Erinnerungen an Liebgewonnenes

  • Liebe Karin!


    :/ Falls du an mich gedacht hast, als du diesen Spruch ausgesucht hast: :/

    Erstmal muss ich mir selbst darüber klar werden, was für ein Mensch mein Partner war - dann reden wir über die ganze Welt :S


    Danke dir!

    Einen ruhigen Tag für dich!

    Puzzle :24:


    PS: Aber ich würde wahrscheinlich hier weniger schreiben müssen, wenn ich jemanden hätte, der ihn gekannt hat und mit mir über ihn reden würde...

  • Danke, Karin.


    Ja, leider hab ich die nervige Eigenschaft, immer für alles einen Grund wissen zu wollen. Vorher finde ich keine Ruhe.

    Mein Nick passt nicht umsonst so gut zu mir.... ;)


    Auch für dich einen ruhigen Tag!

    Puzzle :24:

  • das versuche ich mir abzugewöhnen.

    Den Versuch, mir das abzugewöhnen, hab ich aufgegeben.

    Ich bin so. Und mit mir leben muss nur ich - alle anderen können sich das aussuchen ;)


    Ich glaube, dass diese Eigenschaft sehr nützlich sein kann. Sind es nicht Forscher in vielen Bereichen, die jahrelang und mit Ehrgeiz an ein und demselben Problem arbeiten und auch nicht müde werden, sich immer die gleichen Fragen zu stellen? Die sich nicht davon abbringen lassen, egal wie viele Sackgassen sie erwischen und wie oft sie gesagt bekommen "Lass es, das bringt nichts"?

    Ich glaube nicht, dass die Eigenschaft grundsätzlich schlecht ist. Ich habe nur den falschen Beruf ;)


    Einen ruhigen Donnerstag, von dem die Hälfte schon wieder vergangen ist....

    Puzzle

  • liebe Puzzle,

    ich gebe dir in Teilen recht, weil es mir manchmal genauso geht. Aber diese Art der Forschung wollte ich eigentlich nicht betreiben.

    Euch allen einen erträglichen Tag

    Liebe Grüße

    Monika

  • Liebe Monika!


    Na klar, das entscheidet jeder für sich.

    Mich belasten diese ständig gleichen Fragen nur, wenn ich sie ignoriere. Solange ich mich damit beschäftigen kann, ist für mich die Welt in Ordnung.


    Es ist eben jeder anders. Und das ist auch gut so. Vielfalt macht uns Menschen doch erst aus.


    Auch für dich einen ruhigen Tag.

    Puzzle

  • Jedenfalls gehen die Ereignisse weiter, die Verpflichtungen gehen weiter, die Anforderungen gehen weiter.... sie ziehen mich weiter in einem Leben, das sich nicht anfühlt, wie MEIN Leben. Denn das war rosarot, früher einmal....


    Lasst uns auch diesen Tag in der Hoffnung verbringen, dass "anders" auch wieder "gut" werden wird, anders gut...


    Liebe Puzzle ,

    ja,für mich gibt es ein “anders gut “.

    Nur dieses Erkennen und Wahrnehmen ist unheimlich schwer.

    Das “ anders gut “ ist bei mir dann mit einer ruhigen Wehmut durchzogen.

    Vielleicht habe ich ich im Laufe der letzten drei Jahre gelernt,meinen Blick auf mein Leben zu verändern.

    Mir ist natürlich bewusst,etwas ist unwiederbringlich fort.

    Das ist seine körperliche Anwesenheit.

    Alles andere habe ich noch,hilft mir dieser Gedanke immer,nein sicher nicht.

    Es ist aber eine gewisse Dankbarkeit entstanden.

    Sie hilft mir,wenn ich wieder ins Trauertal abstürze.

    Auch ich möchte dieses Leben so nicht Haben.

    Gestern saß ich am Rechner,kurz nach dem Tod meines Liebsten erstellte ich mit meinen Kindern einen neuen Ordner „ OPA und seine Enkelkinder “. Sie bekamen dieses Album , es war ein Geschenk an sie.

    Beim Anschauen der Fotos merkte ich wieder meine Veränderung, ich habe ihn körperlich verloren,meine Erinnerungen leben weiter.

    Was ist “anders gut “daran,vielleicht meine innere Freude,diesen Menschen über vierzig Jahre an meiner Seite gehabt zu haben?Und diese innere Vertrautheit weiter zu fühlen?

    Auch ich wandere jeden Tag weiter,mit dem Bemühen etwas Positives zu entdecken.


