wie leben ohne meinen Mann

  • Liebe Maike, 6 Monate ist noch gar keine Zeit, da ist bei mir der Tod meiner geliebten Mutti auch noch nicht angekommen.

    Die Seele holt sich diese Wahrheit stückchenweise, denn anders würde sie es nicht aushalten.

    Man kann dabei nichts erzwingen. Deine Seele bremst Dich, wenn es ihr zu viel wird.

    Gib ihr die Zeit, die sie dafür benötigt.

    Ich wünsche Dir Zuversicht und

    Kraft und Gottes Segen auf

    Deinen schweren Weg

    Kornblume:24:

  • nachdem mein Mann seinen Weg in die andere Welt gegangen ist, zieht mir die Trauer den Boden unter den Füßen

    weg und macht mein Leben zur Hölle.

    Liebe Maike, Adi, Karin, Kornblume, Karo, Flora, Ange, .....


    Die Trauer wird auch oft als die Hölle im Leben bezeichnet. Es ist der Schmerz über den Verlust, der diese Hölle ausmacht.

    Die Trauer an sich, ist der Weg durch diese Hölle um wieder in ein Leben zu kommen.


    Auch wenn das für dich vielleicht keinen Unterschied zu machen scheint, so möchte ich dir und euch eine meiner Lieblingsgeschichten hier schenken.

    Vielleicht macht sie euch ein bisschen versöhnlicher mit der Trauer, die ihr jetzt braucht. Denn sie ist die normale Reaktion auf einen Verlust, wie K. Lammer schrieb.


    https://www.youtube.com/watch?v=ZC1_XKbwjIs


    Die Hoffnung, die du noch nicht sehen kannst, die trage ich noch für dich, bis du sie wieder selber haben darfst, weil sie dir nicht mehr so fern und so fremd vorkommt.


    Seid lieb gegrüßt

    Astrid.

  • hallo ihr lieben alle,


    danke astrid - ich kannte die geschichte noch nicht.


    für euch alle :30::24::30::24:gemeinsam gehen wir diesen verzweifelten weg und wo wir heraus kommen wissen wir noch nicht.... aber wir gehen jeden tag ein stück dieses holprigen weges weiter, niemand fragt uns ob wir das wollen, wir müssen ganz einfach weiter gehen.


    liebe Flora, ich weiss...:30: manchmal, wenn ich es kaum mehr aushalte vor schmerz laufe ich wie du durchs haus und rufe und rufe und rufe nach roger - und weine bis mein herz mir bis zum hals klopft und ich mich fühle als wäre ich leicht wie eine feder ;(||;(


    wir haben uns und unser forum - wir haben menschen wie kornblume die uns immer wieder hoffnung gibt das irgendwann ein kleiner sonnenstrahl auftaucht, danke Kornblume:24:


    lieber gruß von Bine

  • Ihr Lieben,ich bin momentan so verzweifelt,vor einem Jahr unsere letzte Zeit,glücklich und zufrieden waren wir,voll Freude an unserem Leben,dann wurde mein Mann weggerissen,kein Abschied,ganz allein musste er gehen,dieser geliebte Mensch und mein Herz kann das einfach nicht begreifen.Und ohne ihn bin ich kein guter Mensch mehr ,bin nicht mehr geduldig mit meiner Umwelt,denke warum dürfen andere leben und mein Mann nicht,eigentlich ist mir alles egal,in meinen Gedanken ist immer mein Mann.Ich mag den Menschen,der ich geworden bin,eigentlich nicht.Ach immer diese Sehnsucht und überall Advent,Advent,wie werde ich das aushalten...ohne ihn..ich wünsche euch bessere Stunden,Adi

  • Ja liebe Adi!

    Es ist schrecklich diese Adventszeit und es tut so weh.Im letzten Jahr haben wir alles noch so schön

    geschmückt,waren auf dem Weihnachtsmarkt und alles war noch gut und so schön,aber

    in diesem Jahr ist nichts schön und ich werde nichts schmücken,denn jetzt hasse ich

    Weihnachten und wünschte alles wäre endlich vorbei.Die Sehnsucht wird jeden Tag

    stärker und der Schmerz auch.Ach Adi .Ich umarme dich

    Liebe Grüße Helga:30:

  • Hallo Ihr Lieben!

