Posts by Renate 1967

    der Tag X, ein unbeschreiblicher, schmerzlicher nie vergessen werdender Tag.


    Und dann die leere in meinem Kopf. Da war nichts mehr. Ich weiß nicht wie viele Wochen, ich nur weinte, nicht denken konnte, nur an , nein das darf nicht sein, nur an, das ist sicher nicht real , ich träume nur, nur an , bitte , bitte, bitte lass das nicht passiert sein, dachte.

    Ich lag nur da. Die Wanduhr tickte so laut, als ob sie in meinem Kopf gewesen wäre. Ich hab nicht gegessen, getrunken, geschlafen, gesprochen nur geschrien, vor mich hin gestarrt, ins leere und geweint, war zu nichts im Stande, konnte nich mal alleine auf die Toilette gehen, ertrug keinen Fernseher, kein Radio, eigentlich keinen Ton, ich wollte zu ihm.




    Danach die Vorwürfe, hätte,er, hätte ich, und dann die Schuldzuweisungen, alles meine Schuld, ich hab nicht geachtet auf ihn.


    Das stechende brennen in der Brust, die roten Augen das eingefallenen Gesicht, die Mundwinkeln so lange, nach unten gezogen, das ich heute ein schlaffes Hautfältchen unter meinem Kinn habe, das dort vorher nie war.

    Diesen Schmerz, und diese Wucht, die da plötzlich da war, ich kannte das nicht. Ich wusste, das weiß ich heute, überhaupt nichts, von trauer.

    Danach die Unruhe, das innerliche unruhig sein, immer in Bewegung, nur nicht stehen bleiben, immer weiter, immer weiter.


    So viele Wunden, die niemals, ganz verheilen werden, immer da sind, aber erträglicher werden.


    Fasst 60 Wochen, gehe ich diesen Weg, und es verändert sich immer noch, täglich, mein Gemütszustand.


    Oft hab ich schon Tage, wo ich mit einem Lächeln an unser gemeinsames Leben denke, und dann mit Tränen, und Verzweiflung, weil es weg ist, einfach so weg.


    Trauer ist Schwerstarbeit, und ich bin noch mitten dabei.

    Liebe Rienchen, alle haben nur ihre eigene Meinung, und Anschauung, und das finde ich auch gut so.

    Tut mir leid, aber ich kann die ganze Aufregung nicht nachvollziehen. Ok manche haben sich angesprochen gefühlt, warum das weiß ich nun wirklich nicht. Wir sind gerade unterschiedlicher, Auffassung, aber ja, das wars auch schon.

    Ich trete niemanden, das liegt nicht in meiner Natur, und schon gar nicht dich.

    Liebe Grüße

    Renate

    Liebe Isabel,


    So und nicht anders, habe auch ich die Zeilen von Gabi verstanden, wie sie es hier darlegt. Und so und nicht anders, Stimme ich ihr zu. Ich vermute, das das einfach falsch verstanden wurde, oder eben ständig Flöhe gesucht werden, eines von den zweien, oder beides.


    In meinem Wohnzimmer, hab ich schon des öfteren, von genau dem von dir angesprochenen Satz, gesprochen.


    "Sich selber anlügen", und an manchen Tagen, empfinde ich das auch so. Das könnte genauso falsch interpretiert werden, und trotzdem, ist das eben das was ich, nicht täglich, aber doch, manchmal so empfinde.


    Ich und sicher auch nicht Gabi, und warscheinlich auch viele andere hier nicht, laufen nicht den ganzen Tag, heulend , und verbittert, herum, und bemitleiden uns selbst, und haben permanent den Wunsch zu sterben.

    Ich weiß ja nicht was für Vorstellungen manche haben, aber natürlich ist dies, unser Wohnzimmer, in diesem von jeden einzelnen von uns freiwillig besuchten Forum, der Ort, wo wir unser Leid klagen können, wo denn sonst, bitteschön.?

    Deshalb bin ich da, um mit Gleichgesinnten, die mich verstehen, meine Ängste, Sorgen, Kummer, Wut, auszutauschen, und wenn ich Glück habe, Trost, Hilfe, einen guten Rat, zu bekommen. Und das genauso, versuche wieder zurück zu geben.


