  • Wanderin ja, diese positiven Reaktionen sind toll, ich freu mich, dass du sie auch erlebt hast! :) Sie helfen sehr.


    ja, du hast recht, mit dem, was in uns drin los ist, müssen wir ganz allein klar kommen, da kann niemand helfen...


    Ich wünsche dir viel Kraft!

    Puzzle

  • Danke dir....viel Kraft wünsche ich dir von Herzen auch :24:!

    Komm gut durch deinen Tag!

    Manchmal stelle ich mir einfach vor, er wäre noch da, damit ich es besser aushalte.

    Diese Wochenenden sind nicht einfach....

  • Eigentlich meinte ich ... wir halten hier im Leben noch die Stellung ... in gewisser Weise auch im Forum, stimmt schon, Puzzle. Das gehört jetzt irgendwie zu unserem Leben. Und der Austausch hilft, die Solidarität tröstet. :2:

    Ups! Hier im Diesseits... alles klar 8) sogar „hier“... ist für jeden was anderes... :24:

  • Hallo Wanderin,


    ich habe deinen Tip mit dem Buch gelesen,"Trauernacht und Hoffnungsmorgen" von Antje Sabine Naegeli


    war gleich bei meinem Buchhändler -hatte er leider nicht vorrätig- das Buch von Eva Terhorst habe ich-


    was würdest du an dem Buch von Frau Naegeli besonders als gut empfehlen- leider finde ich kein Inhaltsverzeichnis???


    Liebe Grüße

    Bettina

  • Hab das Buch kürzlich geschenkt bekommen und fand es einfühlsam und wohltuend geschrieben.

    Es geht um Wege durch eine schwere Zeit..

    Auszüge aus dem Inhaltsverzeichnis:

    z.B. Eine neue Wirklichkeit...Unfassbar...Umziehen in ein anderes Leben...Nur diesen Tag bestehen...Eiszeit..Wohin mit den Gefühlen...

    Liebe Grüße von mir

  • Hallo, all ihr Lieben da draussen,


    ich habe mich seit einiger Zeit nicht gemeldet, aber ich habe euch lesend verfolgt. Mein Liebster ist nun seit etwas mehr als 14 Monate nicht mehr bei mir. Ja, das Vermissen bleibt. Manchmal fühlt es sich schlimmer an, als am Anfang. Vielleicht wird es mit zunehmender Zeit viel bewusster, dass der so geliebte Mensch nie, nie wieder kommt. Banalitäten bringen mich zum Weinen. Egal was man tut, er fehlt einfach. Da ist ein großes Loch, welches sich durch nichts stopfen läßt.

    Im Spätherbst werde ich umziehen. Nun muss ich beginnen, Dinge auszusortieren. Ich habe meine Trauerbegleiterin gefragt, was ich mit all seinen Anziehsachen machen soll. Sie hat mir eine Näherin empfohlen, die aus Hemden Kissenbezüge näht. Diese Idee finde ich so wunderschön, dass ich nun seine Lieblingshemden eingepackt habe, um sie dieser Dame zu schicken. Was für eine wunderschöne Idee. So bleiben diese Kleidungsstücke für immer bei mir.

    Die Trauer ist immer noch da, aber manchmal fühlt sie sich etwas andres an. Ich kann es gar nicht so recht beschreiben. Aber ich spüre seine Kraft bei mir. Ich habe in den letzten Tagen so viele Dinge gemacht, die ich mir bisher niemals zugetraut hätte. Ich bin erstmals seit 40 Jahren im Schnee Auto gefahren. Ich habe ganz alleine eine Probefahrt mit einem neuen Auto gemacht (mein altes Auto ist etwas in die Jahre gekommen und wird nun ersetzt). Da weiß ich, dass er mit mir ist. Mir den Mut und den Glauben gibt, das alles schaffen zu können. Die Trauer, dass er mich nicht mehr persönlich begleitet ist ja da, aber ich weiß eben auch, dass er in irgendeiner Weise meine Geschicke lenkt und mir die richtigen Zeitpunkte vorgibt, wann ich mich mit gewissen Dingen auseinander setzen soll.

    Das ist es, was mich weitermachen läßt. Trotzdem gibt es viele traurige Momente. Dann laufe ich über, kriege mich kaum wieder ein. Aber das eine kann nicht ohne das andere sein. Ich bin meinem Liebsten so dankbar, dass er einen Weg gefunden hat, mir seine Kraft, die er zu gesunden Lebzeiten besessen hat, in gewisser Weise an mich weiterzugeben. Er wollte immer eine starke Frau, die ich weiß Gott nicht immer war. Aber ich habe ihm versprochen stark zu sein. Und nun versuche ich, mein Verprechen einzulösen. Der Weg ist noch lang, aber mit seiner Hilfe werde ich ihn gehen können.

    Ich wünsche euch allen, die da trauern, dass es euch irgendwann ein bisschen besser geht. Es dauert, und die Veränderungen merkt man erst viel später. Manchmal sind es nur Kleinigkeiten. Aber mit der Kraft eurer Liebsten könnt ihr euch auf einen guten Weg begeben. Der Weg ist uneben, aber es lohnt sich, ihn zu gehen. Manchmal geht man auch mal ein paar Schritte zurück (besonders an Jahrestagen).

    Ich wünsche euch alles Liebe und ganz viel Kraft.


    Angela "Kleine Frau"

  • Hallo Kleine Frau,

    du beschreibst das sehr treffend und davor habe ich Angst.

    Es vergeht ein Monat nach den anderen und meine Frau entfernt

    sich immer mehr von mir.

    Gerade noch gesehen und nun nicht mehr greifbar.

    Wenn Jahr für Jahr vergeht und nur eine immer mehr verblassene

    Erinnerung bleibt, was bleibt da für uns?

    Meine Frau sagte mir immer wieder ich solle nach ihrem Tod wieder

    glücklich werden.

    Nur wie ohne Sie?

    Sich ablenken egal wie ist doch nur eine Lüge.

    Wenn mein Sohn nicht wäre würde ich den Tod begrüssen.

    Ob ich da nun meine Frau wiedersehe ist fast egal.

    Nur dieser verdamte Schmerz und das Alleinsein tut so weh.

    Wenn Sie nicht auf der anderen Seite ist, wenn es dort nichts gibt

    würde ich den Tod trotzdem begrüßen um nur nicht so leiden zu müssen.

    Herzlichst...