    Mir geht es genauso. Ich möchte dieses Leben nicht führen, möchte mir meine Zukunft ohne meinen Mann nicht vorstellen, habe Angst davor. Wenn ich an die Weihnachtszeit denke, was mit unserer Kleinen immer so schön war, sie war immer so aufgeregt, wenn mein Mann mit der Taschenlampe heimlich aus dem Fenster leuchtete und unsere Tochter dachte, sie hätte das Christkind gesehen. Jetzt hat sie mir gesagt, dass sie sich nicht so sehr auf Weihnachten freut und nur einen Wunsch hat. Wenn wir bloß alle Drei zusammen gestorben wären. Ich halte das auch, wie Ihr, kaum aus. Nur für meine Tochter lebe ich das beschissene Leben weiter. Ja, ich habe mich auch verändert, bin oft aggressiv und frage mich auch, warum die anderen weiterleben dürfen und mein liebevoller Ehemann sterben musste. Ich frage mich, was wir eigentlich verbrochen haben, erst jahrelang diesen Kinderwunsch und jetzt hat dieses absolute Wunschkind keinen Papa mehr?!! Was soll das? Ich bin absolut verzweifelt und will und kann es nicht wahrhaben und akzeptieren, flehe ihn an, wieder zu kommen, schreie nach ihm, dass wir es ohne ihn nicht schaffen! Dann frage ich mich jeden Tag, jeden Abend und jede Nacht, ob ich bei dem Versuch der Reanimation etwas falsch gemacht habe, warum ich ihn nicht retten konnte. Habe schreckliche Schuldgefühle. Hätte er doch bloß noch etwas sagen können, aber nichts, absolut nichts konnte er noch sagen. Er war doch unser Beschüzer, eine solche Leere habe ich in meinem Leben noch nicht gefühlt. Und das Schlimmste, viele ziehen sich zurück, melden sich nicht mehr, haben keine Lust mehr auf dieses Thema. Was wird hier von mir verlangt? Nach 5 1/2 Monaten...?

    Wenn ich bloß nicht mehr hier sein müsste!
    Sorry, ist jetzt viel mehr geworden, als ich eigentlich wollte. Ich bringe jetzt meine Tochter ins Bett.
    Schade, dass Ihr das Gleiche durchleben müsst, aber danke, dass es Euch gibt. Keiner, der es nicht selbst erlebt hat, kann es so nachempfinden, wie Ihr alle! Ihr wisst es! Ich drück Euch alle ganz fest!

    Liebe Grüße

    Liesel

  • Und das Schlimmste, viele ziehen sich zurück, melden sich nicht mehr, haben keine Lust mehr auf dieses Thema. Was wird hier von mir verlangt? Nach 5 1/2 Monaten...?


    Liesel

    Liebe Liesel,

    Deine Welt ist durch den Tod stehen geblieben, und andere erwarten das du funktionierst- Das ist verletzend, vorallem wenn sich andere zurückziehen um einen nicht leiden zu sehen. Es ist noch gar nicht lange her, gib dir selbst die Zeit die du brauchst. Wenn es für dich passend ist, kannst du deinem Umfeld mitteilen was du dir wünschst, was du brauchst. Vielleicht baut dies eine Brücke zur Kommunikation.

    Alles Liebe & viel Kraft <3

    Isabel

  • Liebe Isabell!

    Danke für Deine Antwort! Ich habe irgendwie nicht die Kraft und den Mut, zu sagen, was ich mir wünsche. Ich fühle mich verletzt und bin traurig, dass ich von manchen nichts mehr höre oder sie dem Thema ausweichen. Ich würde mich so gern für immer zurückziehen, aber das geht nicht... 😔

    Danke, vielleicht kann ich es irgendwann doch... ich weiß es nicht...

