Posts by Charlott

    Liebe coco,

    ich möchte dir mein Beileid aussprechen.

    Ich lese schon einen ganze Weile nur noch mit, aber bei deinem Erlebnis im KH - ich möchte dich am liebsten in den Arm nehmen.

    Mein Mann , 59, ist hier in Hamburg unter sehr,sehr schwierigen Umständen im KH verstorben.

    krebs. Aber eigentlich gesund, sollte nach kurzem Bluttest für die zweite chemo gleich am nächsten Tag entlassen werden, vieles von dem , was euch passiert ist, ist auch uns passiert.

    Ich nähere mich diesen "Personen" im KH nie wieder im Leben an, sonst passiert ein Unglück.

    Sie haben meinem toten Mann auch noch den Ehering " verlieren" lassen.

    Wir waren 39 Jahre verheirat plus Verlobungszeit und er hat ihn nie, nie ablegt.

    Ich habe mich wochenlang mit der Beschwerdestelle deswegen per Telefon angebrüllt, und?

    Einige Bekannte drängen mich, das Erlebte bei KLinikbewertungen anzugeben.

    Ich habe mich entschlossen, daß nicht zu tun.

    Soviel Schmerz noch einmal durchleben.

    Ich denke, manchmal muß man solche Dinge einer höheren Macht anvertrauen.

    alles liebe

    Bettina

    Liebe Bine,

    mir ist heute im Heulkrampf eine " Eingebung" gekommen.

    So wie du Roger beschreibst, war er ein wundervoller, einfühlsamer Mann und wenn unsere Aufgabe ist, das Andenken an die Liebe eines wundervollen Männer in hier und jetzt zu verteidigen ? Das es Menschen waren, die zur Liebe fähig waren?

    Ist noch unausgegoren der Gedanke,

    aber wir sind doch der lebende Beweis einer großen, bedeutenden Liebe ! Liebe, gibt es Wichtigeres ? Und wenn Liebende etwas Wunderbares ausstrahlen, was alles um sie herum etwas heller und besser macht? Und wir in Schmerz diesen Strahlenkranz immer noch tragen ?

    Weil wir eben trauern, erlöscht er gerade nicht ?

    Nicht zur Tagesordnung übergehen, neuen Partner suchen oder so´n Gedöns.

    Mein Herz schmerzt heute so sehr,

    Alles liebe

    Hi Markiin,

    Leihbücherei? Sonst gibt es youtube videos von ihm.

    Ich will nicht oberschlau auftreten, ich versuche nur alles, um anderen zu helfen.


    Theoretisch habe ich Familie, praktisch bin ich auf mich selber gestellt. Schlimme Erfahrung, schlimm, schlimm, schlimm. Soviel zweiter Schmerz.

    Und mein Mann und ich waren selber so oft Fels in der Brandung für andere, Nachbarn, Familie, Kollegen.


    Ich habe bemerkt, daß der Trauerschock etwas mit oder viele merkwürdige Dinge mit dem Gehirn macht.


    Ich wollte zur Bestattung eine bestimmte Wolljacke anziehen, die mein Mann so sehr mochte, nicht gefunden, zwei Nächte in Weinkrämpfen diese Jacke gesucht, mich übergeben, das Herzrasen abgearbeitet und weitergesucht - verschwunden, wie mein Liebster, und jetzt vor einigen Tagen sehe ich sie, sie hängt an ihrem Platz im Schrank.

    Ich bin Kathastrophenüberlebende, hört sich schräg an, ich weiß, was ich sagen will, etwas ist fundamental mit uns passiert. So war ich noch nie, mein Verstand, meine Sinne.

    Ich habe das Gefühl, das Trauernde in die wehleidige Überempfindlicheecke abgeschoben werden, aber etwas ist mit uns passiert.

    Liebe Markiin,


    mir haben früher sehr die Arbeiten von Bessel van de Kolk zum Thema Trauma geholfen.


    Ein phantastischer Traumatherapeut.