    Natürlich schreiben wir auch über, Wohnmobile, Hunde, Weingärten oder eben Cabrios, weil wir eben nicht verbitterte, alte, ewig heulende Witwen sind, zumindest nicht durchwegs.


    Liebe Gabi, entschuldige, wenn ich dir dein Wohnzimmer voll Pflastere, ich verschiebe es gerne, egal wo hin du es willst.


    Jetzt geh ich schlafen,

    :19: Eine müde, Renate

    Liebe Gabi ,

    Ich habe in deinen Beitrag, deine Gefühle gespürt, ohne jeglichen Angriff.

    Das ist dein Gedanke, und wo , wenn nicht in deinem Wohnzimmer, kannst du deinen Gefühlen, freien Lauf lassen.

    Ich verstehe dich, und kann sehr gut, deine Gedanken nachvollziehen.

    Du hast niemanden direkt angesprochen, und du hast keinen beleidigt, wenn sich manche angesprochen fühlen, dann ist das nicht in deinem Sinne gewesen, so seh ich das.

    Sei lieb umarmt

    Renate

    Liebe Rienchen,

    Meiner Meinung nach, und ich betone, meiner Meinung nach, bist du immer da, obwohl du auch selbst, kämpfst, hast immer ein liebes Wort, und hörst überall hinein. Das kann ich nicht, und ich bewundere dich dafür. Ich schaffe es selten, jemanden helfende Worte zu übermitteln, und trotzdem, fühle ich mich sehr aufgehoben, hier, und eines habe ich gelernt.

    Es ist vollkommen egal, was oder wer , oder welchen , oder, oder, oder...

    Du , zählst.

    Meinungen gehen auseinander, das ist auch gut so, solange man , nicht persönlich wird.

    Und das , wage ich jetzt in den Raum zu stellen, bist du noch nie geworden. Ich schätze deine Beiträge sehr, sowie auch die vieler anderen, und einige von euch auch meine.

    Worum geht es, bei diesen Austausch, den wir hier, täglich, pflegen.?

    Meiner Meinung nach, darum, das wir ein wenig Zuneigung, Verständnis, ja nur ein " Ohr" haben, und nicht so schrecklich einsam, mit unseren, jeder für sich eigenen, Kampf sind.

    Liebes Rienchen, für mich bist du gut, so wie du bist.

    Sei lieb umarmt

    Renate

    Liebe Rinchen,


    Dieser Satz bringt überhaupt keinen etwas, so wie einige andere genauso wenig. Du hast vollkommen recht.


    Du hast mit dir zu kämpfen, wird schon wieder....


    Ja das kenn ich, mal mehr mal weniger, und mal tränenreicher, und mal aushaltbar.


    Den Arztbrief, den letzten, zu lesen, das ist ja auch etwas, das einem zum kämpfen gibt, ich hatte da auch lange damit zu tun. Alle Erwartungen, von, da hat jemand einen Fehler gemacht, sind dahin. Nein kein Fehler, er war nicht mehr zu retten. Aber ich hätte doch das und jenes anders machen können, dann wehre vielleicht das eine oder andere anders gekommen, das bleibt.


    Ich finde aus deinen Erzählungen heraus, hast du einen guten Weg, damit umzugehen, ja schon gefunden, und manchmal, da gehen wir halt ein wenig mit gesenkten Kopf, und etwas langsamer, aber doch weiter.


    Sei lieb umarmt

    Renate

    gerade fällt mir meine Nachbarin ein, die vor kurzen zu mir sagte, " jeder hat sein Schicksal in seiner eigenen Hand " bezogen auf mein traurig sein, hoffe ich, und nicht auf das sterben meines Mannes. Schade das ich ihr nicht genau diesen Satz darauf gesagt hab.


    Was für ein blöder Spruch, als ob einer von uns, sich dieses Schicksal ausgesucht hätte???


    Fühlt euch verstanden

    Herzlich

    Renate