    Ich wünsche mir und allen Anderen ,dass immer ein kleiner Sonnenstrahl entdeckt wird.

    Das dieses “ anders gut “ erkannt werden kann.

    Es sind meine Gedanken


    Kommt gut durch den Tag,

    Karin


  • Auf den Kopf gedreht, fühlt es sich echter an.

    Wie du sagt alles eine Frage der Perspektive.

    Unglaublich.

    Illusion...die Ärztin sagte zu meinem Mann, damals im Hospiz:

    ( mein Mann sagte, er glaubt er wird verrückt, weil er nicht mehr real denken kann...)

    Sie sagte: Alles ist wahr. Das Gehirns spielt mit ihnen ein Versteckspiel.

    Wenn sie es schaffen, die Angst vor dem ungekannten zu integrieren, dann können sie sehen, dass sie mehr wissen, als all die anderen um sie herum.

    Es hat tatsächlich dazu beigetragen, dass mein Mann etwas ruhiger wurde und auch nicht mehr das Gefühl hatte, dass er uns alle belastet mit seinen "Hirngespinsten". Denn seine Wahrheit, war seine Wahrheit.

    Ich habe mal zu ihm gesagt: wenn du sagst, dass du das oder das siehst, dann glaube ich dir das.

    Nur weil ich es nicht sehe, heist ja nicht , dass es nicht da ist.

  • Guten Morgen Karin,


    ich setze für Dich das Foto noch auf dem Kopf herein und hoffe, Du bist damit einverstanden. So wird noch deutlicher, was Du damit sagen möchtest. Auch hier zeigt sich wieder, wie wichtig es ist, die Dinge von allen Seiten zu betrachten.


    Einen angenehmen Tag wünsche ich Dir

    Yoda


  • "Aber dieses Märchen, von dem ach so schönen und lebenswerten Leben, das sich entwickelt, wenn man nur die Dinge schönredet und positiv genug sieht, das - und entschuldigt meine Ausdrucksweise - können sich diese Süßholzraspler, die von einem gelungenen Leben nach der Trauer schwafeln getrost in den eigenen Hintern schieben."



    Erholt sich jemand nicht nach einem Verlust, darf das keinesfalls be- oder gar verurteilt werden; da heißt es sofort, was für eine Frechheit oder Gemeinheit das doch sei.


    Anderseits alle, die sich wieder erholen, als „schwafelnde Süßholzraspler“ zu bezeichnen, ist keine Frechheit? Keine Gemeinheit?


    Für mich ist das eine Frechheit und eine Gemeinheit


    Guten Morgen,

    jedes Forumsmitglied kann diesen Text lesen.

    Jedes Forumsmitglied kann im eigenen oder fremden Wohnzimmer antworten.

    Jedes Forumsmitglied kann diesen Text für sich interpretieren.

    Jedes Forumsmitglied fühlt sich anders angesprochen.



    Mich verletzt dieser Text ungemein.

    Ich versuche seit über drei Jahren einen für mich gang. - und ertragbaren Weg zu finden.

    Ich versuche mit dem heutigem Leben im Reinen zu sein ,ob das täglich gelingt,ist eine andere Frage.

    Ich habe dieses Leben noch,mein Mann hätte seins gern behalten.

    Er wäre nicht gegangen ,wenn er gekonnt hätte.

    Ich habe zurzeit diese Entscheidungsmöglichkeit.

    Ich schiebe dieses Leben sicher nicht,welches mir nicht immer gefällt,,welches mir sicher nicht immer gelingt,in der Allerwertesten

    Ich habe nichts mit der Kirche zu tun,glaube aber an eine höhere Macht,also bekam ich dieses

    Leben geschenkt,von wem auch immer.



    Mein Gang mit und durch die Trauer ist mein Gang.ich kann davon erzählen.

    Ich kann ihn mitteilen,bewertet haben möchte ich ihn nicht.

    Ich denke,da hat niemand ein Recht zu.

    Und sicher. “wir sind frei.wir trauern“, haben wir dann tatsächlich das Recht,sich so in dieser über

    anders Denkende zu äußern ?

    Aber sicher,alles eine Interpretation meinerseits.



    Wünsche einen ruhigen Tag,

    Karin

  • Danke, Karin, für deine Sicht der Dinge.

    Ich schreibe dazu in meinem Wohnzimmer, möchte dir deinen schönen Erinnerungsraum nicht „beschmutzen“.


    Einen ruhigen Tag für dich, der hoffentlich ein guter für dich wird auf deinem langen Weg....

    Puzzle