    Ich stelle jetzt fest- an mir- das diese seelenpartner Verlusttrauma doch vieles in körperlicher Hinsicht auch aufweist! Vielleicht findet du bei Kolk Info´s die für dich zutreffend sein könnten.


    Ich denke, wir kämpfen hier nicht nur in der Trauer, sondern auch mit neurologischen Traumafolgen.

    Lieber Robert,

    und ich dachte, dieser Quatsch mit inneren Kindarbeit wird nur uns Frauen um die Ohren gehauen !!!!!!:4:

    Echt, sie kommen auch einem gestandenen Mann wie dir damit, alle Achtung - so neben der Spur möchte ich auch einmal sein !!!!8)


    In der Zeit vor dem " Tag" hätte ich tief Luft geholt und den "Kindheitsarbeiterinnen" die neuesten niederländischen und angloamerikanischen Forschungsergebnisse zum Thema Streß, Trauma und Verlust und Neurotransmitterprofile und Rezeptorenverlust vorgebetet.


    Das war vor vielen Jahren Teil meines Berufslebens.


    Jetzt heule ich verzweifelt und mag nicht mehr in dieser Welt sein.


    Das ist so dumm, und selbstgerecht und " billig", Bindungstraumata und Todesfalltrauma `mal einfach so zu verknüpfen.


    Ich bin nicht mehr Helfende und mein Mann auch nicht mehr, sondern brauche selber Hilfe. Und was passiert ?

    Die Aasgeier fliegen an !

    Ich will eigentlich nur noch aufgeben, aber ich habe noch ein paar Pflichten und die arbeite ich noch ab !

    Danke für deine Antwort - alles Liebe

    Hallo Bine,


    Sonntag- der schlimmste Tag. Es sind erst drei Monate für mich her, das Grauen

    Heute leider Freundin in Bremen angerufen, die bei unserem " Hochzeitsessen" eingeladen war. Pizza bei Don Charlos. Sie wußte vorher nichts, wir haben heimlich geheiratet - auf einem Leuchtturm- , nur wir beide, der Leuchtturmwärter un sin fru und viele, viele Tauben. und die Standesbeamtin.

    Sie ist ewig Single, wir kennen uns seit 25 Jahren und nun " jetzt siehst du einmal, wie hart es mir geht, wie du dich immer ausruhen konntest !!!! mit deinem Ehemann " !!! Sie ist ewig aufstocker.



    Ich dachte oder hoffte wohl, weil Bernd ja auch seit 25 Jahren Teil ihrer Lebensgeschichte ist, ist er wieder ein Stück präsenter- aber dafür habe ich Eiskübel Häme bekommen.


    Ich glaube inzwischen, die glücklichen Ehepaare, so wie du und Roger und Sky und all´die vielen anderen hier im Forum, bekommen jetzt gerade viel Häme ab.

    Das Trauer- und Erschöpfungsloch hat mich so schlimm, ich mag nicht mehr und dann noch soviel Neid und Mißgunst, weil man glücklich verpartnert war.

    Hi Bine,

    vielen Dank für an mich denken !

    Habe mir dicke Erkältung mit üblem Husten eingefangen.

    Lese aber weiter mit, habe so das Gefühl bei euch zu sein.

    Kann im Moment nicht mehr sprechen, nur krächzen wie alter Rabe.

    Habe mich mit Telefonseelsorgedame angeschrien, die behauptete, mein Mann hätte mich durch das Sterben im Stich gelassen und ich würde, bald Wut und Ärger auf ihn verspüren.

    Ich krächzend gegengesprochen, daß mein Mann über glühende Kohlen gekrochen wäre, um mich nicht zu verlassen und die wurde immer lauter und herrischer.

    Leute, gibt´s !!!!!!

    Jetzt ist meine Stimme total weg.

    Ist aber irgendwie auch richtig, ich mag nicht mehr funktionieren und reden.


    Alles Liebe von mir kleine Möwenfrau

    Liebe Bine,


    wie geht es dir ?


    WEnn du mchtest, beantworte ich dir alle Fragen so gut ich kann.