    Liebe Grüße

    Liesel

  • Ich frage mich, ob ich nicht ganz normal bin... Ich denke an meinen Mann und kann und will es nicht wahrhaben und akzeptieren! Ich weiß ja, dass er nicht wiederkommen kann, aber... Er kann doch nicht einfach für immer weg sein 😢

  • Liebe Liesel ,


    Doch du bist ganz normal . So geht es uns allen hier , keinem von uns fällt die Realität leicht . Alle wollen ihr altes , geliebtes Leben zurück und doch müssen wir uns mit unserem Schicksal auseinander setzen , so verdammt schwer es auch fällt .


    Mir geht es nach knapp einem Jahr noch genauso, auch ich denke noch oft , das kann alles nicht wahr sein . Leider müssen wir uns aber damit abfinden , auch wenn wir es nicht wollen .


    Ganz liebe Grüße

    Birgit und Fine

  • Ich frage mich, ob ich nicht ganz normal bin... Ich denke an meinen Mann und kann und will es nicht wahrhaben und akzeptieren! Ich weiß ja, dass er nicht wiederkommen kann, aber... Er kann doch nicht einfach für immer weg sein 😢

    Deine Gefühle sind ganz normal, und auch deine Reaktionen sind es. Es ist der Beginn deines Trauerprozesses, und es ist ein Weg, den dir leider niemand abnehmen kann, aber wir können dir Wegbegleiter sein... und irgendwann... irgendwann kommt der Zeitpunkt an dem du eine neue Beziehung zu deinem Mann aufbauen kannst. In anderer Form... Gib dir Zeit.

    Viel Kraft für den heutigen Tag <3

    Isabel

  • Ihr Lieben, hätte ich nicht den Weg in dieses Forum gefunden so würde ich mir auch, wie Liesel, die Frage nach meiner geistigen Gesundheit stellen. Mein Mann ist vor 9 1/2 Monaten gestorben und ich will und kann mich nicht damit abfinden!

    Doch dank Eurer Beiträge sehe ich dass ich damit nicht allein bin!

    Als ich zum ersten Mal hier gelesen habe, suchte ich verzweifelt danach in einem Beitrag einen Hinweis zu finden, wie man diesen unerträglichen Schmerz des Verlustes, abstellen kann!

    Ich entnahm aber Euren Beiträgen, dass man den Schmerz eben Tag für Tag aushalten muss, es gibt keinen anderen Weg!

    So ertrage ich eben Tag für Tag, denke an Euch und Euren Kummer und weiß dass das alles NORMAL ist und der Wahnsinn nicht an meine Tür klopft!

    Das macht den Unterschied dass ich mein Leben gerade noch aushalten kann!

    Ihr haltet es ja auch aus!

    Liebe Grüße, Karo

  • Diese Sonntage,die haben wir immer so geliebt,nur für uns sein,machen was wir wollen,und jetzt weiß ich oft nicht,wie den Sonntag überstehen,die Zeit dehnt sich aus,die Sehnsucht und der Schmerz werden immer größer,ach mein Mann,du fehlst mir so unendlich und ich fühle mich so einsam und allein,warum nur,warum...ich kann es nicht verstehen,wie soll ich ohne dich leben...

  • Liebe Ade,


    ja Adi, es ist alles so schrecklich, hört diese Trauer je auf?,dann Weihnachten, Silvester,, Weihnachtsmarkt usw. Dieses Jahr fällt bei mir alles aus.

    Bin im Moment unter einer dicken Trauerwelle begraben Es hat sie nichts gebessert, sondern es wird immer schlimmer.


    Liebste Grüße Maike

  • Ihr Lieben!

    Ich frage mich auch ,ob diese Trauer nie aufhört,aber ich weiß das es so ist.

    Wie denn auch,wenn die Sehnsucht und der Schmerz täglich zunimmt.

    Und die Wirklichkeit einen jeden Tag aufs neue einholt und uns

    Gewissheit gibt,das wir unseren über alles geliebten Menschen

    für immer verloren haben.Gar nichts ist besser geworden,

    alles wird immer schlimmer und ich vermisse ihn so sehr.

    Liebe Grüße Helga