    Ich kann aber auch versuchen, über Chöni einem speziellen Rinpoche deine Fragen stellen zu lassen.


    Ich bin keine Buddhistin.


    Aber mein Mann und ich sind vor Jahren in ein hochheiliges Ritual der Tibeter geraten.

    Wir waren eigentlich in Dharamsala, um zu klären, wie es nach der Schule für unsere zweite Patentochter weitergeht, wir haben schon gemerkt, dass etwas anders war an dem Tag und sind da in so eine Art Himmelsöffnung durch tibetische Geistliche geraten. - für einen jungen Mann, der sich selber verbrannt hatte, um gegen die Besetzung Tibet´s zu protestieren.

    War erschreckend.

    In den Ausläufern des Himalayas- tausende Mönche und alle Erleuchteten.

    Ich denke, wir Außenstehende sollten bei solche " magischen" Akten nicht dabei sein. Wirklich nicht.

    Also die Tibeter glauben, daß das innere Wachstum dieses Lebens ( oder die inneren Untaten) mit in die Zeit nach dem Bardo genommen werden.

    Der Weitergegangene spürt aber auch die in Liebe Verbundenen die ganze Zeit, aber seine bewußte Erinnerung an sie ist stark getrübt bis verschüttet.

    Ich finde den Gedanken wunderschön, daß du Roger diesen wachsamen Begleiter mitgeben hast. Was für ein wunderbares Geschenk, für Meerleute.

    alles Liebe charlotte

    Hi Bine,


    wie fühlst dich dich heute ?


    Ich habe mich so einsam gefühlt in meinem Umfeld, da alle den Krebstod meines Mannes ignorieren und ich bis auf ein Geschwisterpaar fast die einzige Angehörige war, die ständig bei ihrem Mann auf der onko station war.

    Ich habe die Geschichte von Roger und dir mehrmals gelesen, und möchte dir dafür danken, daß du mir- uns- das erzählt hast, das mit mir geteilt hast.

    Du machst mir meine Einsamkeit etwas leichter. Ich danke dir von Herzen dafür.


    Mir geht ständig dieses Möwenbild durch den Kopf, etwas zupft da in den Tiefen meiner Erinnerung, aber ich komme noch nicht dran.

    Wenn wir nicht in der See bestattet werden, liegt unser Grab direkt an der See, leicht erhöht, die Füße zum Meer gerichtet, das Grabkreuz mit bestimmten Symbolen geschnitzt,eher als ein Name.

    Da wir ja Meerleute sind, wurden die Möwen mehr wie - wenn du ein Schäfer mit einer Schafsherde wärest,

    die Möwe wäre dann dein Schäferhund.

    Sie galt eher als hilfreicher Gefährte , als treuer , halbwilder Beschützer und Warner.

    Und gleichzeitig wurden sie gefürchtet, da sie als eine Art zorniger Engel(sboten) galten.


    Alles Liebe charlotte

    Liebe Bine,


    ich habe lange mit mir gerungen, ob ich dir übermitteln soll, worauf ich ja nun jeden Tag " überprüft" werde


    Wenn es dir auch helfen sollte, wunderbar, wenn du es als übergriffig oder unangemessen empfindest, sieh´es bitte dann nur als Versuch einer Leidensschwester irgendetwas für dich zu tun.

    Mein Mann war ja der Dad, der Patenvater einer jungen tibetischen Mädchens, und sie hat ihn heimlich so als Dad geliebt, wie es nur verzweifelte, geschundene Seelen können.

    Deswegen um Dad´s und meiner Seele willen bekomme ich tägliche Seelenführung.


    Für Tibeter gibt es keinen Tod , nur drei verschiedene Formen der Seelenbehausung.


    Chöni würde es dir so erklären, als Roger starb, war er sofort bei dir, weil die Seele nicht weiß, daß der Körper tot ist, die Seele nimmt ganz normal am Alltag der Lieben teil, kennt den Nachbarn, die Nummer des Zahlenschlosses... da dies aber eine hochverletzliche Lage ist, muß so schnell wie möglich, die Heimführung ins Licht erfolgen. Dann ist er im Bardo. Da ihr vor eurer Zeit und in tiefer Liebe zueinander getrennt worden seid, wird Roger´s Seele das Bardo nach der kürzesten Frist verlassen haben, um zu dir zu eilen. Er ist jetzt bei dir.

    Nur hat die Seele nach dem Bardo jetzt kein Wissen mehr, sondern nur Gefühle- Liebe, Sehnsucht.

    Deswegen meiden Tibeter extreme negative Gefühle wie Haß und Zorn, dem auch die binden die Seelen aneinander.

    Chöni würde dir sagen, daß Roger dir ganz nah ist.

    Sie sagt mir immer, daß Dad bei mir ist, aber seine Seele ist ein ein Baby im Mutterleib und wir Zurückgebliebenen sind wie ihre Mütter.

    Alles was wir tuen, was wir fühlen, wirkt auf das Baby.

    Sie ermahnt mich immer gut für mich zu sorgen, da Dad´s Seele in tiefer Liebe an mich gebunden, spürt, wenn mein Körper, meine Seele leiden. Ich soll immer voller Liebe an ihn denken, und ihn darin bestärken, glücklich zu sein und mich zwingen im Notfall, gut für meinen Körper zu sorgen, da seine Seele auch das spürt.


    Ob man nun mit dem alten Glauben der Tibeter etwas anfangen kann, Roger liebte dich und du ihn, ihr seid verbunden, das weiß ich einfach.


    Paß gut auf dich auf , kleine Möwenfrau

    Liebe Bine,

    ich denke an dich und deinen Roger und umarme dich in Gedanken.


    Was ich dir noch erzählen wollte, ist ein alter Volksglaube, aber nun.


    Meine Familie kommt ja seit ewig von der Ostsee und ist, wie alle Seeleute sehr gläubig und naturverbunden,

    Ich weiß nicht, warum du die Möwe gewählt hast, aber bei uns gilt die Möwe als Übermittler zwischen den Welten. Schon als eine Art heiliger Bote, deswegen wurden Möwen mit sehr viel Respekt begegnet.


    Eine Möwe- war ein Botenbringer aus der anderen Welt- immer. Sie konnte Warnungen bringen, Trost, Zorn und Verstimmung über unrechte Verhaltensweisen gegenüber den Hinterbliebenen übermitteln.

    Naja, es ist sehr alter Volksglaube. Sehr, sehr alter.


    Ich bin diese Tage viel in Gedanken bei dir und deinen Roger, ich kenne die Krebsstationen halt auch sehr gut.

    Ich denke immer, Roger hatte dich und du Roger - in Liebe verbunden- in dieser Situation

    Liebe,liebe Bine - Liebe endet nie.

    P. S. Ich finde das Bild wunderschön !!!

    Liebe Bine,

    habe Anrufe von Verwandten zu Weihnachten bekommen.

    Wäre aber lieber bei dir, meiner Mitrauernden.

    Ich möchte dich gern in den Arm nehmen.

    Ich muß immer an die Wellen und die Möwe denken . Du bist ein wundervoller Mensch.

    Alles Liebe - halte durch

    charlotte

    Liebe kohlrabenschwarz,

    ich lese deinen Beitrag schon die ganze Zeit mit, ich habe meinem Mann vor 10 wochen überraschend verloren.

    Dein Verlust, die Umstände gehen mir so nahe, daß ich bisher nichts schreiben konnte zu dir.

    Ich hatte heute Heulkrampf bei pikierter Sachbearbeiterin.

    Zwei Dinge gehen mir nicht aus dem Kopf zu dem Thema.

    In einem Trauerbuch legt eine Autorin dar, daß viele befremdliche Umstände die auf uns Trauernde einschlagen, darin begründet sind, daß Tod ein Tabu in unserer Gesellschaft ist. Was angesichts der schieren Zahl der Todesfälle eigentlich unsinnig ist.

    Ich denke, die meisten Leute würden ernsthafter,geerdeter aber auch kritischer mit ihrem Umfeld leben, wenn sie sich der Verlustgefahr bewußter wären. Und das Kritische ist i. S. von Funktionieren und wird schon gut gehen einfach nicht gewünscht.

    Ich muß immer an mein Ömchen selig denken, die uns immer ermahnte, " inmitten des Lebens sind wir vom Tod umgeben". Morgens, mittags,abends.

    Ich wünsche dir ,liebe kohlrabenschwarz, einen schützenden Schirm um dich wie funkelnde Quarzkristalle, an denen alle kalte Haltung abprallt und auf den Auschicker zurückfällt.

    alles Liebe charlotte

    Liebe Bine,

    ich hatte in einem von meinen Riesentexten glaube ich erwähnt, daß wir eine tibetische Patentochter in Nordindien habe. Sie ist jetzt schon ein junge Frau und skypt jeden Abend mit mir, weil sie sich Sorgen um mich macht.

    Ich lese viele der anderen Beiträge und muß dann immer daran denken, was Chöni mir einzuhämmern versucht.

    Tibeter glauben, daß wenn man im Leben in so intensiven Gefühlen verbunden war, die Seele des Verstorbenen sofort wieder die Nähe der anderen Seele sucht und alles dafür tut, in dessen Nähe zu bleiben, also z. B. wiedergeboren zu werden nach 42 Tage.

    Sie hatte heimlich im Kloster eine Heimführung ins Licht für ihren " dad" organisiert, weil er ohne spirituelle Begleitung gestorben ist. Sie hat mir ein Bild geschickt von dem Lichtermeer, daß sie für seine Seele organisiert hat.

    Wenn der Schmerz zu arg wird und ich mich frage, was mache ich eigentlich noch hier, dann schaue ich das Bild an und denke, okay für das Mädchen bleibe ich noch in der Senkrechten.


    Ich finde die Idee mit den Wellen und der Möwe so wunderschön.


    Mir fehlen ein bißchen die Worte.


    Ich wünschte, wir vier wären uns im Leben begegnet.


    Alles Liebe charlotte

    Danke bine,

    für deine Worte.

    Ich habe von meiner Familie nur mit meiner Schwester Kontakt ( Bruder und Mutter sind mit ihrem Wohlbefinden beschäftigt wie immer), aber für meine Schwester ist es als ob ein Vetter aus Dingsda vor Jahren kurz verreist ist und nicht ihr Schwager verstorben.


    Ich habe ständig, diese unwirkliche Alptraumgefühl das Bernd gleich zur Tür hineinkommt.

    Und durch diese Herzenskälte meiner Schwester ist alles noch unwirklicher.

    Sie rief mich am zweiten Monatstag nach seinem Tod an und redete über den Sextratsch über ihren Sohn im Dorf !!! Sie sei halt so dicht mit ihrer Scheidung, sie hätte vergessen , das Bernd vor zwei Monaten verstorben sei


    Aber Bernd sei der liebste und netteste Mensch, den sie gekannt habe. bla,bla,blah.


    Mit tut es gut, wenn ich lese, daß die anderen hier sich so genauso - ver- rückt- aus der Wirklichkeit fühlen.

    Weil alle in meinem Umfeld einen auf , "ist so- nun hab´dich nicht so" machen- dachte ich schon, jetzt hat es dich erwischt, jetzt macht dein Verstand winke-winke.

    Alles Liebe charlott

    Liebe Bine,

    wie geht es dir heute ?

    Dein letzter Eintag über die Gefühle im Auto ging mir so nahe, daß ich erst nichts sagen konnte. Ich kenne das einfach zu gut.

    Mein Bernd ist am 01.10. von mir gegangen und ...

    Ich muß aber immer an etwas denke, was eine Psychologin zu mir sagte, als ich nach einem Umzug nicht wieder in Tritt kam.


    Die Seele reist langsamer.


    Du und Roger hier habt solange den Kampf gegen K. geführt, ich bewundere deine Kraft. Soviel Liebe, soviel Kampfgeist.

    Ich hab´hier auf der Onko auch ganz andere Angehörige erlebt. Ich wünschte, wir hätten uns getroffen, als unsere Männer noch lebten.

    Wir beide im Kampf für unsere Männer vereint und uns unterstützend :4: für die Drückeberger und Tuenichtgute.

    Bernd und ich wollten demnächst als Frührentner an die Ostsee ziehen, die wir beide so lieben. Deswegen habe ich mich für die Seebestattung in der Ostsee entschieden. Hat er nie erfahren, hätte ihn so glücklich gemacht, weil ich ja für mich immer Friedwald erwogen habe.

    Für mich werde ich das auch organisieren, dann sind wir wieder vereint.

    Ist gerade schwerer Tag für mich heute. Tut zum Herzzereißen weh.

    Alles Liebe charlotte

    Liebe Helga,

    mir hat eine liebe Bekannte, die eigentlich mit Herzblut Pflegerin ist,aber dem System kritisch gegenüber steht etwas gesagt.

    Sie meinte,die guten Schwestern freuen sich über Angehörige, die angestürmt kommen .

    Für die anderen sind wir Störfaktoren, in ihrem zu eng und viel zu seelenhart getakteten Klinikalltag.

    Sie meinte, viele ihrer Kollegen ziehen den Klinikalltag schon aus Selbstschutz oder Selbstfürsorge, wie es jetzt heißt, hart durch.

    Die Seele der Angehörigen darf da keine Rolle spielen.

    Mir haben diese Informationen von der anderen Seite geholfen, zu verstehen, warum was in der Klinik so war.

    Ich hoffe, ich helfe die damit auch ein bißchen.

    Alles Liebe charlotte

    Liebe Bine,

    ich habe die Geschichte von deinem Roger und dir in der Krebsbehandlung gelesen, mein Bernd hatten streuenden Prostata- und Blasenkrebs.

    Ich wünschte, ich könnte jetzt bei dir sein und dich umarmen und ganz fest halten. Wir Angehörigen hatten in den Zweibettzimmern immer wieder Momente, wo wir uns als Angehörige ganz nah waren, wie einfache Soldaten unter Artelleriebeschuß.

    Ich schaue ständig den Ausschnitt auf youtube über die Verbrüderung der Wehrmachtssoldaten im 1. Weltkrieg mit B. Führmann. Das erinnert mich an die guten Momente im Kampf gegen den Sch- Cancer. Ich kann das deutsche Wort nicht aussprechen, ohne zu heulen.

    An den Tag, wo sie eine Bombe im Krankenhaus vermuteten, und ich mich komplett illegal an allen Polizeikräften vorbei mich bis zum dritten Stock zu meinem Mann durchtankte- durchprügelte. Und ich wirke nicht, als ich ich das könnte. Ich habe eine Schäferhundehüfte, weißen Haarkranz, um das Gesicht, wegen massiven inneren Blutungen vor 9 Jahren, Übergewicht. Aber mich stoppte niemand, niemand, niemand !!! Ich wollte nur bei Männe sein, wenn die Bombe hoch ging. Arm in Arm mit im Sterben.

    War dann lediglich Cs- gas , daß wohl als Dankeschön im Bereich des Angestelltenbereich der Notaufnahme gesprüht worden war. ( laut Zeitung)

    Ich wünschte, ich hätte damals bei dir sein können, um dich in den Arm zu nehmen. Alles Liebe charlotte

    liebe Trauernde,

    Bohnengeschichte - ich habe , wenn ich in den letzten Nächten nicht schlafen konnte, in den Beiträgen von euch gelesen und soviel Tröstliches und Gemeinsames gefunden,

    ich weiß nicht mehr, wer die Geschichte von den Bohnen und der alten Frau eingestellt hat, aber ich möchte mich noch einmal ausdrücklich für diese wunderbare Anregung den Tag wahrzunehmen bedanken.

    Alles Liebe euch